Beiträge von cura

    Mich ärgert an solchen Aktionen immer, dass es ja viele Künstler gibt die wirklich was drauf haben und Zeit ihres Lebens von der Hand in den Mund leben. Und dann kommt so ein Spinner und klebt ne Banane an die Wand, was ja nicht sehr originell ist und kassiert richtig ab, nur weil einige Idioten anderen Idioten erzählen, das sei Kunst.

    Da gibt es auch so ein Gemälde, ein grosser roter Punkt auf weissem Papier. Sonst nichts. Das Ding ist ein Vermögen wert. Und ich frage mich, was daran die Kunst ausmacht, wenn es sich um etwas handelt, was wahrscheinlich schon millionenmal von Kindern in aller Welt in Kindergärten produziert wurde.


    Ich habe auch die "Kunst" von diesem Beus nie verstanden, mit Fett beschmierte Badewannen.

    Google, Amazon und Instagram etc bekommen jetzt auch Rundfunk-Regeln.


    In dem Ding ist ne kleine Bombe versteckt, welche auch Google wohl Kopfzerbrechen bereiten wird:


    Intermediäre sind unter anderem soziale Netzwerke wie Facebook und Instagram sowie Suchmaschinen wie Google, auch wenn sie namentlich nicht genannt werden. Sie dürfen "zur Sicherung der Meinungsvielfalt (...) journalistisch-redaktionell gestaltete Angebote, auf deren Wahrnehmbarkeit sie potenziell besonders hohen Einfluss haben, nicht diskriminieren".


    Um eine Diskriminierung auszuschließen, sollen Anbieter - und nur die - Auskunft verlangen können, warum ihre Inhalte im Angebot eines Medienintermediärs auf bestimmte Art platziert wurden.


    https://www.spiegel.de/netzwel…unk-regeln-a-1299806.html

    ^^

    Und italienischer Salat gibts zwar beim Italiener in Deutschland, aber nicht beim Italiener in Italien. Den haben die Pizzabäcker in Deutschland extra für die Deutschen "kreiert".


    Aber auch der "billige" Balsamico aus der Ferarristadt schmeckt anders, als man das von deutschem Essig gewohnt ist und jetzt darf sich jeder Essig auf der Welt lt. EuGH Balsamico nennen. Absurd.

    Und ich hab was über Balsamico gelernt. Schon interessant, denn da muss unterschieden werden zwischen dem "Gewöhnlichen" und dem "Besonderen, der dann auch gleich richtig Geld kostet.


    Was der EuGH da entschieden hat geht gegen so ziemlich alles, was es bisher so zu Rechtsprechung zu Herkunftsbestimmungen gibt, z. B., dass ein Produkt auch in der Gegend der Herkunftsbestimmung hergestellt sein muss.


    Und somit darf jetzt in Deutschland hergestellter Essig Balsamico genannt werden. Schwachsinn.


    https://de.wikipedia.org/wiki/Aceto_balsamico

    https://www.faz.net/aktuell/wi…h-zulaessig-16518417.html

    >> Zu Curas Post - vielleicht bin ich dann auch ein bisschen „typisch deutsch“?


    Ich hatte noch einen Post vorher, der dazu was sagte, aber irgendwie ist er abhanden gekommen.


    In diesem sagte ich, dass ich auch kein grosser Freund von spontanen Besuchen bin, weil die mich meist von irgendwas abhalten, wenn aber jemand kommt, ist ein "Komm rein, willste ein Bier" immer drin. Ich hab auch keine Probleme dann jemandem zu sagen: "Du, ich muss Dich jetzt rausschmeissen, weil ....". Und das hat mir bis heute keiner übelgenommen.


    Die meisten, die spontan vorbeikommen reagieren eh so: "Nee, danke, keine Zeit, wollte nur kurz.....".

    Na, Guppy, man muss schon unterscheiden. Was sind eventuelle Ressentiments, Vorurteile, manchmal auch Dummheit, die überall anzutreffen sind.


    Ich bin in Frankreich auch schon beschissen behandelt worden, besonders im tiefen Frankreich und besonders, wenn gemerkt wurde, dass ich "Deutscher" bin, obwohl das ja nur zur Hälfte stimmt, aber das steht mir ja nicht auf der Stirn geschrieben. Das sind halt z. T. noch alte Empfindlichkeiten die aus den Kriegen herrühren. Kann ich sogar nachvollziehen. Wenn da jemand, auch wenn mittlerweile Generationen vergangen sind, jemanden aus der Familie durch z. B. die Nazis verloren hat. Da erweckt dann die Begegnung mit einem Deutschen oder der deutschen Sprache spontan unangenehme Empfindungen. Und nicht jeder kann damit umgehen.


    Aber es gibt schon Eigenheiten, die man einem "Volk" zurechnen kann, deshalb zurechnen kann, weil das anderswo so nicht anzutreffen ist. Das merkt man verstärkt, wenn man in anderen Ländern lebt, aber auch dann nicht auf Anhieb, es braucht schon etwas tiefer eintauchen.


