Da gibt es irgendwie, meiner Meinung nach, gar keine vernünftige Lösung, als eben "Gießkanne". Hört sich doof an, aber ich hätte da sicherlich drei oder vier Möglichkeiten im Kopf, die aber entweder daran scheitern, dass es technisch nicht möglich ist, da Daten nicht bekannt sind oder es andere benachteiligen würden.
Wobei diese Gießkanne im Sinne von "wir übernehmen den Dezember-Abschlag" auch Mist ist, oder ich hab das nicht verstanden. Was soll es mir bringen, wenn die den Abschlag für den Monat übernehmen? Der ist z.B. bei mir Fix bis Januar 2023. Erst dann kommt die Nachzahlung und die Anpassung. Aktuell zahle ich an Gas 41 Eur im Monat. Das reicht aber hinten und vorne nicht. Ich lasse ja monatlich mittlerweile Proformarechnungen erstellen bzw. muss ich, als gewollte extra Ablesung. Stand ist, ich muss per Stand gestern fast 400 Eur nachzahlen. Die Heizungen sind noch nicht mal an. Das ist der Verbrauch von letztem Winter und Sommer. Wobei, wenn ich das richtig überflogen habe, fast alles vom Bereich März bis April 2022 ist. Im Sommer wurde fast nix verbraucht. Mein Verbrauch ist auch recht einfach aktuell: ca. 1 m³ pro Monat (dafür ist es aber auch scheiße kalt hier).
Umrechnungen auf die Verbräuche der letzten Jahre? Auch nicht sinnvoll, denn das berücksichtigt nicht das eigene Verhalten. Gut, tut es, wenn alles so ist wie vorher, aber was macht einer wie z.B. meine Mutter, die erst umgezogen ist und in der neuen Wohnung fast doppelt so viel Verbrauch hat wie in der alten und das, obwohl schon weniger geheizt wird?
Rationieren: Hört sich gut an, aber auf welcher Basis? Da hat man genau die gleichen Probleme wie mit den beiden Ansätzen von mir oben. Das geht nur, wenn man ein Vergleichswert hat, also einen von jeder Wohnung und Mieter. Nicht aber auf QM bezogen oder so, denn Wohnung ist nicht Wohnung. z.B. im EG und ungedämmter Keller. Im DG und ungedämmtes Dach. Ansonsten eben Umzüge etc. Mehr Personen pro Wohnung bei gleicher QM etc. Wobei das Rationieren ja auch technisch nicht geht. Oder wie soll ich mir das vorstellen? Rennen dann täglich tausende Techniker durch die Straßen und klemmen Zähler ab und wieder an? Pauschal auf ein Haus beziehen kann man ja nicht. Da ist vielleicht ne Wohnung mit 40 qm drinnen und eine andere mit 120qm. Hier z.B. gängige Größen im Haus. Wobei selbst "per Haus" nicht möglich ist, so viel Personal gibt es gar nicht. Also gehen nur Ortsteile. Und je größer ein "Block" wird, desto ungerechter.
Und Du schreibst "Zeitraum X". Das würde nix helfen, oder? Dann heizt man halt nicht mehr konstant 20 Grad in die Wohnung, sondern fährt in den z.B. 4 Stunden mit Versorgung die Anlage halt ans Limit hoch und pumpt 30 Grad rein (Hamstern von Wärme). Gespart hat man dann also auch nix, wird nur unkomportabler. Wenn schon nach Verbrauch, aber das ist eben auch wieder a) nicht gleich bei allen b) nicht zentral erfasst c) technisch nicht umsetzbar.
Oder, eben auch das Thema "ungerecht". Hier im Haus sind zwei WGs. In beiden gab es nun Wechsel von jeweils einem WG-Bewohner. Die Verträge laufen aber immer auf alle Bewohner. Also die müssen, wenn da einer auszieht und ein anderer kommt, den Vertrag kündigen und dann direkt einen neuen Abschließen. Die sind jedes mal "Neukunde". Meine Mutter genauso. 35 Jahre der gleiche Vertrag und dann Umzug im gleichen Haus. Zack, neuer Vertrag, Neukunde, neue Tarife.