Und manchmal gibt es bei dieser Debatte doch noch was zu schmunzeln, wie gerade eben, als ich das gelesen habe:
>> Man wird sehen, wie das aufgeklärte Deutschland reagiert, wenn das neue Eckensteher-Milieu die inneren Großstädte erreicht.
https://beispiel.rocks/beispiel.rocks/www.spiegel.de/politik/deutsc...a-1056364.html
Dieses "Eckensteher-Milieu", ist für mich schon so normal, dass ich es schon gar nicht mehr in meine Überlegungen miteinbezogen habe, denn gesehen hab ich es in allen Ländern, in denen ich längere Zeit gelebt habe. In den inneren Grossstädten tritt es weniger auf (und fällt auch nicht so auf, u. a. auch weil die Bürgersteige breiter sind), eher dort zu finden, wo die Innenstädt in die Wohnviertel übergehen und die Bürgersteige schmaler werden.
Im Nebeneinander in der Gesellschaft trifft man sich halt mit "Gleichgesinnten" irgendwo an irgendeiner Ecke oder einem öffentlichen Platz, was aber zur Folge hat, dass diese Räume für andere zur Gefahrenzone aufsteigen, um die "man" lieber einen Bogen macht, wobei ich mich in dieses "man" miteinbeziehe.
Neu an dieser "Eckensteherei" ist, z. B. hier, dass dies nun auch in kleinen und kleinsten Orten zu finden ist und dort natürlich viel mehr irgendwie als difuse "Bedrohung" wahrgenommen wird.
Und gestern gab es bei ARD oder ZDF ein ziemlich gefühlsdusseliges Deutschlandbild, dass uns aus dem Augen von Ausländern gesehen ein Bild von Deutschland als tollstes Land auf diesem Globus vermitteln sollte. Aber auch hier: Wohl nicht gewollte Situationskomik. Es wurde ein "Einwanderer" (ich glaube aus dem Irak) begleitet, keine Fremdsprachenkenntnisse, er hoffte in Deutschland "weiterstudieren" und in Deutschland promovieren zu können.
Gut, er wurde einer Aufnahmestelle zugewiesen, am Empfang freundlich empfangen, von einer Dame, deren Deutsch nicht auf Muttersprache hinwies. Dieses holprige Deutsch wurde dann von einem Dometscher in (wahrscheinlich) arabisch übersetzt und sein erster Wunsch, den er äusserte: "Er wollte eine eigene Wohnung für sich allein", woraufhin er von einem wahrscheinlich Schwarzafrikaner, der ein halbwegs gutes Deutsch sprach, mehr oder weniger zurechtgestutzt wurde, dass er froh sein solle, hier unterkommen zu können, auch wenn er hier keine eigene Wohnung für sich allein hätte, weil er "HIER" die Hilfe finden würde, ohne die er sich in Deutschland gar nicht zurechtfinden würde. Dann wurde ihm seine zukünftige Bleibe im Haus gezeigt, ein (zugegeben recht nüchterner Raum) mit zwei Betten und Spinden. Seine Begeisterung hielt sich arg in Grenzen.
Und eine andere Einstellung: Da versuchte ein Araber anderen Arabern klar zu machen, dass man in Deutschland nicht einfach alles was man in der Hand hat einfach auf den Boden fallen lassen kann, Kippen nicht einfach auf die Strasse schnippen kann, woraufhin einer dann fragte: "Soll das jetzt heissen, dass wir in unserer Heimat alles falsch gemacht haben?"
So, jetzt erklär dem mal, dass in Deutschland eine Frau die z. B. mehr als Knöchel zeigt, nicht automatisch eine Hure ist. Und erklär ihm weiter, dass es in Deutschland auch normal ist, dass seine Frau, auch wenn nicht viel von ihr zu sehen ist, auch von anderen Männern angesehen wird.

Ist mir gerade eingefallen, ist schon etwas her, da hat mir ein Marokkaner, der hier schon lange lebt, sich wirklich gut integriert hat und die Sprache perfekt spricht zu seiner ersten Zeit in Spanien folgendes gesagt: "Ich bin hier die ersten Monate den ganzen Tag mit einem Steifen in der Hose rumgelaufen, ich hab das fast nicht ausgehalten, was ich da ständig an schönen "unbekleideten" wunderhübschen Frauen gesehen hab".