Zum Fotografieren braucht man Licht, das ist ja nun wirklich kein Geheimnis. Brechen wir den ganzen Technik- und Optikkram runter auf diesen einen Faktor, dann bedeutet das, je mehr Licht (natürlich alles im Rahmen ^^), desto bessere Aufnahmen. Kürzere Belichtungszeiten, weniger lange stillhalten, mehr und bessere Schnappschüsse möglich.
Um nun die Auswirkungen von solch einem extremen Superzoom zu verstehen, ist es am einfachsten, man stellt sich die Kamera als geschlossenen Schuhkarton vor. Nun nehmen wir 2 identische Papprollen z.b. von Küchenpapier. Die eine lassen wir in voller Länge, die andere kürzen wir auf 3 cm. Beide sollen nun unseren Schuhkarton mit Licht versorgen. Gretchenfrage: Durch welche Rolle kommt mehr Licht im Schuhkarton an?
Bei gleichem Durchmesser gilt also grundsätzlich, in der Kürze liegt die Würze und nicht, je länger desto wow.
Wird nun schwerpunktmäßig "echter Zoom" also der zum Ranholen gebraucht, dann ist das die Brennweite von etwa 45 an aufwärts. Nehmen wir obiges Mondfoto als Vergleich, also ein 300er-Tele, dann ergibt das einen Zoomfaktor von (300 : 45) 6 - 7fach. D. h. es können sehr wohl auch richtig gute Partyfotos gemacht werden (45er) und der gewünschte Teleeffekt ist auch vorhanden ohne dass das ganze allzuviel Licht frisst.
Soll nun noch Weitwinkel mit hinzu, weil z. B. auch viel in engen Räumen oder vor hohen Gebäuden fotografiert werden soll, also bspw. ein 28er, dann kommen wir ca. auf einen (300 : 28 ) 10fach optischen Zoom.
Also was zum Teufel soll ein 30fach Zoom?
Nehmen wir obigen 6fach Zoom. Der gleiche Wert ergibt sich z.B. bei einem 28er Weitwinkel bis 160er Tele. Er sagt also überhaupt nichts über die Telefunktion aus.
btw. die Brennweiten stehen grundsätzlich auf dem Objektiv.