Beiträge von cura

    >> Man kann es halt keinem recht machen.

    Das sollte auch erst gar nicht versucht werden, das ist etwas für Normalzeiten, nicht für Zeiten einer Pandemie.

    Was würden denn diese ganzen Nörgler sagen, wenn morgen ein Virus auftritt welches garantiert jeden tötet, der mit ihm in Kontakt kommt? Was wäre dann noch wichtig?

    Weisste Syno, es weiss ja hier wohl keiner so wie ich wie "hart" es ist, wenn "brutal" reguliert wird.

    Und dennoch, die monatelangen Massnahmen des Frühjahrs z. B. hier waren richtig. Hätte man da noch zwei, drei Wochen durchgehalten, hätten wir heute wahrscheinlich wesentlich weniger Probleme, die damaligen Zahlen gingen ja fast in Ri Null.

    Es ist der falsche Weg aufs Tagesgeschehen zu schielen und dann zögerlich restriktive, halbherzige Massnahmen zu beschliessen, die sich dann auch noch zeitlich und örtlich und in der Ausführung unterscheiden. Das führt zu Widerstand, Unverständnis: "Warum ich hier und der dort nicht?"

    Wenn die Massnahmen für alle gleich hart sind gibt es auch nichts gross zu gerecht oder ungerecht zu diskutieren.

    Lassen Massnahmen Spielräume werden diese Spielräume auch gesucht und gefunden, heisst, es verlagert sich alles wieder in Richtung "Normalzustand". Das Infektionsrisiko bleibt letztendlich fast konstant. Die Engländer hier sind jetzt z. B., statt wie vorher üblich um 22, 23 Uhr, schon um 6 Uhr abends besoffen.

    Hier war es eine eklatante Fehlentscheidung auf die Empfindlichkeiten des Volkes zu sehen und im August die Reisewelle, wie Usus zu Normalzeiten, zu gestatten. Mit etwas Verzögerung zeigten sich dann die negativen Resultate. Jetzt gehen die Zahlen wieder, zwar langsam, aber konstant zurück und jetzt soll sehenden Auges derselbe Fehler wegen Weihnachten wiederholt werden.

    Klar, ist auch immer ne ökonomische, ne Geldfrage, aber auch hier, immer nur das Starren auf das Tagesgeschehen. Es bleibt die Frage offen, was mittel- und langfristig mehr Geld kostet.

    Für Spanien z. B. wäre jetzt der ideale Zeitpunkt ein Sozialsystem, vergleichbar mit dem deutschen, zu installieren, welches jedem das Überleben sichert. Das würde so manches abfedern.

    So gesehen, jammern die Deutschen wie immer auf höchstem Niveau.

    Aber irgendwie hab ich auch das Gefühl, dass es überhaupt nicht mehr darum geht Infektionen und Tote zu verhindern. Das die mittlerweile als Kollerteralschaden als hinzunehmen zu sehen sind. Jetzt, wo Impfungen ein Ende absehen lassen, verstärkt sich bei mir dieser Eindruck, dass es nur noch darum geht die Blamage zu verhindern, dass das Gesundheitssystem an seine Grenzen stösst, was wiederum eine Diskussion zu den offensichtlichen Versäumnissen der Politik in der Vergangenheit auslösen würde.

    Mir wird in der letzten Zeit zu oft betont, dass die Gesundheitssysteme es noch schaffen. Davon, dass dem noch vorhandenen Personal die totale Überforderung droht wird mir zuwenig gesprochen.

    >> Ein Friseur ist was ganz anderes, arbeitet anders, weniger Körperkontakt und er ist wichtiger als eine Massage oder bunte Fingernägel.

    Klar, die Frisur muss sitzen. Sieht Donald T genauso. :)

    Naja, jedem dürfte halt was anderes wichtig sein. Jemand mit Verspannungen dürfte das Thema "Massage oder Friseur" wohl differenziert sehen.

    Kann in geschlossenen Räumen eine ausgehende Gefähr wirklich nach der Art der Angebots beurteilt werden? Spielt da nicht eher die z. B. die Raumgrösse ne wichtige Rolle, das was da so in der Luft rumschwebt und sich die Einrichtung von oben ansieht?

    >> Doch, haben sie, also zumindest hier in Bayern.

