Beiträge von cura

    >> Nicht dass ich da alles für richtig halte aber sooo verkehrt kann deren Politik ja nicht sein.

    Du wirst lachen Guppy, aber das sieht man im Ausland genauso. Man sieht es im Ausland so, dass sie die Interessen Deutschlands bestens vertreten. Was man Ihnen übel nimmt, und ich sehe das ähnlich, ist ihr lehrmeiserterhaftes Auftreten, welches als arrogant und überheblich empfunden wird. Als es z. B. vor Jahren darum ging, dass das griechische Fiananzsystem unter die Lupe genommen werden sollte, da waren es die Deutschen, welche sich anboten das zu übernehmen. Aber; es sollte nicht zunächst mal gesehen werden, wo die Fehler im Einzelnen liegen, nein, es sollte direkt das deutsche Steuersystem als Vorbild für die Zukunft herhalten. Ein Steuersystem, welches seit Jahrzehnten selbst dringend der Reform bedarf. Wenn man weiss, dass ca. 65% der gesamten Steuerliteratur der Welt Literatur zum deutschen Steuerrecht ist kann erahnt werden, welche Probleme damit einhergehen. Die Ausbildung zum Steuerfachanwalt gibt es so nur in Deutschland, bei der normalen Ausbildung zum Juristen bleibt das Steuerrecht aussen vor, weil es viel zu umfangreich ist.

    Und immer diese lehrmeisterhafte hohle Belehrung: "Ihr müsst wettbewerbsfähiger werden". Zum ersten: Worin sollense denn wettbewerbsfähiger werden? Und zum zweiten: Wennse denn tatsächlich in einer Sparte wettbewerbsfähiger würden, würden andere in dieser Sparte weniger wettbewerbsfähig. Wenn Fiat und Alfa heute ihre Verkäufe verdoppeln würden, würden VW, BMW und Mercedes Marktanteile verlieren, der deutsche Fiskus Steuereinnahmen. Der Kuchen wird ja nicht grösser, nur weil jetzt einer wettbewerbsfähiger geworden ist. Daran, dass andere wettbewerbsfähiger werden kann also niemand wirklich Interesse haben.

    Dann die Diskussion um die Reparationszahlungen. Ich glaube nicht, dass die griechische Regierung das ernsthaft weiterverfolgen wird. Ich sehe das eher als Hinweis darauf, dass es der deutschen Regierung ganz gut zu Gesicht stehen würde etwas diplomatischer (bescheidener) aufzutreten. Es ist nicht so wirklich klar, ob diese Forderung berechtigt sein könnte, aber Schäuble z. B. lehnt es kategorisch ab darüber auch nur zu reden. Eine Verjährung begründet er z. B. damit, dass es doch nicht sein kann, dass die jetzt, nachdem jahrzehntelang ein freundschaftliches Verhältnis bestand, mit alten Forderungen kommen. Das ist ungefähr so, als würde ich Margin eventuell noch Geld schulden, die sagt ewig nichts, wir haben ein freundschaftlicher Verhältnis, woraus ich einseitig schliesse, dass sie die Forderung ad acta gelegt hat und dann kommt sie irgendwann auf mich zu und meint, dass wir mal über die "alten'" Schulden reden sollten, worauf ich dann den Beleidigten gebe. Dieser Schäuble ist Jurist, in einen normalen zivilrechtlichen Verfahren würde jeder Richter ihm eine solche Argumentation um die Ohren hauen, wenn er sich denn überhaupt die Mühe machen würde dazu ein Wort zu verlieren. Und das weiss er auch.

    Von diesen Schäuble ist auch bekannt, dass er die Vertreter andere Mitgliedsländer der EU vor versammelter Mannschaft schon mal gerne richtig zusammenscheisst, wenn sie nicht nach seiner Pfeife tanzen. Und mir gefällt dieser Lederjackenfuzzie, weil er keine Aalglatter ist, wie z. B. dieser Schulz, der nach Griechenland reist, dort auf jovial auf Freundschaft macht, um dann die gerade eben getroffenen Leute in Interwievs, die er der Presse gibt, zu zerreissen. Und ein Dummer ist dieser Lederjackenfuzzie auch nicht. Auf alle Fälle sieht es jetzt so aus, als käme endlich etwas frischer Wind in die Lethargie.

    Es waren fast immer die Deutschen die darauf drängten, dass diese ganzen "Bettelländer" in die EU integriert werden. Sie wollten diese "Solidargemeinschaft", mit den jetzt daraus resultierenden Problemen wollen sie aber möglichst nichts zu tun haben. Langfristig richtig profitiert haben letztendlich immer nur die Wirtschaft, Kapitalanleger und Spekulanten. Das Negative wird versucht nach unten auf die Masse abzuwälzen.

    ...

    >> In der Sache denke ich allmählich, wir hätten die 40 - 50 Milliarden Verlust, die mit einem Teilschuldenschnitt alleine auf uns Deutsche zukämen, einfach in bar nehmen sollen, nach Griechenland fliegen und unters Volk verteilen sollen.

    Jo, hätte mehr gebracht.

