Beiträge von cura

    "Da fand ich die Variante mit den Hammer und den Rücklicht zur Disziplinierung ganz lustig. Das wirkt."

    Wenn es legalisiert ist gibt es auch nichts anzuzeigen. Dort, in Dubai oder Katar oder ich weiss nicht mehr wo, wurde es legalisiert, weil die sich über Bussgelder totgelacht haben, egal wie hoch die waren. Andere Voraussetzungen, andere Vorgehensweisen.

    In Deutschland gäbe es so einige Möglichkeiten für mehr Diziplin zu sorgen, mehr Krallen, mehr Abschleppen und wenn abgeschleppt wird bleibt eine Kutsche erst mal einige Tage stehen, bevor sie wieder abgeholt werden kann.

    Insgesamt müsste die Polizei, zumal die auf der Strasse, besser in rechtlichen Angelegenheiten ausgebildet werden, zu Situationen, auf die sie täglich treffen. Nicht nur in Deutschland, überall. Dann oft wissen die aus Unwissenheit gar nicht, ob sie da vielleicht ne Grenze überschritten haben. Manche wissen in einigen Bereichen, familienrechtliche Angelegenheiten z B., gerade noch, was strafrechtliche Angelegenheiten sind und was zivilrechtliche, in denen sie nichts zu entscheiden haben und wieder gehen müssen.

    Wenn die Polizei oft nicht weiss wo die Grenze ist, woher soll es der normale Bürger wissen? Die behaupten oft einfach nur aus dem Bauch heraus. Es gibt aber "normale" Bürger die es wissen, entweder weil sie sich dafür interessieren oder schonmal damit zu tun hatten und da sollte die Polizei zumindest auf einer Ebene sein.

    Ich wurde in der Vergangenheit auch schon angehalten und da sassen auf dem Beifahrersitze Rechtsanwälte, ab und an auch mal meine Gattin, die der Polizei bekannt waren und da war die Behandlung plötzlich viel höflicher, wenn denn überhaupt nach einem Blick ins Auto überhaupt noch Papiere verlangt wurden.

    Und auch die Ungleichbehandlung, entweder gegen alle gleich streng oder gegen alle gleich tolerant.

    Mich habense beim Entladen in der zweiten Reihe regelmässig weggescheucht, weil ich für ihre Rufe erreichbar war, andere, die ebenfalls in der zweiten Reihe parkten und in meinem Laden hockten liessen sie ungeschoren. Waren ja auch teilweise Bekannte von ihnen.

    Ganz besonders verärgert hat mich jedesmal, wenn ich bei Regen die Ware in den Laden schaffen musste, sie, mit etwas Versatz ebenfalls in der zweiten Reihe hinter mir standen, auf mich wartenden, dann, wenn ich am Kofferraum war neben mich fuhren, um mir, ohne auch nur das Fenster zu öffnen, mit einer wischenden Handbewegung anzeigten, dass ich sofort zu verschwinden hätte. Nach einer solchen Aktion gabs dann Hausverbot für alle, was dem lokalen Blatt eine kurze Berichterstattung und ein Foto wert war, womit es dann alle wussten.

    Wir hatten das schonmal irgendwo.

    Vor zwei Jahren hab ich mir deswegen für mein Samsung einen neuen Akku gekauft, der aber auch nichts verbessert hat.

    Dann hab ich mir ein neues Handy gekauft, dass auch bald dieselben Symthome zeigte: Der Akku war innerhalb kurzer Zeit leer.

    Vor einem Jahr: Das Samsung ne ganze Weile nicht in Betrieb, dann mal wieder probiert und das Schnellentladen war wieder weg.

    Jetzt vor kurzem dasselbe wieder mit dem Samsung: Der volle Akku wieder innerhalb von einer Stunde leer. Wieder war das Samsung ne ganze Weile nicht in Gebrauch. Vorgestern mal wieder aufgeladen und; siehe da, hält die Spannung wieder. Jetzt fast 48 Stunden.

    Jo, die Frage hab ich mir auch gestellt Lunte.

    In meinem Fall hatte ich auch immer den Eindruck, dass da ein Neidfaktor mitspielte. Lange Haare, dicker Daimler. So manches Mal hatten die mich aufgefordert meine Taschen leer zu machen und ja, dann lagen da schonmal tausende von Mark auf dem Dach des Streifenwagens. In kleinen Scheinen sieht das ja nach furchtbar viel aus.