    Haben sie was? Sich vorher Gedanken gemacht? Ich sehe nur Reaktionen auf Tagesgeschehen und keine vorausschauenden Aktionen. Es findet ein Eiertanz zwischen dem "Altbewährten" und dem was gelöst werden muss statt. Heute so, morgen so. Kaum sinken die Zahlen wieder etwas oder stagnieren wird sich sofort Gedanken drum gemacht, wo wieder etwas gelockert werden könnte.

    Aber mal zurück zur Schule, Ausbildung. Durch die Ausfälle überall wird es zu Problemen mit den Ausbildungsniveaus kommen. Warum also nicht: Lehrplan für alle aussetzen, stattdessen eine "Verwahrung" durch das Ausbildungspersonal, was ja durchaus mit "unnützem" Wissen zur Natur verbunden sein könnte, wenn sich denn schon so viel als möglich draussen aufgehalten werden soll. Für die heutige Jugend wäre es nicht das Schlechteste, wenn deren Blick mal weg vom Smartphone auf das gelenkt würde, was da in der Natur so alles vor sich geht, wenn sie mal wieder ne Buche voner Lerche unterscheiden könnten, ne Schlange von ner Blindschleiche.

    Hier, wie dort, sind ja viele "Einschränkungen" manchmal schwer nachvollziehbar; Massagestudios zu, Friseure auf.

    Warum müssen die Kinder in die Schule? Wenn der Lehrplan für alle ausgesetzt würde, wem würde es schaden? Die verlorene Zeit könnte hinten drangehängt werden. So aber verschieben sich die Prioritäten, einige werden durch die Umstände abgehängt.

    Geht es nicht in Wirklichkeit darum den Eltern die Bälger vom Hals zu halten, damit die ihrem Job nachgehen können?

    Dann könnte man die Kinder auch so "verwalten", dass sie der geringstmöglicher Gefährdung ausgesetzt sind, andere geringstmöglich gefährden könnten.

    Die Politik hat sich vor Corona nie mit den Problematiken einer Pandemie beschäftigt und eine dieser Problematiken ist halt auch die Fragestellung: Wohin mit den Kindern, damit diese nicht zum Bremsklotz der Beschäftigung werden?

    >> Zumindest Platz habt ihr.

    Was meinste denn mit Platz Lunte?

    Wennde damit Platz in Krankenhäusern meinst liegste schief. Deshalb ist auch die Fragestellung danach, wieviele Betten und UCIs (Intensivbetten mit Beatmungsgeräten) völlig falsch. Die Frage müsste lauten: Wieviel Personal haben wir noch die Patienten betreuen könnten? Und vor allem: Wieviele Intensivpatienten kann das vorhandene Personal noch schaffen?

    Ich bin ja froh, dass ich nicht vor die Wahl gestellt bin, aber hätte ich jetzt schulpflichtige Kinder würden die mir nicht in die Schule gehen. Jedenfalls nicht in das, was i. M. an Schule angeboten wird.

    Der Lehrplan muss eingehalten werden? Warum eigentlich, wenn man Kinder dafür in geschlossene Räume stecken muss? Warum nicht, dick eingepackt, raus in die Natur, da gibt es auch einiges zu lernen, was dann auch vielleicht ein Leben lang hängenbleibt.

    Wenn ich so rückblickend sehe, was von meiner Schulzeit hängengeblieben ist; so viel ist das nicht. Lesen und Schreiben, nochen bissl Mathe. Mehr fällt mir i. M. nicht ein und viel mehr wird es auch nicht sein. Das meiste hab ich vergessen, weil ich es nie mehr brauchte und was ich gebraucht hätte wurde mir in der Schule nicht vermittelt.

    Toll.

    Stolz wie die Spanier eröffnetense in Madrid heute das erste "Pandemiekrankenhaus" Europas. 100 Tage Bauzeit, 140 Mios Kosten, 1000 Betten, 48 Intensivbetten. Einziger kleiner Haken: Kein Personal. Das soll jetzt aus Krankenhäusern aus dem Umkreis zur Verfügung gestellt werden. Die klagen aber auch schon seit Wochen darüber, dass ihnen Personal für die Pandemieopfer fehlt.

    Und stolz ist auch Valencia, wo der Grössenwahn seit jeher Normalität ist. Sie haben jetzt die grösste Weihnachtsgrippe der Welt. Maria und Josef stehend, das Kind zu ihren Füssen: Eintrag in Guinessbuch. Das Kind allein hat eine Länge von drei Metern. Jeder will es natürlich sehen.

    Sonst keine Sorgen?

    Toll.