    Im Kleinen ist es wie im Grossen und deshalb gefällt mir dieses Konzept, zumindest mal auf den ersten Blick:

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    Es muss denen mehr Einkommen verschafft werden, bei denen am 20. jeden Monats nichts mehr in der Kasse ist, die konsumieren würden, wenn sie denn nur könnten. Die Gestopften haben sowieso alles, verbrauchen lediglich einen Teil ihres Einkommens für den täglichen Bedarf, den Rest legen sie an (lassen ihr Geld für sich arbeiten) und entziehen damit dem Geldkreislauf ständig Geld.

    Ich wäre dafür die Mehrwertsteuer richtig zu erhöhen, meinetwegen auf 25%, wenn dafür im Gegenzug die unteren Einkommen deutlich entlastet würden. Kein Gestopfter wandert aus, nur weil er in Deutschland vielleicht für seinen dicken Daimler 160 000 statt 150 000 zahlen müsste, am Essen würden sie garantiert auch nicht sparen.

    Wenn "DIE" auch öfter Griechen sind, dann ist es ja durchaus nicht so, dass grundsätzlich immer die anderen schuld sind. Es ist aber in Grunde müssig, jetzt Schuld zuzuweisen, weil sich an der Momentansituation dadurch nichts ändert. Die einzelnen Länder haben halt ihre jahrhundertealte Eigenheiten, wozu in den südlichen Ländern nunmal gehört, dass z. B. mittags wegen der Hitze jegliches aktive Tun pausiert. So schlecht wäre das z. B. auch nicht, wenn das in den Sommermonaten auch in Deutschland praktiziert würde. In den Grossstädten und dort wo die Touristen rumturnen hat man sich ja schon grossteils den mitteleuropäischen Gepflogenheiten, auch bei 35 Grad im Schatten mittags um zwei noch schwitzend in der Sonne zu schuften, angepasst.

    Und diese "Gefälligkeitsgepflogenheiten" haben wir auch überall, manchmal halt leichter zu erkennen, manchmal halt geschickter getarnt. Auch bei uns wechseln Politiker unmittelbar zur Firmen, mit denen sie noch Wochen vorher in ihrer Eigenschaft als Volksvertreter zu tun hatten. Man denke mal an grasse Beispiele wie z. B. Schwarz-Schilling, der während seiner Amtszeit als Minister für Post- und Fernmeldewesen den Weg frei machte für seine Firma, die er dann sofort nach Aufgabe seiner Ämter gründete oder mitgründete. Seltsamerweise ist heute davon in seiner Fama nichts mehr zu finden. Auch bei uns besteht sowas wie ein Versorgungsmenthalität für die Zeit nach der politischen Betätigung über alle Parteigenzen hinaus. Also da abwägen zu wollen, wer es schlimmer treibt, halte ich für wenig sinnvoll.

    Und der "kleine Mann" auf der Strasse, womit "klein" jetzt nicht am Einkommen festgemacht ist, sondern am Verständnis und Interesse für das was so um ihn herum vorgeht; blickt der durch? Soll der durchblicken? Kann der durchblicken anhand der oft widersprüchlichen Informationen die täglich auf ihn einprasseln? Den kleinen Mann wird gesagt: "Es ist unser Geld" und alles schreit; "Jawoll, es ist unser Geld". Es ist tatsächlich "unser Geld", dass von völlig verantwortungslosen Bänkern verwaltet wird, die sich einen Scheiss dafür interessieren, dass sie für das Geld, welches sie verwalten auch Verantwortung übernommen haben. Wenn sie das Geld aller mehren, mehren sie es zu Gunsten einiger weniger. MIt den Milliarden Verlusten die sie produziert haben, müssen zwangsläufig andere reicher geworden sein.

    Und dann zu sagen: Misswirtschaft? Wir haben doch jetzt mit der Abkoppelung des Frankens vom Euro in Deutschland selbst das beste Beispiel für einfach dummes, verantwortungsloses Wirtschaften einiger Häuptlinge. Mit einem Schlag haben jetzt viele Gemeinden und Städte Millionen mehr an Schulden. Und warum? Weil sie Kredite in Franken aufgenommen haben. Und da frage ich mich, warum es in Zeiten des ach so tollen Euro Kredite in schweizer Franken sein mussten. Wussten die nicht, dass die Schweizer Nationalbank sich jederzeit vom Euro lösen kann? Wahrscheinlich wussten sie es tätsächlich nicht, aber schlau gemacht hatten sie sich dazu auch nicht. Wahrscheinlich hatten sie sich in dieser Richtung nicht einmal je Gedanken gemacht. Vorher waren es hochspekulative Geldanlagen die sie sich von den Banken aufschwatzen liessen, heute sind es Kredite in Schweizer Franken. Und was kommt morgen? Bei den Griechen, Spaniern, Portugiesen meckert der deutsche Michel: "Diese Kanaken sind zu allem zu blöd". Bei den Deppen aus den eigenen Reihen ist man milder gestimmt: "Was soll man machen? Is halt so." Jo, stimmt, aber bei den anderen ist es halt auch mal nunmal so. Die können auch nur die Faust in der Tasche machen.

    Und Europa? Wer weiss was die Zukunft bringt. Vielleicht ist Deutschland in zwanzig Jahren der Bettelmönch der EU. Würden die Deutschen es dann auch noch fair finden, wenn dann Reichere uns so behandeln würden, wie unsere Häuptlinge heute die Schwächeren behandeln?

