Beiträge von cura

    Was mich i. M. stutzig macht und worauf ich mir nicht wirklich einen Reim machen kann ist, wie vehement und lautstark jetzt gefordert wird, dass die britische Regierung doch bitte ihren Austrittsantrag sofort stellen soll. Auf ein paar Tage oder zwei, drei Wochen käme es doch nun nicht mehr wirklich an.

    Irgendwas daran ist seltsam und passt nicht. Sollen jetzt vielleicht die Brexitgegner gepusht werden damit sie Vollgas geben? Bevor es "zu spät" ist?

    Mann, mann, mann, ist das jetzt ein Kasperletheater. So wie Juristen schonmal Recht bis zur Rechtsbeugung umdefinieren wird jetzt versucht die demokratischen Spielregeln so auszulegen, dass es in den Kram passt. Das Referendum der Briten ist plötzlich nur noch als Empfehlung an die britische Regierung zu sehen, welcher die folgen kann oder auch nicht. Die Schotten sagen, dass der EU-Austritt der Zustimmung des schottischen Parlaments bedarf.

    Und wieder überall die Märkte, die Börse und die Presse stimmt in die Horrorlieder ein: Es wurden Billionen kaputtgemacht. Wenn da was kaputtgemacht wurde, dann waren das lediglich Buchgelder zu einen fixen Zeitpunkt X. Aber stimmt das denn dann auch? Gut zunächst rauschte mal alles für einige Stunden in den Keller, aber mittlerweile steht der Dax wieder bei so bei 9500 Punkten. So im Februar d. J. stand der Dax aber schonmal bei 8600 Punkten, ohne dass es dafür einen besonderen Grund gab. Theoretisch wurde also im Februar mehr "Geld" kaputtgemacht, als es jetzt bei dem Brexit der Fall war.

    Und: Gold geht durch die Decke? Ebenfalls absoluter Quatsch. Gold steht aktuell so bei 1315 Dollar. Der Goldpreis schwankt aber schon seit Wochen zwischen 1250 und 1300 Dollar, eine Woche vor den Brexit hatte er mal kurz die 1300 übersprungen und tägliche Schwankungen zwischen 10 und 30 Dollar snd beim Gold normal.

    Alles Panikmache also, um ein unerwünschtes Ergebnis korrigieren zu können.

    Durch den für einige Stunden tiefen Absturz der Börse und den stundenweise Höhenflug des Goldes haben sich einige mit grosser Sicherheit eine goldene Nase verdient, weil sie automatisiert zu Tiefstpreisen einkauften, bzw., Gold verkauften. Wo es Verlierer gibt, gibt es auch Gewinner.

    Und die, welche verloren haben und jetzt von der Presse und anderen Stimmen als Alibi herangezogen werden? Sie sind es selbst schuld, die meisten hatten auch den Brexit auf dem Zettel und hatten sich dageben abgesichert (möglicherweise mit einer Wette auf den Brexit). Und man muss es sich vorstellen: Finanzprofis orientierten sich an Wettquoten! Und weil diese Quoten nur eine Wahrscheinlichkeit von 25% für den Brexit errechneten haben diese "Finanzprofis" dann ihre Absicherung aufgegeben, wiederum möglicherweise, indem sie nun auch noch auf den Verbleib gegenwetteten.

    Und dann kam alles anders und jetzt sind sie am Weinen. Und alle die gegen den Brexit waren, reichen Taschentücher und stellen die armen Reichen jetzt ins Rampenlicht: DAS MUSS RÜCKGÄNGIG GEMACHT WERDEN!

    Als Einfallstor zur EU ist London auch für Investoren immer attraktiver geworden, die Londoner selbst können sich London immer weniger leisten, die Mieten sind mittlerweile unbezahlbar, die Quatratmeterpreise für Büro- und Wohnraum gehen bis zu 20 000 Euro je Quatratmeter. Immer mehr Wohnungen in London stehen fast das ganze Jahr leer, weil die ausländischen Besitzer mal gerade wenige Wochen nach London kommen. Das mal als Gegenbeispiel, welches eigentlich für einen Brexit spricht. Trotzdem haben sich die Londoner mehrheitlich für einen Verbleib in der EU ausgesprochen.

