>> Man muss aber Willens sein, der Aufklärung beizutragen, oder so.
Das kann man, aber man muss es nicht.
Ich hab so einen Ärger seit Monaten mit HE. Es geht um zwei Beträge von jeweils so 30 Euro. Angeblich unbezahlte Rechnungen, nur; die haben von mir für alles eine Abbuchungserlaubnis. Die Rechnungsnummern sind mir auch unbekannt. Das ist ja die Scheisse, welche die fast alle drauf haben: Rechnungsnummer und sonst nichts. Die sollten sich mal ein Beispiel an Allincl nehmen, die teilen auch immer die Domains mit, welche zur Rechnungsnummer gehören, da hat man was, woran man sich orienstieren kann.
Das ist das, was ich dem von HE beauftragten Inkassobüro mitgeteilt hatte. Mehr kann ich dazu auch nicht sagen. Aber weiter drohen, den Ton verschärfen, die übliche Leier halt: Sie drohen Klage an. Gut, sollense halt klagen. Ich hatte denen sofort nach dem ersten Kontakt mitgeteilt, dass ich nicht bereit bin auf ihre Forderungen einzugehen. Die Gerichte gehen bei der Einschaltung von Inkassobüros mittlerweile unisono davon auch, dass in Rahmen der Schadensminderungspflicht, die Kosten für ein Inkassobüro nicht erstattbar sind, wenn für den Gläubiger erkennbar ist, dass keine Zahlung erfolgen wird. In dem Fall ist dann sofort ein Anwalt einzuschalten.
Aktuell: Speedbone stellt sich jetzt tot, rückt keinen Auth-Code raus. Die übliche Erpressungstaktik, indem sie sich in die Schuldnerrolle begeben: Keine Zahlung, keine weitere Bearbeitung, egal ob der Anspruch nun gerechtferigt ist oder nicht.
Gut, jetzt hab ich denen erst mal die Abbuchungserlaubnis für die aktuell strittige Rechnung entzogen. Ich werde den Betrag, mit dem Vermerk "Unter Vorbehalt" überweisen, womit sie dann wieder in der Defensive wären, weil ich den Betrag, wenn alles erledigt ist, zurückfordern und auch einklagen werde. Bei dem Betrag und der klaren Beweislage geht das locker mit einem Dokumentenverfahren.
Aber mittlerweile ärgern mich die Beträge, die sich mit der Zeit läppern, wie auch die unnötige Arbeit.
Mir ist jetzt gerade wieder eine Forderung von mehreren hundert Euro gegen Vueling verjährt. Vueling sind Spanier, doofe Spanier, die auch in Deutschland auftreten und den Unterschied zwischen Abflugszeit und Abflugsdatum nicht kennen. Bei denen hatte ich einen Flug, hin + zurück nach Teneriffa gebucht, mit meiner deutschen Adresse, Abflughafen: Sevilla. Einige Tage vor Abflug krieg ich ne Mail: "Ihre Abflugszeit hat sich geändert". Ich guck in die Mail: "Abflugszeit: 12 Uhr mittags", auf das Abflugsdatum hab ich nicht geachtet. Sonntags stehe ich am Flughafen, kein Mensch da. Irgendwann hab ich dann ne Tante von Vueling gefunden,die im Computer nachgesehen hat: "Wir hatten Ihnen mitgeteilt, dass Ihre Abflugszeit sich geändert hat".
Jetzt stellte sich heraus, dass sie den Sonntagsflug (wohl zu wenig Passagier auf beiden Flügen) gecancelt hatten und die Passagiere des Sonntagsflugs auf einen Flug zwei Tage vorher, Freitag, umgebucht hatten. Ich hatte über deren deutsche Site gebucht, die Mailbenachrichtigung also auch in Deutsch erhalten.
Sinnlos denen erklären zu wollen, dass in Deutschland zwischen Abflugszeit und Abflugsdatum ein riesengrosser Unterschied besteht.
Ich musste also einen neuen Hinflug buchen, meine Aufenthaltszeit hatte sich um Tag verkürzt, Unterkunft und Leihwagen mussten umgebucht werden. Auf den Kosten bin ich sitzengeblieben, Ich hätte in Spanien klagen müssen. Da hat die Lobbyarbeit der Fluggesellschaften bei der Gesetzgebung in dieser Ecke gute Arbeit geleistet und denen ne Ausnahmeregelung "erschwätzt".
Und in Spanien klagen? Da kannste erstmal Deinen Anwalt bezahlen und musst auch noch einen weiteren "Schmarotzer", einen Assistenten bezahlen, der vom Gericht gestellt wird und überall sinnlos mittappt, keine Ahnung von nichts hat, aber überall sinnfrei mitbappelt. Klar, Arbeitsbeschaffungsmassnahme für irgendwelche Deppen, die für irgendwas bei den Gerichten untergebracht wurden. Total antiquiert und reformbedürftig. Aber wenn es darum geht die "Seinen" mit Einkünften zu versorgen, zeigen sich die spanischen Entscheidungsträger extrem unwillig irgendwas zu reformieren.
Und dann, Spanien und Anwälte und Juristen allgemein, die grosse Allianz der Unwissenden und Dilettanten, weshalb Spanien auch das Paradie für Gaukler und Betrüger ist. Ein "guter" Anwalt braucht hier kein Wissen, er braucht "Beziehungen", dann kann er sich ne goldene Nase verdienen. Das Jurastudium hier würde jeder deutsche Hilfsschüler mit links geregelt kriegen. Aber Anwälte sind auch hier, wie anderswo, hoch angesehen. "Ohhhh, ein Abogado. Repekt, Respekt". Das haben diese Einäugigen unter Blinden auch hier geschafft, sich ein Blendwerk aufzubauen, welches ihnen höchste Anerkennung zukommen lässt.