Arrrrgh, spanische Post und deren Preise _

  • Keine Ahnung wie das in Deutschland aussieht, heute tue ich mir das nicht mehr an, das gucke ich mir morgen an. Bin jetzt schon die halbe Nacht damit beschäftigt die Preisliste von correos.es zu entschlüsseln. Ein PDF-Dokument von 47 Seiten. Es ist nicht zu fassen, die haben sogar unterschiedliche Preise fur Schwarzweiss- und bunte Briefe, wobei bei mir sofort der "Häh-Modus" anschlug. Bunte Briefe? Soll das vielleicht ein Unterschied bei Postwurfsendungen sein? Und sind "bunte Briefe" schwerer als unbunte oder vielleicht schwerer zustellbar?


    Das sind so Augenblicke in denen ich ganz allgemein an der Intelligenz der Spanier zweifle. Besser kann man die eigene Wirtschaft nicht behindern. Von Spanien aus etwas online international anzubieten und verkaufen zu wollen dürfte sich schon allein wegen der Versandkosten kaum lohnen und das ist ein Geschäft mit Zukunft.


    Wen es interessiert, der schaue sich mal das bisher von mir ermittelte Nachfolgende an:


    Spanische Postlogig:


    Ein Paket bis zu einem Kilo kostet von Spanien nach Deutschland 29,58 Euro (Grundgebühr 26,42 Euro), dasselbe kostet auch ein Paket von Marbella nach Gibraltar bei weniger als 100 KM Entfernung. Nach Amerika, wobei Amerika nicht näher defeniert ist, kostet dassselbe Paket 20,95 Euro.


    Je angefangenes Kilo kommen nach Deutschland 3,16 Euro zur Grundgebühr von 26.42 Euro dazu. Nach Amerika sind es 5,16 Euro, bei einer Grundgebühr von 15,79 Euro. Den Preis geben sie in ihrer Preisliste so an: "Por kg o fracción", wobei jedoch kein Mensch weiss, was in diesem Fall unter "Fraccion" zu verstehen ist und ich vermute mal, dass es hier auf der Poststelle auch kein Mensch weiss.


    Nach Deutschland oder Frankreich kostet das Paket also dasselbe wie nach Litauen oder Finnland.


    Nach in das Spanien direkt gegenüberliegende, mit guten Fähr- und Strassenverbindungen zu Spanien ausgestattete, Marrokko kostet dasselbe Paket 27,03, Grundgebühr 23,69 Euro, je angefangenes Kilo 3,34 Euro, ins übrige sonstige Afrika jedoch lediglich 16,84 Euro Grundgebühr, dafür aber 5,16 Euro je angefangenes Kilo.


    Briefe international kosten von 101 bis 500 Gramm 6,20 Euro. Wiegt der Inhalt jetzt also z. B. 150 Gramm und ist teilbar ist es besser das Ganze in zwei Briefen zu verschicken, das kostet dann nämlich lediglich 3,65 Euro.


    Inländisch, in Spanien, gibt es auch wieder verschieden teure Zonen, je nachdem, ob etwas nach (oder von) den Kanaren oder z. B. den Balearen verschickt wird.


    Inländisch kostet in Paket von 60 x 49 x 40, wenn es in der Provinz bleibt 21,60, geht es in eine angrenzende Provinz sind es 28,60, innerhalb der Halbinsel sind es 29,89, zu den Balearen sind es dann 36,36. Angaben zu den Kanaren fehlen, die habense bei den Paketen wohl vergessen. Ob jetzt noch Gewichtszulagen dazukommen wollte ich nicht mehr suchen.


    Das ist ungefär so, als wäre ein Päckchen nach Sylt teurer als nach Flensburg, da wird man ja als Normalmensch bekloppt, wenn man mal im Voraus wissen will was etwas kostet.



    Wir haben doch hier einige die selbst auch von Deutschland aus verschicken. Wär nett, wenn dazu einige Beispiele eingestellt werden könnten, was z. B. ein Brief von 500 Gramm von Deutschland aus ins Ausland kostet oder z. B. ein Paket von einem Kilo in verschiedene Länder.

