"Einen Krieg anzufangen, ein kleines Land zu überfallen, ist ein absolutes NoGo".
Das ist so die Phrase, die so ziemlich alle voranstellen, wenn sie was zum Thema Ukrainekrieg sagen. Alle? Nicht alle. Ein kleiner, unbedeutender Staat in Normamerika, sagt dazu nichts.
Dafür lassen sich die Berater des aktuellen Präsidenten nun täglich neue Beleidigungen einfallen für jemanden der einen Krieg angefangen hat. Man munkelt, dass die früheren Präsidenten dieses unbedeuteten Landes auch so manchen Krieg mit falschen Behauptungen anzettelt hatten, dass auch deren Millitär so das ein oder andere Kriegsverbrechen verschuldete. Der aktuelle Präsident trifft sich auch schonmal freundschaftlich mit den alten Präsidenten, die von so manchem auch als '"Kriegsverbrecher" tituliert werden, bis auf einen Blonden, der ist aber kein Kriegsverbrecher.
Der Phrase des Nogo hätte ich bis heute nacht eigentlich bedingungslos zugestimmt. Jetzt habe ich so meine Zweifel, die eigentlich schon mehr Gewissheit sind.
Ist das mit dem Nogo so richtig? Hat wirklich niemand das Recht einen Krieg anzufangen?
Meine Meinung ist ja, dass es im Kleinen wie im Grossen ist. Man stelle sich mal vor, dass Du einen Nachbarn hast der irgendwas glaubt mit Dir zu haben. Ein Hering, den Du in der Luft zerreissen könntest, der sich aber darauf verlässt, dass Staat, Polizei und Justiz ihn schützen. Der geht an Dir vorbei; "Hallo Du Arschloch". Spuckt Dir im Verbeigehen auch mal auf den Rücken, beschmiert Dein Haus, Dein Auto. Das macht er aber alles nur, wenn es keine Zeugen gibt. Du hast in schon gebeten damit aufzuhören, Du hast ihm schon gedroht, Du hast ihn schon angezeigt. Er sagt: "Schauen sie mich doch mal an und dann den, gegen den hab ich doch keine Chance, er ist derjenige der mich belästigt und bedroht. Es hört und hört nicht auf. Was machst Du also?
Heute nacht hab ich mir mal wieder sone Diskussion zum Krieg reingezogen. Die Gruppe hat einen Moderator und zwei ständige Mitglieder, die zwar zu vielem kein Wissen, aber immer eine Meinung haben. Zwei Plätze in der Diskussionsgruppe sind immer wechselnden Kandidaten vorbehalten. Heute nacht war das ein uralter General der wohl schon im ersten Weltkrieg in Graben gelegen hat. Von dem was der zu sagen hatte, hab ich so gut wie nichts verstanden. Der zweite war ein Rechtsanwalt mit einem Youtubekanal der sich mit dem Kriegsgeschehen in der Welt befasst.
Der war gerade aus der Ukraine zurückgekommen, wo er sich einige Wochen aufgehalten hatte, auch in Maripol.
Der sagte, wohl die allgemeine Stimmungslage berücksichtigend, dass er sich erst gar nicht gross darauf einlassen will, ob und inwieweit der Krieg Putins gerechtfertigt sei: "Krieg ist immer etwas Furchtbares, das man so schnell als möglich beenden sollte".
Er sagte aber auch: "Ich darf mal hier auf einiges hinweisen".
- Selensky wollte schon kurz nach seiner Wahl die einzige Behörde des Landes abschaffen, welche der Korruption im Lande nachgeht.
- Selensky hat Mitte des vorigen Jahres ein Dekret, also so etwas wie ein Gesetz, erlassen, dass die Ukraine verpflichtet die Krim zurück zu erobern, also anzugreifen und hat sein Truppen in dieser Ecke zusammen gezogen.
- Er wies darauf hin, dass die Bewohner der Krim, nachdem sie von einem russischen Präsidenten, wahrscheinlich voll des Vodkas, an die Ukraine verschenkt wurde, zu einem Zeitpunkt als die Ukraine noch Teil des Sowjet war, abstimmten und mit Mehrheit sagten, dass sie nicht zur Ukraine gehören wollen. Alles spricht nur von der angeblich gefakten Abstimmung vor einigen Jahren, die erste derartige Abstimmung ist aber mittlerweile 30 Jahre her.
- Selensky betreibt so etwas wie eine ethnische Säuberung (kennen wir das nicht von irgendwo her?), es wurde vorigen Jahres ein Gesetz erlassen, welches sagt, dass nur noch Ukrainer, etwa 80% der Menschen die dort leben, die vollen Bürgerrechte haben.
Und weiter sagte er, dass das noch nicht alles ist. Aber jetzt wurde der Moderator hektisch, unterbrach ihn, gab einen der Dampfpflauderer das Wort, von dem kam Blablablabla. Der Rechtsanwalt versuchte wieder zu Wort zu kommen, sagte, dass er das als Rechtsanwalt natürlich auch aus juristischer Sicht betrachtet und kam gerade noch dazu zu sagen: "Das alles und mehr kann man auf meinem Youtubekanal belegt einsehen". Das war dann das Stichwort für einen der beiden Dummschwätzer ihn mit dem Totschlagargument "Das scheint mir alles mehr eine Werbung für Ihren Youtubekanal zu sein" aus der Diskussion zu drängen.
Er konnte gerade noch durch die Blume verschlüsselt die Frage anbringen, was Selensky denn gross von Putin unterscheidet.
Ich hab mich dann noch an der Worte dieser seit mehr als 20 Jahren in Deutschland lebenden Armenierin erinnert, die mir sagte, dass wir das ja alle nicht mitbekommen hätten, wie dieser Selensky in der Vergangenheit Putin provozierte, versuchte lächerlich zu machen. Margin sagte dazu, dass das einen Staatsmann nicht tangieren sollte. Aber Staatsmänner sind auch nur Menschen.
Und dieser Selensky erdreistet (ja ertreistet) sich jetzt sich und die Ukraine als das Bollwerk auszurufen, welches für die Demokratien und die Freiheit der Eu, ja der ganzen Welt steht, welches von allen verteidigt werden muss?
Um auf den Punkt zu kommen, ich bin jetzt nicht mehr der Meinung, dass jeder Krieg unberechtigt ist. Wäre es so und würde die Weltgemeinschaft jeden Krieg so sanktionieren wie jetzt Putin sanktioniert wird, könnten die Kleineren und Schwächeren den Grösseren und Mächtigeren beliebig auf der Nase herumtanzen.
Und in Falle Selensky hätte die Weltgemeinschaft, zumindest die EU sich schon zu Wort melden müssen, als er einen Krieg gesetzlich festschrieb und als er mit seinen etnischen Ungleichstellungen anfing. Und sie hätten ihm direkt auf die Finger klopfen müssen, als er versuchte die Gestopften und Korrupten vor Ermittlungen und somit vor Strafverfolgung zu schützen.