Beiträge von cura

    >> 10. PEGIDA ist FÜR den Widerstand gegen eine frauenfeindliche, gewaltbetonte politische Ideologie aber nicht gegen hier lebende, sich integrierende Muslime!

    Also ich lese den Satze so: Sie sind (generell) gegen eine frauenfeindliche, gewaltbetonte politische Ideologie und sie sind nicht gegen HIER lebende, sich integrierende Muslime.

    Warum im ersten Teil auf "politische Ideologie" begrenzt wird erschliesst sich mir nicht. Sie sind NICHT gegen HIER lebende, sich integriende Muslime, wobei mit Muslime wohl Männlein UND Weiblein gemeint sind, weil sie ja nicht Muslimas schreiben.

    Meine Nerven, ich glaube ich muss mir mal ein paar Tage Nachrichtenabstinenz verordnen. Das ist ja nicht mehr auszuhalten. Diese ganzen blödsinnigen Kommentare, die einem im Moment geradezu anspringen.

    Da schreibt ein Jasper von Altenbockum heute in der FAZ gleich zwei Kommentare. Was ist mit dem los? Der sieht auf seinem Foto so aus wie sein Name klingt: Stinklangweilig. Langweilt der sich in seinem Einzimerappartement? Hat die Katze Ausgang und er weiss nichts mit sich anzufangen?

    Erstmal lässt er sich zur Pediga aus: "Pegida-Anhänger leben in ihrer eigenen, unzugänglichen Welt. Voller Stolz nehmen sie aus der Flut der Informationen nur das auf, was den Filter ihrer Vorurteile durchlaufen hat."

    Und was läuft bei ihm noch?

    Wahrscheinlich nicht viel, denn in einem zweiten Kommentar mutmasst er, dass es irgendwann in Deutschland muslimische Dörfer geben könnte, wahrscheinlich geben wird und behauptet irgendwo zwischendrin: "Der Islam gehört zu Deutschland. Das ist einerseits eine Binsenweisheit, andererseits eine Kulturrevolution, je nach dem, wie tief der Satz in den Brunnen der Geschichte fällt."

    Achja, der Brunnen der Geschichte. Da haben in der Vergangenheit schon einige reingepinkelt und das kühle Nass mit den Ausscheidungen ihrer Dummheit konterminiert.

    Diese Dummbraddler verdienen mit ihrem Durchfall in Schriftform auch noch Geld. Hier im Forum hats wesentlich intelligentere Vorträge und es gibt nichts dafür.

    Dieses "Je suis Charlie" Gedöns fängt mir so langsam an richtig auf den Sack zu gehen. Dem ist ja gar nicht mehr zu entkommen. Scheinheiligkeit und Heuchelei haben Hochkunjunktur. Geschäftemacher stehen unter Hochspannung. Sofort wurde versucht den Slogan als Marke zu registrieren, ChalieHebdo selbst hat seine Auflage wohl von 60 000 auf 3 Mios erhöht, die Regierungschefs täuschen Solidarität mit der Strasse vor und lassen Fakebilder in einer Nebenstrasse erstellen. Und jetzt kommt auch noch so ein buckliger Franzose daher mit einem grottenschlechten Song, Titel: "Je suis Charlie", der sofort zum Hit wird, wobei dieser Bänkelsänger dann auch noch singt "Glaubst Du Du wirst zum Kreuzritter..." und damit kundtut, dass er von Geschichte keine Ahnung hat. Die waren nämlich auch nicht besser als diese Terroristen. Und unsere Medien haben nichts anderes zu tun, als sofort ne Meldung rauszujagen: Sensation, Sensation, Song "Je suis Charlie" wird zum Hit, bereits millionenmal auf YT geklickt.

    Und es wird weiter spekuliert, vermutet, Verbindungen ausgemacht wo keine sind. Und, blickt noch jemand durch? So langsam wird es lächerlich und lästig und so gar nicht mehr den Vorgängen angemessen, die dort passiert sind.

    .....

    CharlieHebdo: Mittlerweile beträgt die Auflage 5 Mios und es soll noch nachgelegt werden.