    Die zehn Gebote sind deswegen so kurz und logisch, weil sie ohne Mitwirkung von Juristen zustande gekommen sind. > Charles de Gaulle

  • Ein Teil dieser Merkwürdigkeiten kommt durch die Zustellgebühren im Ausland selbst zustande. Ab Grenze wird ja die Infrastruktur des jeweiligen Landes genutzt. Es wird bspw. durch den marokkanischen Zusteller ausgeliefert, nicht durch den spanischen.


    Inselpost ist i.d.R. aufwendiger, bzgl. der Kanaren könnte dann noch das Steuerproblem hinzukommen. Irgendwo im Hinterkopf schwant mir, dass Inselpost in de ganz früher auch teurer war. Bin mir just aber nicht sicher.


    In de gibt es heute schlicht umfangreichere Mischkalkulationen, um den Überblick zu vereinfachen. Spanien ist vielleicht einfach noch nicht so weit.


    In de bietet die Post selber auch Onlinerechner an, einfach Land auswählen und ab dafür: *** Link veraltet ***


    Wobei ich die Broschüren übersichtlicher finde: *** Link veraltet ***

    Er war Jurist und auch sonst von mäßigem Verstand.

    (Volker Pispers)

  • Bin immer noch wach.


    Jo, jetzt ist mir auch klar, warum die Zustellgebühren von Deutschland nach Spanien so hoch sind. Hab mich vorher nie so richtig mit der Materie beschäftigt.


    Was aber nichts daran ändert, dass die Spanier "Hinterwäldler" sind und den Arsch nicht hochkriegen und deswegen den Arsch auch in der EU nicht hochkriegen. Da aber die Spanier auch die wesentlich preiswerteren Strukturen der sonstigen EU-Länder nutzen sind deren Preise arg überzogen. MIt ihrer Preispolitik machen die alles was rausgeht, wie auch das was reinkommt unwirtschaftlich für jeden Internethandel.


    Statt den Krümmungsgrad von Bananen zu bestimmen, wäre es mal an der EU-Kommission in Europa über übersichtliche Versandkosten nachzudenken. Da kriegt ja jeder normale Mensch beim Erforschen von Versandkosten einen Vogel.


    Was wäre so kompliziert daran zu sagen: Grundgebühr immer gleich: X Euro und dann unterschiedliche Preise je nach Kilo? Aber so, ein Paket von Barcelona nach Narbonne ist wesentlich teurer als ein Paket von Barcelona nach New York. Schwachsinn.

    Die zehn Gebote sind deswegen so kurz und logisch, weil sie ohne Mitwirkung von Juristen zustande gekommen sind. > Charles de Gaulle

  • Warum für die Post einen europaweiten Einheitspreis, wo es doch für alle anderen Produkte oder Dienstleistungen auch keinen gibt? Nimm das Busticket, ein Kilo Tomaten oder den Espresso in der Bar. Klar würde es vieles vereinfachen, aber auch tiefgreifende Änderungen erfordern, bis hin zum identischen Einkommensgefüge und identischen Einkaufspreisen.

    Er war Jurist und auch sonst von mäßigem Verstand.

    (Volker Pispers)

  • Ich erwarte ja keinen Einheitspreis, sondern eine Preisgestaltung die sich in wenigen Minuten erkennen und nachvollziehen lässt. Hier hab ich jetzt die halbe nacht damit verbracht diesen von den Spaniern verzapften Schwachsinn zu entschlüsseln und bin bei verschiedenen Sachen so klug wie zuvor, was aber nicht daran liegt, dass ich es nicht verstehe. Wie soll ich es verstehen, wenn es auch ein Spanier nicht versteht? Ich hab eher den Eindruck, dass das extra so gestaltet ist, dass es keiner versteht oder nur mit einem erheblichen Aufwand zu verstehen ist, einem Aufwand den sich die meisten natürlich nicht machen.


    Was würde gegen einen einheitlichen Grundpreis für den Versand sprechen, wenn der Rest nach Gewicht zu regeln wäre? Dann könnte ich mir in einer Liste von A bis Z den Versand in jedes Land dieser Erde mit drei Fingern ausrechnen.


    Dasselbe würde ich mir im Übrigen bei z. B. Versicherungen wünschen.


    Aber; die Lobby.

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  • Jo Margin, so wie die von der DP sollte ne Preistabelle sein, 2, 3 Minuten Arbeit.


