Beiträge von cura

    Ich würde...

    Ist schon klar Syno, es kann und will sich aber vom Gros niemand die Arbeit wie Du machen, um am Ende ein doch nicht so sicheres Ergebnis zu haben.

    Die fehlenden, für Verwirrung stiftenden Infos, könnten ja leicht in jedem Satz untergebracht werden, statt zu schreiben "Anzahl X diagnostiziert", könnte ja auch gesagt werden "Anzahl X als dieses und jenes diagnostiziert".

    Der Spiegel hat bis gestern gebraucht, um mal zu erkären, was wir hier angesprochen haben:

    https://www.spiegel.de/wissenschaft/m…61-e6fceec015f3

    Also in normalen Zeiten würde ich unter Diagnose verstehen, dass da einer was hat und der Arzt versucht herauszufinden was er hat. Manchmal kommt dabei heraus, dass einer nichts hat, sondern ein eingebildeter Kranker ist. Das ist dann aber auch ne Diagnose.

    In Pandemiezeiten wird mehr oder weniger wahllos getestet und dabei festgestellt: Hatte Kontakt mit dem Virus, hatte keinen Kontakt mit dem Virus. Die Feststellung, dass kein Kontakt bestand ist auch ne Diagnose und deswegen ist mir bis heute unklar, was darunter zu verstehen ist, wenn es z. B. heisst: 1000 positiv getestet, davon 200 diagnostiziert.

    Mann, der Primier Sanchez sucht schon wieder nach Mehrheiten für den Ausnahmezustand, wobei mir nicht so klar ist, ob er ihn zeitig will oder ob diese Mehrheit für den Fall der Fälle sein soll.

    Und der Nachrichtensender zu dem die Website rtve.es gehört, vergleichbar mit der deutschen N24, hat heute die Nachrichten mit mehr als 7000 Fällen aufgemacht, aber wiederum mit einer geringeren Zahl von "Diagnosticados".

    Verdammt nochmal, warum hinterfragt keiner oder erklärt mal einer, was unter Diagnosticados zu verstehen ist? Eine Diagnose kann alles sein: Vom absolut positiv bis absolut negativ.

    Verdammt nochmal, wenn man 1000 Tests durchführt hat man 1000 Diagnosen und die gehen von "Nicht mit den Virus in Berührung gekommen bis zu "Muss sofort ins Krankenhaus"".

    Mann, um ein Haar hätte ich bis morgen nichts mehr zu rauchen gehabt.

    ...........

    Und auch gestern wieder: Am gefährlichsten sind die, welche ansteckend sind und keinerlei Synthome zeigen, wie z. B. Kinder. Jo, und da habe ich wieder gedacht: "Dann werdet doch mal konkret. Auf wieviele der 20 000 vom Wochenende trifft das denn zu, wie teilen diese 20 000 sich auf? Damit man mal ne halbwegs konkrete Vorstellung der Dimensionen kriegt".

    Diagnosticar = diagnostizieren, Feststellen einer Krankheit. Dasselbe wie im Deutschen.

    Viel anfangen kann ich damit allerdings auch nicht. Was soll darunter zu verstehen sein? Menschen mit Krankheitssynthomen? Menschen mit Virus, aber ohne Synthome, aber ansteckend? Diagnostiziert könnte ja auch heissen: Hat oder hatte das Virus.

    Ich hab bisher nichts dazu gelesen, was unter "diagnosticado" (diagnostiziert) zu verstehen ist.

    Was konkret melden andere Länder?

    Wenn es so sein sollte, dass jeder gemeldet wird, bei dem ein Kontakt mit dem Virus durch Test nachweisbar ist sind wir wieder bei der Theorie, dass, wer viel testet auch viel findet und sich so wahrscheinlich selbst schadet, wenn er diese Zahlen veröffentlicht.

    Gestern fing ne Nachrichtensendung zum erstenmal mit "Fast 20000 Positive am Wochenende" an.

    So langsam nervt es echt immer mehr.

    Erst die Ausgangssperre. Jetzt ist es seit Wochen so heiss, dass man sich tagsüber im verdunkelten Haus verschanzt, das Virus allgemein, überall brechen Feuer aus, die bisher, ausser auf den Kanaren, klein gehalten werden konnten und jetzt haben wir nicht weit von hier auch noch einen Ausbruch des WestNilFiebers. 42 Erkrankte, die Hälfte davon im Krankenhaus. Jetzt sollen soll man auch noch nachts, wo das bissl nächtliche Abkühlung wohltuend ist, Fenster und Türen geschlossen halten, damit die Mücken draussen bleiben. Eine von diesen Stechmücken ist mir gerade am Bildschirm vorbeigeflogen.

    Ich halte diesen "Fehler" für sehr bedenklich, denn dort wo nicht gelesen, sondern nur gehört wird (Rundfunk, Nachrichten der einzelnen Sender) werden immer nur die niedrigen täglichen Neuinfektionen genannt, was natürlich ein verharmlosendes Bild der tatsächlichen Situation darstellt. Die Gesamtzahl hatte mich nie interessiert, weil ich mir die Vortagszahlen nicht merken konnte, hätte sie aufschreiben müssen, gleiches gilt für die Wochen- Monatszahlen. Bis mir mal aufgefallen ist, dass die Wochen-, 14tagezahlen nicht hinkommen können. Jetzt ist klar, dass die Tageszahlen nicht stimmen können.

