Beiträge von cura

    >> Also ich sehe da auf Anhieb ne ganze Menge guter Gründe für diese Aktion.

    Jo, die sehe ich auch, womit aber die Frage, ob uns das wirklich was angeht was dort passiert, nicht beantwortet ist.

    Wenn der Westen nichts dazu getan hat, was da auf dem Maidan abging, dann haben die Ukrainer sich das selbst eingebrockt. Warum also sollen sie nicht auch selbst sehen, wie sie aus dem Ding wieder rauskommen? Es kann ja wohl nicht sein, dass auf unserem Boden deswegeb vielleicht ein Krieg geführt wird. So wie das im Moment aussieht kann das durch einen blöden dummen Zufall ganz schnell passieren, passieren, das es da unten eskaliert, keiner mehr den Überblick hat und es sich unkontrolliert ausweitet.

    Und alles ist besser als ein grosses Blutvergiessen. Selbst eine Annektion von Teilen der Ukraine durch die Russen.

    Meine Nerven, wenn das da unten so weitergeht könnten wir bald einen Stellvertreterkrieg in Europa haben, von dem am Ende keiner mehr so wirklich weiss, warum er überhaupt sein musste und wie '"man" da reingerutscht ist. Und das möglicherweise nur, weil ein Obama nicht als Weichei gelten will. Ich möchte mal wissen, wie das mit der allseits herbeigesehnten Neuwahl bei den derzeitigen Konstellationen überhaupt gehen soll. Welche Interessen Putin dort hat ist nachvollziehbar, aber ich frage mich mittlerweile welche nachvollziehbaren, "zwingenden" Interessen der Westen dort eigentlich hat. Menschenrechte können es ja wohl kaum sein, die interessieren in anderen Gebieten der Welt ja auch nicht.

    Jo klar, CC. Kann man natürlich immer aus verschiedenen Blickwinkeln sehen.

    Es bleibt aber dabei, dass hier was arg schiefgelaufen ist, wenn Beförderungsverträge ausgenommen wurden. Warum ausgerechnet die?

    Die Auswahl an "preiswerten" Anbietern ist ja so gross nicht. Selbst diese KG mit Berlin im Namen hat eine englische Gesellschaft als Hauptanteilseigner. Für den Verbraucher in ganz Europa ist es natürlich bestens, wenn er Verträge nach irischem Recht abschliesst. Da weiss ja nicht mal ein deutscher Anwalt oder ein spanischer was fürne Art von Vertrag er da eigentlich eingeht.

    Und klar, durch diese Steuersparmodelle haben die in Irland "Ansässigen" natürlich auch einen Wettbewerbsvorteil gegenüber anderen, die z. B. ganz brav in Deutschland, Frankreich oder wo auch immer angesiedelt sind und dort ihre Steuern zahlen.

    Das ist richtig, aber halt nur zum Teil, weil es natürlich mal wieder, wie fast immer, zu den Regeln Ausnahmen gibt. Und für diese Ausnahmen sorgen bei EU-Verordnungen dann diese Scheiss-Lobbyisten in Brüssel.

    Dann kommen die Juristen der grosse Konzerne hinzu, deren einzige Aufgabe es ist, es den Verbrauchern so schwer wie möglich zu machen und das in den AGB möglichst in so verschachtelte Formulierungen zu packen, dass der Verbraucher die Fallen nicht erkennt.

    Mal hier nachsehen:

    *** Link veraltet ***

    Da heisst es:

    >> Die Verordnung enthält ferner Bestimmungen zur Zuständigkeit bei Verbraucherverträgen. Verbraucher sind Personen, die im Geschäftsverkehr zu Zwecken außerhalb ihrer beruflichen oder gewerblichen Tätigkeit handeln. >>> Darunter fallen alle Verträge von Verbrauchern mit Personen, die in der Europäischen Gemeinschaft (EG) eine berufliche oder gewerbliche Tätigkeit ausüben, mit Ausnahme von Beförderungsverträgen, es sei denn, es handelt sich um Reiseverträge,

    Gute Lobbyarbeit. Die Lobbyisten flüstern den Politikern was ins Ohr, die finden es gut, meist weil sie meist die Tragweite gar nicht abschätzen können. Die mit den Lobbyisten zusammenarbeitenden Juristen konnen das aber vorausschauend sehr gut. Und am Ende ist der Verbraucher der Arsch.

    So, Beförderungsverträge sind ausgeschlossen. Der Verbraucher muss also wissen, dass, wenn er einen Flug bucht er einen Beförderungsvertrag schliesst. Bucht er mit diesem Flug noch ein Hotel bei demselben Anbieter, hat er einen Reisevertrag. Was also wird gemacht? Flugbuchung und Hotelbuchung werden rechtlich voneinander getrennt.