    Aber die Preisunterschiede sind schon erstaunlich und nach meiner Meinung sind die Preise der Spanier durch nichts zu rechtfertigen. Die Kalkulation ist nicht so wirklich nachvollziehbar, weil nicht linear. Es zeigt sich überall ne Beule im jeweilig mitterleren Preissektor, dort klaffen die Preis am meisten auseinander.


    Beispiel: Auslandsbrief bis 1000 Gramm in Deutschland: 7 Euro > Auslandsbrief 1000 Gramm in Spanien: 12,46 Euro.

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  • Das ist ja auch so das es über fremde Hoheitsgebiete mit Vertragspartner läuft. Bspw Spanien -> DE
    Da wird sicherlich irgendein Deutscher Paketdienst übernehmen. Haben die nu schlecht ausgehandelt ist es zwangsläufig teurer.


    Kann mich natürlich irren, aber ist alles Verhandlungssache.

    wenn etwas möglich erscheint mach ich das, wenn das nicht klappt gehts ans unmögliche und ansonsten das undenkbare.

    Ich denke, also BING ich!


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  • Grundsätzlich ist das richtig was Du einbringst Alex, aber, diese Abmachungen werden ja wohl bilateral getroffen und ich kann mir nicht vorstellen, dass z. B. Deutsche und Spanier an einem Tisch hocken und die Spanier sagen (vereinfacht) z. B. zu Deutschen: "Wir transportieren Euch Eure Briefe für einen Euro durch unserer Spanien" und die Deutschen sagen: "Wir machen dasselbe für Euch bei uns in Deutschland für 3 Euro", womit dann erklärt wäre, warum eine Sendung von Spanien nach Deutschland so sehr viel teurer ist als umgekehrt.


    Nee, nee, das sind schon die Spanier, die hier richtig hinlangen.


    Und dieser Auslandsbrief von Spanien raus (oben angeführt) bis 1000 Gramm gilt ja nur explizit für Dokumente. Wenn ich also z. B. ne Sonnenbrille von Spanien nach Deutschland verschicke bin in mit 30 Euro dabei. Deshalb sagte ich ja schon zu Anfang: Viel mehr kann man die eigene Versandwirtschaft nicht mehr behindern, es sei denn, man macht es noch teurer.


    Wenn man die deutschen Gegebenheiten kennt, kann man hier in Spanien oft nur mit offenem Mund darüber staunen was sich hier erlaubt wird. Coldcalls sind hier z. B. an der Tagesordnung, Werbung mit Superlativen auch, Kundendienst wird ganz klein geschrieben, meist wird einfach auf "dabbisch" gemacht und ignoriert, dann die kleinen Tricksereien, selbst bei grossen Ketten, wie mir das gerade die vorige Woche bei Carrefour passiert ist. Da stand meine Kaffemaschine, die ich mal für so um die 80 Euro gekauft hatte für 59 Euro. OK dachte ich, guter Preis, nimm sie mit, ne zweite in Reserve kann ja nicht schaden. An der Kasse hab ich dann im letzten Moment auf dem Display gesehen: Preis: 105 Euro und das Spiel mal direkt abgepfiffen. Erklärung von denen: "Da muss wohl jemand die Preisreiter vertauscht haben". So dann bin ich mal wieder dorthingegangen wo die Kaffeemaschine vorher stand um nachzusehen und musste denen sagen: "Dann muss wohl jemand der Kaffeemaschine nicht nur den falschen Preis zugeordnet haben, sondern auch noch den Preisreiter geklaut haben, weil es im gesamten Regal nicht einen Preisreiter mit einer Preisauszeichnung von 105 Euro gibt".


    In Deutschland würde es Abmahnungen hageln. Es gibt hier einfach keinen halbwegs vernünftigen Verbraucherschutz, proforma gibt es sowas, das machen dann irgendwelche Bedienstete von Ämtern, die meist von nichts ne Ahnung haben. Aber sowas wie eine Verbraucherzentrale die berät und auch klagt existiert hier nicht. Die spanischen Verbraucher sind schlichtweg Freiwild.


    Die Nichte von meinem Baby z. B. hat monatelang for nothing bei einem Dentisten gearbeitet, immer wieder wurde die Lohnzahlung mit irgendwelchen Ausreden hinausgeschoben. Dann quittierte sie dort, den offenstehenden Lohn hat sie einfach abgeschrieben, mein Rat den Lohn einzuklagen wurde bis heute ignoriert.