    Keine Ahnung, ob die realisiert haben, dass das nicht mein Spielgeld war, sondern manchmal der Umsatz von mehreren Tagen von damals sieben Lokalen, darunter auch ein Nachtcafe, welches als einziges bis 5 Uhr morgens aufhatte und in dem sich alles traf, was nachts noch so unterwegs war, auch hochrangige Politiker, Schauspieler, Künstler aller Art, bekannte und unbekannte, bis zu Mitgliedern der HA. Fast alles, was so in der Stadt mal an Prominenz weilte fand sich irgendwann dort ein, eine 0,3er Flasche Bier kostete damals schon in diesem Nachtcafe 10 Mark. Das wollte sich nicht jeder leisten können und entsprechend sah dann auch die Kundschaft aus. Rein kam auch nur, wen ich reinlassen wollte. So mancher den ich mochte und sich meine Preise nicht leisten konnte, hat stets "aufs Haus" getrunken, solange er es mit dem Konsum nicht übertrieb. Polizisten gehörten nicht dazu.

    In einem anderen Laden hatte ich mal der gesamten Polizei per rausgehängtem Schild privat Hausverbot erteilt, weil ich nicht eingesehen hab, dass sie mich tagsüber wegscheuchten, wenn ich am Ausladen (oft zweite Reihe, weil alles zugeparkt war) von Ware war und dann aber akzeptieren sollte, dass sie abends privat bei mir am Buffet standen.

    Hat jemand den Aufsatz von Lobo gelesen? Was er da schreibt trifft meine Auffassung dazu so ziemlich und ich wollte nicht wiederholen, was er bereits geschrieben hat.

    Es geht nicht um die Polizeigewalt, die von der Polizei dort nicht angewendet wird, wo sie vielleicht angebracht ist und angewendet werden sollte, sondern um die Polizeigewalt, die dann angewendet wird, wo sie unangebracht ist. Es geht darum, dass sie sich gegenseitig decken und auch von der Justiz gedeckt werden, denn die Richter wissen sehr genau was abgeht und Fragen wie "Warum sollte ein Polizist, der Sie nicht kennt, sowas tun" sind rein rhetorischer Natur.

    Ich hätte bei den nicht genehmigten Demos während der Ausgangssperre auch dafür plädiert, diese mit Wasserwerfern aufzulösen, aber ich fühle mich auch nicht so kompetent, alsdass ich das, was die Strategen und Psychologen der Polizei im Hinblick auf Deeskalation (und vielleicht Image) für besser erachten, gross kritisieren will. Dafür ne Lösung zu finden ist deren Sache und nach meiner Meinung heisst da ein Ansatz Transparenz.

    Guppy sprach von Respekt gegenüber der Polizei, der aus verschiedensten Gründen fehlt, aber überall. In Deutschland fehlt er anscheinend insgesamt, was aber so nicht ganz richtig ist, weil es auch in Deutschland Menschen gibt, die es besser wissen und Angst vor der Polizei haben. Aus denselben Gründen, warum Menschen z. B. in Frankreich und Spanien nur Angst vor der Polizei haben. In Spanien ganz besonders vor der paramilitärischen Guardia Civil, die faktisch für alles einen Freifahrtsschein hat und auch teilweise genauso auftritt. Jeder der einen Strafverteidiger im Bekanntenkreis hat, sollte den mal auf das Thema ansprechen.

    Auch in diesen Ländern gibt sich die Polizei, wenn Zeugen und Kameras in der Nähe sein könnten, mittlerweile gemässigter, dort ist sich die Bevölkerung jedoch darüber gewiss, dass sich die Gangart ganz schnell ändern könnte, wenn Anonymität gegeben ist, sicher ist, dass niemand mehr filmen und beweisen kann.

    In dieser Beziehung finde ich, ist die Polizei in Deutschland doch schon etwas weiter, als die Polizei in diesen Ländern.

    Respekt muss man sich verdienen, das muss jeder in allen Bereichen. Und den verdient man sich nicht damit, dass sich in der Öffentlichkeit nun gemässigter gegeben wird, während es, wenn es nicht beweisbar ist, geprügelt wird. Und den verdient sich die Polizei nicht solange sie schwarze Schafe in ihren Reihen aus falsch verstandener oder von Oben erzwungener Solidarität deckt. Den verdient die Polizei sich, indem sie klar macht: "Jeder wird immer gleich behandelt, egal ob nun Zeugen und Kameras in der Nähe sind oder nicht".

