Jo gudd. Die Hunnen, die Kelten (oder wie hiessen die, die mal in der Gegend des heutigen Chiemgaus gelebt haben und den Römern die Superschwerte schmiedeten, mit denen sie die halbe Welt unterwarfen?) und und und.
Dann sag doch mal CC, wo nach Deiner Meinung die Zeitschwelle liegen sollte, wo sowas wie Verjährung oder Verwirkung eintreten sollte?. Und woran sollte das sonst festgemacht werden? Ich habs schonmal gesagt, ich hab dazu keine Meinung. "Irgendwann muss es mal gut sein" denke und sage ich auch. Ich sage aber nicht: "JETZT muss es mal gut sein".
Und wenn Reparationszahlungen irgendwann nicht mehr möglich sein sollen und dieser Zeitpunkt sollte möglicherweise ein kurze Zeitspanne von X sein, warum zahlen wird dann immer noch für Sachen die mittlerweile bis zu fast einem Jahrhundert her sind? Warum zahlen wir an einige wenige Grosse und einige "Wichtige", während die Kleinen keinen Ansprüche mehr haben sollten? Warum kommt jetzt der Aufschrei: "Jetzt wollen die auch noch nenn Nachschlag". Warum schreit keiner: "Warum zahlen wir noch immer, wann ist Schluss mit der Zahlerei?"
Gut, da gibt es Vereinbarungen und Verträge sind einzuhalten, auch wenn eine Partei dabei möglicherweise benachteiligt sein sollte.
Griechenland hat 115 Mios in DM erhalten, also ungefähr 50 Mios Euros. Das sind mal grad 500 mittelprächtige Einfamilienhäuser, in Griechenland vielleicht 1000. Welchen Gegenwert und Kaufkraft hätte eine Kreditsumme plus Zinsen von 480 Mios Reichsmarkt heute? Dann noch geschätzte 100 000 Tote und was sonst noch alles plattgemacht wurde. Klar, dass die das Kotzen kriegen, weil heute nur noch in Millarden gerechnet wird. Das Wort Million kennen doch Politiker gar nicht mehr. Jo, gut, Regionpolitiker vielleicht noch.
Griechenland war keine Kriegspartei, hatte sich aus allem rausgehalten, wie auch einige andere kleine Länder auch und wurde überfallen und vereinnahmt. Und ich meine, nur meine ganz persönliche Meinung, dass die nicht behandelt werden sollten, als wären sie, warum auch immer, Länder, bei denen Deutschland damals einen Grund sah, diese anzugreifen.
Gut, ich wusste es auch nicht, aber jetzt weiss ich es. Die wollen ja keine weiteren Reparationszahlungen, die meinen, dass da ein noch nicht rückgezahlter Kredit offen ist. Aber auch heute überall in den Nachrichten: "Die Griechen haben Gauck auf weitere Reparationszahlungen angesprochen." Das mag nicht mal Vorsatz sein, aber es ist eine Verdrehung der Tatsachen und somit negative Stimmungsmache.
Wir kennen das doch aus täglich Praxis, da wird behauptet und wird bestritten, am Ende entscheidet ein Richter. Wer soll hier entscheiden? Was, wenn der Kredit zurecht zurück verlangt wird, dies aber einfach mit "Das sehen unsere Juristen anders" ignoriert und die Angelegenheit, das Verfahren (nicht der Rechtsweg) damit einseitig als beendet erklärte wurde?
Die Griechen werden damals wohl kaum Gelegenheit gehabt haben mit den Nazis auf Augenhöhe einen "rechtssicheren" Vertrag auszuhandeln.
Aber klar, wenn an den eigenen Geldbeutel geht, änderen sich plötzlich Sichtweisen. Kenn ich von all den "Ehrenmännern", die mich in meinem Leben angepumpt und nie zurückgezahlt haben. Einen Grund fanden sie immer nicht zurückzahlen zu müssen und wenn es nur der war, dass ich es mir irgendwann gereicht hat und dann etwas unverbindlicher geworden bin. Ja klar, DAS mussten sie sich von mir nicht bieten lassen, das hatten sie nicht nötig, dass ich plötzlich den nötigen "Respekt" vermissen liess. Sie kündigten mir die Freundschaft und "bestraften" mich damit, dass sie glaubten ihre Schulden bei mir, mit den Frechheiten die ich mir erlaubt hatte, verrechnen zu können.
Die Freundschaft beim Geld hört meisten dann auf, wenn es ans Zurückzahlen geht.