    Ich bin ja jetzt schon ewig aus Deutschland weg und mit der Zeit hat sich auch mein Blick auf Deutschland verändert. Heute fällt mir auf, was mir vorher nie aufgefallen ist, wie z. B. ein viel stärker ausgebildetes Aggressionspotenzial als in anderen Ländern, die oft anzutreffende schlechte Laune, das Gefühl von "gehetzten" Menschen umgeben zu sein. Was in Deutschland immer noch anzutreffen ist, dass es als unhöflich empfunden wird, nach 20 Uhr anzurufen oder kommen zu wollen. Das stammt noch aus der Zeit des Einfernsehsenderlandes. 20 Uhr Tageschau, 20 Uhr 15 Tatort.


    Die Niederländer z. B. gelten ja in der ganzen Welt als absolut tolerant. Aber auch da trügt der Schein. Die scheinbare Toleranz ist in Wirklichkeit nur ein "Nichtaneckenwollen". Die Niederländer wissen, dass alle Welt sie als tolerant und somit "modern" sieht und plegen diesen Mythos. Die Niederländer sind sehr nah an den Deutschen dran, auch in der Sprache, Niederländisch könnte auch ein ganz unverständlicher deutscher Dialekt sein. Halt Dich mal in den Niederlanden in einer propenvollen Kneipe auf, da kriegste dauernd irgendwelche Ellbogen ins Kreuz, wirst angerempelt, die stehen Dir auf den Füssen drauf. Da braucht es schon ne zeitlang, umzu merken, dass das Dir nicht persönlich gilt. Obwohl proppenvoll benehmen die sich als hätten sie zwei Meter Freiraum um sich herum. Das würde ich z. B. als typisch "holländisch" sehen, das habe ich so in keinem anderen Land gefunden, ebenso wie die Eigenart, selbst im Parterre keine Gardinen oder Rolläden an den Fenstern zu haben und so jedem abends den Einblick in Leben und Wohnung zu gewähren, was aber von den Niederländern keiner macht, als Ausländer muss man das erst mal üben; den Kopf nicht autmatisch nach rechts oder links zu drehen.


    Lange hat es gebraucht die Spanier "kennenzulernen", die mir immer als sympathisch erschienen, was sich mittlerweile aber arg gewandelt hat. Klar nicht alle sind viel zu laut, aber das Gross und nicht alle halten Ausländer generell für dumm, bzw. sie sich selbst für sehr viel schlauer, aber das Gross und nicht jeder Spanier bescheisst selbst seine besten Freunde, wenn er das kann, aber das Gross. Nicht alle neigen zum masslosen übertreiben, wenn sie sich denn mal entschlossen haben was zu tun, aber das Gross. NIcht jeder Spanier denkt lediglich von 12 bis mittag, aber...


    Es dauert halt ne zeitlang zu merken, dass Vorkommnisse keine Ausnahmen sind, sondern eher die Regel. Du kannst mit einem befreundeten Spanier um 18 Uhr in seinem Haus verabredet sein, Du bist um 18 Uhr da, er noch unterwegs, dass seine Frau Dich im Haus auf ihn warten lässt ist auch eher die Ausnahme als die Regel, was aber nicht an den Frauen liegt. Die Pseudomachos trauen sich gegenseitig nicht. Speudomachos deswegen, weil in Wirklichkeit die Frauen das Heft in der Hand halten. Die Herren machen auf wichtig und die Frauen bestimmen wo es langgeht. Ich weiss wovon ich rede, ich bin mit einer Spanierin zusammen, die ich auch heute noch regelmässig daran erinnern muss, dass ich kein Spanier bin. Und ich kriege auch mit, was in ihrer zahlreichen Familie so los ist.


    Es gibt also schon Eigenarten die in bestimmten Ländern anzutreffen sind und in anderen halt nicht oder so gut wie nicht. Syno hat das eigentlich mit "Gehört zu Deutschland" besser formuliert als ich mit meinem "typisch" deutsch.

    Jo, klar Alex, nicht alle Deutschen sind so, Gott sei es gedankt. Aber kommt mir absolut deutsch vor, weil ich diesen Satz in meiner Jugend tatsächlich oft gehört habe: "Du musst jetzt gehen, wir essen jetzt". Für mich klang das immer nach: "So, jetzt bist Du unerwünscht" und ich habe mich dann immer gefragt, wie erwünscht ich dann generell bin. Und das ging mir bei meiner unangekündigten Stippvisite bei der Witwe meines Freundes genauso. Aber anders ging es halt nicht, ich war nur kurz in Deutschland, hatte viel zu erledigen und nicht die Zeit noch grossartig Termine zu vereinbaren. Und; wir hatten uns jahrelang nicht gesehen.


    Meine Oma, Französin, sagte immer: "Wenn es für zwei reicht, reicht es auch für drei oder vier". Sie hat dann halt manches geteilt, anderes gestreckt. Wenn Freunde von mir zur Essenszeit bei uns waren hat sie auch nie gefragt, ob jemand Hunger hat, sie hat "Du hast doch bestimmt auch Hunger" formuliert.


