Hab mal die Urteilsbegründung soweit als mögich zusammengeschrieben, ohne sie zu entstellen.
Einfacher kann ichs jetzt nicht mehr machen Syno. ![]()
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Erstes war wohl a) allgemeines Optin, dass dem Veranstalter die Auswahl überliess. Also wohl alle, klar oder b) der User konnte sich aussuchen, von wem er beworben werden will und dann seiner Auswahl zustimmen.
Da sagt der BGH, dass das allein schon unzulässig ist, weil ein User allgemein auch der Bewerbung durch Telefonwerbung zustimmen musste, das aber auch nach der damaligen Gesetzlage nicht regelkonform war, weil eine solche Zustimmung nur explizit firmen- oder branchenbezogen erfolgen kann.
Fast wörtlich aus dem Urteil: Die Einwilligung erfolgt im Sinne dieser Vorschrift "für den konkreten Fall", wenn klar wird, welche Produkte oder Dienstleistungen welcher Unternehmen die Auswahlliste konkret erfasst. Daran fehlt es im Streitfall, weil die Gestaltung der Einwilligungserklärung darauf angelegt war, den Verbraucher mit einem aufwendigen Verfahren der Auswahl von in der Liste aufgeführten Partnerunternehmen zu konfrontieren, um ihn zu veranlassen, von dieser Auswahl abzusehen, um stattdessen der Beklagten die Wahl der Werbepartner zu überlassen. Weiß der Verbraucher, der sein Wahlrecht nicht wahrnimmt und somit keine Kenntnis vom Inhalt der Liste (der Werbepartner) hat, weiss er nicht für welche Produkte und Dienstleistungen er einwilligt, liegt keine Einwilligung für den konkreten Fall vor.
Deswegen war hier das Optin-Häckchen, mit dem pauschal abgenickt wurde unzulässig.
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Zweites hatte ein voreingestelltes Optout.
Aus dem Urteil: Die von der Beklagten in Form einer >>> Allgemeinen Geschäftsbedingung <<< vorgesehene Einwilligung des Nutzers, die den Abruf von auf seinem Endgerät gespeicherten Informationen mithilfe von Cookies im Wege eines voreingestellten Ankreuzkästchens (OPTOUT) gestattet, stellt sowohl nach dem im Zeitpunkt der beanstandeten Handlung geltenden Recht als auch nach dem im Entscheidungszeitpunkt geltenden Recht eine unangemessene Benachteiligung des Nutzers dar.
Die Einholung der Einwilligung mittels eines voreingestellten OPTOUTs war schon 2013 mit wesentlichen Grundgedanken des § 15 Abs. 3 Satz 1 TMG vereinbar.
Der beanstandete Einsatz von Cookies durch die Beklagte als Diensteanbieter dient der Erstellung von Nutzerprofilen zum Zwecke der Werbung, indem das Verhalten des Nutzers im Internet erfasst und zur Zusendung darauf abgestimmter Werbung verwendet werden soll.
Bei der im Streitfall in den Cookies gespeicherten zufallsgenerierten Nummer (ID), handelt es sich um ein Pseudonym im Sinne der damals und heute geltenden Normen, ist dahingehend richtlinienkonform auszulegen, dass für den Einsatz von Cookies zur Erstellung von Nutzerprofilen, für Zwecke der Werbung oder Marktforschung die Einwilligung des Nutzers erforderlich ist.
Das ist dahingehend auszulegen, dass keine wirksame Einwilligung im Sinne dieser Bestimmungen vorliegt, wenn die Speicherung von Informationen oder der Zugriff auf Informationen, die bereits im Endgerät des Nutzers einer Website gespeichert sind, mittels Cookies durch ein voreingestelltes Ankreuzkästchen erlaubt wird, das der Nutzer zur Verweigerung seiner Einwilligung abwählen muss.
Auf die Frage, ob es sich bei den Informationen um personenbezogene Daten handelt, kommt es nach der Entscheidung des Gerichtshofs in diesem Zusammenhang nicht an.
Der Gerichtshof der Europäischen Union hat entschieden, dass ein vom Nutzer abzuwählendes, voreingestelltes Ankreuzkästchen keine wirksame Einwilligung darstellt.