Es regt sich auch niemand darüber auf, dass keiner kontrolliert und Belege für angebliche Verluste der Banken fordert. Da wird von den Banken über zwei Daumen ein Verlust geschätzt und der Steuerzahler muss einspringen. Niemand hinterfragt wo die Gelder, gigantische Summen, eigentlich geblieben sind. Und niemand verlangt von den Banken, was in der sonstigen Wirtschaft eigentlich normal ist, dasse erst mal die noch vorhandende Aktiva verwerten.
Wenn ich mir das hier z. B. ansehe: Spanien hat so 46 Millionen Einwohner. Der Anteil an eigenen Immobilien beträgt ca. 85%. Resultiert noch aus der Francoära, der Immobilieneigentum quasi vorgeschrieben hat. 15% wohnen also zur Miete, also so rd. 7 Mio. Haben auch schon zur Miete gewohnt, als der Bauboom hier losging und von den Banken finanziert wurde. Nun sind ja diese 7 Millionen, die zur Miete wohnen nicht 7 Mio potenzielle Immobilienkäufer, sondern setzen sich aus Männlein, Weiblein, Kindern etc zusammen, also grossteils aus Familien. Also können diese 7 Mios, die als potenzielle Kunden zusammenkommen gedrittelt werden und es bleiben ca. 2,7 Mios potenzielle Ansprechpartner für Immobilieneigentum.
Selbst wenn man die fetten letzten 20 Jahre ausseracht lässt, in denen die Banken ja auch fette Gewinne gemacht haben: Es stehen z. Zt. geschätzt 3 Millionen Immobilien leer. Es herrscht also ein gewaltiger Überschuss. Hinzu kommt, für jeden Mieter, der sich eine Immoblie kaufen würde stände wieder eine Mietwohnung mehr leer.
Der Grossteil der leerstehenden Immobiien gehört inzwischen wiederum den Banken, die den Leerstand ständig vergrössern, indem sie säumige Hypthekenschuldner räumen lassen, um dann die Immobilien leerstehen und vergammeln zu lassen.
Nach den heute noch aufgerufenen Marktpreisen für Immobilen dürften diese leerstehenden Immobilien einen Wert von 300 bis 400 Milliarden Euro darstellen. Zu diesen unrealistischen heute aufgerufenen Marktpreisen in Verbindung mit den z. Zt. aufgerufenen Zinsen kauft aber keiner, kann keiner kaufen. Die einzigen die kaufen sind ausländische Investoren, die kaufen hunderte, tausende Immoblilien im Pack und zahlen für die einzelne Immoblie ein Viertel oder ein Fünftel dessen, was offiziell von einem verlangt wird, der lediglich eine Immobilie kaufen will oder kann.
So, die im Pack, zu einem Bruchteil des Buchwertes, verkauften Immobilien müssen ja aus den Büchern raus, womit dann weitere Verluste entstehen. Die Banken schreien nach dem Staat und der nach der EU. Die EU stellt Bedingungen, die letztendlich nicht vom Staat, sondern den Bürgern gestemmt werden müssen. Schaffen die es nicht mehr, sind halt die Bürger der Geber in der Pflicht. Der Steuerzahler finanziert also auch noch die Spektulanten.
Niemand verlangt von den Banken, wie es von jedem von der Pleite bedrohten Unternehmer verlangt würde: "Verkauf zuerst mal zu realistischen, erzielbaren Marktpreisen Deinen Besitz oder Teile Deines Besitzes oder gib uns Deine Aktiva als Sicherheit". Jedenfalls habe ich davon noch nie gehört. Auch nicht in Deutschland.
So, jetzt hockense alle wie die Glucke auf dem Nest und warten, die Banken mit ihren noch vorhandenen Werten, die Grossinvestoren, die so billig gekauft haben, dasse gar keinen Fehler gemacht haben können, warten auf einen Aufschwung, warten darauf, die einen, dasse entweder wieder mit Gewinn verkaufen oder, die anderen, dasse mit weniger oder keinem Verlust verkaufen können.
Verlieren könnense ja nichts, für Verluste, auch zwischenzeitlich, steht der Steuerzahler gerade, sie können nur gewinnen.
Das ganze System ist krank, es ist krank, dass die Manager der Verluste dafür Millionengehälter erhalten und, wenn sie gehen müssen, dafür Abfindungen in Millionenhöhe erhalten. Es ist krank, dass es zugelassen wurde, dass die Banken sich von Unterstützern der Wirtschaft immer mehr zu Lenkern der Wirtschaft entwickelten. "Geldverwaltung" gehört nicht in private Hände. Banken schaffen keinerlei Mehrwert, sie sind die Schmarotzer derer die Mehrwert schaffen.