>> Die Frage ist aber eigentlich dennoch, ob das "Umschreiben" erlaubt ist.
Die Antwort ist ganz einfach: Ja, Nein, Vielleicht. ![]()
Du hast natürlich dasselbe Problem, wie jeder von dem abgeschrieben wird. Du kennst Deinen Stil, aber würden auch andere die Übereinstimmungen erkennen? Und könntest Du vielleicht z. B. ein Gericht so davon überzeugen, dass es zumindest mitgeht, zu bejahen, dass von Dir abgekupfert wurde?
Womit wir dann bei der nächsten Frage wären, die es zu klären gäbe: Wie relevant und schützendswert ist der Text? Nimm als Beispiel Bedienungsanleitungen, eine solche verständlich zu schreiben ist auch ne Menge Arbeit und was sagen die Gerichte?
Zum Anwalt zu rennen, der dann böse Briefe schreibt ist auch keine Lösung. Damit macht er einem Kopierer zwar Arbeit, die Kosten bleiben jedoch so gut wie immer an Dir selbst hängen. Und dann muss erstmal ein Anwalt gefunden werden, der sich in der Materie auskennt, denn alles was halbwegs als gesichert angesehen werden kann resultiert aus Rechtsprechung.
Ich war ja mal ne ganze Weile allein im Markt und als dann andere glaubten das "Potenzial" zu erkennen, haben sie sich auch bei mir bedient. Besonders die, die von der Materie keine Ahnung hatten und einfach glauben mussten, was ich dazu geschrieben hatte. Da war auch nicht viel mit Umschreiben, weil dazu das Hintergrundwissen nicht ausreichte.
Irgendwann hab ich für mich dann eingesehen, dass das Suchen nach meinen Texten auf anderen Seiten reine Zeitverschwendung ist und sich negativ auf meine Laune auswirkt und es gelassen. Klagen? Da wäre ich ja nur noch damit beschäftigt gewesen, mit ungewissem Ausgang in jedem Einzelfall.
Im Prinzip schreibe ich mittlerweile auch vielfach von anderen Seiten ab, jedoch nicht in der Form, dass ich umschreibe. Ich erfasse die inhaltliche Zusammenfassung, wobei ich auch erkenne, wann ich eine Aussage erst mal überprüfen muss und fasse dann das von mir Erfasste in meinem Stil zusammen.
Im Grunde genommen müsste die urheberrechtliche Gesetzgebung dem Internetzeitalter angepasst werden, heisst: Auch einfachere Texte müssten geschützt werden (immerhin machen sie ja zumindest mal Arbeit), was ja das genaue Gegenteil von dem darstellt, was von vielen Internetaktivisten gefordert wird.