Hier ist eines der Beispiele warum ich seit langer Zeit gegen Deutschland "schimpfe", wobei eigentlich jeder wissen könnte, was mit "Deutschland" gemeint ist. Jeder benutzt ja schonmal solche unbestimmten Begriffe und das Gegenüber weiss schon wer tatsächlich gemeint ist.
Was dabei aber aussen vor bleibt, ist, was mit den aus dem Exportüberschuss erwirtschafteten Geldern gemacht wurde und wird, wie diese verwandt werden und wurden. Klar ist nur, dasse dem "kleinen Mann" nicht zugute kamen, der muss seit langer Zeit mit Einbussen beim Einkommen leben, was die Exporte nochmal zusätzlich verbilligt.
Jetzt ist es auch in den "oberen" Etagen in D "angekommen".
Auswärtiges Amt kritisiert deutschen Exportüberschuss - SPIEGEL ONLINE
Die Erkenntnis hat ihre Gründe jedoch weniger in der "Nächstenliebe", als vielmehr der Erkenntnis, dass die Krise der schwachen EU-Länder jetzt auf die deutsche Wirtschaft zürückschlägt. Wer kein Geld mehr hat, kann sich auch keinen Golf mehr leisten.
Dasselbe Problem haben viele andere Länder, aber vor allem die Amis, auch mit den Chinesen. Die haben auch riesige Exportüberschüsse, können die Gelder daraus jedoch nicht horten, weil dies ihre Währung aufwerten und somit die Exporte verteuern würde. Also kaufense Staatsanleihen der Länder, in denen sie diese Exportüberschüsse erzielen und verschulden diese dann zusätzlich. Darüber lamentieren die Amis seit langem und fordern von den Chinesen, dass diese ihre Gelder aus den Exportüberschüssen im eigenen Land so anlegen, dass China mehr importieren kann, z. B., aus den USA, was den Amis Geld in die Kassen bringen und ihre Schulden reduzieren würde. Aber die Chinesen scheissen den Amis was. Gut, können sie ja auch tun, sie sind ja schliesslich nicht Teil einer Gemeinschaft wie der EU.
Ähnlich lief das schon immer in der EU und läuft es immer noch, nur mit dem Unterschied, dass da nicht die Notwendigkeit bestand eine Währung klein zu halten. Diese volkswirtschaftliche Notwendigkeit entfiel beim Euro, zumindest innerhalb der EU. Für die meisten Nächzügler, die nach und nach der EU beitraten, vor allem Spanien und Portugal kommt das jetzige "Umdenken" z. B. der deutschen Regierenden zu spät. Die sind bereits bis über beide Ohren im Ausland verschuldet und kriegen kein neues Geld mehr, welches die Spirale weiterdrehen würde. Oder, wenn sie welches kriegen, ist es so teuer, dass die Verschuldung trotz Rückzahlungen trotzdem steigt.
Und dazu sollen sie, mit "platter" Konjunktur und riesigen Arbeitslosenzahlen, noch etwas stemmen, was "Deutschland", trotz bester Konjunkturzahlen und sprudelnder Steuereinnahmen auch nicht schafft: Keine neuen Staatschulden machen.
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Und Europa ansonsten? Die zweifelhaften wirtschaftlichen Aspekte mal aussen vor? Ich bin dazu mehr als zwiegespalten. Ausser, dass die Gefahr kriegerischer Auseinandersetzungen zumindest reduziert ist, kann ich auch sonst nicht wirkliche Vorteile erkennen. Es ist schon so, wie CC sagt, Europa entwickelt sich immer mehr in Richtung totale Bevormudung und Entrechtung der Bürger, wobei ich auch den Eindruck hab, dass das "Gebilde Europa" den Regierungen der einzelnen Länder immer mehr als Alibi dient, das durchzusetzen, was aus ihrer Sicht die Idealvorstellung von Macht und Machtausübung ist. Europa als omnipotene, übergeordnete, unangreifbare Instanz, der "man" sich halt unterordnen muss.
Was in den Kram passt, wird mit Europa entschuldigt, alles was nicht in den Kram passt, wird durch Veto etc. verhindert oder blockiert. Siehe Blockierung der Abgaswerte durch Deutschland, kurzfristig der hinterherhinkenden deutschen Automobilwirtschaft zuträglich, der Genmais kommt, obwohl heute schon klar ist, dass er am Ende noch mehr Gifteinsatz als heute erfordern wird. Bald werden wir clorgetränkte Hühner (die garantiert nicht als solche kenntlich gemacht auf den Markt kommen werden) aus den USA fressen und das wird nur der Anfang sein.
Da handelt ein völlig unbekannter, von der EU (von wem in der EU?) beauftragter Höllander, dessen Denken und Motivation und Geldgeber keiner kennt und der trotz erkennbarer Überheblichkeit und Arroganz nicht allzu kompetent rüberkommt im Geheimen ein Abkommen aus, dass am Ende über 500 Millionen Menschen als fertig und nicht mehr verhandelbar schlucken müssen.
Das ging ja schon am Anfang los: "Die EU wird keine gesetzgeberischen Befugnisse erhalten". "Klar doch", hat da jeder von uns gedacht, "da kann ja nicht viel passieren, da bleibt die Macht ja bei den einzelnen Ländern". Der EU wurde "verharmlosend" eine Richtlinienkomptenz eingeräumt. Dass diese "Richtlinienkompetenz" nichts anderes ist, als die EU-Vorgabe darüber, was von den einzelnen Ländern als Gesetz umgesetzt werden muss, hat ja von uns kleinen Deppen keiner überrissen. Die EU macht also durchaus Gestze, nur, dass sie halt lediglich in einer Richtline vorgibt was diese Gesetze regeln sollen und ansonsten den Regierenden der einzelnen Länder die Formulierung und Verabschieden überlässt, was aus einem Text erst ein Gesetz macht.
Gefickt eingeschädelt.