>> Aber nochmal wegen dem "Aufschieben und zeitverzögert freigeben". Damit hast Du nichts gewonnen _
Damit wäre, nach meiner Meinung, schon sehr viel gewonnen, wie der jüngste Fall dieses Idioten zeigt, der sein Massaker live übertragen hat. Dadurch, dass er die Möglichkeit hatte live zu übertragen, konnte er sicher sein, dass er zur "Berühmtheit" wird. Ob er das auch vorgeführt hätte, wenn er hätte fürchten müssen, dass sein Video nie in die Öffentlichkeit gelangt? Mit Zeitverzögerung hätten vielleicht nicht anschliessend hunderttausende Kopien im Internet gesucht werden müssen.
>> Genauso wie man sagen könnte, wir brauchen auch kein 21 Jahrhundert, Steinzeit hat es auch getan.
>> Nee, muss man nicht, das ist aber eben der Trend.
Und weil etwas Trend ist muss es dann so bleiben, auch wenn etwas erkennbar falsch läuft und die Folgen nicht absehbar sind, kontrollierbar sind? Plastik war auch mal ein Trend und heute fressen wir das Zeug mit jedem Fisch der auf den Teller kommt. Autos sind seit 100 Jahren ein Trend, heute ersticken die Städte daran und es muss korrigiert werden.
>> Du gehörst da nicht dazu, ich auch nicht, aber eben viele andere. Viele können gar nicht anders, weil sie es gar nicht anders kennen.
Im Gegensatz zu Dir Syno machen sie sich mit grosser Wahrscheinlichkeit auch keine Gedanken drum, deshalb verstehe ich auch nicht, dass Du argumentierst wie sie.
Weil nicht beachtet, war das Internet von Anfang an pure Anarchie, Negatives war nicht absehbar. Dann kamen FB und YT und gaben den Idioten eine Plattform. Anarchistisch ist es schon lange nicht mehr, es scheint nur noch so, als gäbe es da keine Kontrolle, als wäre es immer noch die grosse Freiheit der Gedanken und Innovationen. G und Co haben die Kontrolle übernommen und deren Intension ist auf Maximalprofit ausgerichtet, wobei wir froh sein könnten, wenn es nur diese Motivation wäre. Und jetzt kommen da welche die letztendlich mehr Macht haben und sagen: "Das Internet ist kein rechtsfreier Raum, war es nie, es schien nur so. Wir mussten es lange so hinnehmen wie es lief und jetzt ist es an der Zeit, dass zumindest die Auswüchse korrigiert werden".
Daran ist nichts falsch. Und es ist nicht Sache der Gesetzgebenden vorher bei diesen Giganten nachzufragen: "Könnt Ihr das noch oder seid Ihr schon zu gross?"
Sie konnten nur so gross werden, weil der Gesetzgeber überrollt wurde, hinterherhinkte in der Überlegung wie geltende Normen auf das Internet übertragbar sind. Das ist ja nichts Neues was da jetzt an neuer Gesetzgebung kommt, sondern lediglich Altes neu formuliert, sodass klar ist, dass es für alle Lebensbereiche gilt, auch für die Giganten aus dem SV und China gilt. Zu sagen "Alles was auf China eingeführt wird muss ab einem Cent in Zukunft versteuert werden" ist der richtige Weg, weil es die Hintertüren schliesst. Gut, gefällt natürlich deren Kunden nicht, schützt aber die, die dadurch Nachteile erlitten haben und z. B. nicht mehr wettbewerbsfähig waren.
Und wenn sie es tatsächlich nicht schaffen sollten, was ich für vorgeschoben halte, kommende Normen einzuhalten, dass sollen sie halt auf ein Mass schrumpfen, dass sie sowieso hätten, hätten sie von Anfang an Mechanismen eingebaut, die sicherstellen, dass schon immer geltende Normen auch eingehalten werden können.
Wenn wir (Ich, Du Syno, jeder hier) es nicht schaffen gesetzliche Normen einzuhalten und trotzdem Geld zu verdienen, müssen wir halt die Bude dicht machen. Warum sollte das bei FB, YT, Twitter und wie sie alle heissen anders sein? Weil es da ein paar Verblendete gibt die sagen, dass sie ohne nicht leben können? Uns, die wir davon leben wollen und müssen, sichert keine Überlebensgarantien zu, warum sollten also die, welche die Dividenten ihrer Aktionäre möglichst hoch ausfallen lassen wollen, diese Garantien erhalten?