Beiträge von cura

    Ich glaube nicht mal das dieser Gysi seine Reden gross schreiben muss, der macht sich höchstens Stichworte, damit er nichts vergisst. Bei dem merkt man auch, dass er weiss wovon er redet, während andere sich Gedanken drum machen, wie sie es schaffen unangenehme Fragen zu umgehen, um der Parteilinie treu zu bleiben. Das ist ja manchmal ein Rumgeeire von Kauder, Altmeier und Co. Viel reden, nichts sagen. Oft nur reiner Populismus.

    Der Gysi ist ein guter Kopf. Überhaupt haben die Linken einige klare Köpfe in ihren Reihen.

    Ich fürchte, dass die Neuen in Griechenland es nicht schaffen und bald weg sind. Die haben sämtliche EU-Politiker gegen sich, ebenso die Bagage, die in Griechenland alles beim Alten lassen will und so ein klein wenig habe ich das Gefühl, dass die sich im Moment zusammentun. Dem kleinen Mann auf der Strasse, der bisher den Rückhalt gegeben hat, ist letztendlich das Hemd auch näher als die Hose. Dem wird ja jetzt schon von innen und aussen klar gemacht: Entweder das bisschen was Du jetzt hast oder vielleicht demnächst gar nichts mehr.

    Was mir bis jetzt immer noch nicht so klar ist: Wer für das Schliessen der Banken in Griechenland letztendlich wirklich verantwortlich zeichnet.

    Jo Guppy, is auch klar, dieser Jorgo Chatzimarkakis, der ist ja der Meinung, dass die jetzige Regierung dort einfach entmachtet werden sollte. Und auch klar, wer dann der beste Mann für den Posten des Chefs einer neuen Regierung wäre: ER.

    Der kriegt in Deutschland nichts mehr auf die Reihe, in Griechenland ist er mit einer neuen Partei auch schon gescheitert, jetzt nutzt er die Gunst der Stunde und macht sich als "Griechenlandkenner" überall wichtig. Der kommt aus der FDP, das sollte man bei allem was der sagt mal im Hinterkopf behalten. Welche Interessen die FDP schon immer vertrat dürfte ja noch hinlänglich bekannt sein. [h=1][/h]

    Jo, is klar.

    Bei einer simpleln Fragestellung "EU und Euro - Ja oder Nein" würde in Europa wahrscheinlich die Mehrheit JA zur EU und dem Euro sagen. Die Frage, ob es zwischen den Staaten dann auch sowas wie Solidarität geben sollte, würde wahrscheinlich dann auch noch von einer Mehrheit mit JA beantwortet. Bei der Frage, ob diese Solidarität dann auch was kosten darf, kämen dann schon die ersten arg ins Grübeln.

    Und klar Guppy, die wollen die in Griechenland weghaben. Wo kämen wir denn da hin, wenn "extreme" Linke und Rechte erst an ihr Volk und erst dann an die Märkte denken. Die wollen ihre alten Verhandlungspartner zurück mit denen sie abends essen oder ins Bordell gehen können.

    Ich kann das mittlerweile schon nicht mehr hören: "Die Börse reagierte gelassen", "Die Märkte sind verunsichert". Ich reagiere manchmal auch gelassen oder bin verunsichert, andere hier wahrscheinlich auch, auch die Mehrheit der Menschen dürfte manchmal verunsichert sein. Dafür interessiert sich aber keiner. Wichtig ist nur wie die Märkte reagieren.

    Ich kann unter dem von Dir eingestellte Link nichts zu Gysi finden Guppy. Aber was der dazu sagt, kann ich mir ungefähr vorstellen.

    Aber bei dem Kasperletheater welches sich BEIDE Seiten seit Wochen und Monaten abhalten kommt es jetzt darauf wahrscheinlich auch nicht mehr an. "Das versteht doch kein Mensch" war mein erster Gedanke, als ich den Votumstext zu erstenmal gesehen habe.

    Und ein Gedanke eben war: "Müssen wir jetzt alle bis zur Perfektion Englisch lernen?". Da wird extra ne DE-Seite erstellt und die Dokumente sind dann doch in englisch eingestellt > *** Link veraltet *** und das englische Dokument ist auch noch gespickt mit Abkürzungen, von denen ebenfalls kein Mensch weiss was gemeint sein könnte. Ich würde mal vermuten, dass die Mehrheit der beteiligten europäischen Politiker mit den englischen Dokumenten auch nicht klarkommt.

