>> Für mich ist das eine ganz miese Politik von diesem Tsipras. Das ist Kalkül, mehr nicht, in der Hoffnung, dass die EU darauf reinfällt und weiter zahlt.
Das interpretiere ich aus den Anläufen der letzten Monate ganz anders Syno, Deine Meinung entspricht sehr dem vereinfachenden Populismus mit dem sich die EU-Häuptlinge ihrer Verantwortung, dem Scheiss, den sie in den letzten Jahren gebaut haben, zu entziehen versuchen. Lanciertes Fazit: Die faulen Griechen wollen weiter auf unsere Kosten leben. Bildzeitungsniveua. Dass das völliger Quatsch ist zeigen die Milliardenzahlungen, welche sie in den letzten Monate geleistet haben, obwohl sie mit dem Arsch an der Wand stehen.
Genauso dieser völlige Quatsch, die Argumentation: "Sie müssen leistungsfähiger werden". Gegenüber wem? Gegenüber denen, die schon auch schon an die Grenzen der machbaren Leistungsfähgkeit gelangt sind? Also noch leistungsfähiger als leistungsfähig? Und jeder der es schafft im Wettbewerb leistungsfähiger zu werden, nimmt einem bisher Leistungsfähigen Ressourcen weg. Innerhalb der EU leistungsfähiger zu werden bedeutet nichts anderes als einen anderen der EU-Zone zu schwächen.
Also bliebe nur ein Mehrwert, wenn eine Leistungssteigerung sich nach ausserhalb der EU ausrichten könnte. Das versuchen z. B. die USA gerade mittels Ttip zu verhindern, uns sollen die schlechteren Standards der Amis aufs Auge gedrückt werden.
Die Argumtation: "Die Griechen...., und das schon immer!" ist mir einfach zu billig und populistisch. Mag ja sogar sein, dass das bis Ende 2014 gestimmt hat (woran ich aber auch erhebliche Zweifel hab), aber seit Januar haben sie eine neue Regierung, die offenbar alles dafür tun will die noch mehr in den Abgrund führende Schuldenspirale zu stoppen. Und das finde ich in Ordung, auch wenn der Preis das ist, was Du Syno "miese Politik" nennst, woraus ich im Umkehrschluss folgere, dass Du das was unsere Hauptlinge treiben dann ja wohl in Ordnung findest.
Wer würde sich denn hier zutrauen einen Konzern wie VW oder Siemens kurzfristig zu sanieren und noch wettbewerbsfähiger zu machen? Mal ehrlich. Hände hoch.
Keiner? Klar doch, ich auch nicht. Aber, dass ein ganzes Land, gegen den Widerstand der gesamten Geldelite dort, innerhalb kurzer Zeit saniert werden kann wird trotzdem für möglich gehalten. Soweit geht die eigene Einschätzung dann doch.
Warum hat unsere Seite den Vorschlag: "Schuldenstreckung und dafür kein neues Geld mehr" nicht mal aufgenommen? Nach meinem Dafürhalten, von allen jetzt drohenden schlechten Szenarien das wohl beste. Warum wurde nicht gesagt: "Ok, es wird gestreckt, es gibt kein neues Geld, macht mal und in ein zwei Jahren wissen wir mehr." Gestreckte Schulden sind immer noch besser als Forderungen die sofort abgeschrieben werden müssen. Altes Bankenprinzip, mit denen sich auch jetzt noch in Europa viele Banken ihre Bilanzen schönschreiben.
Kleingeistige Bürokraten- und Juristenlogig: Verträge sind einzuhalten. "Und wennde keine Kohle mehr hast Deine Bank zu bedienen, musste halt ne andere überfallen, wenn Du das Geld nicht in Deiner Familie oder Deinem Freundeskreis auftreiben kannst.
Es ist nunmal so, die Wirtschaftsleistung innerhalb der EU ist grass unterschiedlich, das war schon immer so und wird auch immer so bleiben. Das ist ungefähr so, als würden bei Olympia manche zum 100-Meterlauf barfuss antreten, während andere mit Addidas-Spikes unterwegs sind. Der Euro hat nun aber alles gleichgemacht, er ist für Deutschland zu schwach (und damit gut für die Exporte Deutschlands) und für die anderen zu stark, was deren Exporte verteuerte, wenn sie denn überhaupt etwas zum Exportieren haben und sich nicht nur die dortigen inländischen Preise ständig erhöhen. Das hätte von Anfang an bedacht werden und eine Abfederung zum Ausgleich eingebaut werden müssen, so, wie KAW das auch schon sagte, nach dem Vorbild des Länderfinanzausgleiches in Deutschland. Das wurde, aus wahrscheinlich sehr gut durchdachten Gründen nicht gemacht und wird auch nicht mehr gemacht werden können, weil in der EU alles nur mit den Stimmen aller (genauso ein Schwachsinn) gemacht werden kann. Und Deutschland wird auf so einen "Finanzausgleich" auf keinen Fall abnicken.