    Es ist doch klar, dass sich in Europa Unmut gegen das Diktat von der Merkel wendet. Auch wenn die meisten die Zusammenhänge nicht überblicken und verstehen; eines sehen sie: Überall geht es den Bach runter, nur Deutschland steht wie ein strahlender Stern über allen. Und eines versteht auch der Dümmste intuitiv: Der Vorteil des einen resultiert aus dem Nachteil von anderen.

    Ganz davon abgesehen, dass ich die Merkel selbst für eine der meistüberschätzten Personen ever halte, die deutsche Administration, in Verbund mit Banken und der Wirtschaft hat es hervorragend verstanden für deutsche Interessen zu agieren. Dass davon nicht viel in den Kreisen ab der Mittelschicht abwärts ankommt wird in anderen Ländern nicht erkannt und gesehen. Wenn es in einem Solidarverbund einem richtig gut geht und dem Rest mässig bis beschissen, läuft aus der Sicht der Benachteiligten irgendetwas falsch. Die anderen verordnete Sparsamkeit kann also aus der Sicht auf Europa insgesamt nicht der Stein der Weisen gewesen sein, ist schlicht gescheitert.

    Und im Moment amüsiert mich das was da aus Griechenland kommt sehr. Da war gestern oder vorgestern so ein Vertreter der EU in Griechenland und musste sich mit dem Lederjackenminister auseinandersetzen. Dieser EU-Fritze war völlig verstört, dem hat man die Panik und Ratlosigkeit richtig im Gesicht angesehen und gesehen, dass er nur noch im Kopf hatte: Raus hier, raus hier und das so schnell wie möglich. Dieser Rocker, mir isser sympathisch, musste diesen Kerl fast festhalten, um wenigstens noch die Etikette zu wahren: Ein Händedruck zum Abschied. Wird interessant sein zu sehen, wie das jetzt weitergeht.

    Mal zur Info:

    Unter der Verhandlungsführung von Hermann Josef Abs konnte die deutsche Delegation einen hohen Schuldennachlass erreichen. Alle ausstehenden Forderungen auf Reparationen wurden im Londoner Abkommen bis zu dem Zeitpunkt einer endgültigen Regelung zurückgestellt. Für gewöhnlich sollten sie damit bis zum Abschluss eines förmlichen Friedensvertrags – eine wörtliche Bezugnahme auf diesen fehlt allerdings – aufgeschoben werden, der jedoch nie geschlossen wurde.

    [SIZE=16px]1990[/SIZE] (!) wurde der Zwei-plus-Vier-Vertrag „anstatt eines Friedensvertrages“ unterzeichnet.

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    >> Habe just den offenen Brief von Tsipras gelesen und könnte ...

    Ich hab ihn jetzt auch gelesen Margin, aber ohne die Schwarz-Rot-Goldene-Brille. Er bringt es absolut richtig auf den Punkt, wenn er sagt, dass jemandem der platt und insolvent ist und bei dem erkennbar ist, dass er nie wird tilgen können nicht noch weiteres Geld hinterhergeworfen werden sollte. Und er spricht dabei von Griechenland. Und er spricht davon, dass genau den Leuten neue Kredite gewährt wurden, von denen jeder wusste, dass sie für die ausufernde Bürokartie, wie z. B. den Scheinbeamten die mit Geldzuwendungen als Stimmvolk für die regierenden Parteien bei der Stange gehalten wurden, verantwortlich zeichneten.

    Und was heisst: Können nicht haushalten? Für die Vergangenheit ist das sicherlich richtig, da haben sie nicht richtig gehaushaltet. Ob sie nicht konnten oder nicht wollten ist dann wieder eine andere Frage. Aber im Moment stellt sich die Frage nicht mehr, weil nichts mehr in der Kasse ist, womit gehaushaltet werden könnte. Und wenn die Kasse leer ist stellt sich die Frage nach dem "Querstellen" nicht mehr. Querstellen kann sich nur jemand, der noch etwas hat, aber nicht zahlen will.

    Und ein anderes Thema hatten wir hier auch schon einmal: Die Reparationszahlungen nach Kriegsende an Griechenland. Da stand auch fast das ganze Forum gegen mich, weil ich es mir mal wieder erlaubt hatte den Advocado diabolo zu geben, weil ich sagte, dass es so klar nicht ist, ob diese nun noch berechtigt sind oder nicht. Dann kam das Argument, dass "irgendwann" ja mal Schluss sein müsste, womit ich absolut konform ging, aber einwendete, dass dann aber zunächst mal über das Völkerrecht definiert werden müsste, wann in solchen Fällen eine Verjährung eintreten soll, wenn sich keine einvernehmliche Einigung finden lässt. Und jetzt kommt das Thema wieder auf den Tisch und siehe da, es melden sich jetzt auch deutsche Juristen, die sagen, dass es keinesfalls klar ist, ob die Forderung der Griechen aktuell nicht doch zu Recht besteht, weil es da in der Vergangenheit einige spitzfindige juristische "Spielereien" gab. So soll z. B. in einem Vertrag vereinbart worden sein, dass über abschliessende Reparationszahlungen weiterverhandelt werden soll, wenn es zwischen den Siegermächten und Deutschland einen Friedensvertrag gibt. Ein dahingehender Vertrag wurde auch geschlossen, der wurde aber nicht Friedensvertrag genannt, der Begriff wurde wohl gezielt vermieden und so wird heute damit argumentiert, dass ja nie ein "Friedenvertrag" geschlossen wurde. So gesehen, müsste sich Deutschland also noch im Kriegszustand befinden. Gut, ich weiss es nicht, kann es also abschliessend nicht wirklich beurteilen, aber wenn ich es nicht kann, können andere es hier auch nicht. So arrogant bin ich in diesem Fall mal.

