Die Spanier und ihr Hang zum Übertreiben, auch das Widersprüchliche, auch was z. B. den Tierschutz angeht. Auf der einen Seite die "Tradition" des Stieretötens, rein aus der Lust am Töten, auch der anderen Seite kannste in den Knast gehen, wennde Deinen Wellensittisch nachts nicht ins warme Haus holst.
Hier gibt es ne Unterabteilung der Guardia, nennt sich Seprona, die sich um die Umwelt, aber auch den Tierschutz kümmert.
Gestern ein Bericht dazu: Ein Anwohner einer Strasse, irgendwo, wo Schnee lag, hatte gemeldet, dass in einer Baumkrone ein grosser weisser Vogel sitzt, etwas grösser als ein Huhn. Zwei Streifenwagen sind angerückt. Was tun? Also erst mal die ganze Gegend abgeklappert, ob jemand dieses Vieh vermisst. Negativ, keiner konnte einen Tipp geben. Dann; sie bastelten Telespope zusammen und stocherten nach dem Vogel. Der sprang von Ast zu Ast. So gings also nicht. Was tun? Da gibt es doch diese LKWs mit nach oben ausfahrbaren Hebebühnen. Das war die Idee, also wurde so einer bestellt.
Der wurde unter den Baum gefahren, auf dem der Vogel sass. Im Korb einer von der Guardia, der versuchte dem Vogel ein Tuch überzuwerfen. Klappte nicht, das Vieh flog zu einem anderen Baum. Hinterher, hochfahren, das Vieh wechselte wieder den Baum. Dasselbe also nochmal, wieder wechselte das Vieh den Baum, flog aber diesmal etwas weiter zum nächsten Baum und dahin konnte der LKW nicht folgen.
Damit endete der Bericht. Ende und offen, obse das Vieh dann doch noch einfangen konnten.
Und ich hab mich wieder mal erstaunt gefragt, ob die nichts anderes zu tun haben.