Wär Dir mit mir nicht passiert, hoffe ich zumindest. Hätte aber passieren können, wenn ich mich mal wieder in einer "Frustphase" über meine lieben Mitmenschen befunden hätte.
Ich könnte mich übergeben, wenn ich dran denke, was meine Freunde und "guten Bekannten" mich im Leben gekostet haben. Kein Quatsch, dass ist ne beachtliche sechsstellige Summe. Bei mir gings ja immer rauf und runter. Hatte Phasen, in denen ich richtig geschnappt habe, hatte Phasen, da konnte ich mir das Brot über Nacht nicht leisten. Immer rauf und runter und wenns runter ging, waren es immer Umstände an denen ich nicht viel machen konnte, auf die ich keinen Einfluss hatte. Jedenfalls in dem Moment, als es dann passierte. Später wusste ich dann, dass ich Fehler im Vorfeld gemacht hatte. Naja, gut, später ist man immer schlauer. Hätte ich mal auf meine Frauen gehört, ginge es mir heute um einige Euros besser.
Und wo sind die ganzen Arschlöcher, die mir Geld schulden? Die bei mir gehockt haben und sogar dicke Drähnen vergossen hatten? Keine Ahnung, von einigen weiss ich, dasse mittlerweile tot sind. Sie sollen in der Hölle schmoren.
Und auch hier habe ich mich wieder mal nach vielen Jahren breitschlagen lassen, nachdem ich mir tagelang Gejammere und Versprechungen angehört hatte. Und was is? Das Arschloch hat alles Zugesagte ganz einfach verstreichen lassen, tut heute so, wenn er mir begegnet, als hätte er mich nicht gesehen und verzieht sich schnellstens, ist nie zuhause, wenn ich bei ihm vor der Haustür stehe. Gut, ich habe mittlerweile dafür gesorgt, dasser hier keinen mehr um Kohle angehen kann, weil jeder weiss, dass nichts zurückkommt.
Ich könnte ein Buch dazu schreiben: "Wie erkennt man Schnorrer und wie schützt man sich vor ihnen". Diese Drecksäcke sind die besten Schauspieler, die auch auf Kommando Ströme von Tränen vergiessen können.
Und warum habe ich mich immer wieder breitschlagen lassen?
Selbstanalyse: "Weil ich nicht vergessen hab, wie dreckig es mir ging, als es mir dreckig ging und weil ich mich daran erinnere, wie froh ich gewesen wäre, wenn mir jemand Hilfe angeboten hätte.
Aber ich komme immer mehr zur Erkenntnis, dass der Anteil von Menschen, für die es sich lohnt sich um sie Gedanken zu machen verschwindend gering ist und der Rest nur Dreck ist, menschlicher Müll, bei dem es nicht schade ist, wenn er verreckt.