    Jo, klar, ich hätte besser schreiben sollen: "Aber wir fangen mal wieder an, das Eine mit dem Anderen zu vermischen, statt es einfach mal auseinander zu halten".

    Hätte es besser getroffen, konnte aber nicht zeitnah korrigieren, weil ich die Griffel voll mit Silikon hatte.

    Gut, ich sehe das als Nachtmensch, den Leuten mit denen ich arbeite, meiner Ex vielleicht etwas fokusierter als Tagmenschen. Was ich schon nachts mit der uniformierten Polizei erlebt habe, ich glaube, ich könnte ein Buch schreiben. Mit der Kripo, die mich manchmal auch gestoppt hat gab es nie grosse Probleme.

    Einmal sind die mir kilometerweit hinterhergefahren ohne mich zu stoppen. Geendet hat die Fahrt auf meinem Grundstück und in meiner Garage. Da stand ich nun im meiner Garage, voll angeleuchtet vom Streifenwagen: Papiere bitte. Sind im Kofferraum. Dann holen Sie sie raus. Es waren zwei die ich gesehen hatte. Den dritten sah ich erst, als ich hinter den Wagen ging. Der stand neben dem Streifenwagen, die Pistole in Combathaltung auf meinen Kopf gerichtet und diese Pistole wackelte ziemlich gefährlich, der Kerl zitterte vor Aufregung. Ende: Ich hole nichts aus dem Kofferraum und bewege mich auch nicht mehr solange der Nervöse da auf mich ziehlt. Ich glaub, wenn dem in dem Moment ne Katze zwischen den Beinen durchgelaufen wäre, hätte der vor Schreck geschossen.

    Ein andermal, auch nachts bei mir zuhause: Ich hatte keinen Schlüssel zum Haus und versuchte die hintere Tür aufzukriegen. Das machte natürlich Geräusche und irgendwer rief die Polizei. Beim Rumwerken mit der Tür ging eine Scheibe zu Bruch, ein Splitter schlitze mir den rechten Unterarm auf. Es dauerte nicht lange, die Polizei war da, legte mir Handschellen auf dem Rücken an, viel zu eng, es tat höllisch weh, verfrachtete mich in den Streifenwagen, ab zum Revier.

    Im Dunkeln haben die das Blut wohl nicht gesehen oder nicht sehen wollen.

    Dort, auf dem Revier, hab ich natürlich auch alles mit Blut versaut. Hab um einen Arzt gebeten, hat die gar nicht interessiert. Es dauerte nicht lange und das Revier sah aus wie nach einem Blutbad, weil ich hin- und herIgelaufen bin. Irgendwann, warum auch immer, haben sie mir die Handschellen gelöst: "Kannst nachhause gehen".

    Da konnte ich mir ne Taxe rufen und zum nächsten Krankenhaus fahren, die haben den Schnitt dann genäht. Und die haben mich nicht noch ewig so rumlaufen lassen, sondern sofort auf den Tisch gelegt.

    Und dann hatten die auch noch die Chupse mir einige Wochen später ne Rechnung für die Säuberung des Streifenwagens und des Reviers zu schicken und waren dann auch noch so dumm, dass sie in der Rechnung schrieben, dass das gesamte Revier wegen des Bluts gereinigt werden musste.

    Ich hab dann zurückgeschrieben, dass ihre Rechnung und die Formulierung ja wohl beweisst, dass mir nicht geholfen wurde und sollte ich für die Rechnung ne Mahnung kriegen, die Schreiben an die Staatsanwaltschaft gingen, inklusive einer Strafanzeige wegen unterlassener Hilfeleistung.

    Ich bin heute noch davon überzeugt, dass die wussten, dass ich dort wohne und das ganze reine Schikane war. Gerade weil ich täglich wegen meiner Geschäfte nachts unterwegs war, kannte fast jeder Grüne mich und mein Auto. Die haben mich ja manchmal innerhalb einer Stunde dreimal gestoppt und jedesmal zeitaufwändig die Papiere per Funk prüfen lassen. Angeblich. Die haben ja alle Funk im Auto und kriegen die Autonummern und Personalien der Gestoppten mit.

    "Ihr habt doch mittgekriegt, dass Eure Kollegen mich gerade vor einer Viertelstunde angehalten und überprüft haben".

    "Nee, haben wir nicht".