    So, und jetzt muss erst mal einer bis zum EuGH klagen, damit die Richter eventuell den Scheiss, den die Politiker fahrlässig oder vorsätzlich gebaut haben, berichtigt oder zumindest einschränkt.

    Und das hat der EuGH gemacht, indem er z. B. gesagt hat, dass gegen Fluglinien auch am Abflugs- oder Ankommensort geklagt werden kann. Nutzt natürlich einem in Deutschland ansässigen Verbraucher wenig, der z. B. bei Ryanair einen Flug von Warschau nach Madrid bucht.

    *** Link veraltet ***

    Hab grad gesehen, dass ich vergessen hatte, einen Link auf diese "Benutzungsbedingungen" zu setzen.

    Ist aber eigentlich nach den "Benutzungsbedingungen" vom Rainer sooo nicht zulässig.

    5. Links auf diese Website. Ohne die vorherige schriftliche Zustimmung von Ryanair sind Sie nicht berechtigt, Links auf diese Website einzurichten und/oder zu betreiben.

    *** Link veraltet ***

    Jo, und in den AGB:

    2.4 RECHTSWAHL UND GERICHTSSTAND

    Sofern das Übereinkommen oder einschlägige Gesetze nichts anderes vorsehen, unterliegen Ihr Beförderungsvertrag, diese Beförderungsbestimmungen und unsere Regelungen dem Irischen Recht .Die irischen Gerichte sind für die Entscheidung sämtlicher Klagen oder Verfahren und /oder zur Beilegung sämtlicher Streitigkeiten zuständig.

    ....

    Als erstes fragt man sich ja da mal: "Hä? Von welchem "Übereinkommen" reden die?

    Das bleibt aber deren Geheimnis.

    Und klar, in Zukunft soll möglichst jeder Streit um 5 Euro nach irischem Recht vor einem irischen Gericht geführt werden.

    Das ist natürlich Humbug, dürfte aber viele resignieren lassen, die von Ryanair die Auskunft erhalten: "Jo, kann klagen Sie mal. Wir sehen uns in Dublin".

    *** Link veraltet ***

    Hats jemand gestern gesehen? Den Kampf von Dr. Steelhammer Hasenfuss? Dem innerlich Zerrissenen, weil er für den WM trainieren musste und nicht bei den Freiheitskämpfern auf dem Maidan dabei sein konnte. Es war ihm auch anzusehen wie "zerrisenn" er sich fühlte, im Äuglein fast eine Tränchen und gleichzeitig ein Lächeln auf den Lippen.

    "Ojehh", dachte ich, als ich gesehen hab, dass dieser Australier mal wieder einen Kopf kleiner war, "jetzt fängt er wieder an sich draufzulegen". Hat auch nur ca. 10 Sekunden gedauert und er lag drauf. Später brauchte er das ja nicht mehr.

    Die beiden Luschen boxen nur noch Fallobst und auch das ist noch handsortiert.

    Dr. Hasenfuss kommt nicht mehr aus der Kabine, er steigt vom Thron herab. Und die Frau Gemahling des Bruders kriegt auch noch ihren Auftritt und singt alles nieder. Die zwei sind sich mittlerweile nicht mal mehr zu schade bei ihren nur noch lächerlichen Auftritten nun auch Politik und Sport in Seifenoperart zu vermischen.

    Hab mich das letzte Mal schon über mich selbst geärgert, dass ich mir deren Scheiss und vor allem den Scheiss von RTL rundrum dazu noch ansehe und anhöre, aber jetzt ist Schluss und ich hoffe, dass man von beiden bald nichts mehr hört und sieht. Aber Wladimir hat ja heut angekündigt, dass er sich vorstellen könnte noch die nächsten 10 Jahre halbe Hemden zu verprügeln. Und mit den beiden könnte grad noch dieser Buffer und seine ausgelutschten Ansagen für immer verschwinden.

    Ein Steuerbescheid von geschätzt einer Milliarde Euro. Wenn da andere Länder nachziehen könnte es mit der Herrlichkeit ganz schnell vorbei sein.

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    Typischer G-Kommentar, wie immer: Das Unternehmen ist überzeugt, ausreichend Steuern gezahlt zu haben. Es sei aber auch möglich, dass die Zahlungen noch "angepasst" werden müssten. Und jetzt werden die G-Juristen, auch wie immer, wieder versuchen zu ziehen und zu ziehen und zu ziehen.

