>> Was würde sich denn ändern, wenn die Typen in Brüssel Griechenland, Spanien und ein paar andere Wackelkandidaten aus der Währungsunion werfen würden? - Für Otto-Normalo nichts. Für Klein- und Mittelständische Betriebe: Wenig. Für Grosskonzerne und Banken: Sehr viel!
Genauso isses. Den Griechen (der Bevölkerung) z. B. könnte es relativ egal sein, ob eine Drachme nach aussen stark oder schwach wäre. VW, Mercedes etc müssten dann, wenn sie dort die gleichen Gewinnmargen erzielen wollten wie anderswo, halt teurer verkaufen oder aber die Preise so absenken, dass ihre Autos für Griechen wieder erschwinglich wären.
Wenn ich sehe was hier abgeht: Gefühlte 80% der Werbung im Fernsehen betrifft Importe aus "starken" EULändern. Das fängt bei Autos an, geht über Kosmetikprodukte, die gesamte Reinigungschemie, Mediamarkt, Ikea, Lidl, Aldi, Spar, alle sindse hier in den Markt gekommen, die verdiente Kohle wird dem Geldkreislauf hier entzogen und geht ausser Landes.
Die spanische Telefonica wurde von der Telekom übernommen, ebenso Iberbanda. Die spanische Post ist, soviel ich weiss, mittlerweile auch in deutscher Hand.
Klar, dass die kein Interesse daran haben, dass Spanien wieder eine eigene Währung und sie wieder ein Kursrisiko haben könnten. Viele müssten dann wahrscheinlich wieder nachhause gehen. Alle diese Konzerne haben mit Deutschland einen Riesenmarkt im Rücken und somit genügend "Spielgeld" zur Verfügung.
Und was haben die Spanier dagegenzusetzen? So gut wie nichts. Ihre einzige Automarke, Seat, gehört ebensfalls WV. Also bleiben im Wesentlichen die Agrarprodukte und hier wird den Spaniern von der EU das Leben schwer gemacht, weil die EU für genau diese Produkte aus politischen Gründen Marokko den Markt so geöffnet hat, als wäre Marokko Mitglied der EU. Bleibt noch der Tourismus, der aber ebenfalls stark abgebaut hat, weil die Touris immer weniger Geld dalassen können. Wer in den Urlaubsgebieten mal von der ersten Linie weg in die Seitengassen geht, wird schnell feststellen, dass dort, wo noch vor 10, 15 Jahren Leben herrschte heute alles vernagelt ist.
In Griechenland dürfte das alles nicht sehr viel anders sein.