    Ein Bekannter hier sagt immer: "Politik ist die Kunst des Lügens". Und da hat er ja nicht ganz unrecht. Aber in Zeiten des Internets werden diese Lügen immer schneller enttarnt.

    Es werden immer Versprechen gemacht, die dann am Ende nicht gehalten werden, auch die, welche releativ leicht zu halten wären. Beispiel: Soli. Der wird uns für alle Zeit erhalten bleiben. Es sollte ein "Kurzzeitzuschlag" sein und scheint für alle Zeiten installiert, auch wenn er seinen Zweck längst erfüllt hat, wobei sich die an ihn geknüpften Erwartungen auch nur in Teilen erfüllten. Die Politik macht sich ja nicht mal mehr die Mühe ihn "offiziell" verschwinden und an anderer Stelle in neuem Gewand wieder auferstehen zu lassen.

    Die politischen Kasten sind überall (noch) völlig abgehoben, fühlen sich den oberen Zehntausend näher als den Millionen unter ihnen. Das gilt mittlerweile auch für die Häuptlinge der Sozis. Sie sehen es längst nicht mehr so, dass das Volk ihnen die Macht gibt, wer in der Partei Karriere macht, kommt damit automatisch an die Macht. Über die untersten Regionlebenen hinaus herrscht parteiübergreifend ein Stillhalte- und Versorgungskonzens. Man versorgt sich gegenseitig, unabhängig von der Herkunft.

    Die nächsten Bundestagswahlen stehen im September 2017 an. Die vom Volk gewählten Vertreter sollten bis dahin eigentlich regieren, aber die Parteinen sind jetzt bereits im Wahlkampfmodus, faktisch herrscht bereits Stillstand, nach der Sommerpause wird nur noch am Machterhalt gearbeitet, ansonsten wird nur noch verwaltet.

    Meine Meinung: Die Perioden sollten auf sechs oder acht Jahre verlängert werden, keiner darf über diese Zeit hinaus ein zweites mal dran, was auch für das Amt des Bundeskanzlers gilt. Und Volksabstimmungen sollten ein Muss sein, wobei es ideal wäre, wenn dabei auch gerade noch über aktuelle politische Amtsinhaber mitentschieden werden könnte. Da würde es wohl bei so manchem Minister schon vor Ablauf der sechs oder 8 Jahre heissen: "Du kannst nachhause gehen!"

    Oder in die Wirtschaft gehen. Oder Lobbyist werden.

    Aber darüber müssten ja wieder die entscheiden, welche mit ihrer Macht ihre eigene Macht einschränken müssten und das werden die garantiert nicht tun. Da sind uns z. B. die Niederländer voraus. Dort braucht es 300 000 Forderer und wenn es diese hat ist der Volksentscheid zwingend, weshalb die Niederländer wohl die nächsten sein werden, die in einer Volksabstimmung die Frage stellen werden: EU: Ja oder Nein.

    Es geht doch nicht um tiefgreifende Veränderungen.

    Es geht darum, ob Demokratie mittels Mehrheitsentscheidungen funktional sein kann und in der Schweiz scheint es zu funktionieren. Und in der Schweiz scheint es zu funktonieren, dass Minderheiten es zumindest aktzeptieren, wenn sie überstimmt werden.

    Wie soll denn in Grundsatzfragen Minderheiten gerecht werden? Wie sollte denn z. B. im Falle der Briten den 48% welche in der EU drinbleiben wollten in diesem Fall gerecht werden? Manchmal geht es halt nur hopp oder dopp. In gemässigten Dikataturen hat keiner eine Stimme, weder die Mehrheit, noch die Minderheit, weil Meinungen erst gar nicht gezählt werden. Mit der Mehrheit im Rücken lässt es sich lediglich komoder leben.

    Ich glaube, so 10 - 20% in Deutschland wären in bestimmten Fällen für die Todesstrafe. Wie soll diese Minderheit Berücksichtigung finden?

