Beiträge von Margin

    Nur den Titel eingegeben, was bis heute immer funktioniert hat. Funktioniert immer noch, nur der Screen ist erstmal voll - rappelvoll:

    [ATTACH=JSON]{"alt":"Klicke auf die Grafik f\u00fcr eine vergr\u00f6\u00dferte Ansicht Name: google-filmsuche.jpg Ansichten: 2 Gr\u00f6\u00dfe: 164,4 KB ID: 108103","data-align":"none","data-attachmentid":"108103","data-size":"thumb"}[/ATTACH]

    Tschüss generische Serps ... *winke*

    Thema "Oettinger"


    Hab gerade gelesen, dass der nach oben fällt.

    Hab gerade gelesen, dass er sich jetzt selbst demontiert.
    In einer Rede vor Hamburger Unternehmern hatte er Schlitzaugen und die Homoehe erwähnt.
    Merkel hat ihm bereits ihr vollstes Vertrauen ausgesprochen.

    Ich denke nicht, dass man es auf Videos beschränken kann. Wenn dann muss es übergreifend grundsätzlich für alle Urheberrechtsbereiche gelten - soweit möglich. Der Fall, der hier im Forum nicht mal neu wäre, betrifft vornehmlich Texte. Irgendwo 'nen coolen, längeren Text gefunden, kopiert und hier als Eigenwerk eingestellt. Schon haste den Salat. Seitdem geh ich hier bei "auffälligem" Content inzwischen grundsätzlich her und schmeiß einzelne Sätze bei Google rein. Vorbeugen ist besser als heilen.

    Dann würde Alex hier auch für geklauten Kram von Usern ohne Vorwarnung haften. Für Gäste ist ja auch Werbung drin. Ich denke, das ist so noch nicht ganz "marktreif".

    Mit dem "zu eigen machen" gibt es ein älteres Urteil, ich meine LG HH, bin mir aber grad nicht sicher, dem die anderen mehr oder minder weitgehend unisono folgen. Es geht da um den "Bockwurstfall", Marions Kochbuch, wenn ich das jetzt nicht verwuxel. "Zu eigen machen" wird dort recht gut definiert: Ein Kochbuchbetreiber hatte über dem Bild sein Label eingeblendet. Und das Gericht erläutert nun, für den unbedarften User von außen scheint das Bild ein Foto vom Portalanbieter zu sein und damit hat er es sich zu eigen gemacht und müsste zahlen. Wäre für den User offensichtlich, dass es sich um ein Userfoto handelt, müsste nicht der Boardbetreiber den Schadenersatz leisten, sondern der User, der das Bild eingestellt hat.

    Das Gericht orientiert sich also nicht daran, ob jemand damit nun Geld verdient oder was auch immer, sondern am äußeren Anschein. Wie wirkt es auf andere von außen betrachtet.

    Im Apothekenfall könnte es tödlich sein, zu kurzsichtig zu denken. Lobbyarbeit, freier Wettbewerb ... alles egal. Sicher ist am Apothekensystem manches, was mir nicht gefällt, wo endlich mal alte Zöpfe abgeschnitten werden müssten. Aber die flächendeckende Versorgung mit niedergelassenen Apothekern darf meiner Meinung nach, auf gar keinen Fall gefährdet werden.

    Es gibt viele Medikamente jenseits von Klasse 1 Schmerzmitteln und ähnlichen Pülverchen und Wässerchen. Medikamente, die für den Patienten derart lebensnotwendig sein können, dass er gerade NICHT warten kann, bis Doc XY eine Online-Bestellung abgearbeitet hat. Bis das Rezept per Post beim Versender ist, abgearbeitet wurde, in den Versand geht und auf die europaweite Reise geht, zugestellt wird ... da läuft die Leichenschau, während das Medikament an der Tür klingelt. Einmal ganz davon abgesehen, dass Ömchen womöglich gar keine Möglichkeit hat, Ihre Medis online zu bestellen.

    Denkt mal an Transplantationspatienten, Chemopatienten, Herzpatienten ... Nicht umsonst gibt es in Deutschland den 24/7 Apotheken-Notdienst und zusätzlich den Service, dass Apotheken die Medis zum Patienten liefern - nicht binnen 3 Tagen, sondern i.d.R. binnen Stunden bis umgehend, je nach dem, wie existentiell das Medikament ist.

    Gefährden wir die Existenz der Apotheken, gefährden wir Leben.

    Ich hab gestern schon gejubelt, als es hieß, dass der Oettinger endlich das digitale Ressort abgibt. Was der da verzapft hat, da hab ich hier einen Anfall nach dem anderen gekriegt. Bleibt nur zu hoffen, dass der Nachfolger fitter oder zumindest offener ist und den Profis zuhört.

    Das Letzte, das ich gemeldet hatte, war im Februar ein fettes Hakenkreuz im Header. Antwort von Facebook: "... geprüft und festgestellt, dass es nicht gegen unsere Gemeinschaftsstandards verstößt." Online Anzeige erstattet, ein paar Tage später war es verschwunden.

    Mir geht gerade Artikel 5 durch den Kopf.

