Für mich persönlich stellt sich selten die Frage nach der Schuld, die kann mal rechts, mal links liegen, mal in der Mitte. Wo gehobelt wird da fallen Späne und wer am meisten hobelt, produziert auch zumeist die meisten Späne. Mich interessiert in solchen Fällen statt der Schuldfrage viel mehr die Lösung, der Schlussstrich. Manch einer erkennt schon ein Zwinkern, dass es nun allmählich reicht oder der Austragungsort gewechselt werden muss. Manch einer erkennt nicht mal Zaunpfähle sondern sammelt sie ganz einfach, vielleicht kann man sie ja noch mal brauchen.
Manch einer zerrt dann Postings auf die Metaebene um zu "beweisen", dass er doch Recht hat und fordert zu allem Überfluss auch noch Beweise ein. Dabei völlig unberücksichtigt bleibt die Frage, will der andere überhaupt irgendetwas beweisen?! Hat er überhaupt Zeit, Lust, Interesse, die nötige (überschüssige?) Energie, sich damit auseinanderzusetzen? Ist es ihm wichtig genug? Fordern kann man viel, ob man es bekommt steht auf einem ganz anderen Tablett und man bekommt auch nicht mehr, je lauter man schreit.
Auch die Argumente werden weder richtiger noch falscher, nur weil niemand oder kaum jemand antwortet. Keine Anwort kann auch schlicht auf Desinteresse beruhen. Und wird dann aus einer erhofften Diskussion, deren Ausgang man natürlich schon lange zu kennen glaubt, ein endloser Monolog, wird aus den anfänglich unbeteiligten Dritten ein irgendwann völlig genervtes unfreiwilliges Publikum.
Wie sagt mein Programmierer immer so schön: Hauptsache Du merkst es noch.