Der Typ sieht das absolut richtig Guppy und er ist ja nicht der einzige der "Superreichen" die das so sehen. Ich denke, Gates gehört z. B. auch dazu, auch wenn er sich dazu noch nie so wirklich geäussert hat. Bei ihm zeigt es sein Engagement.
Es wiederholt sich alles. Immer wenn das "obere" kleine Prozent sich so viele Reichtümer angesammelt hatte, dass für den Rest nichts mehr ging hat es irgendwann geknallt.
Und auch die Diskussion kommt so oder so ähnlich seit Ewigkeiten immer wieder. Als Roboter anfingen die Handarbeit zu ersetzen kam auch die Frage auf: Wer soll das, was Roboter herstellen kaufen, wenn die Arbeiter keinen Job mehr haben. Es wurde argumentiert: Der Dienstleistungsbereich wird das ausgleichen. Das funktionierte auch, zumindest in den Industrienationen, noch passabel. Jetzt aber kommen wir auch im Dienstleistungsbereich langsam dahin, dass auch da Jobs von Maschinen übernommen werden. Giganten bündeln die Kundschaft und machen immer mehr kleine Selbstständige arbeitslos, sie vernichten mehr Einkommensquellen als sie schaffen.
Muss irgendwo ein Buchladen schliessen verliert nicht nur der Buchhändler sein Einkommen, er muss sein Personal entlassen, der Vermieter verliert seine Miete, die Putzfrau hat einen Nebenjob weniger, die Gemeinde verliert die Steuereinnahmen.
Die Gier derer, die mehr haben als sie brauchen, trotzdem aber immer mehr haben wollen bringt den Geldkreislauf immer mehr zu Erliegen. Gut, dass kann teilweise damit ausgeglichen werden, dass einfach neues Geld gedruckt wird. Das aber heizt die Inflation an, was für die Geldgierigen wiederum ein Argument ist noch mehr Geld verdienen zu wollen, weil ja die Inflation ausgeglichen werden muss.
Wie krank das alles mittlerweile ist, zeigt die derzeitige, aktuelle Angst vor der Deflation oder auch nur dem Stillstand. Tatsächlich ist sie ja auch eine Gefahr, aber sie ist nur deshalb eine Gefahr, weil alles auf Wirtschaftswachstum, also immer mehr und das immer schneller, ausgelegt ist.