    Nicht so doll: Das Gewimmel in den nun weihnachtlich geschmückten Einkaufsstrassen in den Zentren der grossen Städte. Fehlt nur noch überall in Grossbuchstaben "Wir warten nicht aufs Christkind", wir warten auf die dritte Welle". Weihnachten geht hier schliesslich bis zum 6. Januar, dem Tag der Weihnachtsgeschenke.

    Wir dürfen nicht aus den kleinen Orten raus, in den grossen Städten darf jeder in die Zentren strömen.

    Öttinger. Und da ist diese Lusche wieder, die Figur, die nichts draufhat, sich aber alles zutraut. Kriegt nicht mal in Deutsch einen halbwegs vernünftigen Satz zusammen, glaubt aber zum Berater zu taugen, weil er jetzt dafür bezahlt wird den Steigbügelhalter zu machen.

    Keiner hat mehr Jobs angenommen als er. Er ist ein "Alleskönner".

    Ich weiss nicht wie es Euch geht, aber mich frustieren solche Infos immer etwas. Solche Figuren sind "Abtörmaterial" für jeden der wenigstens en bissl was draufhat, aber um seinen Lebensunterhalt kämpfen muss.

    Gut, nutzlose Typen, die sich die Taschen voll gemacht haben gab es in der Politik immer, aber es gab mal eine Zeit, da waren einige von denen wenigstens noch unterhaltsam. Heute beherrschen profillose Langweiler das Bild.

    https://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/eu-…inger-1.5129243

    >> "Es war 2020, als ich 20 war, in Chemnitz".

    So fangen wortgleich beide an. :)

    Muss man auch nicht verstehen, sind beide langatmig + langweilig, wobei das zweite ja eine Parodie auf das erste ist.

    Langatmig erzählte Geschichten, bis zu 60 bis 90 Sekunden Länge, die wenig bis nichts mit dem beworbenen Produkt zu tun haben, scheinen, zumindest hier, i. M. ein Trend in der (Ferseh-)Werbung zu sein. Am Ende fragt man sich: "Und warum soll ich jetzt die Pizza kaufen, über die absolut nichts gesagt wurde? Dass es sie gibt, weiss ich ja, sehe sie ja beim Einkauf jedesmal im Regal."

    >> ein kleiner dicker Mann, der vor 30 oder 40 Jahren mal durch ein Tor mit der Hand Weltmeister wurde, mit 60 durch einen Herzinfarkt den Löffel abgab?

    Naja, enn bissl mehr stellte er schon dar, vor allem im romanischsprechenden Raum. Es gibt ja viele Fussballer, die "Wunderdinge" als "Einmaltaten" vollbrachten und kurz danach vergessen waren.

    Für viele was er der Beweis und die Hoffnung, dass man im Dreck geboren und aufgewachsen sein und es trotzdem schaffen kann aus dem Elend herauszukommen. Hinzu kam seine erkennbare Zerrissenheit zwischen der Welt aus der er kam und der Welt in die er katapultiert und in der er nie heimisch wurde.

    Gut, bekannt wurde sein Spruch zu der "Hand Gottes", aber er war auch wirklich ein begnadetes Talent, wie hier gerade uralte Filmaufnahmen zeigen.

    Auch sein lebenslanges Engagement gegen die Armut in den Ländern Mittel- und Südamerikas machte ihn dort und teilweise auch in Europa beliebt. Gut, bei dem Konservativen kam das weniger gut an, weil er es mehr mit den linken Staatschefs hielt. Er war z. B. ein guter Freund Castros.

    Nach meiner Meinung hätte die Aussage, und das wesentlich verkürzt, an die heutige Jugend lauten müssen: "Wir haben nichts gemacht was andere gefährdet hat, obwohl uns das schwerstgefallen ist." Von mir aus dann auch noch "Wir waren Helden" oder, um das "Eigenlob" rauszunehmen, jemanden sagen lassen: "Sie waren Helden".

    Aber ich frage mich sowieso: Wieso so kompliziert in der Retrospektive? Warum sprechen sie die Jugendlichen nicht in der Gegenwart an: "Du tust nichts was andere gefährdet, obwohl es Dir schwerstfällt? Du bist ein Vorbild und ein Held".

    Aber, "Nichtstuer sind Helden?" Was sind dann die Nichtnichtstuer?

    Knapp vorbei ist halt auch daneben.