    Es dürfte also nicht nur so sein, dass die Mehrheit der Griechen am Sonntag nicht weiss zu was genau sie abstimmen soll. Das dürfte auch für die Mehrheit in den übrigen EU-Ländern gelten, dass die nicht wissen, worüber genau eigentlich die Griechen abstimmen sollen.

    Das Geschiebe und Gezerre der letzten Zeit hat aber krass sichtbar gemacht, dass die EU und der Euro auf unvollendetem Stückwerk aufgebaut sind. Das geht schon los mit so profanen, schwachsinnigen Bestimmungen wie der Einstimmigkeit. Das stelle man sich mal in einer Hauseigentümergemeinschaft vor: Alles geht nur einstimmig, auch die müssten zustimmen die den Nachteil haben. Schon bald wäre an den Trümmerbauten im Strassenbild zu erkennen wo Eigentümergemeinschaften residieren.

    Er wieder, der Herr Zuckermann, der durch eine Verkettung glücklicher Umstände zum Milliärdär wurde. Aber ist man erstmal Milliadär ist man damit auch automatisch wichtig. Jedenfalls in den Augen der meisten. Tscha, Geld macht aus Hässlichen schöne Menschen, aus Idioten Intelligenzbestien, aus Dummschwätzern gefragte Diskussionsteilnehmer. Jedenfalls in den Augen der meisten.

    https://beispiel.rocks/beispiel.rocks/www.spiegel.de/netzwelt/web/f...a-1041522.html

    Und wenn sich fünf Jahren alle seine Visionen erfüllt hätten, würde einer garantiert nicht mitmachen: Er selbst. Was ja ein wenig dafür spricht, dass er nicht ganz so blöd ist wie er manchmal rüberkommt. Aber vielleicht ist er auch nur gut beraten oder hört auf seine Frau Gemahlin.

    Schwer zu glauben, dass das alles gewesen sein soll worüber eine Einigung gesucht und nicht gefunden wurde. Ich sehe in der Liste eigentlich nur einen Posten über den sich nicht verglichen werden könnte, weil es da nur ein Ja oder Nein geben kann: Die Privatisierung des Stromanbieters, welche von den Griechen abgelehnt wird. Der Rest ist mehr oder weniger Kikkifax.

    Auch lesenswert: *** Link veraltet ***

    Ich bin immer froh von jemand mal irgendwas zu lesen oder zu hören, bei dem ich nicht aus dem Gesagten herauszuhören versuchen muss, ob er vielleicht nicht ein Lobbyist von irgendjemandem ist.

    Upps:

    Artikel 352 AEUV

    EU könnte Griechenland mit „Panik-Paragraph“ zu Gehorsam zwingen

    Aber dazu müsste von der eigentlich zwingend vorgeschriebenen einstimmigen Zustimmung aller, auch Griechenland, abgewichen werden. Aber das würden die schon schaffen. Am Freitag habense ja auch, entgegen der EU-Vorschriften, ohne Griechenland beschlossen.

    *** Link veraltet ***

    Jo, dann sollense das mal versuchen, das könnte es dann für die EU endgültig gewesen sein.

    Doll, wie sich mein Allgemeinwissen im Moment mehrt.

    Jo, denke ich schon KAW, weil der Sachverhalt sooo kompliziert nicht ist, er wird nur immer aus Wichtigtuerei und um zu Verschleiern unnötig verkompliziert.

    Die Griechen werden ihre Schulden nie mehr zurückzahlen können, ebenso wie auch die sonstigen EU-Länder, einschliesslich Deutschland. Die schwarze Null, auf die Schäuble so stolz ist, heisst ja nur, dass Deutschland keine neuen Kredite aufnehmen muss, um den Staatshaushalt zu finanzieren, wobei zum Staatshaushalt auch die fälligen Zinsen zählen, die auf die Schulden Deutschlands gezahlt werden müssen. Es werden ja keine Schulden getilgt, sondern, ebenso wie das in Griechland seit Jahren geht, alte Schulden dadurch getilgt, dass dafür neue gemacht werden.

    Problematisch wirds erst, wenn die Zinsen und Zinseszinsen nicht mehr gezahlt werden können, weil dann keiner mehr Geld gibt für neue Schulden. Und an dem Punkt sind die Griechen schon seit langem: Sie können nicht mal mehr die Zinsen und Zinseszinsen bezahlen. Es ist so, als würde man bei einem mausetoten Patienten sagen: "Naja, ganz ist die Hoffnung noch nicht verloren, solange die Herzlungenmaschine noch Luft in seine Lungen drückt und Bewegung in der Leiche ist."