    Ha, das wär doch mal was, ist mir gerade eben eingefallen: Jeder der nach Deutschland rein will, muss ein amtlich anerkanntes polizeiliches Führungszeugnis in deutscher Sprache seines Heimatlandes vorweisen können. Wenn nicht: Abmarsch in Richtung Heimat. ^^

    Hab ja nicht gesagt, dass Du forderst, dass er die Klappe halten soll. Und wieso Sinneswandel? Es wird ja nicht gefordert: "Kriminelle aus Deutschland raus", sondern "'Kriminelle Ausländer aus Deutschland raus", womit ja, so wie ich das verstehe, gemeint ist, dass Ausländer die in Deutschland Straftaten begehen aus Deutschland raus sollen und nicht auch jeder Ausländer, der vorher mal in seinem Heimatland straffällig geworden ist, dann müsste die Parole ja lauten: "Wer irgendwo auf der Welt mal straffällig geworden ist kommt erst gar nicht nach Deutschland rein".

    Und vielleicht sollte man diesen Typen dann mal fragen, ob er es als legitim gesehen hätte, wenn die Südafrikaner ihm gesagt hätten: "Du wirst in Deutschland gesucht, bist wahrscheinlich dort straffällig geworden, wie wollen hier keine Krimiellen, raus aus Südafrika". Je nachdem wie dann die Antwort ausfallen würde, könnte sie ihm dann vielleicht negativ entgegengehalten werden.

    Jo Margin, was diese Satzung der Pediga angeht, wird ja unterstellt, dass es sich um eine "Scheinsatzung" handelt. Dass sich die Wölfe als Schafe tarnen.

    >> Wenn ich dann noch hinzurechne, dass der Leithammel Bachmann wg. Aufragseinbrüchen für das Dresdner Rotlichtmillieu verknackt wurde und sich dem Strafvollzug entzogen hat, indem er mit falschem Namen in Südafrika untergetaucht ist ...

    Was ich über diesen Bachmann zu wissen glaube ist das, was Du hier darstellst. Ich will über denn auch nicht mehr wissen, weil er mich nicht interessiert und weil ich mich grundsätzlich frage, was das eine mit dem anderen zu tun hat. Wir hatten Politiker, die wurden z. B. wegen Betrugs rechtskräftig verurteilt und blieben weiterhin tätig, weil von ihrem Tun ein einer Ecke nicht auf ihr Tun (Kompetenz?) in einer anderen geschlossen wurde. Ich kann auch nicht beurteilen, ob dieser Bachmann kompetent für irgendwas ist, aber rein auf Grundlage seiner Vergangenheit zu sagen, dass er sich zurückhalten und die Klappe halten sollte halte ich für eine zu oberflächliche Argumentation.

    >> Weiterhin haben ........ ja auch Parolen, die selbst ich unterschreiben würde und das macht sie interessant.

    Das gilt so ziemlich für alle Parteien, egal ob nun von links oder von rechts. Sogar bei den Braunen, auch die hatten schon Parolen bei denen ich dachte: "Da könnte man ja zunindest mal drüber diskutieren". Aber jeder, der es sich erlaubt laut anzudenken, hat sofort seinen Stempel und gerät unter Generalverdacht, mit der ein oder anderen Ideoligie zu liebäugeln. Also wird sich weggeduckt und geschwiegen. Das gilt auch für unsere Politiker, hier aber vermutlich auch, weil sie vor der vorgebenen Richtung ihrer Häuptlinge nicht öffentlich erkennbar abweichen wollen, wie das z. B. bei der AfD immer wieder geschieht und was negativ gegen sie verwendet wird. Da wird jede Äusserung eines Einzeneln auf mögliche braune Inhalte abgeklopt und dann der Partei ingsamt entgegen gehalten. Ähnliches auch bei der CSU. Ebenso dieses Abklopfen auf "Nazivokabular". Mein Gott, die Nazis haben sich der Möglichkeiten der deutschen Sprache bedient und wie sollte z. B. eine Presse die lügt anders benannt werden als "Lügenpresse", wenn sie denn lügt und wer verfälscht lügt auch.

