Beiträge von Margin

    Nur weil ein Glaube an eine irgendwie geartete höhere Macht da draußen unserem modernen, aufgeklärten Hirn völlig absurd erscheint, muss er es nicht zwingend sein. Noch vor wenigen Jahrhunderten glaubte man, die Erde sei eine Scheibe (getragen von 4 Elefanten die auf dem Rücken einer Schildkröte stehen ... ^^) Der Glaube schützt manches Hirn vorm Wahnsinn und manches Hirn könnte ohne den Glauben obige Erlebnisse überhaupt nicht mehr verarbeiten.

    Jedes Ding hat halt 2 Seiten - manche auch mehr.

    Eigentlich ist es ganz einfach, jedenfalls der Teil, den der Wähler wissen muss:

    Die Erststimme ist deshalb die Erststimme und damit eigentlich die wichtigere von beiden, da mit Ihr der direkte Volksvertreter (der Mensch, der meine Meinung vertreten soll, der für mich spricht) gewählt wird, die Person mit den meisten Stimmen zieht automatisch in den Bundestag ein. Immer!

    Die Zweitstimme ist deshalb "nur" die Zweitstimme, weil hier nur eine politische Grundrichtung gewählt wird und der Einzug in den Bundestag an weitere Bedingungen geknüpft ist - Sperrklausel / 5-Prozent-Hürde.

    Vielleicht für den Wähler auch noch wichtig, dass er die 5-Prozent-Hürde mit 3 Direktmandaten für seine Wunschpartei aushebeln kann.

    Alles andere muss man nicht unbedingt wissen, denn danach kommen eigentlich nur noch Berechnungsberge um das ganze mathematisch korrekt umzubrechen (z. B. durch das doppelte Wahlsystem entstehende Überhangmandate, Sonderregelungen ethnischer Minderheiten usw.) um möglichst dem "Wählerwillen" wirklich gerecht zu werden oder ihm wenigstens so nahe wie irgendwie möglich zu kommen. Das machen dann nicht die Politiker sondern Mathematiker und da muss man sich einfach drauf verlassen. Mit entsprechendem mathematischen Verständnis ist es allerdings auch durchaus nachvollziehbar und nichts geheimnisvolles.

    Ich boykottier den ganzen Mist schon recht lange und ich bin mir ziemlich sicher, dass der den ich erwische, der meine Daten dort breittritt, nette Post von meiner Anwältin bekommt. Vielleicht ist ja sogar noch mehr drin, müsste man mal durchchecken.

    Spatzel also erstmal: Wenn ich 'nen Roman lesen will, nehm ich mir ein gutes Buch ^^

    Was empfiehlst Du denen als Lösung, die sich für keine der etablierten Parteien entscheiden wollen, weil sie dann das Würgen kriegen, weil sie es einfach nicht können, nicht fertigbringen, dort ihr Kreuzchen zu machen?

    Kriegste das innem Zweizeiler?

    *edit*
    Guppy ist dazwischen geflutscht, ist aber nicht gemeint ^^

    Das kapier ich nun nicht :error:
    Kann es aber mal andersrum versuchen.

    Direktmandat (Einzelperson) = immer ab in den Bundestag, egal ob die Partei die 5-Prozent-Hürde nimmt. Bei 3 Direktmandaten von ein und derselben Partei gilt die 5-Prozent-Hürde für diese Partei nicht mehr, sie zieht offiziell entsprechend ihrem Prozentanteil in den Bundestag ein. Beispiel: Hätte die FDP es auf mindestens 3 Direktmandate gebracht, hätte sie trotz des miesen Wahlergebnisses nicht ausziehen brauchen.

    Noch nicht ganz und ja, es geht noch komplizierter:
    *** Link veraltet ***

    Aber gut und einfach erklärt gehts bei der Bundeszentrale für politische Bildung:
    *** Link veraltet ***

    Oder kurz und bündig:
    Direktmandat heißt: Wählerauftrag -> Bundestag.
    Ab 3 Direktmandaten wird die Sperrklausel / 5-Prozent-Hürde ausgehebelt.

    Cura, Dein Vergleich hinkt, wir reden hier nicht von der Intelligenz nach Gauscher Normalverteilung, sondern vom Weißbrot, das sogar noch Kreuzchen machen kann ^^

    btt:

    Zitat

    Ein Direktmandat ist der Wählerauftrag als Abgeordneter für den Bundestag, den derjenige Bewerber erhält, der die meisten Erststimmen in einem Wahlkreis auf sich vereint hat. Bei Stimmengleichheit entscheidet das vom Kreiswahlleiter zu ziehende Los. Hat eine Partei mindestens drei Direktmandate gewonnen, so nimmt sie auch dann an der Sitzverteilung über ihren Zweistimmenanteil teil, wenn sie weniger als fünf Prozent der Zweitstimmen gewonnen hat.

    *** Link veraltet ***

    Ich weiß nicht, wie weit Du den gesamten Thread verfolgt hast, der Ausgangspunkt fürs Ungültigwählen war ein etwas anderer, nämlich die bessere Alternative zum Nichtwählen und nicht die ultimative Lösung. Es besagt nämlich im Gegensatz zu letzterem klar und deutlich, ich bin nicht zu faul oder desinteressiert, sondern lediglich entsetzt von den Möglichkeiten.

    Die ungültigen haben insofern Einfluss auf das Wahlergebnis, als dass die entsprechenden Wähler aus dem Wahlergebnis rausfallen und nicht einer der Parteien zugerechnet werden können. Und ja, es machen sich nicht nur Politologen ihre Gedanken um diese Wählergruppe, sondern sehrwohl auch die Parteien. Nicht, weil sie besorgte Menschenfreunde sind, sondern schlicht, weil da Wähler an der Urne standen / stehen, wählen wollten, aber niemandem ihr Kreuzchen gegeben haben. Die gilt es abzufischen. Dass nämlich round about 600.000 schlicht zu dämlich sind, zum Kreuzchen machen, nehmen nicht einmal unsere Politiker an.