    Die Griechen haben die letzten Jahre zwar noch gezahlt, aber das waren zum einem neue Kredite und zum anderen Geld das dem Geldkreislauf dort entzogen wurde, indem Löhne, Renten etc gekürzt wurden, was letztendlich das bisschen Wirtschaft dort fast endgültig zum Erliegen brachte. Klar, Geld, dasse in die Wirtschaft pumpen konnten, um die Konjunktur in Schwung zu bringen war auch keines mehr da. Die Griechen können ja nicht mal mehr die EU-Subventionen abrufen, mit denen die Wirtschaft auch belebt werden könnte, weil sie den Eigenkapitalanteil von 15% nicht aufbringen können.

    Das andere Extrembeispiel ist Deutschland. Rekordeinnahmen bei den Steuern, niedrige Arbeitslosenzahlen, also extrem viel weniger Sozialausgaben, ein sich sebst (mehr oder weniger) finanzierendes Gesundheitssystem und dann lediglich eine auch noch getrickste schwarze Null, die in Wirklichkeit immer noch ein rotes Minus ist, zwar kein gewaltiges rotes Minus, aber halt ein rotes Minus. Heisst: Trotz schwarzer Null, Schuldenreduzierung: Nada.

    An dem Punkt an dem die Griechen seit Jahren sind, befinden sich andere Staaten in der EU auch schon fast. Das wird jetzt nur durch die Hoffnung genährt, dass deren Wirtschaft sich wenigsten so weit erholt, dasse nicht so tief abstürzen wie die Griechen. Aber ausser Hoffnung ist da nicht viel, die Wirklichkeit ist da noch ein gutes Stück von entfernt, weshalb jede kleinste Verbesserung mit einem Freudenfeuer gefeiert wird. "Hurra, es geht nicht weiter abwärts".

    Aber selbst wenn es in diesen Ländern mal wieder aufwärts gehen sollte, bis dass beim "Normalbürger" ankommt würden noch Ewigkeiten vergehen, denn klar, zuerst wird der Staat sich bedienen.

    Ich weiss auch nicht, was diese momentanen Spielchen sollen. Da kommt heute von der EU ein neuer Vorschlag, neue Gespräche mit Griechenland, dafür soll dieser Tsipas aber seine Äusserungen von gesten im griechischen Fernsehen wiederrufen, eine 180grad Kehrtwendung machen, statt Nein nun Ja fordern. Da frage ich mich ernsthaft: "Sind die so blöd oder ist das Absicht?"

    Man mag über die Form wie die Neuen in Griechland das angegangen sind und immer noch angehen streiten, aber, im Prinzip ist das was die machen das einzig Richtige.

    Griechenland ist platt, wird so nie mehr auf die Beine kommen, jeder Euro der jetzt noch reingesteckt wird dient wieder nur den Gläubigern, macht die Schuldenlast der Griechen noch grösser (was den Griechen letztendlich egal sein könnte) und vergrössert das Haftungrisiko der übrigen EU-Länder.

    Der Schrecken ohne Ende, der schon seit Jahren läuft, soll also fortgeführt werden. Die EU, in Verbund mit den anderen Gläubigern will das Ende mit Schrecken aus eigennützigen Gründen so lange als möglich in die Zukunft verschieben. Die Menschen in Griechenland sind denen scheissegal. Jetzt sind es die Griechen, die das Ende mit Schrecken eingeläutet haben und jetzt rennen unsere Häuptlinge kopflos wie aufgeschreckte Hühner durch die Gegend. Es ist halt wie im täglichen Leben: "Wer sich nicht entscheiden kann oder will, für den wird entschieden.

    Es ist aber schon erschreckend was im Moment in den Köpfen so mancher "lupenreiner Demokraten" so vor sich geht.

    Er da:

    Der Politiker Jorgo Chatzimarkakis saß von 2004 bis 2014 für die FDP im Europäischen Parlament. Er besitzt die deutsche und die griechische Staatsbürgerschaft und war bis 2011 Mitglied des Bundesvorstandes der Liberalen. Heute ist er Präsident der Deutsch-Hellenischen Wirtschaftsvereinigung DHW _

    fordert die demokratisch gewählt Adminstration in Griechenland zu entmachten:

    *** Link veraltet ***

    Der nächste Schritt wäre dann wohl in Griechenland Natotruppen einmarschieren zu lassen.

    Ich lese gerade die Kommentare einiger Politiker, die jetzt fassungs- und orientierungslos durch die Gegend laufen. Und klar, die Griechen sind an allem Schuld und das ausnahmslos.

