>> noch ne FB Seite, musste ja dazu kommen _
Musste jetzt wozu kommen Guppy? Vestehe jetzt wirklich nicht, was Du damit sagen willst.
Das ist halt der Unterschied zwischen dem was hier über die Medien geht und was davon in D ankommt. Das mit der FB-Seite war hier schon am nächsten Tag in den Direktmedien ein vielbesprochenes Thema und auch die Geschwindigkeit mit der die Seite dann aus FB verschwunden war. Diese Diskrepanz der Inhalte war auch einer der Gründe, warum ich den Fred rein informationshalber aufgemacht hab.
Und das man einem erfahrenem Zugpiloten, der mit einem der schnellsten Züge der Welt mit Vollgas unterwegs ist, unterwegs die Route zu seinem Zielbahnhof erklären muss, halten hier sehr viele für mehr als unglaubhaft. Das soll nämlich der Sinn des Telefonats gewesen sein. Auch gab es da noch einen Copiloten, von dem kein Mensch spricht.
Aber da wir ja hier schonmal beim Thema Interntmedien und Sucht waren:
Ich war mit meinem Baby heute abend raus was essen. In sone typische spanische Kneipe bei der die Tische und Stühle draussen rechts und links von der Fahrbahn stehen, dort wo sonst die Autos parken. Es war nur ein Tisch frei, neben einem Paar, beide so Mitte 20, welches nicht so richtig spanisch aussah. Ich hätte also jedes gesprochene Wort von denen verstehen können, wenn sie denn gesprochen hätten. Beide waren mit Ihren Handys beschäftigt, er hatte einen Stöpsel im Ohr. Nach so einer halben Stunde kam dann ein dort lebender Engländer vorbei und blieb bei denen am Tisch stehen, um etwas Smalltalk zu halten. Jetzt wusste ich auch: Aha, Engländer, Touristen. Die beiden legten ihre Handys ab und smalltalkten. Sie nahm jedoch immer wieder in kurzen Abständen ihr Handy in die Hand, um kurz aufs Display zu schauen. Es war ihrem Benehmen anzumerken, dasse sich bei ihrer Tätigkeit gestört fühlte und wahrscheinlich dachte: "Hoffentlich hat ders bald".
So, der "aufdringliche" Smalltalkter verabschiedete sich freundlich und sofort trat am Nebentisch wieder Ruhe ein. Beide beschäftigten sich für die nächsten eineinhalb Stunden wieder mit ihren Funken, jedenfalls bis zu dem Zeitpunkt bis wir die Kneipe verliessen. Sie unterbrachen sich nur selbst zwei- dreimal um in Richtung Toilette zu entschwinden.
Zwischendurch passierte eine Gruppe von acht Teenys, nur Mädels, so zwischen 15 und 17 die Kneipe. Fünf wippten mit ihren Pads in der Hand vorbei, zwei waren gerade mit Lesen und Schreiben beschäfigt, eine hatte nichts in den Händen. Das war wohl die '"Unterpriveligierte" der Gruppe. Ihr Handy, so ein kleines "Ich kann nichts ausser telefonieren und SMSe verschicken" zeichnete sich ganz deutlich in der Tasche der ausgewaschenen, knallengen, kurz unter dem Schritt abgeschnittenen Jeans ab.
Für mich, mit meinen nicht mehr ganz so jungen Augen, hat das schon was Surrealistisches, wenn mir dauernd irgendwelche Leute über den Weg laufen die alle nur noch eine Hand frei haben, weil der Weg zum Ohr oder vor die Augen halt kürzer und schneller ist, wenn das Handy jederzeit einsatzbereit in der Hand gehalten wird. Die hocken inner schönen Sommernacht vor ner Kneipe und nehmen nichts von Ihrer Umwelt wahr. "Warste in Urlaub?" "Ja". "Wo? "In Spanien". "Und, hat Dir Spanien gefallen?" "Kann ich nicht sagen, hab ausser dem Display meines Handys kaum was gesehen."
Leid tun können einem die Eltern dieser Teenys, die ihren Kinden diese überteuerten Statussymbole kaufen und die laufenden Kosten finanzieren müssen, wenn sie Diskreminierung und Ausgrenzung ihrer Kinder verhindern wollen. Mittlerweile wird "man" ja schon auch nicht mehr ganz so junger Mensche wie ein Aussätziger, Aussenseiter, Sonderling behandelt, wenn die Frage nach FB, Whats up, Twitter (das eigentlich aber selten) mit "Brauch ich nicht, will ich nicht" beantwortet wird.