    Gut, ich sehe es aus einer anderen Perspektive. Wenn ich das sehe war hier abgeht und mir dann vorstelle, dass es in Griechenland wohl noch wesentlich extremer ist, kann ich mir jedoch halbwegs ausmalen, wie dreckig es dem Volk dort geht. Deutschland nennt sich Sozialstaat, Spanien auch. Die Unterschiede sind jedoch erheblich. Hier müssen Arbeitslose, manchmal mit Frau und mehreren Kindern ALLE monatlichen Ausgaben von etwas mehr als 400 Euro begleichen. Wer kann denn mit 400 Euro eine Frau, zwei, drei Kinder ernähren, Miete, Strom, Wasser etc zahlen? Kindergeld gibt es keines, Zuwendungen vom Sozialamt für Kinder auch nicht. Kühlschrank im Arsch? Dein Problem!. 50% der Jugendlichen, in manchen Gegenden wahrscheinlich bis zu 70% sind arbeitslos, erhalten keine Zuwendungen vom Staat und müssen von der Verwandtschaft ernährt werden. Die, die noch einen Job haben haben Schiss ohne Ende diesen zu verlieren und arbeiten für immer weniger Geld. Viele, vor allem kleine Gemeinden, bleiben nachts dunkel, weil dem ganzen Ort der Strom abgestellt wurde. In Deutschland wahrscheinlich unmöglich. Die Kassen sind leer, die können einfach nicht mehr zahlen. Wer es sich leisten kann legt sich einen Generator zu. Gut, auch hier, vieles selbst verschuldet, von den Häuptlingen im Verbund mit den Banken selbst verschuldet, aber die Leidtragenden sind die, die vorher keiner gefragt hat.

    Mich macht die (sorry, aber es ist so) arrogante Ignoranz von so manchem Deutschen manchmal nur noch wütend, die, möglicherweise auch aus Unwissenheit und dem Wissen im Rücken ein relativ stabiles soziales Auffangnetz zu haben, mal gerade so sagen: "Scheissegal", es ist unser Geld und die sollen in die Tasche". Egal ob nun in diesen Taschen noch was drin ist oder nicht. Was soll denn der "kleine Mann" noch machen? Viele fressen doch schon lange nichts mehr ausser Kartoffeln.

    Und dann das Argument: "Es ist unser Geld!". So, isses das? Glaubt irgendjemand ernsthaft, dass, könnten die Griechen heute auf einen Schlag ihre Schulden zahlen auch nur ein Cent in den Geldbeuteln des kleinen Mannes auf der Strasse ankäme? Und was ist, wenn die Griechen ihre Schulden nicht mehr bezahlen können? Dann wird das etwas forciert, was sowieso gemacht wird, um die eigenen Schulden zu reduzieren: Es wird Geld gedruckt.

    Diejenigen, die es abgelehnt haben waren Teil der Missstände. Und wenn ein Gläubiger sich in eine Situation begibt, in der Kontrolle abgelehnt werden kann, hat er vorher einiges falsch gemacht. Es gab auch viele Fälle, in denen verantwortungsvolle Griechen die EU gebeten hatten sich doch mal anzusehen, was mit den geflossenen Subventionen gemacht, bzw. nicht gemacht wurde und keine Sau hat es für nötig befunden auch nur mal zu reagieren. Die Gelder sind aber weitergeflossen.

    Unsere Politker, die korrupte griechische Politikerkaste und die Banken haben uns das eingebrockt, aber nicht der kleine Grieche auf der Strasse, der heute nicht mehr weiss wie er seine Kinder ernähren soll. Er ist aber derjenige, der die 300 Milliarden bezahlen soll, das Geldpack ist doch schon lange weg. Das einzige was man denen noch abholen kann sind die zurückgelassenen Jachten, für die es aber keine Käufer gibt.

    Es würde mich nicht wundern, wenn die Russen den Griechen jetzt ein Angebot machen würden, dass sie am Ende besser dastehen lässt, als sie je dagestanden haben.

    .....

    Hat gestern jemand Panorama gesehen und die Statements von so einigen Leuten gehört, die damals dabeiwaren, als es darum ging, dass die Nato nicht nach Osten erweitert werden soll? Von wegen: Putin, der böse Bube. Es gibt da einige hochkarätige Putinversteher, die, im Gegensatz zu uns, genau wissen warum sie ihn verstehen.

    >> da macht man sich mal richtig nackisch _

    Genau das hätten die europäischen Regierungen unter Federführung von Merkel auch von den Griechen verlangen sollen, dann hätten heute viele Menschen einige Sorgen weniger. Auch dort. Und auch hier. Stattdessen haben sie die, welche sich schon immer die Taschen vollmachten unkontrolliert weiterwerkeln lassen und verlangt, dass die Griechen ihr Tafelsilber, alles worauf jeder angewiesen ist, an private Investoren zu verkaufen. Und wer werden wohl die gewesen sein, die dort freudig und billig aufgekauft hätten oder haben? Durch Privatisierung ist für den Verbraucher noch nie etwas billiger geworden, aber es gingen aber immer Arbeitsplätze verloren.