    "Man habe "wirklich Berge versetzt bis zur letzten Minute, als die griechische Regierung die Tür geschlossen hat", sagt Junker jetzt. Sie haben mit den Griechen u. a. um einen Prozentpunkt bei verschiedenen Steuern rumgestritten und das sollen jetzt die versetzten Berge sein. Und wenn das die versetzten Berge sind, wie hätten dann kleine Schritte ausgesehen?

    So, jetzt hat Europa die Scheisse und keiner hat auch nur den geringsten Plan wie damit umgegangen werden könnte. Und jetzt darf auch mal die Frage gestellt werden wer sich wirklich verpokert hat.

    >> So sehe ich das auch, die zahlen derzeit effektiv gar nichts zurück, sie nehmen neue Kredite um alte zu tilgen.

    Dann formulieren wir das mal so um, dass es den tatsächlichen Gegebenheiten entspricht:

    Sie MÜSSEN auch neue Schulden machen, um alte Forderungen bedienen zu können. Es ist ja nicht so, dass die das auf Jux und Tollerei machen.

    Dass das jetzt aber EZB-Gelder sein sollen konnte ich bisher nicht erkennen. Klärt mich da mal bitte auf Jungs.

    Und ich hab das schon zig Mal gesagt: Die Mentalitäten der Nord- und Südstaaten in Europa sind nicht kompatibel und das wurde bis heute nicht bedacht oder gar akzeptiert. Insofern sind die Neuen in Griechenland nach meiner Meinung eigentlich ziemlich fix.

    Ich kenne die Unterschiede und könnte manchmal Feuer spucken oder mit der Faust reinschlagen, weil ich selbst immer wieder mit dem "Schlendrian" ausgebremst werde. Ich kann aber auch nicht sagen, dass das Faulheit ist, das sind sie nämlich nicht. Das ist auch nicht mal bösartig oder bewusst, die sind so und die schaden sich auch selbst damit. Ich sehe das täglich, ich könnte da tausende Beispiele nennen. Ich sehe es und kann es mit meiner mitteleuropäischen Menthalität nicht begreifen, obwohl ich in meinen Erwartungen schon sehr viel moderater geworden bin.

    Dafür bringt aber ihre Menthalität andere positive Sachen mit sich, die den gehetzten Mitteleuropäern leider schon lange verlorgengegangen sind.

    >> Für mich ist das eine ganz miese Politik von diesem Tsipras. Das ist Kalkül, mehr nicht, in der Hoffnung, dass die EU darauf reinfällt und weiter zahlt.

    Das interpretiere ich aus den Anläufen der letzten Monate ganz anders Syno, Deine Meinung entspricht sehr dem vereinfachenden Populismus mit dem sich die EU-Häuptlinge ihrer Verantwortung, dem Scheiss, den sie in den letzten Jahren gebaut haben, zu entziehen versuchen. Lanciertes Fazit: Die faulen Griechen wollen weiter auf unsere Kosten leben. Bildzeitungsniveua. Dass das völliger Quatsch ist zeigen die Milliardenzahlungen, welche sie in den letzten Monate geleistet haben, obwohl sie mit dem Arsch an der Wand stehen.

    Genauso dieser völlige Quatsch, die Argumentation: "Sie müssen leistungsfähiger werden". Gegenüber wem? Gegenüber denen, die schon auch schon an die Grenzen der machbaren Leistungsfähgkeit gelangt sind? Also noch leistungsfähiger als leistungsfähig? Und jeder der es schafft im Wettbewerb leistungsfähiger zu werden, nimmt einem bisher Leistungsfähigen Ressourcen weg. Innerhalb der EU leistungsfähiger zu werden bedeutet nichts anderes als einen anderen der EU-Zone zu schwächen.

    Also bliebe nur ein Mehrwert, wenn eine Leistungssteigerung sich nach ausserhalb der EU ausrichten könnte. Das versuchen z. B. die USA gerade mittels Ttip zu verhindern, uns sollen die schlechteren Standards der Amis aufs Auge gedrückt werden.

    Die Argumtation: "Die Griechen...., und das schon immer!" ist mir einfach zu billig und populistisch. Mag ja sogar sein, dass das bis Ende 2014 gestimmt hat (woran ich aber auch erhebliche Zweifel hab), aber seit Januar haben sie eine neue Regierung, die offenbar alles dafür tun will die noch mehr in den Abgrund führende Schuldenspirale zu stoppen. Und das finde ich in Ordung, auch wenn der Preis das ist, was Du Syno "miese Politik" nennst, woraus ich im Umkehrschluss folgere, dass Du das was unsere Hauptlinge treiben dann ja wohl in Ordnung findest.