    Meine Ex ist mehr als einmal zu Revieren gerufen worden, wo vorläufig festgenommene Mandanten von ihr sassen, manchmal ziemlich verbeult mit Wunden.

    "Was ist denn meinem Mandanten da passiert?"

    "Ist über seine eigenen Füsse gefallen" oder auch "Hat erheblichen Widerstand geleistet, gell Ernst?"

    "Jo, und wie der gemacht hat, hahahahaha".

    Und auch meine Frau musste ihren Mandanten sagen: "Lass es auf sich beruhen, verzicht auf eine Strafanzeige, sonst machen die ne Gegenanzeige wegen Widerstands gegen die Staatsgewalt und die haben so viele Zeugen wie sie brauchen, Du stehst mit Deiner Aussage allein".

    Ich hab zuviel gesehen und gehört, um sagen zu können: "Jo, sind Einzelfälle, kommt so gut wie nie vor".

    Jo, auch mit Dir Syno gehe ich grossteils konform. Überall, wo die Poizei viel Gewalt anwenden darf sind so einige dabei, die es übertreiben, weil sie wissen, dass sie von ihren "anständigen" Kollegen gedeckt werden, auch wenn die das persönlich ganz anders sehen.

    Wer gegen einen Kollegen aussagt gilt als Netzbeschmutzer. Das gilt es abzuschaffen, ein Idiot ist ein Idiot, auch wenn er eine Polizeiuniform trägt und das sollte ungestraft benannt werden dürfen.

    Aber allein schon diese Aussage könnte sich als Beleidung der gesamten Polizei darstellen.

    Und was ich von einigen Anwälten weiss, sobald nicht mehr die Gefahr des Filmens besteht, werden die Sitten rauer. Und auch das ist falsch, es sollte ne klar definierte Unter-, aber auch Obergrenze gelten, die immer anzuwenden ist.

    Aber wir fangen mal wieder an, das Eine mit dem Anderen zu entschuldigen, statt es einfach mal auseinander zu halten.

    Ich gehe in grossen Teilen mit Dir konform Guppy, aber es sollten Grenzen eingehalten werden und die, welche sie überschreiten sanktioniert werden.

    Bei Demos sieht man immer wieder Figuren, die wie bekloppt auf andere einprügeln, auch wenn erkennbar ist, dass kein Widerstand geleistet wird.

    Soviel Gewalteinwirkung wie nötig und nicht wie möglich.

    Aber, es sollte schon getrennt werden, was z. B. auf der Strasse passiert und dem, was dann auf den Revieren passiert, wenn die Gewaltausübung nur noch dem Zweck dient Gewalt auszuüben. Es gibt diese sadistischen Fälle und das viel öfter, als das gemeinhin wahrgenommen wird.

    Die Franzosen haben jetzt Polizisten verboten Würgegriffe anzuwenden. Auf einmal, nach vielen Jahrzehnten, gehts plötzlich.

    Dummes Amerika, die Bude brennt und die Polizei macht wie gehabt weiter. Gestern ein alter Mann, von einem Polizisten umgestossen, als wäre er Dreck. Dann liegt er auf dem Rücken, rippelt sich nicht mehr und zig Polizisten ziehen an ihm vobei, ohne ihn eines Blickes zu würdigen, lassen ihn ganz einfach liegen.

    Heute die Bilder mit dem Radfahrer, fünf, sechs, sieben Polizisten haben ihn bereits am Boden und dann kommt einer und meint mit der Faust zigmal richtig reinwichsen zu müssen.

    Gibts nicht nur im den USA, gibt es auch in Deutschland, gab es schon immer, nur machen die Deutschen es nicht so öffentlich, die machen es auf den Revieren, da wird auch geprügelt, bevorzugt auf Körpergegenden die keine blauen Flecke hinterlassen, das wird auch schonmal jemand nackt an die Heizung im Flur des Reviers gekettet und so gedemütigt.

    Und die Betroffenen haben keine Chance dagegen was zu tun, weil sie immer jede Menge von Polizisten als Zeugen gegen sich haben und Richter, wenn mal etwas wirklich bis zu einem Richter gelangt fragen: "Warum sollte ein Polizist sowas tun?"

    Eine Antwort könnte sein: Vielleicht weil er ein Sadist in Uniform ist? Weil das vielleicht seine Art ist seinen Frust abzulassen?

    Und klar, die Presse traut sich dann auch nicht dran, nicht mal in der Forum von "Nach Aussage von Bruno B.......".