    Deutsche sind ganz schnell angestossen, wenn man Ihnen mal als jemand, der auch andere Länder + Sitten kennt, sagt, dass etwas typisch für Deutschland ist. Die reagieren dann oft so, dass herausgelesen werden könnte, dass sie mich für sowas wie einen Netzbeschmutzer halten.


    Auch hier, die Ausländer, die meisten halten an ihren Sitten unumstösslich fest. Die Engländer z. B. kämen nie auf die Idee jemanden "Guten Appetit" oder sowas in der Art zu wünschen, obwohl sie das täglich hören. Die setzen sich einfach an den Tisch und fangen wortlos an zu fressen.

    In meiner Kindheit habe ich solche Situationen oft erlebt und mich immer schlecht dabei gefühlt.


    Es ist mir aber auch wieder vor ein paar Jahren wieder passiert, als ich mit meinem Baby in Deutschland unterwegs war. Unterwegs war ich in einer Gegend in der eine gute Freundin von mir wohnte. Eigentlich die Frau eines sehr guten Freundes, der mit etwas mehr als 30 Jahren plötzlich verstorben war. Seine Frau hielt ich auch für eine Freundin und halte sie eigentlch noch immer für eine Freundin, nur; unangemeldet würde ich bei der nie mehr wieder auftauchen. Auch so eine deutsche Eigenart, wenn man kommen will, muss man vorher anfragen ob und wann es genehm ist und sei es auch nur für fünf Minuten.


    Ich bin also mit meinem Baby dort ungemeldet aufgetaucht, es war Sommer und hatte gutes Wetter. Hallo, hallo, hallo, wie gehts, gut, gut. Das Übliche halt.


    Meine Freundin und ihr neuer Freund hatten Gäste im Haus, im Garten war alles für ein gemeinsames Esssen vorbereitet, der Tisch für die Anzahl der vorher vorhandenen Personen gedeckt und das Essen war kurz nach meinem Eintreffen fertig.


    Um es kurz zu machen: Die Ansage: Wir essen jetzt. Alles verzog sich zum Essen in den Garten, ich sass mit meinem Baby im Wohnzimmer auf dem Sofa und kam mir wie ein Idiot vor.


    Niemand hatte anstandshalber gefragt, ob wir etwas mitessen wollen, niemand hatte uns an den Tisch der Essenden gebeten. Hätte jemand anstandshalber gefragt, hätten wir anstandshalber verneint und auch am Tisch der Essenden mit einem Getränk Platz genommen.


    So sassen wir wie zwei Deppen einsam auf dem Sofa und schauten beim Essen zu. Im Mittelalter nannte man sowas Augenschmaus.


    Und wie sich jeder vorstellen kann, sieht ein normaler Mensch sich das nicht bis zum Ende an. Also haben wir uns dann noch, während sie am Essen waren, verabschiedet.


    "Alles klar, tschüss, schön, dass Ihr vorbeigeschaut habt".


    Gut, die Höllander sind genauso, dort gilt es als extrem unhöflich zu Essenszeiten unangemeldt zu klingeln, aber in Frankreich, hier und auch in anderen Ländern habe ich sowas nie erlebt, da wirst Du zum Mitessen gezwungen, auch wenn Du gar nicht willst.


    https://www.bento.de/gefuehle/…d471bc931a#ref=ressortbox

    >> Auf den Ami kann man sich ja nicht mehr verlassen.


    Naja, was heisst auf den Ami kann man sich nicht mehr verlassen? Trump ist ne vorübergehende Erscheinung, die schon nächstes Jahr ihr Ende finden könnte, spätestens aber in fünf Jahren.

    Ist jemand der kein Freund ist ein Feind?


    Die Chinesen sind, so meine Beobachtung hier, wo das mit den Chinesen sehr viel extremer ist, als im übrigen Europa, mal ganz bestimmt nicht unsere Freunde. Ihr Expansionsdrang ist schon beachtlich bis beängstigend, wobei sie immer noch davon profitieren unterschätz zu werden.


    Auch meine Beobachtung und auch meine Meinung: Die Politiker der einzelnen Staaten der EU wissen sehr wenig darüber, was in anderen Ländern der EU passiert und los ist.


    Chinesen und Russen in einen Topf zu werfen und in einem Atemzug zu nennen ist deshalb völlig fehl am Platz.


    Bei den Russen sehe ich das differzierter. Die sind, wiederum nur mein Meinung, weder Freund noch Feind, uns aber manchmal freundlich gesinnt und manchmal auch feindlich gesinnt. Die Russen können nicht unser bedingungsloser Freund sein, wenn der Westen sie nicht als Freund akzeptieren will, der Westen erklärt sie zum Feind, wenn sie ihre Interessen vertreten, die mit den Interessen des Westens kollidieren. Und wenn ich jemanden zum Feind erkläre sieht er sich notgedrungenermassen auch in diese Rolle gedrängt und wird zum Feind.


    Und wenn ich jemanden zum Feind erkläre sieht, muss er sich zwangsläufig nach neuen "Freunden" umsehen.


    Es gibt da ganz andere, die eigentlich mehr Feine sind, aber wegen der Interessen als Freunde ausgewiesen und getätschelt werden.