    Klar, nicht mehr so "demokratisch" ist es, wenn MInderheiten mittels Kompromiss berücksichtigt werden könnten, aber lediglich die Mehrheitsmeinung durchgesetzt wird. Und da greifen dann z. B. Volksentsccheide in denen über Detailfragen abgestimmt wird, denn auch Mehrheiten zeigen sich in diesen Fällen durchaus kompromissbereit.

    Und selbst wenn Veränderungen abgelehnt werden muss das ja nicht unbedingt negativ sein. Die Ausländer in der Schweiz haben noch vor kurzem von einer Ablehnung einer Veränderung profiitert.

    Wieso? Bei den Schweizern klappts doch mit der Demokratie und den Volksabstimmungen ganz gut und es kommt auch Vernüftiges raus. Und die Schweizer gehören auch nicht gerade zu den Ärmsten. Sie waren aber auch schlau genug zu sagen, dass sie neutral bleiben wollen und haben sich damit in der EU ähnlich positioniert wie die Briten.

    Ja wer wohl, wenns was auszulöffeln gibt?

    DU!

    >> Ich bin nicht bereit diese Hoffnung aufzugeben, denn genau das bin ich.

    Jo, das macht Dich ja auch sympathisch. Ich habe diese Hoffnung mittlerweile aufgegeben, es gibt zu viele Ratten. Die sind jetzt schon wieder von den sinkenden Schiffen runter und bereits auf denen, welche gerade die Segel setzen.

    Die meisten voten ja rein aus einem unbstimmten Bauchgefühl heraus.

    Das da dürfte ein Beispiel dafür sein, dass viele nicht mehr wollen, sagen, dass es ihnen jetzt mit der Bevormundung reicht, dasse die Bevormundung, die Tricksereien langsam satt haben:

    https://beispiel.rocks/beispiel.rocks/www.spiegel.de/politik/deutsc...a-1099543.html

    Kernaussage: "Das deutsche Parlament wird nach Informationen des SPIEGEL über das europäische Ceta-Abkommen mit Kanada mitentscheiden. Kanzlerin Merkel hält diese Regelung für nötig - die EU-Kommission sieht das anders." Die lernen nichts dazu, weil sie nichts dazulernen wollen, weil es ihnen schlicht scheissegal ist. Die ganzen aktuellen Statements: "Ja, wir müssen jetzt umdenken, den Bürger mehr einbeziehen und und und", alles nur Blabla, wie wir das in der Vergangenheit schon öfter hatten. In einigen Wochen ist es aus dem Gedächnis raus und es wird geglaubt wie gehabt weitermachen zu können.

    Mit Ceta haben die Amis ja den Fuss in der Tür, ganz so, als wäre Ttip schon ratifiziert. Sie müssen halt nur "Zweigstellen" in Kanada eröffnen.

    Es ist die Unehrlichkeit der Politiker, das ständige Schielen auf die Gestoppften, welche den Menschen die Freude an Europa versaut. Es ist die Ungleichheit in einer angeblichen Solidargemeinschaft, hier, die sich dumm und dämlich verdienen Deutschen und auf der anderen Seite die "verlorenen Generationen" junger Menschen in anderen Ländern, denen nur die Emigration zu den reichen Europäern bleibt, wenn sie überleben wollen, wobei es England ja noch relativ weich trifft, weil sie nicht im Euro gefangen sind und eine starke Wirtschaft haben.

    Klar, in den reichen Ländern loben die Jugendlichen u. a. die Reisefreiheit, in Spanien ist das nicht so, dort haben die Jugendlichen nämlich nicht die Kohle um reisen zu können. Viele können nicht mal heiraten und eine Familie haben, weil die Kohle fehlt und leben mit 30 noch bei Papa und Mama und der Oma, die mit ihrer Rente die ganze Familie über Wasser hält.

    Soviel ich weiss, sind die Briten im Schengenabkommen gar nicht involviert.

