Die Sache mit dem Leistungsschutzrecht ist doch eigentlich ganz einfach, man muss nur bei den Bienchen und Blümchen anfangen - hatte ich aber, glaub ich, schon mal irgendwo geschrieben:
Guter Journalismus ist teuer, er kostet richtig Geld. Da werden bspw. Journalisten ins Ausland geschickt, ganze Teams, da entstehen Flugkosten, Hotels müssen bezahlt werden, Führer vor Ort werden benötigt, in vielen Ländern sind Bestechungsgelder unumgänglich und die Journalisten selber hätten auch gerne etwas verdient, wovon sie ihre Familien ernähren können.
All diese Kosten können nicht aus dem Nichts gedeckt werden, denen müssen Einnahmen gegenüberstehen. Diese Einnahmen entstehen z. B. durch den (erfolgreichen!) Verkauf von Printmedien, durch Werbung auf den Webpräsenzen, durch kostenpflichtigen Content ...
Können die entsprechenden Einnahmen nicht mehr generiert werden, ist kein hochwertiger Journalismus mehr möglich. Wir müssen uns mit noch halberen Halbwahrheiten zufrieden geben oder kriegen halt überhaupt nur noch Gerüchte von irgendwelchen Bloggern vorgesetzt.
Google geht nun her und vertickt diese teuer bezahlten Informationen für die eigene Kasse. Die wesentlichen Infos werden als Snipet eingeblendet, der User braucht (in diesem Fall) die Verlagsseite gar nicht mehr zu besuchen, die Werbeeinnahmen bleiben bei Google.
Ein völlig simples Beispiel:
Sucht mal nach "Wetter Berlin" und nun eine Frage, wann wart ihr das letzte Mal auf wetter.com oder ähnlichen? Wo kommen denn die Daten her, die Google da anzeigt, würfelt die ein Script wahllos zusammen?
Was ist, wenn der Umsatz eurer eigenen Seiten dank Googles Jeder-Content-Gehört-Mir-Philosophie derart zurückgeht, dass ihr H4 beantragen könnt?