    Die Franzosen steigen aber auch den sonstigen US-Konzerne von Apple bis McDonalds, die Riesenumsätze machen, aber dank dem "Irischen Model" kaum Steuern zahlen auf die Eisen.

    Da dürften einige "Investoren" wohl ein nervöses Zucken kriegen.

    G kauft und kauft und kauft und das möglicherweise mit Geldern, die sie anderen schulden, ihnen also gar nicht gehören.

    Auch werden die französischen Steuerbehörden jetzt wohl einige Nachfragen nach dem "Wie und Warum" aus den Nachbarländern kriegen. Die Franzosen habens nicht so wirklich mit den Amis, es gibt da zwar gewisse gemeinsame Interessen, aber von "vorauseilendem Kadavergehorsam" sind die weit weg.

    .....

    Es wird auch wirklich Zeit, dass diesem "Irischen Modell" ein Riegel vorgeschoben wird. Alles verlegt mittlerweile seinen Firmensitz nach Irland.

    Ryanair hat jetzt auch seinen Firmensitz für alle weltweiten Angebote in Irland und, man höre und staune, Nutzungsbedingungen für ihre Webseiten, die für ALLE gelten. Man schaue sich mal die Punkte 5 + 7 an.

    Auszug:

    >> Zum besseren Verständnis sei darauf hingewiesen, dass wenn ein Passagier oder eine Person, der bzw. die gemäß eines Beförderungsvertrags mit Ryanair befördert wurde oder befördert werden soll, in Verbindung mit diesem Beförderungsvertrag ein Verfahren gegen Ryanair einleiten möchte, ausschließlich die Bestimmungen des Abkommens von Montreal 1999 und die EU-Verordnung 2027/1997 (in der durch die EU-Verordnung 889/2002 geänderten Fassung) in der jeweils gültigen Fassung gelten.

    Kennt jemand das Abkommen aus dem Jahr 1999 von Montreol oder die EU-Verordnung 2027/1997, in der durch die EU-Verordnung 889/2002 geänderten Fassung?

    Ich würde mal vermuten, dass 999,99 Promille der Menschen, Anwälte eingeschlossen, die nicht kennen.

    Die haben gehörig einen an der Klatsche. Aber man kann es ja mal versuchen und in der Mehrzahl der Fälle wird es auch leider wohl klappen.

    Gestern gesehen: Der grosse Diktator mit CC. Hatte den vorher nie gesehen. Hab schon lange nicht mehr bei einem Film so herzhaft lachen müssen, wie bei den Slapstickszenen zwischen Hitler und Mussolini.

    Jo klar, mit diesem Döpfner jammert ausgerechnet einer, der es (wahrscheinlich) auch nicht anders machen würde. Was aber nichts daran ändert, dass er in der Sache richtig liegt. Ist dasselbe wie mit diesem Typ von dieser Shopplattform dessen Artikel vom Schweden ( glaub ich) vor kurzem mal eingestellt wurde.

    Wir "jammern" ja hier, und "jammerten" auch schon drüben, auch schon seit Jahren rum und wurden allzu oft als Spinner abgetan. Snowdon hat uns alle rehabilitiert. Zuhören tut uns trotzdem keiner, jedenfalls haben wir keine grosse Öffentlichkeit.

    Genau wiese sich schon vor langer Zeit zusammengetan haben um die Kostenloskultur im Internet zu propagieren werdense sich in Zukunft auch in anderen Bereichen zusammentun. Möglicherweise habense es schon lange gemacht. "Alle Macht dem Sillicon Valley".

    Irgendwann werdense auch mit ner virtuellen Währung kommen, hinter der, im Gegensatz zum Bitcoin, dann auch zur Absicherung Kapital steht. Ohne den Bitcoin wärse möglicherweise schon da. Der muss aber erst mal richtig chrashen und wird dann erstmal viel Vertrauen in virtuelle Währungen kaputt gemacht haben.

    Und CC, Du glaubst doch wohl nicht, dass die sich von nem kleinen, dicken Despoten abhängig machen würden und Riesengelder in Gegenden investieren, diese in zwei, drei Jahrzehnten nur noch mit nem U-Boot erreichen werden können? Nee, die träumen davon, wie einst Karl der Grosse, sich die Krone selbst aufs Haupt setzen zu können.

    "Beckmann" mal interessant.

    Gestern abend, mit Gabriel, einen Mitbesitzer der FAZ, dem Typ von DailyDeal und einer Autorin und Juristin.