    Und das meiste Geld ist dort geblieben, wo es immer versickert ist und von dem die Geldgeber auch wussten, dass es dort wieder versickern wird: Bei den wenigen die eh mehr als genug haben. Es gab auch in Griechenland schon immer Leute die sich an die EU gewandt haben mit der dringenden Bitte zu kontrollieren wofür und wie Gelder verwendet werden. Die Rufe verhallten in Berlin und Brüssel ungehört.

    Jetzt, aber auch erst jetzt, wo dort die Absatzmärkte für deren Absatz zusammengebrochen sind, melden sich auch aus der Wirtschaft die ersten Stimmen, die zustimmen, dass Totsparen nicht die Lösung sein kann. Klar, es muss wieder Geld in den Geldkreislauf, dann klappst auch wieder mit dem Umsatz und der deutschen Wirtschaft geht es noch ein bissl besser.

    Die kleinen Leute dort, kleine Leute wie wir, müssen ebenso wie wir schlucken, was ihre Häuptlinge verbocken. Und da sie uns, die Deutschen insgesamt, nicht für das verantwortlich machen, was unsere Häuptlinge ihnen aufdrücken, sollten wir die gleiche Fairness auch ihnen gegenüber gelten lassen und nicht von den Griechen, den Spaniern oder den Portugiesen sprechen die Milliarden versenkt haben.

    Die EU hat sich nun einmal als Solidargemeinschaft zusammengeschlossen. Den Euro als gemeinsame Währung für autonom entscheiden könnende Staaten, mit all ihren Unterschieden, einzuführen war ein Fehler. Deutschland ist auch eine Solidargemeinschaft, soll das Saarland nun zurück zu Frankreich? Die werden seit Ewigkeiten, wie andere Bundesländer auch, von den reicheren Bundesländern alimentiert und denen sagt auch keiner ständig: "Ihr müsst sparen, sparen, sparen." Gut, es wird zwar ab und an gesagt, aber halten sie sich dran? Siehe z. B. Berlin und die ewige Baustelle Weltflughafen. Und eine andere Frage: Können Sie sich an die Sparaufforderungen halten?

    Irgendwie muss es ja für die Menschen dort weitergehen. Und jetzt davon zu sprechen, dass die neue Regierung Griechenlands den Aufschwung kaputtmacht grenzt schon an Sarkasmus. Welcher Aufschwung? Die paar Euro die reingekommen sind, weil 2014 einige Touristen mehr kamen als 2013?

    Und die 300 Milliarden? Sie sind nunmal weg, die einzige Lehre die daraus gezogen werden kann ist zu verhindern, dass es in dem Mass so weitergeht. Deutschland hat mehr als 2000 Millarden Schulden. Glaube ich. Die Gläubiger dieser 2000 Milliarden werden ihr Geld auch nie mehr wiedersehen. Deutschland hat ja jetzt schon genug Probleme die Zinsen zu zahlen und arbeitet daran die Zinslast nicht zu erhöhen.

    Gut, die neue linke Regierung in Griechenland hofft jetzt natürlich auch auf das Gelddrucken der EZB. Die Rechnung könnte ja aufgehen, wenn die Gelder in den Geldkreislauf gelangen und nicht, was ich befürchte, über die Banken an die geht, die "Ihr Geld arbeiten lassen", also wieder mal an Spekulanten oder an die, welche die Gunst der Stunde nutzen günstig im Grossen einkaufen zu können. Aber auch wenn die Rechnung aufgeht, die reichen Länder in Europa werden die ärmeren Länder immer finanziell unterstützen müssen und je schneller das in den reichen Ländern kapiert wird, desto schneller klappts auch mit Europa.

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    84% der Deutschen sind dagegen, dass Griechenland die Schulden erlassen werden. Mal ne Frage an diese ganzen Schlaumeier: "Wovon sollense denn löhnen, wenn nichts mehr da ist?" In Deutschland kann sich in so einer Situation jeder in die Insolvenz flüchten, dann bleibt ihm wenigsten noch genug zum Leben und nach einer Wohlverhaltensphase werden ihm die Restschulden erlassen. Und keiner fragt danach, ob ein Schuldner nun an seinem Dilemma selbst schuld ist. Pleite ist pleite, egal warum. Und es fragt auch keiner danach, wieviel Prozent der Gesamtschulden er innerhalb der Wohlverhaltensphase tilgen konnte, wenn er das zahlt was er kann, wird die Restschuld erlassen, egal wie hoch die auch immer sein mag.

    So, und bevor jetzt wieder losgeschrieen wird: Die Griechen hätten, wie auch z. B. Spanien und Portugal, erst gar nicht in die EU aufgenommen werden dürfen, ebenso wie die meisten Ostländer, die jetzt hinterhergekommen sind. Das werden nämlich in ein paar Jahren möglicherweise die nächsten Pleitekandidaten sein. Meine Meinung.