    Und wie auch in den USA, so auch in Deutschland: Vorwiegend misshandeln die Herrschaften in Uniform. Vom höheren Dienst, der Polizei in Zivil hört man das weniger. Warum?

    Sascha Lobo schneidet das in einem aktuellen Kommentar an: "Die Beschwörung eines angeblich schädlichen Generalverdachts ist eine Pose der Law-and-Order-Fraktion, die glaubt, jede Kritik an Sicherheitsbehörden sei quasi staatsgefährdend".

    Lobo spricht von Sicherheitsbehörden, ich würde es um den gesamten Justizapperat erweitern: Gerichte und Richter haben grösste Probleme sich Fehlern zu stellen, bei nachgewiesenen Fehlentscheidungen kommt von dieser Seite kein Wort des Bedauerns. Fehlverhalten von "Kollegen" wird gedeckt. So mancher Richter und manche Richterin gehört mit Schimpf und Schande vor die Tür gejagt, weil sie ihr Amt für ihre Abneigungen missbrauchen. Lesbische Richterinnen, bei denen jeder Kerl, der halbwegs etwas von Macho hat, schon so gut wie verurteilt ist, egal, was er sagt und egal was Zeugen sagen, die sind dann halt unglaubwürdig. Eine davon, bundesweit gefürchtet, hockt sich beim Amtsgericht Saarbrücken den Arsch breit, kommt auch mal zu von ihr selbst angesetzen Verhandlungsterminen mit erheblicher Verspätung, weil sie immer wieder beim Gassigehen mit Hundi die Zeit vergisst.

    https://www.spiegel.de/netzwelt/web/g…a9-229db5a13ab4

    >> Haben wie extra so ein Mixer für, geiles Teil und schmeckt mir auch richtig gut was da so mit "gesmusit" wird.

    Gesund? Fruchtzucker ist auch Zucker. Vergleich mal beim Orangensaft Zuckergehalt und Kalorien mit Coca Cola, nicht Cola leicht.

    Jo, dieser ganze Modeschnickschnack, der nur aus der Übersättigung herrührt, auch beim Essen.

    Ist die Avokado in D auch so in wie hier? Ein Boom, der mal wieder von einigen "Starköchen, Kleiderständern und Influencern befeuert wird.

    Deswegen haben hier einige Anbauer ganze Olivenhaine abgeholzt und das Zeug angebaut, ganz krass in Teneriffa. Da das aber ein Baum ist dauert es halt bis da genügend Früchte wachsen.

    So, und jetzt wachsen Früchte und viele stehen vor dem Ruin, weil Avokados viel leichter zu klauen sind als Oliven. Manchen wurde das, was sie ernten wollten, gestohlen bevor sie ernten konnten, bei manchen bis zu 50% der erwarteten Ernte. Daran zu erkennen, dass das gestohlene Zeug in der Supermärkten kleiner ist, als eine Avokado die auswachsen durfte.

    Jo, das ist ja mehr oder weniger wie die Frage nach dem Ei und dem Huhn.

    Was war zuerst da, der Smoothie (was ist das überhaupf?) oder die Kredenzien?

    Würden die Zutaten aus zwei Ländern fehlen, wären es halt nur Zutaten aus 8 Ländern. Eine Notwendigkeit der Vernetzung sehe ich persönlich in vielen Bereichen nicht. Wenn es hier, im Land der Orangen keine Orangen aus Südafrika mehr gibt, wird sie schon nach kurzer Zeit niemand mehr vermissen. Aber jetzt sind sie da und viele glauben darauf nicht mehr verzichten zu können.

    Vieles ist schlichtweg Einbildung und Suggestion.

    >> Was im mittelalter nicht innerhalb von ~50km von deinem wohnort hergestellt wurde, war fuer den durchschnittlichen unbelesenen dorftrottel auch nicht erschwinglich.

    Hab ich ja gestern glatt überlesen. Glaubst Du (und Margin) tatsächlich, dass ich vom Mittelalter gesprochen habe?

    Ich sprach von ein paar Jahrzehnten zurück, so die Zeit ab Ende des Krieges, bis in die Siebziger- Achtzigerjahre, wo z. B. Handyproduktionen von Deutschland nach Rumänien verlegt wurden, weil es dort ein paar Cent billiger war. Und dann von Rumänien nach Asien. Als dieser ganze heutige Wahnsinn anfing.

    ....