    Möglicherweise ist ein Grundstein des Erfolgs von Pediga, dass jetzt die, die immer geschwiegen und sich weggeduckt haben, sich nun trauen das zu sagen, was sie immer mal sagen wollten. Deutschland braucht eine völlig andere Diskussionskultur, wer jede Äusserung nur daraufhin abwägt ob jemand mit dieser Äusserung in eine bestimmte Ecke gestellt und somit mundtot gemacht werden kann, macht jedes konstruktive Fortkommen damit kaputt. Das gilt für unsere Politik, das gilt aber ganz besonders für unsere Presse.

    ...

    Moses ...

    Dass die Religionen gemeinsame Wurzel haben, war mir mit meinem durchschnittlichen Wissen schon klar, wie die Rolle von Moses im Islam gewertet wird, so allerdings nicht. Aber auch in dem Wikiartikel konnte ich nichts zu den 10 Geboten finden (oder ich habs überlesen), nichts dazu finden, dass diese 10 Gebote auch für die Gefolgsleute von Mohamed Geltung haben sollen. Das habe ich vorher ganz einfach daraus geschlossen, dass sich, immer wenn Muslime zu Wort kamen und sich dazu äusserten was der Islam gestattet oder verbietet sich nie auf ein festes Regelwerk wie die 10 Gebote berufen wurde. Dann wäre es ja einfach zwischen Gut und Böse zu unterscheiden. Es wurde sich immer auf einzelne Aussagen des Coran berufen, die angeblich das Töten verbieten sollen, die Anhänger des Tötens berufen sich auf andere Auszüge, aus denen sie schliessen, dass es erlaubt ist. So wie ich es bis heute interpretiere, lässt sich aus dem Coran faktisch ALLES herauslesen. Und das macht es nicht einfacher, die Religion zu akzeptieren.

    Was ich jedoch glaube zu verstehen ist, dass die Lehren des Islam eine strikte Trennung zwischen Staat und Religion nicht zulassen, was, wenn es denn so ist, auch für jeden in Europa lebenden Moslem natürlich einen Gewissenskonflikt darstellt, erstrecht, wenn sie z. B. in Deutschland leben, wo es diese strikte, konsquente Trennung von Kirche und Staat, wie z. B. in Frankreich, nicht gibt.

    Aber, das ist meine ganz persönliche Meinung, es ist nicht meine Sache, dass ich mich schlaulese und mich bemühe den Islam zu verstehen. Der Islam als Religon gehört meiner Meinung nicht zur deutschen, mitteleuropäischen Kultur, wenn er irgendwo in Westeuropa halbwegs zur Kultur gehört dann ist das viellicht Andalusien. Er wird toleriert und das finde ich so auch in Ordnung, er wird toleriert, auch von vielen, die damit absolut nichts anfangen können. Aber wie schon gesagt, es ist nicht meine Aufgabe mich dazu schlau zu machen, warum der Islam es wert ist toleriert zu werden, es ist Aufgabe derer, die von mir erwarten, dass ich ihre Religion toleriere mir verständlich zu machen, warum ihre Religion es wert ist toleriert zu werden.

    Ich hab mir auch die Frage gestellt, was die Reaktionen gewesen wären, wenn diese zwei Verwirrte in den Redaktionsräumen lediglich nur ein oder zwei Personen angetroffen hätten, die sie hätten umlegen können. Der Hype der nach den Attentaten entstand ist mir irgendwie nicht geheuer. Ebenso, was jetzt damit gegen wen ausgespielt wird. Da gehen Millionen auf die Strasse, Politiker die von ihren Auffassungen von Recht und Freiheit so gar nicht zusammenpassen gehen Arm in Arm den Massen voraus. In Frankreich singt das Parlament die Internationale.

    In Spanien wurden in der Madrider U-Bahn hunderte getötet und trotz Betroffenheit war es nicht viel mehr als eine Nachricht. In London zerhackt ein anderer Verwirrter auf offener Strasse einen Menschen und auch hier war es letztendlich nicht viel mehr als eine Nachricht. Hat es was mit dem Erscheinen der ISIS zu tun? Möglicherweise weil das Grauen jetzt näherkommt und nicht mehr nur aus der Ferne zu betrachten ist?