    Hier benehmen sich sehr viele Jugendliche daneben, was aber auch, zumindest für mich, zumindest nachvollziehbar ist. Es gibt aber auch ne Menge, die sich vorbildlich verhalten und denen sollte man das auch mal sagen.

    Jo, beide nicht besonders. Der Böhmermannsche mit erstaunlich wenig Biss.

    Ein Spot mit schwer erfassbarer Message mit einer Länge von 90 Sekunden der sich an eine Jugend mit einer Aufmerksamkeitsspanne von 5 Sekunden wendet.

    Ich hab ja kein deutsches Fernsehen, deshalb gehe ich mal davon aus, dass das zweite Video sarkastisch auf das erste anspielt.

    WIR TATEN NICHTS! Wir waren Helden, weil wir nichts taten.

    Welche hirmamputierten Auguste lassen sich sowas einfallen? Und wer nickt auf sowas ab?

    Das einzig Interessante daran dürfte wieder tatsächlich sein, was die Kosten sind. Die dürften, wie gehabt, unverhältnismässig hoch sein.

    >> Das wirklich perfide an der Sache ist, dass der User Google erstmal gar nicht mehr verlassen muss.

    Naja, darauf läuft ja bei denen (und auch anderen) alles hinaus.

    Das Anzeigen von Lizenzinfomationen könnte dann natürlich im Umkehrschluss von vielen so gedeutet werden, dass alles ohne Lizenzangaben bedenkenlos kopiert werden kann.

    Oh, Du fröhliche...

    ....Scheisse.

    Jeder will jedem das Weihnachtsfest retten. Warum? Was ist so schlimm daran Weihnachten mal etwas sparsamer anzugehen? Ich hab meinen Geburtstag d. J. auch mutterseelenallein verbracht und hab keinen Schaden davongetragen.

    Wir standen hier nach Ende der ersten Welle sehr gut da. Dann rückte der August immer näher, der Monat in dem die Spanier mehr Zeit auf der Autobahn verbringen als im Bett, das Reisen wollte man deshalb, weil Tradition, nicht verbieten. Folge, der August war vorbei, die Reisenden waren wieder abgereist, hinterlassen haben sie die Seuche.

    Und jetzt geht dieser Mist schon wieder mit Weihnachten los. "Wir können den spanischen Familien nicht verwehren an Weihnachten zusammen zu kommen".

    Und wieder werden Schwachsinnsargumente herangezogen, die blenden und ablenken sollen: Die Sprache ist von "Sicheren Korridoren". Keine Ahnung, was darunter zu verstehen ist und was die verhindern sollen. Hört sich so an, als sollte der Reisestrom irgendwie gelenkt werden. Sinn? Sinnlos einen zu suchen, denn wie die Familien dann Weihnachten verbringen, wen sie wieder mal an Bekannten treffen, welche Weihnachtsfeiern sie feinern? Wer soll das kontrollieren können, wenn sie hier, weitab von jedem Schuss, in den Fincas zusammenhocken? Besinnliche Weihnachten kennt man hier nicht, sind ganz normale Besäufnisse wie im Rest des Jahres.

    In Deutschland hats ja ne ähnliche Diskussion. Was solls? Weihnachten ist halt Weihnachten, das Fest der Liebe und manchmal auch der Hiebe. Und was solls? Haben wir halt nach Weihnachten wieder ein paar Infizierte und Tote mehr. Auf ein paar mehr kommst jetzt auch nicht mehr an.

    >> Warum bauen die so was nicht mitten in die Stadt, so wie die Testzentren auch? Platz wäre ja da,

    Meine Meinung: Schlicht weilse blöd, unfähig und deshalb überfordert sind. In solchen Stresszeiten trennt sich die Spreu vom Weizen.

    Wäre doch mal ne schöne Klage gegen die Gemeinde / Stadt: Jedem Bürger ohne Auto oder sonstigem Beförderungsmittel den Weg dorthin per Taxi zu finanzieren, weil es nicht zugemutet werden kann, aufgrund gedankenloser Planung, dass sich jemand unnötig einem erhöhten Infektionsrisiko aussetzt. Das ist ja genau gegenteilig zu den i. M. geforderten Massnahmen: So wenig Mobilität und Kontakte wie möglich. Die haben sowas gefälligst unter dem Gesichtspunkt zu planen, dass sich das dadurch zwangsläufig steigende Kontaktrisiko so gering als möglich hält.

    Und es sollte aber auch normalerweise kein Problem sein, dass die Impfer zu den Bürgern kommen.