    Es sind Figuren wie dieser Oettinger, welche die EU mit ihrer Inkompetenz kaputtmachen und von denen wimmelt es in Brüssel; viele kennen wir nur nicht, viele sind halt begabter ihre Inkompetenz zu verbergen. Die Geheimnistuerei um z. B. Ttip hat den Menschen die Macht der EU überdeutlich gezeigt, wenn nicht mal Parlamentarier wissen dürfen, was da ausgehandelt wird ist die Zeit gekommen die EU aufzulösen, weil die Funktionäre sich nicht mehr entmachten lassen, möglicherweise nicht mehr zu entmachten sind. Figuren die nicht abgewählt werden können, können auch nicht entmachtet werden. als Beispiel: Die EZB.

    Aber das ist ja an allen Ecken und Enden überall in der Welt zu beobachten. Sonntag wird in Spanien gewählt, die Podemos ist nach den Vorhersagen mittlerweile die zweitstärkste Kraft, hat die Sozialisten hinter sich gelassen. Es wird also nach dieser Wahl am Sonntag wohl so weitergehen und Spanien wird weiterhin ohne handlungsfähiges Parlament sein. Verwunderlich ist, dass in Spanien noch keine Rechtsextreme zur Wahl antritt, aber ich fürchte, dass das nur eine Frage der Zeit ist, bis eine solche auch in Spanien auf den Plan kommt und dann wird es fürchterlich werden.

    >> Gemeinsam & miteinander, nicht gegeneinander und jeder für sich

    Schön wärs Margin, nur leider funktioniert es nicht. Du kennst doch meine Devise: Im Grossen ist es wie im Kleinen und wenn das z. B. in einer Ehe nicht funktioniert und es wird der ideale Zeitpunkt einer Trennung verpasst, entlädt sich irgendwann alles mit einem Knall.

    Und für die Reisefreiheit und der Tatsche kein Geld mehr tausen zu müssen die ganzen Nachteile hinnehmen rechnet sich für den "kleinen Mann" nicht wirklich.

    Und es ist wie KAW sagt, die Märkte, die Wirtschaft, die Börse. Einigen von diesen Jammernden, welche sich vehement für den Verbleib der Briten aussprachen wurde ja in der vergangen Woche auch die Frage gestellt, welche Nachteile ein Brexit für den Normalbürger hat. Ausser den üblichen Floskeln wie Reisefreiheit Blabal ist da keinem was eingefallen. Von Frieden z. B. hat keiner gesprochen, woran unschwer zu erkennen ist, worum es denen wirklich geht.

    _ und der kleine Mann? Der scheisst wohl darauf, dass er an der Grenze möglicherweise seinen Pass zeigen und die "Erschwernis" des Devisenumtauschs auf sich nehmen muss.

    Die Märkte, die Märkte, die Börse, die Wirtschaft, ich konnte es die letzten Tage nicht mehr hören.

    Die Briten sind raus. Gut oder schlecht? Ich weiss es nicht. "Gewusst" haben es wirklich immer nur die, welche irgendwelche Interessen vertreten haben.

    Es könnte das Ende der EU sein, die als Wirtschaftsgemeinschaft angefangen hat und dann die MItglieder zur Staatengemeinschaft machen wollte, das Volk dazu zu hören hielt man wie immer nicht für notwendig und dafür gibts jetzt die Quittung.

    Interessant die Aussage einer Britin: "Ich werde von Brüssel aus reglementiert, aber ich weiss nicht wer mich da regiert und deswegen bin ich für einen Austritt".

    Interessant, wie es jetzt weitergehen wird und deshalb sehe ich die Ablehnung der Briten auch nicht negativ. Jetzt kann endlich mal das Argument überprüft werden, dass nur jemand wer ist, wer MItglied der EU ist. Ein Argument, welches ich persönlich immer schon als mehr als zweifelhalt gesehen hab.

    Mein Nachbar ist ein Tommy, einer meiner Liebsten hier im Kaff auch. Was soll sich da ändern, ausser, dass es mir leid tut, sollten sie ihr Einkommen in Pfund bestreiten.

    Und heute nacht haben einige wohl richtig Reibach gemacht. Hab die Woche noch gedacht: "Hätte ich jetzt viele, viele Pfunde auf dem Konto würde ich alles in Euro tauschen. Im Falle keines Brexit würde sich nichts ändern, im Falle eines Brexit würde ich profitieren. Risikoloser gehts kaum. Wer gestern eine Million Pfund getauscht hat, hat heute ca.1,3 Millionen.