    Ich verstehe nicht wirklich was die Pediga eint, ausser, dass sich da offenbar welche zusammenfinden, die mit irgendetwas unzufrieden sind, jeder möglicherweise mit etwas anderem und ebenso undefiniert scheinend gegen irgendwas sind. Oder vielleicht schlicht nur ihrem Unmut Luft machen wollen. Und ich verstehe auch nicht wirklich wofür diese Gegenbewegung nun auf die Strasse geht. Sind sie gegen die die dagegen sind oder sind sie für irgendetwas was die Pediga nicht will?

    Die Religion kommt immer dann ins Spiel, wenn Menschen auf Ihre Fragen keine Antworten mehr haben und nicht wahrhaben können oder wollen, dass es auch etwas geben könnte, was keinerlei Sinn macht. Warum sterben "unschuldige" Kleinstkinder an Krebs? Und wenn es einen Gott gibt: Warum lässt er das zu? Die Religon sagt es Dir: Gott denkt sich etwas dabei, auch, wenn Du den Sinn nicht verstehst und damit ist dann auch das Sterben eines Kleinkindes wieder nicht ganz sinnlos, wird abstrakt irgendwie akzeptierbar.

    Manchmal hat Religion auch etwas Bizarres, Unwirkliches. Auf der einen Seite tiefgläubige Menschen, die sich von Menschen den Segen Gottes abholen, die sich offensichtlich selbst nicht an die Regeln der Religion halten: Kinderschänder, Körperverletzer, Betrüger, Habgierige und und und. Auch Mörder.

    Klar, es gibt da irgendwas was weit über unseren Verstand hinausgeht und uns diesen rauben kann, wenn wir versuchen trotzdem begreifen zu wollen. Wie soll ein kleines menschliches Hirn damit klarkommen, dass es über uns mehr Planeten gibt als alle Strände dieser Welt Sandkörner haben? Dass das alles einmal aus einer Materie entstanden sein soll, die vor dem Urknall kleiner als der Kopf einer Stecknadel gewesen sein soll? Und woher kam diese stecknadelkopfgrosse Materie?

    Ich selbst gehöre zu denen die sich sagen "Alles kann sein" und somit an nichts und alles glauben, es für möglich halten, bin also völlig unbeleckt von jeder Religion. Trotzdem habe ich einen fundamentalen Respekt für jeden der an etwas glaubt und deshalb stehe ich auch allen "Verunglimpfungen" an diesem Glauben sehr reserviert gegenüber. Das gilt auch z. B. für diese Karikaturen dieser Zeichner von Charlie Hebdo, die ich vorher nicht kannte. Witze machen: JA, der Lächerlichkeit preisgeben: Nein.

    >> Das Problem ist die Meinungsmache, die Polarisierung, das unterschwellige hetzen.

    Genau das wollte ich mit meinem Gemeckere klarstellen. Wenn ich mich über einen Vorgang informieren will, dann will ich, dass der Fokus sich an sein eigenes Motto hält: Fakten, Fakten, Fakten, wenn es um die reine Berichterstattung geht. Dann will ich nicht, dass eine Berichterstattung mit "Täglich wird die Zahl der selbsternannten Patrioten grösser" anfängt, wenn gemeint ist: "Täglich schliessen sich der Pediga mehr an". Und dieses FOCUSzitat war ja noch ein harmloses Beispiel, da gab es wesentlich polemischere '"Eycatcher".

    Und Phrasen wie "Der Islam gehört zu Deutschland" halte ich für etwas arg verunglückt. Was gehört denn zu Deutschland? Der Islam oder die Menschen, insbesondere die, die hier schon ewig leben, mit diesem Glauben? Mit erstem kann ich nichts anfangen, mit zweitem würde ich konform gehen.