    Wer würde sich denn hier zutrauen einen Konzern wie VW oder Siemens kurzfristig zu sanieren und noch wettbewerbsfähiger zu machen? Mal ehrlich. Hände hoch.

    Keiner? Klar doch, ich auch nicht. Aber, dass ein ganzes Land, gegen den Widerstand der gesamten Geldelite dort, innerhalb kurzer Zeit saniert werden kann wird trotzdem für möglich gehalten. Soweit geht die eigene Einschätzung dann doch.

    Warum hat unsere Seite den Vorschlag: "Schuldenstreckung und dafür kein neues Geld mehr" nicht mal aufgenommen? Nach meinem Dafürhalten, von allen jetzt drohenden schlechten Szenarien das wohl beste. Warum wurde nicht gesagt: "Ok, es wird gestreckt, es gibt kein neues Geld, macht mal und in ein zwei Jahren wissen wir mehr." Gestreckte Schulden sind immer noch besser als Forderungen die sofort abgeschrieben werden müssen. Altes Bankenprinzip, mit denen sich auch jetzt noch in Europa viele Banken ihre Bilanzen schönschreiben.

    Kleingeistige Bürokraten- und Juristenlogig: Verträge sind einzuhalten. "Und wennde keine Kohle mehr hast Deine Bank zu bedienen, musste halt ne andere überfallen, wenn Du das Geld nicht in Deiner Familie oder Deinem Freundeskreis auftreiben kannst.

    Es ist nunmal so, die Wirtschaftsleistung innerhalb der EU ist grass unterschiedlich, das war schon immer so und wird auch immer so bleiben. Das ist ungefähr so, als würden bei Olympia manche zum 100-Meterlauf barfuss antreten, während andere mit Addidas-Spikes unterwegs sind. Der Euro hat nun aber alles gleichgemacht, er ist für Deutschland zu schwach (und damit gut für die Exporte Deutschlands) und für die anderen zu stark, was deren Exporte verteuerte, wenn sie denn überhaupt etwas zum Exportieren haben und sich nicht nur die dortigen inländischen Preise ständig erhöhen. Das hätte von Anfang an bedacht werden und eine Abfederung zum Ausgleich eingebaut werden müssen, so, wie KAW das auch schon sagte, nach dem Vorbild des Länderfinanzausgleiches in Deutschland. Das wurde, aus wahrscheinlich sehr gut durchdachten Gründen nicht gemacht und wird auch nicht mehr gemacht werden können, weil in der EU alles nur mit den Stimmen aller (genauso ein Schwachsinn) gemacht werden kann. Und Deutschland wird auf so einen "Finanzausgleich" auf keinen Fall abnicken.

    Ich hab das schon mehrmals gesagt: Griechenland (und auch einge andere, eigentlich die meisten Nachkömmlinge) hätten erst gar nicht in die EU und den EURO aufgenommen werden dürfen. Aber sie sind nunmal drin, es ist schiefgelaufen wie es schiefgelaufen ist und es läuft immer noch so lange schief, bis mal einer die Reissleine zieht. Und wenn das jetzt aktuell Griechenland sein sollte, soll es in Ordnung sein. Diese Debatte und das Theater, welches nun seit Monaten läuft zeigt überdeutlich wie krank und anfällig dieses in der Vergangenheit aufgebaute Geflecht ist. 10 Millionen Griechen drohen die Weltwirtschaft in den Abgrund zu ziehen. Eigentlich lächerlich. Ob das nun so ist oder so sein könnte ist völlig unklar, aber schon allein die Mutmassung, dass es so sein könnte zeigt welche Dilettanten da seit Jahren am Werk sind, nirgendwo sind Sicherungen eingebaut, die einen Dominoeffekt unmöglich machen würden.

    ...

    >> Die griechischen Banken hatten genug Geld, da hätte es für den kleinen Bürger keine Probleme gegeben. Aber die großen und reichen, die ziehen ihr Geld ja raus und das ist das eigentlich Problem, das nie angegangen wurde.

    ^^

    Wenn die Banken genug Geld haben geht es dann den "kleinen Bürgern" auch gut?

    Wo ist dieses Wunderland Syno. Da will ich hin.