    ....

    Sorry Margin, hab Deinen Fred zu spät gesehen.

    _ oder auch spanische Menthalität. Immer diese kleinen Tricksereien, korrekt ist die Ausnahme. Für alles eine schwindelige Ausrede.

    Weil mir die Sonne den Lack verbrennt habe ich mir für meinen "Classico" hier im Kaff für 40 Euro einen Stellplatz in einer ehemaligen Lagerhalle gemietet. Paco heisst der Typ, hat ein Restaurant und ausser dieser Immobilie noch fünf oder sechs weitere Häuser, die jedoch meistens leerstehen und jetzt kann ich mir auch vorstellen warum.

    So, bin zu ihm hin, Kohle (natürlich ohne Quittung) in die Tasche, Schlüssel übers Buffet.

    Nachts um 12 mit dem Wagen zur Lagerhalle. Ich hatte sofort Schwierigkeiten mit dem Torschloss. Irgendwann hatte ich es auf, dann erst mal einen Lichtschalter gesucht: Nichts gefunden. Also vorwärts mit der Riesenkutsche rein und im Dunkel mit einigen Mühen rückwärts eingeparkt. Taschenlampe hatte ich natürlich keine dabei.

    Raus und versucht abzuschliessen, nach zig Versuchen kein Ergebnis, also hin zu Pacos Kneipe. Sein Sohn: "Manchmal macht das Schloss Probleme, nimm meinen Schlüssel".

    Also zurück, aber mit "seinem" Schlüssel gings auch nicht und da ich für solche Sachen keine Nerven habe, hab ich dann das Tor einfach aufgelassen.

    Gestern war die Kutsche beim TÜV, also wollte ich sie vorgestern nachmittag rausholen. Aber mit Aufschliessen war nichts, Schlüssel drin, aber nichts ging.

    Also, wieder ab zu Pacos Kneipe. Er: "Ist ein altes Schloss und funktioniert nicht mehr so richtig wie am Anfang".

    Er ging aber mit um mir zu zeigen, wie das mit seinem alten Schloss funktioniert. Er: Schlüssel rein und immer wieder versucht diesen zu drehen. Zwischendurch hat er mir erklärt, dass sich wohl die Stifte drinnen mit den Jahren etwas abgenutzt hätten und man durch Versuchen nur die richtige Schlüsselstellung finden müsse. Nach einigen Minuten hats dann geklappt, der Schlüssel drehte sich im Schloss, das Tor war auf.

    Meine Frage an ihn: "Paco, warum tauschst Du das Schloss nicht aus? Ich werd ja wohl nicht der Einzige sein der diese Probleme hat, so ein Schloss kostet, wenn es teuer ist 15 bis 20 Euro mit drei Schlüsseln". Antwort: "Ich hab aber 10 Plätze vermietet und im Moment macht das Schloss es ja noch".

    So, nächste Frage: "Gibt es kein Licht hier drin?"

    Antwort: "Ich hab die Birne entfernt, weil immer wieder vergessen wurde das Licht auszumachen".

    "Paco, so ne Sparlampe mit fünf Watt verbraucht in 24 Stunden vielleicht für 4 oder 5 Cent Strom, also, wennse also mal über nacht brennt, vielleicht zwei, drei Cent."

    Antwort: "Aber die sind so teuer, selbst beim Chinesen".

    Ich hab dann vorgestern die Kutsche rausgeholt und erst gar nicht mehr versucht das Tor zu schliessen.

    Heute nacht um eins wollte ich dann den Daimler wieder in der "Garage" abstellen, ich hatte mir extra Siliconöl ins Auto gelegt. Ergebnis: Nach mehr als 30 Minuten habe ich es aufgegeben, die Kutsche steht jetzt wieder draussen in der Sonne.

    Und jetzt werde ich mal wieder zu Pacos Kneipe trotteln und mal fragen, wie er sich das vorstellt. Die Nerven werde ich mir mit seinen alten Schloss, welches es ja "noch macht, irgendwie, nicht kaputtmachen.