    Den Aussagen von Islamisten verschiedenster Couleur stehe ich ziemlich ratlos gegenüber und frage mich jedesmal: "Ja was denn nun?" Die einen behaupten der Islam sei die friedlichste Religion überhaupt, andere begründen mit den Vorgaben des Islams, dass sie Andersgläubigen die Haut abziehen dürfen. Und Dieter Nuhr, der ja manchmal auch etwas einseitig zu denken scheint, hat mit seiner Aussage, dass die Anhänger des Islams nur dort friedlich sind, wo sie keine Macht haben, diesmal grundsätzlich so unrecht nicht. Liegts vielleicht daran, dass der Islam keinen "Moses" hatte, der mit "Geboten", welche verbindlich regelten, was der '"Gläubige" darf und nicht darf, z. B. "Töten", vom Berg stieg?

    Und was die Berichterstattung zur Pediga anging hatte ich in der Vergangenheit öfter mal gedacht: "Aber Hallo, das kann doch wohl nicht sein, dass da bei zigtausenden keiner dabei sein soll der fähig ist einen normalen Satz zu formulieren", wobei ich jetzt von Statements von Pro-Pediga Menschen spreche, die dann über die Bildschirme gingen. Hab mich dann gefragt, ob da nicht vielleicht manipuliert wird, indem z. B. eine Vielzahl befragt wird und dann die zwei, drei dümmsten Kommentare gesendet werden.

    Ebenso das plakative Herausstellen von irgendwelchen Schildern, die belegen sollen, wessen Geistes Kinder da unterwegs sein sollen. Wenn ich als Pedigagegner denen schaden wollte, würde ich mir ein grosses Schild mit dem Spruch "Mit Adolf wär das nicht passiert" malen, mit denen mittappen und mein Schild überall wo Kameras lauern besonders hochhalten.

    Und wessen Geistes Kinder nun auch in der Gegenbewegung unterwegs sind zeigte gestern eine empörte Stimme, die sich darüber aufregte, dass ein Pedigasprecher auf einem Anhänger von OBI stand und nachfragte warum das in diesem Land erlaubt sei, warum es erlaubt sei, dass einer einen Anhänger auf dessen Plane gross OBI steht als Erhöhung für seine Hetzreden benutzen darf. Ob sie damit meinte OBI müsste dagegen vorgehen? Keine Ahnung.

    ^^

    Haste das auf Dich bezogen Syno? Nee, nee, an Dich hab ich dabei nicht gedacht.

    Ich frage mich i. M. so allgemein, wo da im Moment welches Kasperletheater abgeht. Und ich frage mich, was das für eine Mischung ist, die sich da gerade als Gegenpool zur Pediga formiert. Hab gerade das heutige Statement der Polizei gelesen: "Alles ruhig verlaufen, bis auf einige Vertreter der Gegenbewegung, die versuchten über die Absperrungen zu gelangen, um die Pediga beim Demonstrieren zu stören, ist alles ruhig geblieben."

    Nachtrag:

    Die übrig gebliebenen Satiriker dieser Chalie Hepdo, die ja die Meinungsfreiheit als ihr höchstes Gut sehen, scheinen andererseits aber auch ein etwas arg seltsames Verständnis der Meinungsfreiheit zu haben, weil sie die Deutschen auffordern endlich etwas gegen die Pediga zu unternehmen, was ich so verstehe, dass Deutschland endlich was dafür tun soll, dass die von der Strasse runterkommen und die Klappe halten sollen.

    Vielleicht liegts aber nur an der Darstellung der Pediga im Ausland als extemrechte, also rein braune Bewegung.

    Jo, Zeit der Konjunktur für Heuchler. Wieder Zeit der möglicherweise etwas vorschnellen Äusserungen: "'Der Islam gehört zu Deutschland". Ist das so? Und wieder: "Was ist die Essenz dieser Phrase"? Und was war eigentlich der Sinn dieser Demo in Paris? Gings um die Pressefreiheit? Dann hätten einige nicht dabei sein dürfen. Gings um Verständnis für den Islam? Dann hätten ebenfalls einige nicht dabei sein dürfen. Gings um die Toten der extremen Islamisten? Davon gibts in vielen Gebieten der Welt täglich ein Vielfaches, ohne dass sich jemand dafür wirklich interessiert. Und, waren die Kreuzritter besser?

    Und passt das, was da vorige Woche in Paris passiert ist, jetzt einigen nicht wunderbar in den Kram? Einigen, aber von allen Seiten.

