Westsahara > Darum geht es _

  • Nachdem die Spanier dort raus sind ist Marokko "völkerrechtswidrig" nachgerückt und hat das Gebiet faktisch von Norden nach Süden geteilt. Das Sahnestück mit der Küste für Marokko, die Wüste für die Ureinwohner, die dort zu grossen Teilen in Zelten im Sand leben.


    Spanien hat das nie anerkannt und jetzt hat der spanische Premier im Alleingang, jedenfalls ohne seinen Koalitionspartner und die sonstigen "Würdenträger" zu informieren, wohl eine Abmachung mit Marokko getroffen, von der immer noch keiner weiss, wie die genau aussieht. Es scheint jedenfalls so, als wäre er von dem was für Spanien fast 50 Jahre lang ein Dogma war abgerückt.


    Auch Algerien, sowie Mauretanien haben da seit ewigen Zeiten irgendwelche Rechte abgeleitet. Die sind jetzt natürlich auch nicht soo begeistert.


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    Je kümmerlicher die Eidechse ist, desto mehr strebt sie danach, ein Krokodil zu werden.

    Äthiopische Volksweisheit.

  • >> In der spanischen Regierung hatte man nicht mit einer derart heftigen Reaktion gerechnet.


    :(


    Keiner hat mit einer solchen Reaktion gerechnet? Mich würde es wundern, wenn sich darum jemand Gedanken gemacht hätte.


    Regierung? Naja, war ja wohl mehr eine "One-man-show" des spanischen Premiers.


    Unmut über Westsahara-Politik: Algerien liefert sich Gas-Streit mit Spanien
    Spanien hatte Algerien als zuverlässigen Geschäftspartner empfohlen. Es könne die Abhängigkeit von Russland verringern. Ein Konflikt lässt Zweifel aufkommen.
    www.faz.net

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  • Die Folgen der neuen "Freundschaft" zwischen Marocco und Spanien und damit auch der EU.


    Der Spiegel meldet heute "Fünf Tote in Mellila", tatsächlich sind es mindestens 18 und bei so einigen ist nicht klar, woran sie wirklich starben.


    Erst hat Marocco zigtausende Emigranten als "Druckmittel" bis zur Grenze Mellilas kommen lassen, jetzt wird im Rahmen der neuen "Freundschaft" wieder gesäubert. Und wie!


    Bilder von marokkanischer Seite, die in Europa keiner sehen will.


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  • Mal bei 0,06 genau hinsehen. Da wird einer wie ein Sack auf den Haufen geworfen.


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  • Mittlerweile ist die Zahl der Toten wohl gestiegen, bei einigen Schwerverletzten ist nicht klar, ob sie überleben.


    Die Grenzstreifen auf Maroccos Seite waren die letzten Jahren immer voll von Migranten, die darauf hofften nach Europa zu kommen. Heute gehen hier Bilder von diesen Grenzstreifen über die Ticker die alles menschenleer zeigen. Nicht mal Militärs sind noch zu sehen. Leere, unberührte Weite wie im Malboroland.


    Kein Wort dazu ist zu finden, wo die marokkanische Polizei die Tausende hingekarrt hat. Kann ja nur sowas wie ein Konzentrationslager sein, freigelassen, wären die meisten bereits wieder am Grenzzaun. Und welche Angst die haben müssen, zeigen die zwei von mir eingestellten Videos. Die, welche da wie Leichen achtlos aufeinander geworfen wurden, blieben so liegen wie sie landeten, von denen traute keiner auch nur noch zu blinzeln.

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  • Die offizielle Anzahl der Toten von jetzt 23 soll viel zu niedrig sein.


    Angesichts der Videos herrscht jetzt einiges an Aufregung, Menschen werden schlimmer behandelt als Vieh? Und der spanische Premier sah sich jetzt genötigt dazu was zu sagen. Er meint, dass die eigentlichen Verantwortlichen die Schleusermafias sind. Na denn. So kann man auch versuchen sich einen schlanken Fuss zu machen.

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  • Aber so ganz neu ist das doch auch nicht, oder?
    Ich erinnere mich, schon Mitte der 90er auf Tenerife mit Afrikanern gesprochen zu haben, die über Melilla reinkamen und von ähnlichen Zuständen berichteten.

    Wer zuerst "Datenschutz" sagt, hat verloren.

