So, ich hab gerade einige Ämtergänge hinter mir und bei allem Ämtern hier gibts natürlich die obligatorischen Wartesääle und dort trifft man dann vermehrt die Menschen an, vor denen die Sachsen sich wohl so fürchten und es ist wir immer; ich weiss gar nicht wie ich das richtig in Worte fassen kann, deshalb sag ich mal "irgendwie seltsam irreal". es existiert. ohne erkennbare Aversionen von beiden Seiten ein Nebeneinander, aber irgendwie will es nicht zusammenpassen, irgendwie wird ein grösserer persönlicher "Dunstkreis" eingehalten, als das vielleicht unter "Gleichgesinnten" der Fall ist. Es macht sich auch an scheinbar Nebensächlichem fest, wenn ich an einem Spanier vorbei will und frage "Perdon? Puedo?" kommt immer irgendeine zumindest kleine Gegenreaktion, was z. B. sowas wie "selbstverständlich" ausdrücken soll. Bei Schwarzafrikanern z. B. auch. Bei (heute gerade wieder erlebt) Arabern: Nix, bei Männlein, wie bei Weiblein. Die machen auch Platz, aber "gemütlich" und wenn sie einem dabei vielleicht einmal ansehen, sind die Gesichter völlig ausdruckslos, es gibt nichts in der Mimik oder Gestik was so etwas übermittelt wie "Bitteschön oder Sorry", weil sie vielleicht selbst merkten, dass sie ein unnötiges Hindernis gebildet haben.
Was mich regelmässig wahnsinnig macht ist, wenn ganze Clans unterwegs sind, schlendernd und schwatzend nebeneinander herlaufen und so für jeden der von vorne oder hinten kommt eine Durchkommen auf dem Bürgersteig unmöglich machen. Das gilt sowohl für Araber, als auch Zigeuner. Wenn sie mir entgegenkommen gehts ja, dann bleibe ich einfach mitten auf dem Bürgersteig stehen und sie müssen um mich herumgehen. Aber von hinten kommend werde ich einfach ignoriert: "Wie? Du willst passieren? Benutz die Strasse". Und nicht nur ich werde ignoriert, jeder wird ignoriert. Die Körpersprache signalisiert: Verkneif es Dir Dich durchzudrücken, denn dann berühst Du uns und wir wollen nicht berührt werden.
ZIgmal, wenn die Strasse zu benutzen lebensgefährlich gewesen wäre, musste ich mir Ewigkeiten (so kams mir jedenfalls vor) dicke, ausladende, wabbelnde Ärsche von den Muttis der Clans ansehen, so mancher Gaul, der hier im Gelände rumsteht ist hintenrum schmaler. Klar, es sind Kleinigkeiten, aber sowas schürt halt auch Ressentiments, die sich festsetzen, ob man das nun will oder nicht.
Und ich stelle immer wieder für mich fest, dass mir Schwarze, jeder Neger, lieber ist als die "hellhäutigen" Araber, egal woher sie kommen. Schwarze haben eine ganz andere, offenere Kultur im Umgang mit anderen, vor allem sind sie nicht Gefangene von diesem für uns Europäer nicht nachvollziehbaren exessiven "Ehrgefühl", welches bei Arabern, gleich welcher Couleur unausmerzbar erscheinend verwurzelt ist. Araber hatten mal eine bewundernswert hohe Kulturstandard. Davon ist heute allgemein allerdings nicht mehr viel übrig.
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Und zu den Umfragen innerhalb der Pediga hätte mich doch wirklich mal interssiert, wieviele von denen angegeben hätten notorische Nichtwähler zu sein. Ich würde mal vermuten, dass der Anteil der Nichtwähler aus Überzeugung hier besonders gross ist. So gesehen, könnte die Pediga dann ja auch eine Folge der allgemeinen Politikverdrossenheit sein, eine Folge davon, dass das Volk zwar regelmässig seine Vertreter wählen darf, das Volk dann in der Folge aber alles zu schlucken hat, was diese gewählten Volksvertreter glauben dem Volk zumuten zu können oder zu müssen, was aufgrund dessen, dass "das Volk" nach Wahlen keine Möglichkeit mehr hat Einfluss zu nehmen, Volksbefragungen sind ja kein Thema, natürlich zu Verdruss führen muss, wenn denn plötzlich was auf den Tisch kommt, was vorher nicht auf dem Schirm war. Volksbefragungen sind, nach meiner Meinung, Werkzeuge, welche eine Demokratie glaubwürdiger machen, das Zulassen von Volksbefragungen ein Indiz, dass eine herrscheinde Politklasse es mit der Demokratie wirklich ernst meint. Und umgekehrt natürlich.
Wir haben in Deutschland, gottseidank, eine Ecke, an der unser "Gesetzgeber" nicht mal gerade so nonchalant "rumbasteln" kann, die Verfassung und hier hat das Bundesverfassungsgericht (und auch der EuGH) z. B. zur Vorratsdatenspeicherung ziemlich klar seine Meinung gesagt, aber, dass Thema kommt einfach nicht vom Tisch, was ja nichts anderes heisst, alsdass unsere Politikter für sich nicht gelten lassen wollen, nicht respektieren, was normalerweise für jeden gilt: Das Gericht ist die höchste Instanz, dessen Entscheidungen sind bindend, egal, ob man das nun für richtig oder falsch hält. Klar, der "kleine Bürger" siehts, denkt sich seinen Teil und kommt zu dem Schluss, dass es keinen Sinn mehr macht Demokratie zu spielen.