Ich hab das schon mehrmals gesagt: Griechenland (und auch einge andere, eigentlich die meisten Nachkömmlinge) hätten erst gar nicht in die EU und den EURO aufgenommen werden dürfen. Aber sie sind nunmal drin, es ist schiefgelaufen wie es schiefgelaufen ist und es läuft immer noch so lange schief, bis mal einer die Reissleine zieht. Und wenn das jetzt aktuell Griechenland sein sollte, soll es in Ordnung sein. Diese Debatte und das Theater, welches nun seit Monaten läuft zeigt überdeutlich wie krank und anfällig dieses in der Vergangenheit aufgebaute Geflecht ist. 10 Millionen Griechen drohen die Weltwirtschaft in den Abgrund zu ziehen. Eigentlich lächerlich. Ob das nun so ist oder so sein könnte ist völlig unklar, aber schon allein die Mutmassung, dass es so sein könnte zeigt welche Dilettanten da seit Jahren am Werk sind, nirgendwo sind Sicherungen eingebaut, die einen Dominoeffekt unmöglich machen würden.
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>> Die griechischen Banken hatten genug Geld, da hätte es für den kleinen Bürger keine Probleme gegeben. Aber die großen und reichen, die ziehen ihr Geld ja raus und das ist das eigentlich Problem, das nie angegangen wurde.

Wenn die Banken genug Geld haben geht es dann den "kleinen Bürgern" auch gut?
Wo ist dieses Wunderland Syno. Da will ich hin.
Dass die Reichen ihr Geld rausschaffen ist doch grundsätzlich mal ihr gutes Recht, wie es auch das gute Recht der "Kleinen" ist ihre paar Kröten unters Kopfkissen zu legen. Würde ich, wäre ich in Griechenland, jetzt auch machen. Aber was jahrelang an grossem Geld aus Griechenland rausging, kann ja wohl kaum den Neuen in Griechenland angelastet werden. Es ist nicht Sache des Bürgers Vertrauen in die Währung zu haben, sondern Pflicht der Geldhersteller für Vertrauen in ihr Geld zu sorgen. Und in Europa haben nicht nur die einzelnen Ländern diese Verpflichtung, sondern wegen des Euros die Gesamtschaft der EU, was ja schon mal ein guter Anfang für eine Solidargemeinschaft wäre, wennse wenigsten dafür sorgen könnten.
Warum garatieren die EU-Finanzminister der griechischen Bevölkerung nicht, dass ihr Buchgeld, das, was als Euro auf den Konten liegt, auch Euro bleiben wird, auch wenn Griechenland aus dem Euro rausgehen sollte. Warum sagen sie den Griechen nicht: "Du kannst auch weiterhin mit Deinen Euros auf Deinem Konto im Ausland per Überweisung einkaufen, auf ein Auslandskonto überweisen, kannst im Inland auch gegen Drachmen tauschen und dabei einen schönen Kursgewinn einfahren. Damit könnten wohl alle leben, die Griechen würden ihre Konten wohl sehr viel weniger plündern. Papiergeld ist nämlich ein weiterer Schwachpunkt des länderübergreifenden Euro, das kann in keinem Land über nacht wertlos gemacht werden, im Gegensatz zu Buchgeld. Möglicherweise ist das auch die Motivation für die aufkommende Kampagne, dass Bargeld abgeschafft werden soll.
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Und vonwegen Kapitalverkehr beschränken, damit kriegt man nur Unwissenden. Hier haben in so einer investigativen Sendung einige unkenntlich Gemachte mal erklärt wie das mit dem Ausserlandschaffen des Geldes z. B. auf Schweizer Banken funktioniert.
Wenn die Summe gross genug ist, rufste bei der Schweizer Bank an. Dann kommt ein Mitarbeiter vorbei, nimmt den Geldkoffer mit und zahlt die Kohle dann bei seiner Filiale der Schweizer Bank im Land auf einen Fantasienamen wie "Aschenputtel" ein und die Filiale überweist dann intern die Kohle an die Mutter in der Schweiz. Und wennde jetzt Geschäfte mit einem anderen Kunden dieser Schweizer Bank machen willst, z. B. mit "Hänsjenklein", gibtse einfach die Anweisung, dass vom Konto "Aschenputtel" eine Summe X auf das Konto "Hänsjenklein" transferiert werde soll. Ebenso funktioniert das mit Banken exotischer Länder, die im Land nicht mehr als einen Briefkasten haben.
Auch die Juden haben so ein nicht knackbares "privates" Zahlungssystem. Du gehst z. B. in NY zu einem "Banker" und sagst, dass jemand in Deutschland eine Summe X ausgezahlt werden soll. Geld geht aus den USA erst gar nicht raus, was rausgeht ist ein Anruf nach Deutschland an einen anderen "Bänker", der die Summe dann auszahlt. Verrechnet wird auf Vertrauensbasis unter den "Bänkern", Kontostände können auf einem Blatt Klopapier festgehalten werden. Es funktioniert alles auf der Vertrauensbasis, dass Guthaben immer Guthaben bleiben, auf die jederzeit überall indirekt zugegriffen werden kann.