  • Die Spanier behandeln die, welche es schaffen reinkommen eigentlich sehr ordentlich. Besonders, wenn es sich um Jugendliche oder Kinder handelt.


    Es dreht sich hier aber nicht um welche die reingekommen sind, sondern um die, welche jetzt von Marocco daran gehindert werden sollen überhaupt von Marocco aus in die Nähe des Grenzzauns zu kommen.

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  • Doofe Frage: Warum hindern die Marokkaner eigentlich die Leute an der Einreise nach Melilla?
    Die sollten doch froh sein, wenn die Leute weg und in Spanien sind.

    Werden die irgendwie von Spanien dafür bezahlt oder wie...?

    Wer zuerst "Datenschutz" sagt, hat verloren.

  • Klar, es ist wieder mal ein fauler Deal, Du hälst uns die Flüchtlinge vom Hals, dafür gewähren wir Dir Vorteile.


    So hat z. B. Marocco seit langem schon in Agrasachen den Status wie ein EU-Land. Sie dürfen also einführen wie ein EU-Land, brauchen aber die Regeln der EU (Gift z. B.) nicht zu beachten. Sie können also sehr viel billiger verkaufen, als z. B. das gerade mal einen Steinwurf entfernte, aber in der EU liegende Andalusien. Auch liegen die Löhne in Marocco so bei 200 Euro im Monat.


    Und um die Subsahara gibt es ja schon ewig Streit. Da gingen die Spanier raus und Marocco ist nachgerückt, hat die Subsahara faktisch annektiert. Das hat der spanische Premier jetzt in einer mehr oder weniger Nebelaktion, ohne irgendwen im Land zu fragen oder zu informieren jetzt anerkannt. Und das ist auch genau das, was die Amis wollten.


    Vorher hatte Marocco Spanien unter Druck gesetzt indem sie die flüchten Wollenden einfach passieren liessen, es gibt vermutende Stimmen, dass Marocco sie sogar ermuntert hat zu kommen. Das hat jetzt ein abruptes Ende gefunden.


    Algerien, welches ebenfalls Ansprüche auf die Subsahara anmeldet oder zumindest auf Teile davon, hat Spanien jetzt deshalb die Freundschaft gekündigt und es sieht aus, als könnten die Algerier den Spaniern die Gaslieferungen streichen. Ein weiteres Problem für die EU, welches aber in der EU bisher keine besondere Aufmerksamkeit findet.

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  • Die beiden Videos oben, besonders das erste, gehen seit heute über alle Sender und sorgen für Empörung. Selbst eine Vizepräsidentin, vom Koalitionspartner, ist richtig stinkig und sagt: "Verdammt nochmal, wir wollen endlich wissen was das los ist".


    Alleinherrscher Sanchez rechtfertigt das alles mit "Es war ein gewaltsames Eindringen". Klar, jemand der mit leeren Händen und nichts auf dem Leib als seine kurze Hose versucht über den Stacheldrahtzaum zu kommen ist ein furchtbar gefährlicher, gewaltsamer Eindringling.

    Aber einmal für vier Jahre gewählt...


    Die Umfrage "Wenn heute Wahlen wären..." sagt, dass ihm und seinen Sozialisten aktuell, dass eine furchtbare Niederlage gewiss wäre.


    Aber es ist schön anzusehen und zugleich schaurig (wenn die wüssten was sie erwartet) wie die sich freuen, wenn sie glauben in Europa angekommen zu sein.

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  • Die Videos waren gestern hier auch in der Tagesschau. schon heftig!

    Frei nach Dieter Nuhr
    Das Internet ist zum Lebensraum der Dauerbeleidigten geworden, die immer einen Grund finden, anderen irgendetwas vorzuwerfen, um sich selbst moralisch zu erhöhen.

  • Jo, mit dem Senden ging es gestern auch schon nachmittag los.


    Vermutlich suchense jetzt den, der aufgenommen und online gestellt hat. Vermutlich war das ja einer der noch stehen dürfte, also einer von der marokkanischen Polizei.

