>> Der ganze Rest steht in den AMB, die aber Bestandteil sind.
Für was steht denn die Abkürzung AMB? Ich vermute mal für sowas wie AGB der SB.
Mal vorab und meine Meinung, den Steuerberater würde ich so schnell als möglich loswerden wollen. Der hat die Verträge nach der Devise gestaltet: "Ich schlau und wissend, Du doof und unwissend.
So, und AMB:
Nach dem was Du schilderst hat der, nach meinem Dafürhalten, viel zu viel wesentliche Vertragsbestandteile in den AGB versteckt. Siehe z. B. die Bedingungen zur Beauftragungsbeendigung. Überraschende Klauseln, mit denen jemand nicht rechnen muss, haben in den AGB nichts verloren, ebenso verwirrende. Was der da alles reingepackt hat dürfte einer Normenkontrolle nicht standhalten. Jeder normale Mensch geht z. B. davon aus, dass es immer nur eine Regelung zur Kündigung eines Vertrags gibt, was ja auch unisono so gut wie immer der Fall ist.
Bei den was der da in seinen Geschäftsbedingungen versteckt hast musste ja erst mal ne Zeichnung machen, um zu wissen, wann Du kündigen kannst, um dann zu erforschen, wann die Geschäftsbeziehung tatsächlich endet.
Auch ein weit verbreiteter Irrglaube: "Alles was in den AGB (oder wie immer die sich in den verschiedenen Branchen auch nennen) wird zwingend zum Vertragsgegenstand und deshalb ist nichts zu machen".
Und diesen Irrglauben, dieses falsche Wissen, nutzen viele aus und verstecken wichtige Vertragsbestandteile in Kleinstgedruckten, wohlwissend, dass die meisten die vor Vertragsabschluss eh nicht lesen. Aber; Was klar und deutlich in den Hauptvertrag (und zwar in normal lesbarer Schrift) gehört, kann nicht in den AGB versteckt werden und ist deshalb rechtsungültig, wenn das trotzdem geschieht. Rechtsungültig heisst: Sie entfalten keine Wirkung, es gelten die gesetzlichen Regelungen. Und die Kündigungsfristen gehören, nach meiner Rechtsauffassung, als wesentlicher Vertragsbestandteil, in den Hauptvertrag. Wäre es anders, könnte ein Vertrag auch lediglich aus einem Satz bestehen: "A + B schliessen einen Mietvertrag". Rest? Siehe AGB. Nicht im Vertrag extra festgehalten, sondern lediglich gedacht.
AGB sind ja lediglich Vereinbarungen für jede Art von Vertrag die jemand beabsichtigt abzuschliessen oder anbietet. Was in den AGB steht, soll für ALLE Verträge gelten.
Und nach meiner Rechtsauffassung könntest Du auch jetzt noch den Vertrag wegen Irrtums anfechten, den Vertrag annulliern. Der Irrtum ist eine der wenigen Möglichkeiten aus einem Vertrag wieder rauszukommen, mit der Argumentation, dass ein Vertrag bei Kenntnis über das Geirrte nicht unterschrieben worden wäre. Dafür gibt es kein Zeitlimit. Es muss jedoch bei Bemerken des Irrtums sofort gehandelt werden, die Anfechtung des Vertrags wg. Irrtums sofort erklärt werden. Und weil das so ist, gehören alle wesentlichen Vertragsbestandteile erfassbar verständlich in einen Vertrag, denn dann kann niemand mit dem Argument des Irrtums kommen.
Du hättest i. M. z. B., neben vielen anderen, ein gutes Argument: Du hast keinen Gewinn mehr, Du kannst Dir die Steuerberatungskosten nicht mehr leisten. Ausserordentliche Zeiten, ausserordentliche Handhabungen. Du kannst den Vertrag nicht mehr erfüllen, also ist er hinfällig.