    Aber was ich auch bis heute in Deutschland immer noch nicht begriffen habe ist, was der Unterschied zwischen Päckchen und Paket ist. Klar, ein Päckchen ist ein kleines Paket, ich begreife aber bis heute nicht, warum es einen Preisunterschied zwischen einem Päckchen und einem kleinen Paket gibt.

    Die zehn Gebote sind deswegen so kurz und logisch, weil sie ohne Mitwirkung von Juristen zustande gekommen sind. > Charles de Gaulle

  • Ich bin kurz davor innerlich zusammenzubrechen, .....diese spanische Post. Ich komme einfach nicht weiter. War schon in verschiedenen Websites, u. a. Ebay drin, um zu sehen, wie die das mit den Portokosten handhaben. Das ist ja inländisch schon ein Problem, auf Deutschland übertragen heisst das, dass geguckt werden müsste, angenommen der Versand erfolgt von Bayern aus, ob das Bundesland des Empfängers eine gemeinsame Grenze mit Bayern hat, dann ist es billiger als wenn es z. b. ins Saarland geht, weil das Saarland keine gemeinsame Grenze mit Bayern hat.


    Jetzt hab ich sogar eine Seite gefunden, die angeblich in Englisch ist:


    *** Link veraltet ***


    Aber z. B. schon die Information zu den Cookies ist schon wieder Spanisch. Gut, geht ja noch.


    Unten gibt es dann den Link > *** Link veraltet ***


    Von dort kommt man dann auf eine Seite die in einem Mischmasch aus Englisch und Spanisch gehalten ist:


    *** Link veraltet ***


    Dort kriegt man dann die Information, dass normale Paktet ab 15,79 Euro ins Ausland verschickt werden können. Dabei ein Button > Preparar Paquete, also "Paket vorbereiten". Bei Klick kommt man auf ein Formular, welches es auszufüllen gilt, aber schon auf der zweiten Seite wird unter > Type of document < eine spanische CIF, NIF oder NIE verlangt, die Nummer, die jeder hier ein Leben lang hat und nie mehr los wird. Bei Angabe dieser Nummer weiss jeder ALLES über Dich. So, wird diese Nummer nicht angegeben oder kann nicht angegeben werden ist jetzt an dieser Stelle Schluss.


    Diesen Scheisse hat man hier überall, jeder will als erstes die NIF (für Inländer) oder die NIE (für Ausländer), egal, ob es um einen Kostenvoranschlag für eine Autoversicherung geht oder jeden sonstigen Scheiss. Argumentierts Du: "Für einen Kostenvoranschlag brauchen Sie keine NIF oder NIE", kriegste zur Antwort: "Dann können wir Ihnen auch keinen Kostenvoranschlag machen". Denselben Scheiss hat man hier auch mit den sog. Preisvergleichen im Internet, ohne NIF oder NIE kommste nicht weiter. Klar, habense mal NIF oder NIE habense auch Deine Daten.


    Und auch diesen Scheiss wie mit dieser Mischmaschseite aus Englisch und Spanisch hat man hier dauernd, das ist eher die Regel als die Ausnahme. Gibts natürlich auch in Deutsch-Spanisch, Französisch-Spanisch usw.


    Und auch z. B. mit einem englischsprechenden Spanier zu telefonieren hat schon was, weil die alles so aussprechen wie es geschrieben wird. Darüber macht sich Vodafone gerade in einem Werbespot einen Scherz. Sie zeigen einen Spanier in London, der dort W-Lan sucht und jeden nach Wifi (wie das deutsche Bifi) fragt und natürlich nicht verstanden wird.

    Die zehn Gebote sind deswegen so kurz und logisch, weil sie ohne Mitwirkung von Juristen zustande gekommen sind. > Charles de Gaulle

  • Der Unterschied ist gar nicht schwer. Das Päckchen ist im Prinzip ein fetter Brief, es läuft mit der Briefpost mit und wird auch vom regulären Briefträger ausgetragen, deshalb auch die Größen und Gewichtsbegrenzungen. (wobei hier die Briefträgergrenzen allein durch die Masse heute eher schwimmend sind)


    Das Paket ist üblicherweise schwerer und größer und läuft über andere Transportwege und -mittel. Es hat klassisch längere Laufzeiten als ein Päckchen und wird vom sogenannten Paketboten ausgetragen, der grundsätzlich mit Fahrzeug kommt und den Kram nicht zu Fuß mit sich schleppt.