    Es hätten nicht weitere Kredite gewährt werden dürfen, die dann mit fälligen Zinsen verrechnet wurden. Es hätten nicht Millarden und Abermillarden für die Rettung ebenso bankrotter Banken ausgegeben werden dürfen, wobei die bis heute auch nicht wirklich Antwort darauf gegeben haben, wer denn die Gewinner des Bankenrouletts waren, wohin die Gelder geflossen sind, welche den Banken dann irgendwann fehlten. Seltsamerweise fragt danach auch niemand.

    Und während alles hinausgezögert wurde, von dem jeder sowieso wusste, dass es kommen wird, hatten die Multimillionäre und Millardäre genügend Zeit ihr Geld, ihre Euros in gewinnbringende Immobilien in England oder Deutschland anzulegen, überhaupt ihr Geld, ihre EUROS, gewinnbringend in "stabilen" Ländern anzulegen. Jetzt sindse weg und können nicht mehr zur Kasse gebeten werden. Und wie es in Griechenland war und ist, ist es auch bei den sonstigen Wackelkandidaten.

    Und die, die jetzt sagen, dass es der deutschen Regierung ganz gut zu Gesicht stehen würde, wenn etwas moderater und etwas weniger herrschsüchtig aufgetreten würde, haben so unrecht nicht, wenn sie damit argumentieren, dass das deutsche "Wirtschaftswunder" nach dem Krieg nur möglich war, weil Deutschland einerseits Schulden erlassen und andererseits Schuldentilgungen über Jahrzehnte gestundet wurden.

    Ich schreibe extra "deutsche Regierung", weil wir alle froh sein können, zumindest die, die ab und an aus Deutschland rauskommen, dass man den "Deutschen" das Tun ihrer Regierenden nicht anlasstet. Die Merkel wird im Ausland immer verhasster, als arrogant und überheblich empfunden. Alle sollen sparen, tun sie ja auch, die Folge ist Arbeitslosigkeit und ein Niedergang der Wirtschaft, der so grass nicht sein müsste und damit verbunden natürlich zurückgehende Einnahmen des Staates. Was wird also gemacht? Bei allem was die Menschen ungedingt brauchen, worauf sie angewiesen sind, wird immer schneller und immer extremer an der Kostenschraube gedreht. Deutschland hat die höchsten Steuereinnahmen ever, Schäuble ist stolz wie ein Spanier auf seine "getrickste" Null. "Hurra, endlich soviel gestiegende Einnahmen, dass keine neuen Schulden mehr gemacht werden müssen." Andere mit wesentlich weniger Steuereinnahmen und keinen Exportüberschüssen sollen das mit Sparen auch noch überbieten.

    Klar, in Deutschland ist auch alles nicht so rosig, wie das im Ausland geglaubt wird. Aber Deutschland jammert immer noch auf höchstem Niveau, auch wenn von dem Wohnstand immer weniger in der Mitte oder unten ankommt. Die ganzen "Neinsager", wie jetzt aktuell im Fall Griechenland sollten alle mal ein paar Wochen in die Bevölkerung der Krisenländer eintauchen, oder zumindest mal dort wo sie Urlaub machen, weg von der Strandpromenade, in die zweite oder dritte Linie gehen, um wenigsten ne vage Vorstellung von dem zu haben, wie kaputt alles ist. Wenn die Depression sich auf den Höhepunkt zubewegt und die Hoffung gegen den Nullpunkt geht, wird natürlich nach jedem Strohhalm gegriffen und jeder kann froh sein, dass es im Moment "nur" die Linken sind, die für die gebeutelten Menschen das Licht am Horizont sind.

    Und wer fürchtet sich denn vor einem Rausgehen der Griechen aus dem Euro wirklich? Wer hat denn noch etwas zu verlieren? Der deutsche Steurerzahler ist es nicht, für den ist es im Negativen so breit wie lang, ob die Griechen nun sagen: "Wir können unsere Schulden nicht mehr bezahlen" oder ob sie aus dem Euro rausgehen und in diesem Fall ihre Schulden nicht mehr begleichen. Letzteres wäre für alle wohl die zweitbeste Lösung, aber es wird nicht kommen.

    Und es wird sowieso kommen, was jetzt alle fürchten und verhindern wollen, dass die nächsten kommen und dasselbe für sich verlangen. Aber wie soll es anders gehen? Deutschland kriegt jetzt die Rechnung für die "fetten" Jahre, es hat sich mit dem "Gesundsparen", weil die, die sparen müssen nicht mehr können, am Limit sind, welches dann erreicht ist, wenn sie nichts mehr im Kühlschrank haben, sich ihren täglichen Ein-Euro-Kaffee in der Eckkneipe nicht mehr leisten können, wo sie sich früher zum Tratschen getroffen haben. Das gesellschaftliche Leben ist hier in den letzten Jahren fast völlig zu Erliegen gekommen, aber jeder anwortet auf die Frage "Wie geht es?" immer noch mit "Muy bien, muy bien", obwohl jeder weiss, dass es gelogen ist.

    ......

    Sag mal Alex, warum kann ich hier manchmal keine Beiträge abschicken, weil die Meldung kommt: Fehlende Sicherheitsüberprüfung _

    Was wird denn da überhaupt überprüft?

    Und wenn ich auf "aktualisieren" gehe kommt: Tschulligung, Du darfst diese Seite nicht aufrufen.

