Ja, Rater kommt von raten, also grob übersetzt, "bewerten". Im Grunde, so wie Google das will, brauchen die Rater kein Fachwissen, denn sie bekommen auf über 160 Seiten vorgelegt, nach was sie suchen müssen oder sollen und dann eben, jenachdem, ob das gesuchte da ist oder nicht, entsprechend bewerten. Rater sind auch keine Mitarbeiter von Google, das sind freie Leute, Studenten, Rentner, Schüler? oder sonst wer. Eben genau so wie bei Wikipedia oder damals bei DMOZ. Wobei DMOZ noch genauer ist, da musste man sich für ein Thema zumindest qualifizieren. Das ist bei Google nicht so.
Und wie kann der Typ das erkennen? Ganz einfach, er folgt einfach den Anleitungen von Google. Ob das nun stimmt oder nicht, das ist eine andere Frage, aber der sind wir alle ausgeliefert. Ist einfach so, als wenn Dein Chef Dir sagt, "mach das nach der Anleitung und gib mir das Ergebnis". Ob Du das kannst oder nicht ist egal, denn Du hast eine Anleitung, die Du nur befolgen brauchst. Und da kommt dann auch Zeitdruck ins Spiel, denn die Rater haben ein Pensum, das sie erfüllen müssen und wohl nicht wirklich lust zu haben, alles durchzumachen. Also ist da wohl schneller bewertet als nachgedacht.
Wie könntest Du meine Geranien-Seite beurteilen? Ich nehme da mal den Q-Guide. Das fällt unter den Bereich Hobby. Also suche nach mir. Habe ich Erfahrungen damit, die andere belegen können? Bin ich Gärtner oder Botaniker? Werde ich von anderen vertrauenswürdigen Quellen zu dem Thema erwähnt? Schreibe ich aus eigener Erfahrung oder kopiere ich? Teilen meine Erfahrungen auch andere? Wie ist meine Reputation allgemein? Also über was schreibe ich als Person noch so? Klar kann man viele Dinge können, aber wenn man einmal von A bis Z durch ist, dann wird das unglaubwürdig.
">> Ich denke Kompetenz wäre treffender _"
Ja, denn genau darum geht E-A-T, also "Expertise, Authoritativeness and Trustworthiness".
Dein Bereich und Wikipedia ist da wohl ein schlechtes Beispiel, denn Dein Bereich ist im Guide nicht ausdrücklich erfasst. Da geht es höchstens um normale Flags, wie Wortanhäufungen, keine wirklichen Inhalte, Kopien, schwer verständlich, Seite wirr strukturiert, schwer bedienbar etc. Und dann eben wieder das Thema, wer bist Du. Sucht man dann nach Dir... das lasse ich weg, ist öffentlich. Aber man findet nichts, was Dich mit dem Thema in Bezug bringt, also von extern.
Im Grunde kann jeder Seiten und Texte beurteilen, wenn er eine Anleitung hat, wie er es machen soll. Ob die Anleitung stimmt, das ist egal und wieder ein anderes Thema. Aber mit den Ergebnissen der Anleitung arbeitet dann der Algo. Der wertet das also nicht selbst aus, der arbeitet dann nur mit 1, 2 oder 3, das ihm vorgegeben wird. Das auch zu Deiner häufigen Frage, wie Google was x oder y erkennen soll. Das tut G nicht, das kommt von den Ratern.
Und da gehen sie eben aktuell verstärkt gegen sensible Themen vor. Hat der Autor Erfahrung mit dem Thema, kennt er sich mit Medikamenten aus? Hat er ein Medi-Studium? Ist er Arzt? Wo hat er gearbeitet? Gibt es Lektüren? Oder doof, aber auch dabei, gibt es Biografien über ihn, ist er bei Linktin oder anderen Firmennetzen? Was war sein Fachgebiet? Das sind Fragen, die die Rater beantworten sollen und dann gibt es ein Ergebnis, das der Algo übernimmt.
Der Algo entscheidet also nicht selbst. Der weiß nur, wenn Flag xy den Status 1, 2 oder 3 hat, dann mache dies und jenes mit der entsprechenden Seite.
Also kommt man da auch nicht mehr raus, wenn es keinen Review gibt.