    Ich hab hier noch einige noch original verpackte Sparlampen rumliegen, eine davon werde ich ihm zum Geschenk machen, damit er diese nicht selbst kaufen muss und dadurch verarmt.

    Im Süden ist es nicht nur heiss, man braucht auch gute Nerven.

    Diese "Ich-würd-ja-meine-eigene-Scheisse-fressen, wenn sie einen Nährwert hätte", findet man überall im Süden zuhauff. Aber Paco hat ja ein Restaurant und ich vermute mal, sie fressen die Reste der Gäste.

    >> Und wenn ich aufschreibe was ich noch alles nicht verstehe, dann ist die Woche rum.

    ^^

    Jo, da könnte ich mir Dir fast anschliessen Guppy und am Ende kämen wir wahrscheinlich zu dem Schluss, dass wir zu gut oder zu blöd für diese Welt sind; je nach Sichtweise.

    Obwohl ich es ja mittlerweile hundert-, möglicherweise tausendfach mitgekriegt hab mit welchen schrägen (und eigentlich simplen) Maschen Illusionen erzeugt und Millionen eingesammelt werden, staune ich auch heute immer noch, dass es immer wieder und noch funktioniert.

    So Dinger, dass ich mitkriege, dass in den USA gerade eine Aktionsplattform gross im Kommen ist, ich dann schnell nach Deutschland zurückeile, dort auf die Schnelle eine Kopie mit tausenden Fakeaccounts erstelle, die ich dann für Millionen an die US-Plattform verkaufe wäre ich erst gar nicht angegangen, weil ich mir gesagt hätte: "Alter, das funktioniert nicht, so blöd Dir dafür Millionen zu zahlen ist keiner". Aber wie es scheint hat es funktioniert.

    Aber nichts ist halt erfolgreicher als der Erfolg, auch wenn er nur vorgegaukelt ist. Eine alte Binsenweisheit, die aber mittlerweile nicht mehr danach funktioniert, dass wegen eines scheinbar aktuellen Erfolgs investiert wird. Heute wird in in der Zukunft erhoffte Erfolge investiert, wobei die, welche da investieren mangels Durchblick den Gurus des Zukünfigen glauben müssen, glauben müssen, dass die wissen wovon sie reden. Völlig irrational das Ganze, aber die Angst am Ende nicht vorne mit dabei zu sein scheint bei vielen das Denken zu beherrschen.

    Dann gibt es aber auch so kleine "Mogelpackungen", bei denen ich mir persönlich denken würde, dass das auf Dauer keinen Bestand haben kann. Gutscheine.de z. B. müsste eigentlich rabatte.de oder preisnachlass.de heissen.

    >> Wenn da nicht immer neue Gewinne und immer mehr gemacht werden, hauen die Aktionäre und Kapitalgeber ab.

    Wäre ja schön, wenn es so wäre, aber die, welche Gewinne machen kann man ja auch an einer Hand abzählen. Der Rest kriegt Geld auf die Hoffung auf Gewinne. Siehe die Samwers, die kriegen doch auch nichts wirklich auf die Reihe. Gut, für sie selbst dürfte es sich mittlerweile gerechnet haben, aber sonst? Blendwerk, in meinen Augen nichts als kleine Münchhausen, mit der Gabe dumme Milliardäre zu begeistern, mit grossen Worten und hübschen Blondinen, die auch mal über Nacht bleiben. Das Schema der Rattenfänger ist seit Jahrhunderten dasselbe und Milliardäre sind auch nicht intelligenter als der durchschnittliche Kleinwohlhabende.

    Nichts was man regional besser machen kann wird überleben, absolut überbewertete Klitschen wie Uber, Airbnb etc werden auf die Grösse schrumpfen die ihnen zusteht und am Ende sehr klein sein. Aber wie schon einmal gesagt: Die Initiatoren werden dann saniert sein.