    Dass die Reichen ihr Geld rausschaffen ist doch grundsätzlich mal ihr gutes Recht, wie es auch das gute Recht der "Kleinen" ist ihre paar Kröten unters Kopfkissen zu legen. Würde ich, wäre ich in Griechenland, jetzt auch machen. Aber was jahrelang an grossem Geld aus Griechenland rausging, kann ja wohl kaum den Neuen in Griechenland angelastet werden. Es ist nicht Sache des Bürgers Vertrauen in die Währung zu haben, sondern Pflicht der Geldhersteller für Vertrauen in ihr Geld zu sorgen. Und in Europa haben nicht nur die einzelnen Ländern diese Verpflichtung, sondern wegen des Euros die Gesamtschaft der EU, was ja schon mal ein guter Anfang für eine Solidargemeinschaft wäre, wennse wenigsten dafür sorgen könnten.

    Warum garatieren die EU-Finanzminister der griechischen Bevölkerung nicht, dass ihr Buchgeld, das, was als Euro auf den Konten liegt, auch Euro bleiben wird, auch wenn Griechenland aus dem Euro rausgehen sollte. Warum sagen sie den Griechen nicht: "Du kannst auch weiterhin mit Deinen Euros auf Deinem Konto im Ausland per Überweisung einkaufen, auf ein Auslandskonto überweisen, kannst im Inland auch gegen Drachmen tauschen und dabei einen schönen Kursgewinn einfahren. Damit könnten wohl alle leben, die Griechen würden ihre Konten wohl sehr viel weniger plündern. Papiergeld ist nämlich ein weiterer Schwachpunkt des länderübergreifenden Euro, das kann in keinem Land über nacht wertlos gemacht werden, im Gegensatz zu Buchgeld. Möglicherweise ist das auch die Motivation für die aufkommende Kampagne, dass Bargeld abgeschafft werden soll.

    ...

    Und vonwegen Kapitalverkehr beschränken, damit kriegt man nur Unwissenden. Hier haben in so einer investigativen Sendung einige unkenntlich Gemachte mal erklärt wie das mit dem Ausserlandschaffen des Geldes z. B. auf Schweizer Banken funktioniert.

    Wenn die Summe gross genug ist, rufste bei der Schweizer Bank an. Dann kommt ein Mitarbeiter vorbei, nimmt den Geldkoffer mit und zahlt die Kohle dann bei seiner Filiale der Schweizer Bank im Land auf einen Fantasienamen wie "Aschenputtel" ein und die Filiale überweist dann intern die Kohle an die Mutter in der Schweiz. Und wennde jetzt Geschäfte mit einem anderen Kunden dieser Schweizer Bank machen willst, z. B. mit "Hänsjenklein", gibtse einfach die Anweisung, dass vom Konto "Aschenputtel" eine Summe X auf das Konto "Hänsjenklein" transferiert werde soll. Ebenso funktioniert das mit Banken exotischer Länder, die im Land nicht mehr als einen Briefkasten haben.

    Auch die Juden haben so ein nicht knackbares "privates" Zahlungssystem. Du gehst z. B. in NY zu einem "Banker" und sagst, dass jemand in Deutschland eine Summe X ausgezahlt werden soll. Geld geht aus den USA erst gar nicht raus, was rausgeht ist ein Anruf nach Deutschland an einen anderen "Bänker", der die Summe dann auszahlt. Verrechnet wird auf Vertrauensbasis unter den "Bänkern", Kontostände können auf einem Blatt Klopapier festgehalten werden. Es funktioniert alles auf der Vertrauensbasis, dass Guthaben immer Guthaben bleiben, auf die jederzeit überall indirekt zugegriffen werden kann.

    >> Aber ich Blick das nicht....

    Mach Dir nichts draus Alex, das geht wahrscheinlich den meisten, möglicherweise allen so, die direkten Entscheidungsträger eingeschlossen.

    Da rennen einfach zu viele Köche in der Küche rum, von denen jeder eine andere Vorstellung hat, wie der Brei am Ende aussehen soll und immer wenns mal wieder hackelt, kommt ein neuer ins Spiel: "Du, ich kenn da einen der hat drei Sterne, mit dem müssten wir das eigentlich hingriegen."

    Das geht schon damit los, dass die Amis, über ihre Sperrminorität beim IWF ihren politischen Willen in Europa durchsetzen können, wenn ihnen irgendetwas nicht passt. Und wenn sie sich nicht durchsetzen können, so können sie zumindest blockieren. Und da frage ich mich, warum man sich dann jemanden wie den IWF ins Boot nimmt, wenn es nicht unbedingt sein muss.

    Aber das ist ja nur einer von vielen Aspekten.

    Was also ist die Wahrheit, was wird uns als Wahrheit verkauft?