    >> Erst darüber nachdenken, dann vielleicht mal darüber sprechen.

    Oder: Erst drüber nachdenken, dann mal vorerst die Fresse halten bis sich alles beruhigt hat, dann vielleicht mal darüber sprechen. Wenn es dann noch von Interesse sein sollte.

    Es war noch nichts halbwegs begriffen, geschweige denn verdaut da waren schon die ersten Mutmassungen und oft weit hergeholten ellenlangen Kommentare da: "Das ist ein typisch französisches Problem", "Wie sicher ist Deutschland?" und und und. Ich warte jetzt auf den ersten der mit '"Wenn schon nicht Todesstrafe, dann aber lebenslange Dunkelhaft in einer Einzelzelle mit Ratten bei Wasser und Brot für diese Unmenschen" kommt.

    Wenn irgendwo in ner Innerstadt eine Kutsche ne Fehlzündung hat ist 10 Minuten später die Schlagzeilen da: "Schüsse in .....? Ist das SEK auf den Ernstfall vorbereitet?"

    "Le Pen zeigt sich unsolidarisch", weil er nicht sagt "Ich bin Charlie". Soll ihm jetzt damit unterstellt werden, dass er das möglicherweise gut findet was da passiert ist? Muss ich mir jetzt auch ein T-Schirt mit "Je suis Charlie" anziehen, es für jedermann hörbar aussprechen oder hier (was ich garantiert nie tun würde) schreiben, um nicht in Verdacht zu geraten zumindest gleichgültig zu sein?

    Es ist furchtbar was dort passiert ist, aber noch viel furchtbarer finde ich die ganzen Schreiberlinge und Wichtigtuer, die sich über dieses furchtbare Ereignis zu profilieren suchen. Und bei vielen habe ich den Verdacht, dass sie darauf hoffen und warten, dass es weitergeht.

    >> aber haben wir denn wirklich eine unabhängige Justiz?

    "Wessen Brot ich ess, dessen Lied ich sing" trifft sicherlich in Teilen auch auf die Justiz zu. Aber bestimmt nicht auf die Justiz ingesammt, womit es dann zur Glückssache wird, wo etwas anhängig wird. Wir haben misserabele Richter, die aus dem Amt gejagt werden müssten, wir haben aber auch hervorragende Richter die ihren Job und ihr Amt verdammt ernst nehmen. Man denke einmal an das Bundesverfassungsgericht, welches in den letzten Jahren der vorschnellen Gesetzgebung den ein oder anderen Dämpfer verpasst hat.

    Das Problem ist halt die Gesetzgebung an die Richter sich zu halten haben, egal ob sie diese Gesetze nun für richtig oder falsch halten, für sinnvoll oder sinnlos. Und die Gesetze werden halt von denen gemacht, die uns vor jeder Wahl regelmässig belügen. Auch die Richter des Bundesverfassungsgericht haben nur einen relativ kleinen Spielraum, sie haben nicht zu entscheiden, ob ein Gesetz sinnvoll ist oder nicht, sie können nur prüfen, ob es mit der Verfassung vereinbar ist.

    Freut mich ja echt, wenn es wenigsten einige spontan auf die Strasse geschafft haben. Jetzt kommt dann mit Verzögerung, die nach vorheriger, ausgiebiger Beratschlagung riecht, verspätet von den Häuptlingen was hinterher. Ich weiss nit. Gut, besser als generelles Schweigen oder das Gesabbel, welches sich dann in irgendwelchen Talkshows abgehalten wird, wo dann die üblichen Verdächtigen, wie z. B. dieser Wichtigtuer und Allesgenauerwisser Friedmann, sich zu profilieren versuchen.

    Und prompt wird nach noch mehr Kontrolle geschrieen, die natürlich jeden betrifft und ignoriert, dass Kontrolle ja offensichtlich nichts verhindern kann, wie der aktuelle Fall zeigt. Die hatten die voll auf dem Radar, die Redaktion dort wurde von der Polizei geschützt und es konnte trotzdem nicht verhindert werden. Und dann wurde dann auch noch einer als Verdächtiger ausgerufen, der zum Zeitpunkt des Überfalls wohl in der Schule war.