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  • Hier steigt der Druck und die Forderungen nach Ermittlungen danach, was da an der Grenze geschah stündlich. Auch der Koalitionspartner von diesem Sanchez fordert es. Und er spricht von sowas wie einem bewaffneten Überfall auf Spanien, sagt, viele von denen die da über den Zaun wollten wären mit Äxten und Messern bewaffnet gewesen. Ich hab ja die Bilder von denen gesehen, die es nach "Europa" geschafft hatten. Äxte und Messer in deren Händen hab ich nicht gesehen. Waffen in den Kleidern verstecken geht auch nur bedingt, wenn da einer nur mit einer kurzen Hose und einen T-Shirt bekleidet ist.

    Mittlerweile sollen da auch neue Videos veröffentlicht worden sein. Muss mal gucken, ob ich die finde.


    Neueste Umfragen sagen, dass die Sozis in der Beliebheit auf 20% abgefallen sind, die konservative PP liegt weit über 50%. Jetzt bin ich mal gespannt wie lange es noch dauert bis bei den Sozis der Ruf nach dem Rücktritt von Sanchez kommt.

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  • >>Und er spricht von sowas wie einem bewaffneten Überfall auf Spanien<<

    Und meint er, die hätten sich dann quer durch die spanische Landschaft marodiert, bewaffnet mit Messer und Axt?
    Meine Güte... wenn er jetzt noch mit Bevölkerungsaustausch anfängt :)

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  • Jo, manchmal hab ich den Eindruck, überall, dass die Denke vorherrscht, dass das Volk noch viel doofer ist als angenommen und dass deshalb die Begründungen ruhig noch etwas haarsträubender ausfallen können.


    Bezeichnend war eine Pressekonferenz vorgestern. Eine Ministerin wurde zu den Vorfällen befragt. Die Fragen kamen offensichtlich unverbereitet für sie. Sie hat keine Antwort, guckt hilfesuchend die neben ihr sitzende Pressesprecherin an, die macht sone Bewegung die sagen soll: "Was gucksten Du mich an, woher soll ich das wissen?"

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  • Früher haben sich die Politiker wenigstens noch ne halbwegs plausible Begründung für ihren Scheiß einfallen lassen, den sie gestern gesagt haben.

    Aber ich glaube... die haben nicht mal mehr dazu Bock. Die fühlen sich nicht mehr Rechenschaftspflichtig oder so.
    Ich denke, die machen einfach ihr Ding und wenn dann Pressekonfernz ist, denken die einfach: "Tja... ähm.... PFFFFF. Was will das Dreckspack eigentlich? Ich bin hier der Macher. In 2 Wochen habt ihr das eh wieder vergessen."

    Wer zuerst "Datenschutz" sagt, hat verloren.

  • Hier nimmt das immer öfter schon grosteske Züge an. Das Beantworten von Fragen wird einfach verweigert. Manche tun so als gäbe es die fragenden Journalisten gar nicht, als wären sie Luft. Andere machen auf "wichtiges Telefonat" mit dem Handy am Ohr. Bürgermeister bei Vorgängen die eindeutig in ihren Bereich fallen behaupten einfach nicht die Kompetenz zu haben, dass da Gerichte zuständig wären. Die Richter sagen, dass das Gesetz sagt, dass genau diese Bestreiter zuständig seien, sich kümmern müssten.


    Und immer wieder sieht man wegrennende Politiker. Die rennen wirklich weg, flüchten sich in Restaurants und Geschäfte, in die die Journalisten nicht ohne Erlaubnis der Eigentümer folgen können. In Kaufhäusern zum Vordereingang rein versuchen sie sich durch Hintereingänge zu verdrücken. Aber den Trick kennen die Journalisten mittlerweile alle.

    Heute beantwortet keiner Fragen zu den Vorgängen in Melilla: "Heute sind wir mit dem Natogipfel beschäftigt".


    Und der Natogipfel, bzw., die 40-Jahre-Nato-Mitgliedsschaftsfeier? Die First der USA hat heute einen "Einkaufsbummel" im Zentrum von Madrid gemacht. Sie selbst mit einen Tross an Leibwächtern und Begleitern, dahinter hunderte Journalisten, alles eingebettet in einen Kreis von hunderten (wenn nicht mehr) Polizisten, die verhinderten, dass sich da jemand mehr als 1000 Meter nähern konnte. Die Plaza mayor, "der grosse Platz", das Herzstück Spaniens ist für Normalbürger seit Tagen verboten, dort parken die Kutschen der Teilnehmer des Gipfels, der Feier.

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