    Hah, is das geil! Reisewarnung für das "Krisengebiet" Deutschland.

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    Erst wird voreilig losgebrüllt und jetzt muss man sich in Deutschland um Schadensbegrenzung bemühen. So pinkelt man sich mit der "Naziphobie" selbst ans Bein.

    Hurra, hurra, Apple hat 16 000 Millionen gemacht, mehr als jede Firma weltweit ever. Und was macht Apple? Es bringt z. B. eine überteuerte Funke auf den Markt, die qualitativ so "gut" ist, dass alle 6 Monate ein neueres Modell auf den Markt kommt. Apple freut sich und die Finanzämter gucken in die Röhre.

    Es geht doch und es geht wunderbar. Warum sollen es die anderen nicht auch so machen?

    Ich hab hier auch sone Kaffeemaschine, Marke hab ich vergessen, der ist auf der Maschine auch nicht mehr lesbar, weil die Beschriften nach dreimal Putzen weg war. Is so eine mit Papierpads. Die war auch nach 7 oder 8 Monten kaputt, nachdem die "echte" Gewährleistungzeit von sechs Monaten vorbei war. Nun kenne ich die Firma, welche hier für Supermärkte im Umkreis von 100 Kilometern Elektrogeräte repariert. Die wussten ungesehen, welcher Sensor bei der Maschine im Arsch war: "Es ist immer derselbe eingebaute Fehler". So, das Ding wurde ausgetauscht, 15 Euro Reparaturkosten und seitdem läuft die Kiste.

    Ich hab auch noch ne WMF, die so von 1920, 1930 sein dürfte. Ein silbernes Riesending welches ich in einem meiner Läden als Deko stehen hatte. Hat nur ein zweipoliges Kabel, aber; die funktioniert auch heute noch einwandfrei.

    Wir sind wahrscheinlich näher beisammen als Du glaubst Syno.

    Diese Pediga ist mir im Grunde so breit wie lang. Es macht wenig Sinn, wenn, wie es bei denen scheint der Weg das Ziel ist, wobei die ja anscheinend nicht mal wissen in welche Richtung es gehen soll. Von den anderen Ablegern hab ich bisher nicht viel mitgekriegt, aber bei dem was ich mitgekriegt habe, habe ich mich spontan gefragt: "Meine Nerven, was sind denn das für Figuren?"

    Und ich gehe mit Dir konform, wenn Du sagst, dass die Verweigerung der Distanzierung gegen diese Protestierer verwendet werden kann. Von Normalbürgern gegen diese verwendet werden kann. Das gilt, nach meiner Ansicht, aber nicht für z. B. die Presse, wie überhaupt für alle, welche irgendwie meinungsbildend unterwegs sind, sein wollen, schon allein deshalb, weil sie eine grosse Anzahl von Menschen erreichen.

    Und so ist diese Meinungsmache gegen diese Pediga auch lediglich das aktuelle, besonders auffällige Beispiel für eine in der Vergangenheit immer wieder angewandte Methode, wie versucht wird etwas was unbequem werden könnte sofort kleinzuhalten, im Keim zu ersticken. Und das ist es was mich nervt.

    Ein weiteres solches Beispiel war in der Vergangenheit Sarrazin. Dessen Buch war noch gar nicht im Handel, da wurde es schon kollektiv niedergemacht, er versucht in Richtung "Rechtes Gedankengut" zu drücken. Das beste Beispiel für diese verlogene Debatte war dieser "Ich mag Charlie auch" Friedmann, der das Buch zerriss, ohne es gelesen zu haben, wie er in einem Versprecher dann dummerweise ungewollt zugab. Und wie dieser Bachmann hatte er ja wohl auch die Nase im Puderzucker, ihm wurde jedoch "vergeben", er darf weiterhin "meinungsbildend" wie ein wild um sich schlagendes Hackbeil unterwegs sein.

    Und wie damals mit Sarrazin war es jetzt mit dieser Pediga. Innerhalb kürzester Zeit hatten alle dieselbe Meinung, alles ging in dieselbe Stossrichtung. So gut wie keiner der eigentlich unwichtigen Moderatoren der hochangesagten "Kultursendungen" der Öffentlichen konnte sich einen abwertenden Nadelstich verkneifen. Auch "meinungsbildende" Humoristen zeigen sich dann schonmal gerne opportun. Hauptsache es kommt am Ende ein Lacher aus der Masse.

    Und es ist dann wie immer: Alles schweigt zunächst. Wie auch gegenargumentieren, wenn es noch an abwägendem Wissen mangelt? Wie gegenargumentieren, ohne nicht gleich unter den Generalverdach gestellt zu werden, ein "Sympathisant" zu sein? Motto: "Wer sich nicht eindeutig, unmissverständlich distanziert ist für sie". Und wie immer muss sich dann erst jemand finden, der absolut frei von jedem Verdacht ist extremem Gedankengut nachzuhängen, der dann mal sagt: "Moment, stopp, etwas mehr Differinzierung bitte". Und auch diese "Stoppsager" werden immer weniger, weil dann selbst bei denen gemutmasst wird: "Haben wir da vielleicht in der Vergangenheit was übersehen?"

