>> rechtlich aber eher nicht angreifbar.
So wie Syno es schildert düfte es wegen des Verstosses gegen das Antidiskreminierungsgesetz rechlich relevant sein. Und da es in der Zeitung stand hätte möglicherweise die Staatsanwaltschaft Ermittlungen aufnehmen müssen. Ich hab mal kurz geguckt, aber nichts dazu gefunden, ob ein Verstoss gegen das Antidiskreminierungsgesetz ein Offizialdelikt ist.
Und ganz sicher ist es auch nicht so, dass diese Dumpfbacken alle aus dem rechten Lager kommen. Ganz perfide ist die Diskrepanz zwischen Worten und Taten, die Betonung, dass es ja nur gegen Wirtschaftsflüchtlinge, Schmarotzer, Schieler auf Sozialhilfe geht, wenn sie dann aber mit den Menschen direkt konfrontiert sind wird nicht mehr unterschieden. Wie denn auch? Einem Menschen sind die Gründe, warum er z. B. nach Deutschland kommt nicht auf die Stirn geschrieben. Für die einen ist das ein Grund sich zu mässigen, für andere noch mehr aufzutrumpfen: '"Wenn alle draussenbleiben, bleiben damit dann auch die '"Schmarotzer" draussen.
Gut, kann man ja alles noch irgendwie, verbal geäussert, als Meinung durchgehen lassen, wenn es in der Wortwahl nicht so ausartet, wie dieser verurteilte Typ, um den es in diesem Fred geht.
Was aber gar nicht geht, sind diese zunehmenden Tägigkeiten im grösseren Rahmen, Pauschalverurteilungen und Einzelaktionen, wie die von Syno geschilderte, die ja wohl auf purem Rassismus und Vorurteilen beruhte. Da genügt nämlich ein kleiner Funken, z. B. "Gegenwehr" des Opfers und es brennt, "Protestierende" verwandeln sich von einer Sekunde zu anderen in blinden Mob.
Die Fehler sind aber auch bei den Politikern, auch den regionalen, zu suchen. Sie erklären ihren Leuten nicht, warum was aktuell nur gemacht werden kann, sie erklären ihren Leuten nicht, dass es nicht als Dauerzustand geplant ist, von dem viele wohl fürchten, dass es einer bleiben wird. Und sie verhindern nicht, dass es da einige gibt, für die Flüchtlinge ein erträgliches Geschäft sind, das den deutschen Staat richtig, zuviel Geld kostet. An diesem Missbrauch sind natürlich auch die Flüchtlinge schuld: Gäbe es sie nicht, gäbe es auch diesen Missbrauch nicht". So einfach machen es sich viele halt. Leerstehende Wohnung zu "beschlagnahmen", was möglich ist und für "reinrassige" Deutsche auch schonmal gemacht wird, trauen sich die Politiker und Verantwortlichen nicht, weil sie den Volkszorn fürchten. Gut, ob es was bringen würde ist auch wieder fraglich, wenn dann vor jeder Haustür ein Polizist platziert werden müsste.
Wie ich das sehe, ist die Angst vor Überfremdung nirgendwo so stark ausgeprägt wie in Deutschland. Keine Ahnung warum, vielleicht liegt es daran, dass Deutschland in der Vergangenheit seine Kolonien weitab von Deutschland betrieb und der normale Deutsche in Deutschland nicht mit den "Kanaken" in diesen Kolonien in Berührung kam. Algerier in Frankreich, Marrokaner in Spanien gehören dort seit jeher zum Strassenbild, ebenso Gitanos, wie die Roma sich in Spaniern nennen. Auch in Holland leben viele Farbige aus deren früheren Kolonien dort seit ewigen Zeiten als ganz normale Bürger mit holländischem Pass. Sie sind der Puffer, der die Überfremdungsangst reduziert. In diesen Ländern sind Fremde keine rätselhaften Exoten, vor denen man wirklich pauschal Angst haben muss.
Das Bild der Deutschen nach aussen verschlechtert sich im Moment rapide. Die anderen Länder in Europa haben diesselben Probleme. Ungarn baut gerade meterhohe Zäune, Spanien hat sie bereits vor langer Zeit in Marroko gebaut, aber in den Ländern selbst geht niemand so brutal gegen hilflose Menschen vor, wie das in Deutschland der Fall ist. Selbst die rabiaten Franzosen zeigen sich oben am Tunnel sehr gemässigt.