    Der für den Verbraucher wesentlichste Unterschied ist jedoch, ein Paket ist automatisch versichert und erhält genauso automatisch eine Sendungsnummer, der gesamte Laufweg wird bei jeder Übergabe protokolliert und kann nachverfolgt werden, bis hin zur Empfangsbescheinigung durch den Empfänger, die es beim Päckchen regulär nicht gibt (Einwurfzustellung). Dies ist der Grund, warum wertvollere Sendungen unabhängig von der Größe bevorzugt als Paket verschickt werden. Heute kann man allerdings beides bedingt gegen Aufpreis beim Päckchen zubuchen.

    Er war Jurist und auch sonst von mäßigem Verstand.

    (Volker Pispers)

  • Der Unterschied ist gar nicht schwer. Das Päckchen ist im Prinzip ein fetter Brief, es läuft mit der Briefpost mit und wird auch vom regulären Briefträger ausgetragen


    Sorry, das ist falsch. Du meinst sicher Waren- und Büchersendungen. Unterschied zwischen Päckchen und Paket ist nur die Versicherungsleistung und das der "Normalo" keinen Zugang zur Sendungsverfolgung hat.

    Zitat


    Das Paket ist üblicherweise schwerer und größer und läuft über andere Transportwege und -mittel. Es hat klassisch längere Laufzeiten als ein Päckchen und wird vom sogenannten Paketboten ausgetragen, der grundsätzlich mit Fahrzeug kommt und den Kram nicht zu Fuß mit sich schleppt.


    Auch das ist falsch. Angestrebt ist bei der DHL und bei der Deutschen Post X+1 (X=Einlieferungstag) Es gibt außerdem die Briefzustellung, die Paketzustellung und die Verbundzustellung (beides gemischt) Die Fahrzeugwahl (zu Fuß, Fahrrad, Caddy, Bus oder LKW) richtet sich nach der Tour und nicht nach dem Inhalt.
    Paket und Brief ist normalerweise getrennt und wird nur im schwach besiedelnden Bereich im "Verbund" zugestellt.

    Im Nachhinein betrachtet, ist selbst die Sorge um den Tod umsonst!

  • Sagen wir mal so, das wurde nun geändert (2011) wäre treffender gewesen. Der Grund für die Differenzierung liegt nämlich genau dort.


    Bundesgesetzblatt 341 - Teil 1
    Postordnung


    Er war Jurist und auch sonst von mäßigem Verstand.

    (Volker Pispers)

  • Also son bissl schwachsinnig is das schon ein Päcken in der Ecke der Briefe einzuordnen. Ein Paket kann ja durchaus kleiner sein als ein kleines Paket, ein Päckchen. Genausogut könnte das Päckchen dann ja auch Maxibrief genannt werden.


    Wegen sonem Scheiss hab ich, als ich in Deutschland war in einem "Postamt" (ne primitive Postannahmestelle) abgetobt. Ich wollte was versenden was netto so 1,5 Kilo wog. Die Tante dort meinte ich sollte dass in einem ihrer gelben Kartons versenden und hat mir den Preis bis zu 2000 Gramm genannt. So dann hab ich diesen blöden Versandkarton für drei oder vier Euro gekauft, alles eingepackt, die hat das Ding nochmal auf die Waage gestellt und nannte mir dann einen höheren Preis, weil das Ganze nun mit Karton 2 Kilo y pico wog. Da hat es mir aber mal gereicht und ich bin mal etwas lauter geworden. Wenn man bei denen einen ihrer überschweren gelben Kartons kauft ist man bei einem Gewicht bis zu 2000 Gramm schon mit 600 Gramm Tara dabei, kann also noch 1400 Gramm Warengut versenden.