    Es genügt z. B. schon eine unbedachte Äusserung wie "Ja, gut, zwischen 33 und 45 war aber nicht alles schlecht", was logischerweise so richtig wie profan ist, um jemanden ins Fadenkreuz zu stellen und der Kreuzigung preiszugeben. Doll, diese Auslegung der Meinungsfreiheit.

    Wir haben mittlerweile sowas wie eine "Schwarmintelligenz", die ich eher die leicht zu lenkende Dummheit der Masse nennen würde, die keinen Widerspruch mehr duldet. Der Chefredakteur der New York Times muss sich gegen diese Spinner von Charlie Hebo gegen den Vorwuf der Feigheit verteidigen, wenn er sagt, dass diese Art von Humor für ihn eine unnötige Beleidigung darstellt. Möglicherweise wird dies nun auch den Israelis vorgeworfen werden, weil sie den Verkauf von Charlie Hebdo in ihrem Land nicht gestatten wollen. Klar, für die Meinungsfreiheit von Charlie Hebdo kann ja dort ruhig eine anwachsende Eskalation der Gewalt und mögliche weitere Tote inkauf genommen werden. Charlie Hebdo ist nicht die Speerspitze der Meinungsfreiheit in der Welt, auch wenn sie sich jetzt selbst dazu stilisieren. Bis vor 4 Wochen hat keine Sau sie gekannt. Es gehört auch zur Meinungsfreiheit Charlie Hebdo und deren Humor für überflüssig oder gar schädlich zu halten. Oder zu sagen: "Hört auf in Bezug auf die Pediga alles über einen Kamm zu scheren und zu unterstellen." Und hört endlich auf Euch als erstes Gedanken dazu zu machen, ob ein Thema, eine aufkeimende Diskussion nicht mit der Nazikeule platt gemacht werden könnte.

    Die Masse ist ja irgendwie ein bissl zu sehr "charlie" in der Birne.

    >> Ich finde es so krass wie konsequent und kontinuierlich die Presse das ganze Ding zerlegt hat.

    Jo, und je besser es funktioniert, desto plumper und offensichtlicher wird es. Auch Charlie Hepdo, die Verteidiger der weltweiten Presse- und Meinungsfreiheit, darf nicht mehr kriitisch gesehen werden. Hab gestern nen Bericht über die Karnevalsvorbereitungen in Deutschland gesehen. Charlie Hebdo allerorten. Der Elferrat steht geschlossen auf und schreit "Je suis Charlie". Da frage ich mich, wer denen ins gemeinschaftliche Hirn geschissen hat.

    Der Spiegel ist nur ein Beispiel dafür wie dumm und plump die Presse mittlerweile agiert, manipuliert und Meinung macht. Da sagt einer, der im Betriebsrat von Daimler Benz sitzt: "Jeder Mensch zahlt für seine Taten! Fuck Charlie Hebdo" und der Spiegel macht als Schlagzeile daraus: "Daimler Betriebsrat applaudiert Pariser Attentätern". Unseriöser gehts ja wohl kaum, diese Schlussfolgerung gibt der Sachverhalt auch nicht nur ansatzweise her. Diese Pressefuzzies machen sich mittlerweile nicht mal mehr die Mühe mit dem Allroundwerkzeug der Untersteller und Verleumder zu arbeiten: Dem Fragezeichen.

    Und die Hammelherde? Die hält es mit Bild: "Die bilden mir meine Meinung". Die Bild brauchts aber nicht mehr. Viele angeblich serösere Publikationen sind mittlerweile auf deren Niveau angekommen oder versuchen es noch zu unterbieten.

    https://beispiel.rocks/beispiel.rocks…-a-1014702.html

    Hab mich vor kurzem mal versucht in das Thema einzulesen und mir dabei ein paar BM gemacht.

    Vielleicht ist es eine Hilfe für Dich. Ich hab davon nach wie vor keine Ahnung.

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    Geht hier grad durch die Nachrichten. Da ist einer mit seinem PKW stehengeblieben, ein Abschleppwagen kam, hat den PKW aufgeladen und der Abschleppwagen war dann wohl zu schnell unterwegs und geriet in eine Radarkontrolle. Jetzt soll der Halter des PKWs eine Strafe zahlen, weil auch sein PKW zu schnell unterwegs war. Is das nicht geil?

    Naja, Weltkrieg ist gut, ein dritter Weltkrieg würde wohl hauptsächlich in Europa stattfinden. Den vorwiegenden Nutzen hätten wohl andere, die sich das Ganze aus der Ferne ansehen würden.

    Aber wenn so einer wie der Ulfkotte solche Befürchtungen äussert, sollte zumindest mal hingehört werden.

    Und wenn ich mir so anhöre, was die neuen Häuptlinge der Ukraine gerade so von sich geben; ich weiss nicht. Nach Deeskalationswillen sieht das irgendwie nicht aus.

    Hat da nicht so ein politischer Hirni vor kurzen gesagt, dass Emails wie Postkarten wären, die auch jeder lesen kann?

    Jeder Terroranschlag passt wunderbar ins Konzept einiger Leute. Und so müssten eigentlich auch Bewegungen wie Lediga, Pediga und auch Charlie Hebdo einigen Leuten im Grunde wunderbar ins Konzept passen, weil die Eskalation sich weiter aufschaukelt.

    Und es ist wie immer: Es wird das Maximum gefordert, um das Machbare sympathischer erscheinen zu lassen.