    Das ganze momentane Szenario zeigt nur, dass viel zu viel Kapital unterwegs ist und einen Hafen sucht und nicht weiss, wo es anlegen soll. Es ist nicht nur die Gier, es ist auch die Angst etwas zu verpassen. Die EZB tut ein Übriges, indem sie völlig planlos immer mehr Kapital in den Markt pumpt, welches dann bei denen landet die eh Geld kotzen und scheissen könnten. Mal jeweils 100 Millionen in kleinen Scheinen über jeder Stadt in Europa mit mehr als 100 000 Einwohnern abwerfen würde da mehr bringen, für den kleinen Mann und auch die Wirtschaft, aber den "kleinen Mann" hat ja keiner auf der Strichliste. Der muss sich erst in der Masse agressiv bemerkbar machen, um Beachtung zu finden.

    Egal wo man im Moment hinsieht, egal in welche Ecke man leuchtet, überall Dekadenz und Fäulnis. Alle ehemals grossen Kulturen auf diesem Erdball gingen kaputt, wenn die Dekadenz überhand nahm und an diesem Punkt ist die "westliche Welt" mittlerweile.

    Naja, bei dem was Du da an neuem im Fernsehen siehst handelt es sich in der Mehrzahl der Fälle um Beteiligungen der Sender an den Startups, Werbung gegen Beteiligung. Ist ja nicht verkehrt, auch wenn nur wenige neue Startups eine Chance haben dürften. Aber auch wenn sie irgendwann die Schotten wieder dichtmachen, bis dahin knabbern sie etwas vom Umsatz der anderen ab.

    Jo, klar. Aber was da gezahlt wird, wer sich mit Milliarden wo einkauft ist nach meiner Meinung absolut nicht mehr realistisch.

    Während immer mehr und immer schneller neue "Startups" hinzukommen, gehen in denselben Ecken die ersten kaputt.

    Siehe > *** Link veraltet ***

    Die sind auch platt.

    Ist in meiner Ecke auch so. Von meinen Konkurrenten der Jahre 2001, 2002, 2003 ist auch keiner mehr im Markt, es wachsen seitdem bis heute ständig neue nach, die dann auch wieder irgendwann kaputtgehen. So geht das jetzt schon seit fast zwei Jahrzehnten. Einer der 2003/2004 richtig viel Geld in die Hand nahm und jahrlang der Platzhirsch schien ist mittlerweile auch ausgestiegen. Die haben mit Sicherheit über viele Jahre ein Vielfaches von meinem Umsatz gemacht, trotzdem haben sie aufgeben müssen.

    Die schätzen alle den Markt falsch ein und gehen viel zu dick dran. Es wird nicht mehr vernünftig aufgebaut, es wird versucht dort einzusteigen wo man wäre, hätte man vernünftig aufgebaut.

    Mit meiner Erfahrung konnte ich der Versuchung widerstehen mir "hochmotivierte" Teilhaber mit "hockfliegenden" Plänen ins Haus zu holen, die mir das "Sagen" abgekauft hätten. Ich hab lieber "kleinklein" weitergemacht und bis heute überlebt. Möglicherweise bin ich der einzige in meiner Ecke der immer schwarze Zahlen geschrieben hat, keine grossen, aber schwarze.

    Und aus Erfahrung weiss ich auch: Im Grossen ist es wie im Kleinen, in allen Bereichen. Wer das verinnerlicht lässt sich dann z. B. auch nicht mehr so schnell von grossen Zahlen beeindrucken.

    Jo, das ist sicher richtig Lunte, aber der Preis; 60, 70,80 Dollar für jeden registrierten Benutzer? Rechnet man das auf aktive Benutzer um wirds utopisch.

    Nach meinen Beobachtungen ist bei diesen ganzen spezialisierten Netzwerken längst die Luft raus, der Hype überall dabeisein zu müssen ist vorbei.

    Nicht die nächste Blase Alex, immer noch diesselbe Blase, die unbestimmte Angst ins Hintertreffen zu gelangen treibt die Preise ins Unrealistische. Siehe im Moment einige Engagements von deutschen Autobauern, die zahlen im Moment auch Millionen für Totgeburten.

    Siehe FB, wennde Dich da mal mit einer Emailadresse angemeldet hast wirste die nicht mehr los, Scheisshausfliegen sind da weniger lästig und penetrant. Will MS jetzt die wahrscheinlich 350 Millioenen mittlerweile bei Linkedin inaktiven Nutzer mit Mails penetrieren, um sie zu reaktivieren? Das wird nicht klappen.