    Mit Gross- und Kleinschreibung hast Dus auch nicht so Fossil. Alles klein tut mir seit jeher in den Augen weh. ^^

    Ich hab hier einen 82er 280se stehen, rostfrei, hat jetzt ca. 180 000 KM, den ich seit langem verkaufen will, Wert ca. 10 000, aber keiner will oder kann mir dafür auch nur die Hälfte geben. Das Ding läuft jetzt nach fast 40 Jahren immer noch fehlerfrei. Mittlerweile ist er abgemeldet.

    Und besser als mit soner Kutsche kann man z. B. nicht reisen.

    Und auf der Strasse: Viele grosse Augen, viele, gerade die Jüngeren, haben sone Kutsche noch nie in echt gesehen.

    Und der 123er? Schönes Auto, soll er unbedingt behalten. In 10 Jahren ist er mehr wert, als die AMGs Deiner Nachbarn oder die heutigen Kutschen seiner Eltern. Von diesen hat nämlich keiner mehr das Zeug mal ein Klassiker zu werden. Vielleicht noch die Coupes oder Cabrios.

    >> Sorry, jetzt sind wir wieder ganz weit weg vom Thema.

    Ja und? So verlaufen Konservationen halt manchmal.

    Ich habe mir noch nie einen Neuwagen zugelegt, weil ich nicht wollte. Früher was es so, dass ich mir gesagt habe: "Wenn ein Auto ne Zeit auf dem Buckel hat, haben sich wahrscheinlich schon alle Fehler gezeigt".

    Und ich werde mir garantiert keinen Wagen mehr zulegen, der diesen ganzen unnötigen Fizzelkram drinhat, ich zahle nicht noch auch dafür, dass ich nun verfolgt und ausspioniert werden kann. Oder schlimmer, dass vielleicht jemand mein Auto per Lap fernsteuert, während ich drinsitze.

    Ich bin bei FB in einigen DaimlerBenzGruppen drin. Unglaublich, welche Probleme da Besitzer von Neu- und Neuzeitkutschen des besten Autos der Welt haben. Da lachen sich die Besitzer von älteren Mercedes und Klassikern drüber tot. Die haben nur ein richtiges Problem: Den Rost im Auge zu haben.

    Der Sinn meines Posts war eigentlich der Fossil, sich nicht dort abhängig zu machen, wo es nicht sein muss, um ein paar Cent zu sparen und damit die Gewinnmargen zu erhöhen oder, wie Guppy schrieb, Vorschriften zu umgehen.

    Dass heute so gut wie niemand mehr autark sein kann, weiss ich selbst.

    Und ein bissl Entschleunigung wäre so verkehrt auch nicht.

    Und meine Autos kommen noch weitestgehend ohne diesen asiatischen Schnickschnack aus. Nur, weil heute nichts anderes mehr gebaut wird, heisst das nicht, dass man es auch wirklich braucht. Und das gilt für viele Bereiche.

    Also ich wäre sehr dafür, dass die Abhängigkeiten so schnell als möglich abgebaut werden. Diese Coronakrise hat ja gezeigt, dass das mehr als dringend erscheint. Der ganze Handyshitkram wird in Asien hergestellt, die Medikamente in Indien und was das taugt haben wir ja jetzt kennengelernt. Und die Abhängigkeiten alle aufzuzählen würde ein lange Liste werden. Beispiel Palmöl, seltene Erden in Afrika, wo Kinder unter Lebensgefahr fürs Essen schuften. Und nicht zu vergessen, die seltenen Erden Chinas. Wenn die mal zumachen, steht die Welt still. Aber, in der ehemaligen DDR soll es auch seltene Erden geben. Die Gewinnung ist halt teurer.

    Im eigenen Gebiet planen und herstellen ist angesagt, auch, wenns dadurch etwas teuer wird. Und was wir nicht haben, brauchen wir auch nicht wirklich, so hat die Welt seit tausenden von Jahren funktioniert. Die ganze Globalisierung ist für den Arsch, es verdienen nur wenige daran, die nicht unerheblichen Folgeschäden bleiben an Menschen wie wir hier hängen. Wir zahlen letztendlich viel mehr für unsere Bestellungen, als das klar ist, wenn der Kaufenbutton gedrückt wird.

    Was einer bei Amozon bei der Bestellung spart, wird durch notwendige Steuern, die zahlen ja so gut wie keine, wieder indirekt verteuert. Letztendlich zahlen die, welche bei Amozon nicht kaufen, auch die Ersparnis der dortigen Käufer mit.