    Hab, bevor ich etwas lauter wurde, erst mal nachgefragt, ob die mir in dieser Annahmestelle nicht hätten vorher sagen können, was so ein gelber Karton wiegt und dass ich, wenn ich über zwei Kilo komme, wieder mehr zahlen muss, dann hätte ich diesen blöden Karton erst gar nicht gekauft, alles eingepackt, verklebt und beschriftet. Da kam natürlich keine Antwort, worauf ich dann meinte "Ich seh schon, Ihr habt hier von nichts ne Ahnung", worauf dann die Ladenbesitzerin vom Zigarettenladen angerauscht kam und meinte mir Hausverbot erteilen zu wollen, weil ich sie und ihre Belegschaft beleidigt hätte mit der Bemerkung, dass in dem Laden keiner eine Ahnung hätte. Dann hats mir echt mal gelangt und ich musste sie anschnauzen, dass sie jetzt besser mal die Klappe halten sollte, weil sie vom Strafrecht genausowenig Ahnung hätte.


    Angefangen hatte sie mit dem rauhen Ton, aber ich war halt rhetorisch besser drauf und bessere Rhetorik, verbunden mit Lautstärke haben dann letztendlich für Stillschweigen gesorgt. Aber so ist das halt, wenn die kleinen Handlanger päpstlicher als der Papst sein wollen.

    Die zehn Gebote sind deswegen so kurz und logisch, weil sie ohne Mitwirkung von Juristen zustande gekommen sind. > Charles de Gaulle

  • Interessante Diskussion. Möchte nicht wirklich drauf einsteigen, aber mal schreiben wie das hier so ist, denn es widerspricht beiden ein wenig ;) Pakete kommen hier grundsätzlich per DHL, niemals mit dem Postboten. Das liegt nicht nur an der Größe, denn wie Du sagst Cura, ein Paket kann auch ganz klein sein. Das liegt an der Logistik, denn der Postbote hat gar nicht die Technik dabei, ein Paket an der Tür abzuwickeln. Zudem ist er nicht in der Lage, an der Tür ein anderes Paket mitzunehmen. Was soll der auch mit einem TV auf dem Fahrrad ;)


    Päckchen sind hier entgegen sehr unterschiedlich. Hier kommt es auf die Größe an. Sind es kleine Dinger, etwa ein Buch von Amazon oder ein T-Shirt, dann kommt das in der Regel mit der Briefpost. Sind es größere Sachen, denn kommt es mit DHL. Das ist dann aber nicht der Fahrer, der regulär die Pakete ausfährt, sondern eine extra Tour mit nur Päckchen. Der kommt in der Regel auch nicht mit einem LKW, sondern eher einem kleinen Transporter. Der eigentliche DHL-Paket-Fahrer kommt meist ein paar Stunden später.


    Wegen diesen freien "Zweigstellen". Das ist hier auch so, die haben auch keine Ahnung. Hatte bei denen schon so oft Briefmarken für was bestimmtes gebraucht und entweder viel zu viel bezahlt oder zu wenig, und der Brief kam zurück. Seit dem nehme ich immer einen aktuellen Preisflyer mit, weil die im Laden sind meist auch schon uralt ;)


    P.S. Was mir noch einfällt, da staunte ich damals selbst. Hatte mir damals für meinen Keller Schwerlastregale beim Hornbach bestellt (34 kg oder so). Versandkosten waren 4,50 EUR und die fallen nur einmal an, egal wie viel man bestellt, wenn die Einzelposten Paketposten sind und keine Speditionsware. Also habe ich 6 Regale und 15 Liter Wandfarbe bestellt und 4,50 EUR Versand bezahlt. In der Bestätigung stand auch, Versand per DHL. Dann war ich erstaunt, dass die Versandbestätigung kam und in der nur die Farbe stand. Von den Regalen keine Spur. Eine Stunde später dann ein Anruf von DHL-Logistics und wieder erstaunt. Per Spedition, mist, das wird teuer, dachte ich mir. Dann kam der DHL-Fahrer und brachte die Farbe. Den fragte ich dann auch dazu und der meinte, dass die Regale wohl einzeln als Paket-Lieferung gedacht sind, aber DHL hier intern umdisponiert hat, weil es zu viele sind. Die lieferten also per Spedition und das ohne weitere Versandkosten :) Der Vorteil war, der Fahrer hat mir die 200kg per Hubwagen in den Hof gezogen, der Nachteil, die Lieferung kam erst einen Tag später ....

