>> Ich frage mich gerade, wie der Spiegel zu dem Satz kommt?
Wahrscheinlich wie viele, die zu immer mehr verwirrenden Aussagen kommen, die einfach überall alles zusammengeklauben, nichts mehr überprüfen, nicht wollen oder nicht können, um dann alles zu einem Informationsbrei zu verarbeiten.
Wenn ich von mir ausgehe: Mittlerweile wird die Aufenthaltsdauer von solchen Zahlenspielen in meinem Kurzzeitgedächtnis immer kürzer, ist kurz drin, um sich dann ins Nichts zu verabschieden.
Mit durch Zahlen belegte, aufgezeichnete Schreckensszenarien kommt keiner mehr weiter. Bei den überzeugten Hardcoreleugnern hat das eh nie gezogen, bei den Leugnern, welche mehr aus Angst als aus Überzeugung leugnen, kommt es auch nicht an. Den grossen Rest braucht man nicht mehr zu überzeugen, die haben längst begriffen, auch wenn viele sich das Feiern nicht verbieten lassen wollen. Manchen, scheint mir, scheint das Spiel mit dem Feuer sogar Freude zu bereiten.
Gerade unter den Jugendlichen, von denen hier behauptet wird, dass sie die Hauptverantwortlichen für die Ausbreitung sind. Aber es sind nicht die "Jungen" schlechthin, viele verhalten sich erstaunlich verantwortungsbewusst, davon besondes viele weibliche Jugendliche. Aber das Virus unterscheidet nunmal nicht danach, wer wem warum zu nahe gekommen ist und das Virus unterscheidet nicht nach verantwortlich Handelnden und Unverantwortlichen, wenn diese sich nicht aus dem Weg gehen können oder wollen.
Hier? Der Spanier und seine Kneipe, ein Kapitel für sich. Die Kneipe, der Fluchtort vor der eigenen Frau, den eigenen Kindern. Morgens um sieben rein, spätabends raus. Das jetzt einsetzende schlechte Wetter zeigt es: Sie können darauf nicht verzichten, Risiko hin, Risiko her, die Kneipen, gerade in den Städten, sind voll. Und das sind keine Jugendlichen, das sind in der Mehrzahl Familienväter. Spanier können in Kneipen mehr Zeit verbringen als am Arbeitsplatz ohne sich eine Sekunde zu langweilen.
In Deutschland wird es von der Sorte mit Sicherheit auch so einige geben.