>> Genau das halte ich fuer den falschen weg, weil man dann eben absolut keinen grund hat langfristig zu planen.
Wenn man wiedergewählt werden kann und will hat man also eher Gründe langfristig zu planen?
Politiker sind ja keine Manager, deren Vergütung nach dem Geschäftserfolg aus der Vergangenheit (oder aufgrund vertraglicher Vereinbarungen) berechnet wird. Aber sie haben ne ähnliche Denke: "Wenn ich den Wählern kurzfristige Erfolge für sie präsentieren kann werde ich wiedergewählt".
Bis heute scheuen sich die aktuell an der Macht notwendige Entscheidungen (Umweltschutz z. B.), die den nachfolgenden Generationen noch einen lebenswerten Planeten hinterlassen, zu treffen. Warum? Weil es die Bürger heute Geld + Mühen kostet und die Bürger schauen halt öfter in ihren Geldbeutel als in die Zukunft. Jeder weiss, dass langfristig wirkende Entscheidungen getroffen werden müssten, keiner geht sie an. Es sein denn es gehen genug auf die Strasse, dann schaut die Politik hin und stellt fest: "Uihh, das sind ja sehr viele Wähler".
Corona zeigt es doch wie unter einem Brennglas. Jeder, ausser anscheind Söder und die Merkel, hat Angst vor Entscheidungen die sich als unpopulär erweisen könnten und beugen sich aktuell sogar einer Minderheit, aus Angst davor, dass sie wachsen könnte. Und das Rumgeeiere sorgt dafür, dass sie wächst, es stellt sich wie ein Schrecken ohne Ende dar. Alle Hoffnungen, dass der Schrecken ein Ende haben könnte richtet sich jetzt auf die Impfungen und auch die werden, so meine Befürchtung, noch so einige Rückschläge bringen. Lass mal die ersten Frischgeimpften sterben, zu denen gehört ja die Risikogruppe über 60, bei der es nicht so unwahrscheinlich ist, dass da kurz nach der Impfung welche tot umfallen, warum auch immer. Dann ist die Diskussion sofort wieder on the top.
Ich denke z. B., dass die Merkel vor fünf Jahren, als sie noch wiedergewählt werden wollte wesentlich unverbindlicher argumentiert hätte, als sie das heute, mit dem Wissen, dass für sie Schluss ist tut.