  • Ich habe mich wegen diesen Portogedöns mal bei Ebay umgeguckt und dabei ist mir aufgefallen, dass es da Anbieter gibt, die billigste Waren zum portofreien Versand anbieten. Da gibt es Chinesen die bieten z. B. Schminkzeugs zum Preis für unter 2 Dollar weltweit ohne Versandkosten an, aber auch z. B. billigste T-Shirts und so Sachen und da frage ich mich echt, wie das funktionieren soll.

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  • Über die Masse bzw. Mischkalkulation. Habe hier auch vor kurzem zwei O-Ringe bestellt für 1,- Eur inkl. Versand. Das Porto ist laut Aufkleber 0,90 EUR. Versand war von DE nach DE. Das ganze dann noch mit Rechnung, gepolsterter Versandtasche, der aufgeklebten Kunststoff-Tasche für die Rechnung und dem Metallteil zum Verschließen... Der legt dabei auch drauf. Habe früher gewerblich auch viel mit Ebay gemacht und auch oft drauf gelegt. Lüfter 1,- EUR. EK 0,50 EUR (Anmerkung: kostete damals im MM 7,99 EUR). Bleiben 50 Cent für Verpackung, Aufkleber, Ausdruck und Anlieferung zur Post. In der Regel verkaufte ich aber nicht einen Lüfter, sondern 10 bis 100 an Wiederverkäufer und das rechnete sich dann schon. War da selbst Großabnehmer von, also mein EK waren in der Regel 20.000 Stück, daher auch der geringe EK-Preis und VK.


    Ist im Prinzip wie beim Supermarkt. Habe mal beim Walmart gearbeitet und daher weiß ich, dass z.B. der Kaffee bei Angeboten teilweise 10 Cent unter EK verkauft wurde. Das war aber Absicht, denn nur die wenigsten kauften nur den Kaffee. Der war nur Lockmittel, der Gewinn kam über den Rest. Klar, es gab auch welche, die nur 5 Packungen Kaffee kauften, aber das rechnete sich dennoch über die Gesamtmenge.


    Bei mir war es ähnlich. Die wenigsten kauften einen Lüfter. Viele z.B. ein PC-Gehäuse dazu. Das hatte ich damals für 65,- EUR im Angebot, in allen Farben (Beim MM 110,- EUR und mehr, je nach Farbe). Mein EK war da aber nur max. 30,- EUR, ok, ich musste auch eine EU-Palette abnehmen.

  • Es ist hier wirklich ne Katastrophe. Es gibt ja auch einige andere Versandanbieter. Aber; sie halten alles geheim. "Psssst, muss ja nicht jeder wissen"


    Ich suche Informationen wie das laufen soll, holen die ab, muss man in die Annahmestellen? Schweigen.


    Dann gibts auch einen Link zu > Oficinas. Gut, da erwartet jeder Mensch Anschriften. Is aber nichts ausser allgemeinem Blabla.


    Beispiel:


    *** Link veraltet ***


    Rechts gibts dann nen Link zu einen Angebot von 5.50 plus Mehrwertsteuer und was kommt?


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    Und dieser Scheiss ist hier keine Ausnahme. Die kriegen es einfach nicht geregelt.

    Die zehn Gebote sind deswegen so kurz und logisch, weil sie ohne Mitwirkung von Juristen zustande gekommen sind. > Charles de Gaulle

  • >> Über die Masse bzw. Mischkalkulation.


    Gut, war jetzt nie meine Ecke, hab nie gezielt mischkalkuliert, aber dass die sich Ecken einrichten in denen sie dauerhaft drauflegen, konnte ich mir jetzt soo auch nicht vorstellen.

    Die zehn Gebote sind deswegen so kurz und logisch, weil sie ohne Mitwirkung von Juristen zustande gekommen sind. > Charles de Gaulle

  • Eine saubere Mischkalkulation ist unterm Strich günstiger als die Arbeitszeit der Mitarbeiter, die mühsam versuchen, den Überblick zu behalten, während sie selbst den kleinsten Mist nachschlagen müssen, wenn es keine einheitliche Regel gibt. Nun speziell auf die Post bezogen. Sie macht aber in vielen Bereichen mehr als Sinn.

    Er war Jurist und auch sonst von mäßigem Verstand.

    (Volker Pispers)