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Verlage entdecken Einnahmequelle Unis für sich
Das ist sträflicher Dummfug. Unzählige Werke werden seit jeher einzig für Unis und Co. aufgelegt. Das es da eine Verpflichtung seitens der Verlage gäbe, dies kostenlos zu tun, wäre mir neu.
Das ganze Thema ist eher ein ziemlich schmaler Grat auf einem zweischneidigen Schwert und mancher scheint da nur all zu schnell die 2. Seite zu vergessen. Wenn ich an die Schwarten denke, die ich seinerzeit käuflich erworben hatte, da lag so manche jenseits der 100 Mark - von Inhalt und Umfang her auch durchaus berechtigt.
Der Haken: Ein Normalsterblicher würde sich diese Werke niemals kaufen, er weiß nicht einmal um die Existenz dieser Papiermonster. Wenn nun sowohl Dozenten als auch Studenten die Dinger ausschließlich in Kopie nutzen, wo bleibt dann auch nur wenigstens eine Aufwandsentschädigung für den Schreiberling? Wovon soll der leben? Wer schreibt denn dann noch, wenn er anzunehmender Weise 2 - 3 Jahre Vollzeit in so ein Machwerk pumpen muss ohne anschließend kaum jemals einen Cent dafür zu sehen?
Du kannst als Student nicht alles kaufen, geht nicht. Aber dafür gab es den guten alten Bibliotheksausweis und zumindest die Bibliothek hatte dann i.d.R. mehrere Exemplare der Werke käuflich erworben. Zu meiner Zeit als Dozent wurden auch Unmengen an Papier durch den Kopierer gejagt, immer begleitet von einem ausgeprägten Unrechtsbewusstsein mit dringender Buchempfehlung. Wo ist das unterwegs verloren gegangen? Basiswerke wurden grundsätzlich angeschafft.
Wenn nun alles komplett zusammgetragen fix und fertig als Päckchen geschnürt digital vorhanden ist, dann ist ja nicht einmal mehr ein Anreiz gegeben, überhaupt irgendeinen Autor für seine Arbeit zu entlohnen. Wer trägt das Wissen von morgen zusammen?