>> Rentenversicherungen, Pensionskassen u.s.w. aus ganz Europa drinn und zwar ganz tief. Eine Pleite nur der Hellenen hätte gravierende Folgen _
Versteh das jetzt bitte nicht falsch Guppy, es gab schonmal einen Staat der pleite war, dann "übernommen" wurde, dessen Rentenversicherungs- und Pensionskassen leer waren (weil das Geld nichts wert war) und es konnte halbwegs aufgefangen werden. Es gab da ja auch noch einige Sachwerte.
So ganz pleite werden diese Geldsammelintitutionen ja nicht pleite gehen können, sie werden ja wohl nicht nur in andere Staaten, sondern in einem Mix auch in Sachverte - und Sachfonds investiert haben.
>> Was mich mal interessieren würde ist nach europäischem Recht Staatseigentum, das nicht zum Kulturgut gehört, pfändbar?
Nach europäischem Recht wohl eher nicht, nach rein zivilrechtlichen Normen der einzelnen Länder theoretisch Ja. "Theoretisch" ist der Staat vor dem Gesetz ein Schuldner wie jeder andere. Nur in dem von Dir angedachten Fall wird das wohl nicht funktionieren, weil der Staat, die Staaten ja nicht direkt Schuldner von anderen Staaten sind, sondern die Gelder über eine Kette weitergegeben wurden, wobei natürlich jeder verdient hat und jedes Glied dieser Kette eine eigenständige juristische Person ist. So wie es nach vorne weitergegeben wurde, müsste es jetzt rückabgewickelt werden.
Griechenland ist ja nur die Spitze des Eisbergs.
Jeder soll seine Schulden bezahlen, gleichzeitig die Verschuldung begrenzen, gleichzeitig sparen, sparen, sparen. So will es jedesfalls es Angela und die Franzosen. Da wird von anderen was verlangt, was sie selbst nicht hinkriegen, mit wesentlich besseren Voraussetzungen.
Die sind total abgehoben und haben keinerlei Bezug zur Realität. Weil es als Denkmodell funktioniert, muss es auch dann in der Realität funktionieren. Es ist nunmal so, es muss eine Umverteilung stattfinden. Auch das Modell des unbegrenzt wachsenden Reichtums einer kleinen "Eltitetruppe" kann nicht funktionieren. Es kann auch nicht funktionieren, dass dem Geldkreislauf immer mehr Geld entzogen wird. Das wissen auch die Banker und Herren Finanzjongleure. Nur ist ihnen aktuell das Hemd immer näher als die Hose. Was funktionieren kann ist dieses entzogene Geld wieder in den Kreislauf zu bringen, indem man die Druckmaschinen anwirft oder einfach neue Buchgelder schafft. Dann löst die Inflation die Probleme, zumindest solange, bis sie anfängt zu gallopieren.
Auf alle Fälle geht mir dieses Rumgeeiere um den Euro und die Diskussionen um z. B. Griechenland mitterweile immer mehr auf den Geist. Die Gestopften in Griechenland haben doch ihre Gelder schon lange in Sicherheit gebracht, haben Produtionen teilweise schon lange in benachbarte Länder verlegt. Wo sollen denn die armen Schweine, die jetzt noch im Land sind, die Gelder hernehmen, die Europa retten sollen?
Und wie es in Griechenland aussieht sieht es auch in anderen Ländern aus. In SP und Portugal haben verschiedene Gemeinden seit Monaten keinen Strom mehr, (Generatoren sind hier im Moment ein Riesengeschäft) die Angestellten haben seit Monaten keine Gehälter mehr bekommen und arbeiten for nothing, weil sonst alles zusammenbrechen würde und es auf dem Arbeitsmarkt auch keine Alternativen gibt. Wo sollen diese Menschen denn noch sparen? Was will man denen denn noch abnehmen?
Gleichzeitig kriegt sone steinalte Duquesa, - die da: *** Link veraltet *** - eine der grössten Grundbesitzerinnen Spaniens von der EU jährlich drei Millionen Subventionen, weil sie am "Hungertuch" nagt. Die Frage eines Reporters, warum man denn nicht etwas Land verkauft, wenn man Geld braucht, beantwortete ihr Sohn sinngemäss damit, dass das ja nicht notwendig sei, weil man ja von der EU unterstützt werde.