Journalist: "Was könnten die Folgen (einer Nachfrage) sein?"
Grünensprecherin, zögernd und leicht irritiert: "Das wär ne lange Liste, die den Rahmen des Gesprächs sprengen würde". Sinngemäss, so richtig ist die genuschelte Antwort nicht zu verstehen.
Der Kameramann fasst zusammen: "Die diplomatischen Beziehungen mit den USA wären beeinträchtigt".
Grünensprecherin, sichtlich erleichtert wegen der zusammenfassenden Nachhilfe: "Davon ist auszugehen".
---
Vielleicht sollten die Grünen mal den Kamaramann fragen, ob er nicht Lust auf einen Jobwechsel hätte.
Es ist halt leicht in der Opposition wortgewaltige Forderungen zu stellen, von denen man weiss, dass sich keiner der Verantwortlichen auch nur einen Augenblick damit befassen wird. Theater für die hinteren Ränge, welches bei der eigenen Klientel gut ankommt. Und nicht nur bei denen.
Es tun sich ja jetzt die ersten Unterstützer der Baerbock hervor, die meinen, dass gewählte Politiker sich nicht an einen Wählerwillen gebunden fühlen müssen. Grundsätzlich ist das ja nicht falsch. Woran sie sich allerdings halten sollten ist die Marschrichtung, die sie vor den Wahlen versprachen, suggerierten und weswegen sie viele gewählt haben. Und da sind 180gradkehrtwendungen nunmal nicht angebracht.
Ebensowenig ist angebracht, dass ein Aussenminister nicht mehr in der Wirform, sondern nur noch in der Ichform spricht und damit im Ausland einen Status suggeriert, der ihm nicht zusteht und den er auch nicht hat.
Ein Lächelns ins Gesicht gezaubert hat mir heute der Landwirtschaftsminister von Meckpomm mit seiner Bemerkung "Dick und Doof waren früher mal zwei Personen", womit er wohl, ohne sie beim Namen zu nennen, auf die graziöse Ricarda zielte. Gut, schlechter politischer Stil, aber wenigsten mit Unterhaltungswert.