    Es scheint so zu sein, dass die Politik so langsam aufwacht. Grund ist da wohl eher, dass sie mittlerweile wohl begriffen haben, dass ihnen, geht die Entwicklung so weiter, die Wurst vom Brot genommen wird. Gibt auch Hoffnung, dass TTIP doch nicht so einseitig ausfallen könnte, wie wir es befürchten. Leider macht sich auch die Erkenntnis breit, dass Google mittlerweile schon zu gross geworden ist, um zu stagnieren oder gar kaputt zu gehen.

    Gabriel fand erstaunlich klare Worte zu den USA, von denen er meinte, dass die sich seit den Anschlägen auf die Zwillinge weit von dem entfernt hätten, was einmal die Grundwerte des Westens ausmachten.

    Zwar nicht sehr überzeugend daherkommend, meinte er auch, dass Snowdon unbedingt als Zeuge gehört werden sollte, er aber in Russland vernommen werden sollte, weil er den USA nicht traue. Die hätten völkerwidrig schon einmal das Flugzeug eines Staatspräsidenten vom Himmel geholt, um es zu durchsuchen.

    Was mir vorher nie so wirklich aufgefallen war ist, dass die FAZ sich sehr intensiv mit den Thematiken, über die wir uns hier auch immer auslassen, befassen.

    Klar meine Schuld und keinesfalls Manipulation. Ich gebe immer lediglich "Nachrichten" ein und sondiere dann. Die FAZ ist mir dabei noch nie untergekommen. Sie ist unter "Nachrichten" erst irgendwo unten auf Seite 3 zu finden. Jede Menge Mist ist besser gelistet.

    Interessant dazu der offene Brief des Springer Chefs Döpfner der sagt: "Wir haben Angst vor Google".

    *** Link veraltet ***

    Mal kritisch lesen: Die Meinung des Googlechefs, Zynikers und "Menschenverachters" Eric Schmidt, der dummdreist die Frage stellt: "Warum hacken eigentlich alle auf uns herum?" Schmidt spricht vom Internet und meint immer nur Google.

    *** Link veraltet ***

    Klar doch, warum hat man Angst vor einem jetzt schon meinungsbildenden Giganten, der glaubt, Recht und Gesetze seien etwas für das "Fussvolk" und plant die Führung seines Konzerns auf Grossraumschiffe zu verlegen, die dann in rechtsfreien Gebieten auf den Weltmeeren rumschippern?

    *** Link veraltet ***

    >> Und dennoch benimmt sich der kleine Profilneurotiker m.E. als wäre er in Braunau am Inn geboren _

    ^^

    Tut er das? Gut, den Macho lässt er öfter mal raushängen, aber ansonsten...? Weiss nit. Vielleicht braucht die russische Volksseele dass. Keine Ahnung. Und ich möchte nicht wissen, was so manch anderer raushängen lassen würde, wenn er denn könnte.

    Mich stossen diese vermummten Gestalten auf den Strassen schon ab, seit der Palaver da unten losging. Was mich aber immer wieder verwundert ist, das grosse Teile von Polizei und Militär anscheinend bereitwilligst überlaufen.

    Und ab und an bin ich auch mal ganz froh drüber, wenn jemand, dem keine prorussische Parteilichkeit unterstellt werden kann, mal ausspricht, was z. B. ich denke, wie dieser ehemalige Abgeordnete der EU, aus der CDU, glaube ich, der gestern abend bei dieser Diskussionstante in der Runde sass und meinte, dass da irgendwas schiefläuft, wenn die Vermummten in den Strassen jetzt als Terroristen bezeichnet werden, während auf dem Maidan die Protestierenden dort vor Ort von Aussenminister Westerwelle als Freiheitskämpfer gefeiert wurden, obwohl die vorhergegangen Wahlen in der Ukraine von der EU als demokratisch anerkannt worden waren. Naja, bei dem Westerwelle muss in Betracht gezogen werden, dass er da was verwechselte und glaubte auf dem Christopher Street Day zu sein.

    Die Weichen für das was im Moment da unten Istzustand ist wurden also wahrscheinlich schon gestellt, als für uns alle die Ukraine noch ein Exot war, von dem keiner wusste, wie gross dieses Land tatsächlich ist.

    Und was mit der Krim gelaufen ist war für Putin aus seiner Sicht wahrscheinlich das einzig Richtige. Ich bezweifle, dass heute überhaupt noch irgendjemand mit ihm verhandeln würde, hätte er das nicht gemacht.und würde nicht im Raum stehen, dass er das in den anderen Landesteilen auch noch tun könnte. Und, das muss ja auch mal gesagt werden, es ist ohne jedes Blutvergiessen gelaufen, was in dieser Ecke ja eher die Ausnahme ist. Das mal aus humanitärer Sicht.