    Zitat

    (1) Jeder hat das Recht, seine Meinung in Wort, Schrift und Bild frei zu äußern und zu verbreiten und sich aus allgemein zugänglichen Quellen ungehindert zu unterrichten. Die Pressefreiheit und die Freiheit der Berichterstattung durch Rundfunk und Film werden gewährleistet. Eine Zensur findet nicht statt.

    Ich - als Nicht-Jurist - sehe hier in der personalisierten Suche bereits einen dauerhaften, vorsätzlichen Verstoß gegen unser Grundgesetz, der einzig dem eigenen finanziellen Vorteil der Konzerne dient.

    Nach meinem laienhaften Dafürhalten müsste das alleine bereits ausreichen, die Zugänge für die Konzerne nach Fristsetzung, Androhung und Weigerung zu sperren. Denn Ausmaß und Folgen der hier stattfindenden Zensur sind derart eklatant und weitreichend, dass es schon Propaganda-Züge annimmt.

    Andere Importprodukte und -dienstleistungen dürfen doch auch nicht auf dem deutschen Markt vertrieben werden, wenn sie nicht unseren Normen und Regeln entsprechen. Die werden gleich an der Grenze vom Zoll kassiert.

    Meine Formulierung, "Solch ein Gesetz könnte z. B. ...", war wohl missverständlich. Gemeint war, da müssen Nägel mit Köpfen her ^^

    Und die Verhältnismäßigkeit greift auch nur zeitweilig. Fristsetzung, wenn nicht dann ...

    Sicher ginge das, wenn diese Unternehmen gegen bei uns bestehende Gesetze verstoßen, dann kann man schlicht sperren, bis der Mangel behoben ist. Andere Firmen dürfen doch auch ihre Waren nicht an den Mann bringen, solange sie nicht gesetzeskonform sind. Da fallen mir neue Fahrzeugmodelle ein, die kein TÜV abgenommen hat, Medikamente, die die Zulassung nicht durchlaufen haben, Lebensmittel, die Schadstoffwerte überschreiten ...

    Solch ein Gesetz könnte z. B. die Personalisierung auf einen Prozentsatz x der wertfreien Beiträge begrenzen. Man könnte personalisierte Ergebnisse verbieten, solange sie nicht Fall für Fall vom User explizit angefordert werden und das NICHT über eine Pauschallizenz zum Töten in den AGB.

    Was ginge sonst noch alles?

    Es ist einige Jährchen her, dass wir diesbezüglich hier aktiv waren um die Problematik publik zu machen - ohne Erfolg. Inzwischen ist es längst Alltag und kaum einer merkt es. Nur ist die Realität heute noch viel perfider, als wir gedacht hätten: Die Informationsblase.

    Es ist zum Nutzen des Users, sagt Google. Es ist der Wohlfühlfaktor, sagt Facebook ... Unterm Strich läuft jedoch alles darauf hinaus, dass Daten gesammelt und ausgewertet werden, Suchergebnisse, Newsfeeds usw. werden personalisiert. Der Algorithmus entscheidet für uns, was uns gefällt, was wir lesen und konsumieren möchten. Er "merkt" sich, was wir gestern und vorgestern gesucht, gelikt, gelesen haben und bietet uns heute genau diese Inhalte an.

    Verdeutlichen lässt sich das am einfachsten am Facebook-Beispiel. Nehmen wir an, Du hast Dich gestern intensiv mit den politisch ganz Rechten dieser Welt beschäftigt, einfach deshalb, weil Du es nicht fertig gebracht hast, das eine oder andere unkommentiert stehen zu lassen. Du hast Dich diesbezüglich informiert und auf Fakten hingewiesen. Heute geht Facebook her und flutet Deinen Newsfeed mit rechten Beiträgen, weil der Algo weiß, das ist genau Deine Baustelle. Du merkst es, Du weißt, dass es noch eine Welt hinterm Gartenzaun gibt. Soweit so gut.

    Nehmen wir nun an, Du wärst selber rechter Gesinnung, hast ebenfalls gelikt, gesucht, gelesen. Heute bekommst Du weiterführendes zur Thematik und mehr und mehr. Du findest in den Beiträgen Deine Meinung von gestern und vorgestern bestätigt. Du bist und bleibst rechts, anderes lässt der Algo nicht mehr zu. Andere Informationen erhältst Du kaum noch. Die selbsterfüllte Prophezeiung, Du steckst in einer Filterblase fest und kommst, wenn Du es nicht selber merkst, da nicht wieder raus.

    Nun packt ausgerechnet Frau Merkel dieses Problem auf den Tisch und sofort geht ein Aufschrei durch die Massen. Warum? Wäre das Thema objektiv brisanter, wenn es vom Fraunhofer-Institut angesprochen würde oder vom Verbraucherschutz?

    In Deutschland darf nicht einmal eine Dose Erbsen und Möhren ohne Inhaltsangaben unters Volk gebracht werden. Kein ASS ohne Beipackzettel, zu Folgen und Nebenwirkungen ...

    Verdammt, es ist bereits 5 nach 12 und es ist völlig wurscht, wer nun das Thema aufrollt, Hauptsache, es passiert überhaupt endlich mal was!