KAW
Wie Wabse schon sagte, das sind ganz andere Dimensionen, die ein normaler so gar nicht versteht. Ansonsten das Beispiel mit FB und den Freunden der Freunde und dessen Freunde. Das Beispiel ist gut. Solche Verknüpfungen macht fast jedes System, insbesondere Counter, SEO-Tools etc.
Dabei kommt es aber nicht auf die Anzahl an. Ob die nun nur die Freunde der Freunde auswerten oder noch dessen Freunde mit dazu ist nicht viel mehr Aufwand, denn, das wollte ich vorher mit meinen Antworten sagen: Diese Einzelpersonen (bei FB), Webseiten (bei Google), Zugriffe (bei Countern) sind einzelne Datensätze die erfasst und unregelmäßigen Abständen upgedatet werden.
Diese Verknüpfungen zwischen Seiten oder Profilen werden nicht in Echtzeit gemacht, sondern werden einmal erstellt und in einer Datenbank hinterlegt. Bei Bedarf werden die geändert. Aber bei allen Abfragen und Auswertungen kommen die bereits fertigen Daten aus dieser Datenbank, die einzelnen Datensätze haben damit normalerweise nichts mehr zu tun.
Musst Du Dir vorstellen wie die Suche hier im Forum. Die kann in Echtzeit sein, dann ist sie aber sehr langsam. In Echtzeit werden bei einer Suche dann alle Posts in der Datenbank nach dem Suchwort durchsucht. Das System hier arbeitet daher auch mit Verknüpfungen. Sprich, man schreibt ein Post und das System liest diesen beim Speichern einmal ein. Sucht sich alle Wörter raus und prüft, ob das Wort schon in der Wort-Tabelle steht. Wenn nicht, dann kommt es rein, wenn ja, dann wird die bereits vorhandene ID ermittelt. In der anderer Tabelle stehen dann die Beziehungen, also welche Wort-ID in welcher Post-ID vorkommt. Die Hauptarbeit ist also die Datenerfassung und die erfolgt verteilt auf jeden einzelnen Post. Anders die manuelle Suchindexerstellung als Admin. Hier zwingt man das System, alles jetzt sofort neu zu machen, daher geht dann der Server auch in die Knie.
Kommt nun eine Suchanfrage, dann ruft das System in der Wort-Tabelle die ID des Suchworts ab. Mit der Wort-ID ruft es dann alle Einträge in der Beziehungstabelle ab. Und über die daraus erfahrenen Post-IDs kann es die Posts anzeigen.
Das System arbeitet also größtenteils nicht mit Worten, sondern mit Nummern. Nummern sind sehr schnell zu verarbeiten und die Ergebnismenge klein. Bei Textsuchen wäre es um ein vielfaches größer.
Und solche Beziehungstabellen werden viele erstellt, nicht nur für die Suche. Das Post selbst wird auch nur in der DB einmal als Rohdaten abgelegt und gleichzeitig in seine Bestandteile zerpflückt, die dann in vielen verschiedenen Tabellen gespeichert werden. Und genau für die gibt es wieder Beziehungstabellen. Daraus ergibt sich aber, dass Zugriffe darauf sehr schnell sind. Der Nachteil ist, es wird deutlich mehr Speicherplatz benötigt, denn im Grunde sind alle Daten ja mehrfach vorhanden.
Und Google arbeitet letztendlich nicht anders. Und, da ich sagte "ist nicht viel mehr Aufwand". Natürlich ist es mehr Aufwand und bei 1 Milliarde Seiten unvorstellbar viel mehr, aber runtergebrochen auf eine einzelne Seite ist es eben nur minimal. Es ist also eine reine Kosten/Nutzen Frage. Ist eine tiefere Verknüpfung und die dadurch entstehende Mehrarbeit vertretbar, für die daraus neu gewonnen Daten, ja oder nein. Je nachdem, wie das Unternehmen das beantwortet wird es gemacht oder auch nicht.