    Jo, stellt sich halt die Frage, wann, aus seiner Sicht und zu seiner Sicherheit, der Punkt erreicht war, wo er aufhören musste, der "gute Kumpel" zu sein.

    Und es geht mir auch langsam auf den Geist, dass jeder, der das Ganze mal relativiert und versucht aus mehreren Blickwinkeln zu sehen, mittlerweile als "Putinversteher" diffamiert und niedergemacht und als Schwarzweissmaler abgewachtscht wird. Ich bin doch keine Idiot, nur weil ich sage, dass da jeder sein eigenes Süppchen zu kochen versucht und die sich gegenseitig nichts schenken, dass ich mich nicht mit denen vorbehaltlos solidarisiere die sich die "Guten" nennen.

    Mir fält bisher z. B. auf, dass Putin sich in seiner Wortwahl und seinen Schuldzuweisungen wesentlich zurückhaltender und diplomatischer verhält, als so mancher aus dem Westen. Da wird immer von fehlender Kompromissbereitschaft geredet. Von den "Guten". Was ich bisher erkennen kann ist, dass zwar "Kompromissbereitschaft" gefordert wird, an den Standpunkten auf beiden Seiten jedoch unbeirrt festgehalten wird. Wie sollte ein Kompromiss also aussehen?

    Jo, mir geht die ganze Berichterstattung zur Ukraine nur noch auf den Keks. Da wird je nachdem wie es opportun erscheint die Sprachwahl geändert. Als die angeblich Prowestlchen mit ihren Protesten anfingen was es ne Freiheitsbewegung. Jetzt wird bei den Aktionen dieser prorussischen Kräfte davon gesprochen, dass der Staat ja das alleinige Gewaltmonopol hätte und sich das nicht gefallen lassen müsste. Was ist denn nun richig und was ist falsch?

    Steinmaier spricht davon, dass Russland dabei sein könnte "europäische" Grenzen zu überschreiten. Ginge es nicht lediglich um EINE Grenze, die der Ukraine? Und wo hört Europa auf?

    Jeder Wald- und Wiesenkorrespondent glaubt mittlerweile an eine "Berichtserstattung" noch seine eigene Einschätzung und Meinung dranhängen zu müssen. Und alle sind sich einig: Putin ist der böse Bube. Klar, wird Putin da unten aktiv sein, er hat ja aus seiner Sicht auch gute Gründe dafür. Wie gut sind die Gründe der anderen Staaten, die dort unten im Untergrund auch "destabilisierend" unterwegs sind?

    Putin, der Böse, ruft nun auch von der Ukraine normale Preise für sein Gas auf. Pöser Bube. Klar doch, Devise: "Auch wenn Du jetzt mein Feind bist, mach mir einen Freundschaftspreis. Ach übrigens, die zwei Milliarden, die ich Dir aus der Vergangenheit schulde, kannste abschreiben, ich hab nix mehr."

    Würde ich das mit meinem Heizöllieferanten um die Ecke machen, würde der mir wohl sagen: "Von mir gibts gar nichts mehr, lass Dich von Deinen neuen Freunden beliefern".

    Wenn dieses Ding platzt wird die Welt brennen Alex. Mit Regulieren is eh nix, es wird verwaltet. Und die Wahrscheinlichkeit, dasses platzt wird täglich grösser. Die Bilder, die wir aus den Rezessionsjahren des vergangen Jahrhunderts kennen, werden dagegen harmlos sein. Die aus dem Nichts geschaffenen gigantischen Gelder wurden schon lange, und werden immer noch, in reale Sachwerte umgewandelt. Eine überschaubare Zahl von Ganoven an den Schalthebeln des Geldes kauft damit den Planeten.

    Die Bankenkrise von 2008 ist beendet? Alles Quatsch. Wie kann eine Krise beendet sein, wenn das Tun, welches sie herbeigeführt hat unbeirrt fortgeführt wird? Diese Strolche machen was sie wollen und unsere Politiker spielen mit. Wenn ich schon höre: 1700 Lobbyisten (und wahrscheinlich sind es noch viel mehr) sind in Brüssel unterwegs und die haben ihre Büros Tür an Tür mit den Entscheidern, formulieren Gesetzesvorlagen und und und. Bei vielen Politikern hab ich den Eindruck, dass es sich in Wahrheit um in die Politik eingeschleuste Lobbyisten handelt, die dann auch noch zusätzlich vom Volk bezahlt werden.

    Wenn mal angefangen würde die aus dem Tempel zu treiben, wäre das der erste Schritt der Politik Glaubwürdigkeit zu erzeugen.