    Im Moment geht ja das gute Beispiel Spanien durch die Gazetten: "Uih, Spanien hat eine Erhöhung des Exportüberschusses von 4%. Top, in Spanien gehts aufwärts, da kommen solche Meldungen und angesichts der Partio Podemos natürlich bestens. Aber was heisst das schon "Exportüberschuss"? Den kann man auch erzielen, wenn sowohl die Exporte, als auch die Importe zurückgehen, es müssen nur die Importe mehr zurückgehen als die Exporte und schon hat man einen wunderbaren Exportüberschuss. Und da in Spanien keiner mehr Geld in der Tasche hat, immer weniger importiert wird, auch, weil die ausländischen Firmen, vor allem deutsche, jetzt in Spanien direkt vor Ort vertreten sind, würde ich mal vermuten, dass der jetzt so beispielhaft hervorgehobende Exportüberschuss Spaniens mal wieder eine Mogelpackung ist.

    Hier gibt es auch sone Sendung, ähnlich wie Faktenscheck, bei denen Aussagen von Politikern überprüft werden, da wurde u. a. auch die Aussage von Rajoy überprüft, dass Spanien innerhalb der EU das grösste Wirtschaftswachstum z. Zt. haben soll. Ergebnis: Die Aussage ist falsch. In Deutschland wird das aber von Politikern immer noch als Paradebeispiel für die Wirksamkeit der Sparmassnahmen verbreitet, auch von den Gazetten.

    Und eines wird auch immer wieder nonchalant unter den Tisch gekehrt, nämlich, dass Griechenland in de letzten Jahren tatsächlich Schulden abgebaut hat, gut, möglicherweise auch gezwungenermassen, weil sie auf dem freien Markt Probleme hatten frisches Geld zu kriegen. Aber egal, sie haben zumindest abgebaut, während die anderen neue Schulden gemacht haben, einzig Deutschland mogelt mit einer rechnerischen "Schwarzen Null". Und selbst "Pleitegeier" wie Irland sind jetzt wieder dabei sich zu verschulden, weil das, was in der "Sparperiode" liegenbleiben musste, nachgeholt und finanziert werden muss. Neues Spiel, neues Glück. Aber für diese neuen Schulden die überall gemacht werden haften wir ja auch wieder indirekt.

    Wo ist also der Unterschied, ob wir nun indirekt oder direkt haften?

    Badbanks, wunderbar. Aber lösen sich Schulden ins Nichts auf, nur weil sie bei einer Badbank untergebracht werden? Auch hier wird abgebaut, diskret und geräsuchlos. Und wer zahlt das dann am Ende wieder?

    >> alle anderen für Vollpfosten zu halten.

    Naja Margin, ich glaube, die schenken sich da gegenseitig nichts.

    Keine Ahnung, warum dieser Tsipras so rumeiert, dass es zugegebenermassen nervt. Aber vielleicht kann er angesichts seiner Koalition nicht anders. Und wenn ich die ersten Monate dieses Hin und Her richtig erinnere hiess es immer nur: "Die Griechen haben keine annehmbaren Angebote gemacht", was ja im Klartext hiess: Sie sind noch viel zu weit von der Knebelpackung weg, die ihnen die Vorgängerregierungen eingebrockt hatten und welche die "Institutionen" (was für eine furchteinflössende Formulierung) gedachten beizubehalten.

    Ganz unter gingen eigentlich ganz vernünftig klingende Vorschläge der Griechen, die da z. B. lauteten: "Stundet uns unsere aktuellen Schulden, dann können wir auf neuerliche Kredite verzichten".

    Und die Fuggerdenke "Was wir haben und nicht mehr rausrücken müssen ist zumindest schonmal Teil des sicheren Gewinns", also lediglich Sparmassnahmen, kann ja nicht der Stein der Weisen sein, wenn es damit nachweislich nur abwärts geht. Und viel mehr als den Griechen nahezulegen (oder befehlen?) noch mehr zu sparen und, altbewährt, die Mehrwertsteuer zu erhöhen ist der Gläubigerseite bisher nicht eingefallen. Ich erinnere mich jedenfalls nicht, dass sie sich erkennbar mal in eine andere Richtung bewegt hätten.

    Und es ist auch richtig, wenn gesagt wird, dass Verpflichtungen einzuhalten sind. Aber erzähl das mal einem der so platt ist, dass er den Offenbarungseid ablegen muss. Und wenn wir schonmal beim Einhalten von Verpflichtungen sind, warum können dann die wesentlich solventeren Engländer dauernd Sonderwünsche anmelden, über die dann aber auch tatsächlich ohne grosses Murren nachgedacht wird?