    Und für bedenklich halte ich es auch, dass die Tageszahlen einfach so übernommen werden, dass keinem auffallen soll, dass da eine Diskrepanz besteht.

    Und für bedenklich halte ich es auch, wie die vorige Woche gemeldet wurde, dass mit der Bekämpfung der Pandemie lediglich 3000 Personen befasst sein sollen.

    Und trotzdem geguckt.

    Hier ist auch die Rede von 19382 seit Freitag.

    https://www.rtve.es/noticias/20200…d/2040517.shtml

    Hohe und steigende tägliche Fallzahlen würden viele aufschrecken und wahrscheinlich viele wieder vorsichtiger machen.

    Möglicherweise haben die da seit Wochen irgendwo im System einen Fehler und keiner hats bisher bemerkt. Wundern würde es mich nicht. Ich habs ja schonmal gesagt, den meisten Spaniern geht das intuitive Denken völlig ab, ne intuitive Denke wie, vereinfacht: 2 + 2 +2 kann nicht 9 ergeben und wenn 9 das Ergebnis ist kann 2 + 2 + 2 einfach nicht stimmen.

    Und in einem anderen Beitrag sagte ich: Wenn man die jetzigen Zahlen der Provinzen nimmt, die am Wochende melden, können wir uns auf den Montag freuen.

    Nee, Syno, hab ich mir heute noch nicht angeschaut. Ich hab mittlerweile die ganzen Zahlen und alles was geschrieben wird bis zum Haaransatz. Es macht mich nur noch müde, holt mich runter und versaut mir meine ohnehin seit Wochen nicht besonders gute Laune nur noch mehr. Und ich frage mich, was der Sinn für all dieses undurchsichtige Gedöns sein soll.

    Dazu passend, die wie immer sehr lange Ausführung von Thomas Fischer im Spiegel, warum Containern aus juristischer Sicht Diebstahl und damit strafbar ist.

    Und aus rein jurister Sicht ist das auch folgerichtig.

    Sein Beitrag auf einem Satz verkürzt: In der Juristerei haben moralische, ethische Ansätze nur einen Platz, wenn der Gesetzgeber moralische ethische Gesichtspunkte auch in einem Gesetz unterbringt, quasi Ausnahmen definiert, was aber so gut wie nie der Fall ist. Ausser; man lässt sich Gesetzesformulierungen von Kanzleien formulieren, denen der Geruch anhängt, von Lobbyismus oder eigenen Interessen beeinflusst zu sein. Dann werden "Abweichungen" aber so formuliert, dass Otto Normalverbraucher sie nicht und viele Juristen sie nur schwerst verstehen. Und so gut wie nie stellen sie sich als Mehrwert für die Gesellschaft heraus.

    https://www.spiegel.de/panorama/justi…50-fb1eb32d73dd

    Hab heute nacht hier einen Bericht zu Vorgängen des zweiten Weiltkriegs in Asien gesehen, mit erschreckenden Originalaufnahmen.

    Interessantes Detail am Rande, Bushido kommt aus dem Japanischen und steht für die Kunst des Todes, die Kunst des Tötens.

    Und weil da gerade ein Prozess gegen einen Clanchef läuft, der mal früher Bushidos Gönner war: Wie kommt ein Gangsterrapper dazu sich Bushido zu nennen?

    Also ich arbeite hier jetzt seit Ewigkeiten mitner kabellosen Silvercrest von Aldi. Oder Lidl? Keinerlei Probleme.

    Vorher war es immer die MS-Maus, da war das mit den Problemen durchwachsen, aber lag halt auch gut in der Hand.

    Guter Aufsatz zu einen Thema, welches immer mehr die Gesellschaft vergiftet und auseinandertreibt: Ist es juristisch nicht zu beanstanden ist es in Ordnung. Wobei zu beachten ist, dass von vielen Normen ausgerechnet die profitieren, die verantwortlich sind sie für die gesamte Gesllschaft zu formulieren.

    Moral, Ethik sind abstrakte Begriffe von gestern, passen nicht in unsere wunderbare Welt des Raffens.

    Worauf der Aufsatz nicht eingeht, weil es nicht sein Thema ist: Was ist ursächlich für diese Denke? Wer hat diese Denke schon immer in die Gesellschaft getragen? Heute mit grösserem Erfolg denn je?

    Man ahnt es schon: Juristen.

    Juristen halten sich nur an das geschriebene Wort des Gesetzes, darüberhinaus existiert für sie nichts, weshalb Horden von Juristen sich hauptsächlich damit beschäftigen Fehler und Widersprüche in der unendlichen Welt der Paragrafen zu finden. Werden sie fündig liegt es ausschliesslich in der Verantwortung des Gesetzgebers, wenn die Gesellschaft darunter leidet. Legal, also scheissegal, sind also nahezu dasselbe. Würde morgen die Todesstrafe wieder eingeführt, hätte wir übermorgen die ersten Todesurteile.

    "Davon versteht man ja nichts" und weil das so ist, gelten Menschen, die es angeblich verstehen als Vorangeher, Respektspersonen, sogar überdurchschnittliche Intelligenz wird ihnen unterstellt. Ein Bild, an dem Juristen seit Jahrhunderten feilen: Moral und Ethik sind was für Nischendenker, für unverbesserliche Weltverbesserer, Täumer.

    https://www.spiegel.de/politik/deutsc…8e-52524f060186