    Die einzigen die von solchen Portalen profitieren sind die Betreiber, nach der Devise sehr viel sehr wenig macht für uns auch viel oder zumindest genug zum Leben. Wieviele Einzelne verdienen denn z. B. über Sedo Geld? Ich denke, dass man die an zwei Händen abzählen kann. Hood verdient an den Pfennigbeträgen welche die einzelnen Anbieter verdienen, Hood der Billigstheimer, das Auktonshaus mit dem Jesusschlappenimage ist so tot wie ein Portal nur tot sein kann, jedenfalls aus Sicht derer die dort zwei, dreimal im Jahr was für kleineres Geld als bei Ebay verkaufen, für die Betreiber scheint es aber noch zu reichen den Kühlschrank füllen zu können.

    Das Internet ist die Seuche, die Fantasielosen lauern auf jede neue Idee Innovativer und kopieren sofort. Im Moment vermehren sich die "Vermittlungsseiten" von Reisen, Hotelzimmern, Ferienwohnungen etc schneller als die Flöhe auf meinem Köter, gleiches gilt für "Heimservices" jeder Art, die glauben mit immer bekloppteren Angeboten im Markt bestehen zu können. Wo ich hinsehe: Nur Scheisse und Schwachsinn mit einigen Ausnahmen wie z. B. Flakoni oder Eis.

    Gilt auch für meinen Bereich, dessen "Erfinder" (Erfinder ist natürlich Quatsch, ich war der erste der lediglich auf die Idee gekommen ist) ich bin. Alles was ich gemacht habe wurde kopiert, die Kapitalkrätfigen waren natürlich im Vorteil. Der Kuchen wurde mit den Jahren immer grösser, gleichzeitig ging mein Umsatz kontinuierlich zurück und geht immer noch zurück, weil immer mehr kopierende Luschen mitfressen wollen. Aber jeder beisst halt ein kleines Stück ab und auch wenn es denen nicht zum Leben reicht, auch hier macht viel wenig viel, wenn viel wenig meinem Umsatz entsprechend reduziert.

    Und wie bei mir im Kleinen ist es auch im Grossen.

    Jo, good, klar, wenn Du es so im ganz Grossen siehst hast Du sicherlich nicht unrecht. Ich zähle die meisten dieser Sprechpuppen mit Sprachausbildung, von der jede meint mit einer "kleinen" Anmerkung z. B. i.M. die AfD oder CSU bashen zu müssen, nicht zur Presse, ich zähle sie nicht einmal zu den viertklassigen Boulevardjournalisten.

    Auch viele Kommentatoren von "seriösen" Publikationen kann man nicht wirklich ernstnehmen. Die müssen was schreiben um Geld zu verdienen und da hocken sie sich halt hin und überlegen sich, was man noch Schlaues zu einem Thema hinzufügen (ich vermeide hier "beitragen") könnte, Gedanken hinzufügen zu können, die noch keiner gedacht hat und da kommt halt oft der abstruseste Scheiss raus.

    Siehe z. B. im Moment auch die Kommentare zum Thema Gina Lisa. Da wird über ein Video diskutiert, dass sich angeblich keiner ansehen will und wollte, da wird ein Gericht plattgemacht, welches sich mit grosser Wahrscheinlichkeit auf ein Gutachten verlassen hat, welches die Verabreichung von KO-Tropfen ausschliesst. Ich denke, dass es da schon "Experten" gibt, die beurteilen können, wie sich KO-Torpfen auswirken und in einem Verhalten zeigen. Und jetzt sollen kaum zu definierende Straftatbestände genauest benannt werden, Strafen erhöht werden. Wieder mal, obwohl es ausreichen würde jetzt bereits vorhandene Strafmasse mehr auszuschöpfen.

    Und was wird am Ende rauskommen? Nichts anderes als bisher: Glaubwürdigkeitsgutachten.

    Und im Falle dieser Gina Lisa hat ihr Anwalt es wohl versäumt oder vergessen ein solches anzuleiern. Oder auch nicht. Wer weiss das schon.