    Und klar, die Sparmassnahmen haben in anderen Ländern Erfolge gezeigt. Spanien z. B, aber auch z. B. Italien werden jetzt von dem in Tunesien ausbleibenden Tourismus gehörig profitieren, so wie sie schon seit längerer Zeit von den Ausfällen in den arabischen Staaten profitiert haben. Das verbessert natürlich den BIP, ist aber keinesfalls den Sparmassnahmen zu verdanken, sondern reiner Zufall. Und klar, die Arbeitslosenzahlen sinken. Jeder der aus dem Land geht ist in Spanien oder Portugal ein Arbeitsloser weniger in der Statistik, ebenso in Irland. Den faulen Trick hat schon der Lafontaine vor langer Zeit angewandt, als er im saarländischen Landtag stolz verkündete, dass unter seiner Amtszeit die Zahl der Arbeitslosten um 5000 zurückgegangen sei. Was er nicht sagte war, dass in dieser Zeit fast 10 000 Saarländer das Saarland verlassen hatten, weil sie sich in anderen Bundesländern Arbeit gesucht hatten.

    Und auch klar, die Reichen sollen schnellstmöglich zur Kasse gebeten werden, ganz so, als stünden die dort vor verschlossenen Türen beim Finanzamt an und würden darum betteln Steuern zahlen zu dürfen. Was Deutschland (und auch die anderen) mit Google, Amazon, Apple und wie sie alle heissen nicht schaffen, sollen die Griechen doch bitteschön in kürzester Zeit schaffen.Glaubt jemand ernsthaft die Gestopften in Griechenland wären dümmer als die G-Zwillinge oder Gates?

    Keine Ahnung, was diese EU sein soll, aber eines ist sie ganz sicher nicht: Eine Solidargemeinschaft. Und das müsste sie sein, oder werden, wenn sie Bestand haben soll.

    Denke auch, dass da das letzte Wort noch nicht gesprochen ist KAW. So langsam kann ja keiner mehr nachvollziehen was da abgeht, egal von welcher Seite, was aber auch an der so ganz und gar nicht neutralen Berichterstattung der deutschen Medien liegt. Im Ausland scheint das allgemein nicht so das beherrschende Thema zu sein.

    Jetzt arbeitense angeblich "Notfallpläne" aus. In letzter Minute, das kann ja nur schiefgegen. Meine Oma hätte gesagt: "Diese Deppen denken auch nur von 12 bis Mittag."
    Anscheinend sind alle wie bisher und wie selbstverständlich davon ausgegangen, dass die Neuen in Griechenland schon einknicken werden und der alte Kurs weiter eingehalten wird, heisst, ein schon lange Insolventer wird weiter in die Schulden getrieben.

    Es sieht aber ganz danach aus, als hätten die "Nichterwachsenen" der neuen griechischen Regierung ihre Hausaufgaben besser erledigt als der Rest der "Profis" aus den anderen Ländern. Und es sieht ganz danach aus, als hätte die Hoffnung, dass diese eh von allen in Europa Ungeliebten sich selbst demontieren, nicht erfüllt.

    Und die neuen Töne in der EU, das Volk abstimmen zu lassen, kommen ja so gar nicht gut an beim Rest der Etablierten. Unsere Häuptlinge halten ihr Wahlvolk eh für viel zu blöd etwas derartig Kompliziertes entscheinden zu können, zumal sie ja dann auch noch aufklären müssten. Die begreifen auch nicht, dass die Menschen mittlerweile überall die Nase gestrichen voll haben immer bevormundet und vor volleindete Tatsachen gestellt zu werden, die Nase voll haben von arroganten (und dazu noch oft dummen, unfähigen) Politikern die glauben, einmal gewählt (oder von der Partei ins Amt gehoben), anschliessend jahrelange Narrenfreiheit zu haben.

    Uih, unter "Nachrichten" hat aber heute morgen richtig gerummpelt.

    Die "WELt" ist gar nicht mehr zu finden. Die FAZ hats auf Pos 48 zurückgeworfen, den Stern auf Pos 50 (ist nicht schade drum) und die Süddeutschte auf Pos 57.

    Dafür tauchen jetzt irgendwelche unbeduetenden Klitschen in den Serps auf (.at), die niemals zuvor in den Serps zu sehen waren.

    Google, ist mir unverständlich, wie diese "Studenten" zu einem Weltkonzenern werden konnten.