Ich finde den Artikel sehr einseitig. Ok, eigene Meinung vom Schreiber eben. Aber genau das, was er sagt, könnte ich auch hernehmen und seine eigenen Aussagen damit in Frage stellen. Recht hat er, ja, in vielen Punkten. Aber das sind nur einzelne Punkte eines großen Bildes. Nur weil man einen oder zwei Punkte ändert, wird das Bild nicht besser. Was er da bemängelt mag also wieder stimmen, aber das trifft auch auf andere Dinge zu, die er nicht erwähnt, die es aber auch gibt und die "positiv" sind.
Er schreibt z.B. was von "Nutzen für die Allgemeinheit". Das stimmt, sehe ich auch so, nur was ist die Allgemeinheit, wie wird die definiert und was genau ist "Nutzen"?
Schulbildung... Es besteht eine Schulpflicht. Schulen kann man sich auch nicht einfach aussuchen, die sind an den Wohnort gekoppelt. Also trägt hier der Staat dafür Verantwortung, dass jeder die bestmögliche Ausbildung bekommt. UNI? Da sage ich dann, dort schaut es anders aus. Da ist freie Wahl. Keiner muss an die UNI, keiner in eine bestimmte gezwungen. Warum muss man die dann also fördern? Was genau habe ich als Einzelperson davon, wenn andere studieren? Und da ist es eben wieder, der einzelne Punkt. Natürlich ist es sinnvoll, Studierende zu unterstützen, aber alle? Manche haben über etliche Ecken einen Nutzen für Alle, andere nicht. Einer meiner Bekannten studierte 6 Jahre "IT". Ja, 6 Jahre!!! Immer wenn ich bei denen war oder bei der Familie durfte ich mir anhören, wie blöd ich denn sei, ich hätte keine Ahnung von der Materie, ihr Sohn würde das schon wissen und können, was er sagt, denn schließlich "hat er es studiert". Ich bekam schon Wut, wenn ich den Satz hörte. So, warum bekommt nun so ein Studierender Unterstützung? Und zwar von allen Seiten? Bis hin zu billigerem Döner, Jahreskarte fürs Schwimmbad, Rabatt beim ÖPNV oder ganz kostenlos, verbilligter Eintritt in Diskos, Messen, Kino etc.? Ja, er hat wenig Geld, das stimmt. Das hat er, weil er studiert. Aber hat er sich das nicht SELBST ausgesucht? Hier subventioniert also auch die Allgemeinheit, damit er studieren kann.
Meine Ausführungen waren nun auch einseitig. Gleiche Problem.... Punkte und Bild.
Diese Energiekostenpauschale. Die bekommen Studierende auch. Rentner nicht. Gestern einen Betrag dazu gesehen, wo es genau darum ging, warum den Rentner nicht bekommen. Ich dachte ich höre nicht richtig. Das ist angeblich ein IT-Problem. Man wisse nicht, wer bezugsberechtigt ist, hätte keine Datenerfassung. Von Studierenden wäre sie über die UNIs da. Achso, keine Daten.... Wo genau ist denn das Problem, die monatliche Auszahlung der Rente einmalig um 300 Eur zu erhöhen? IT-Problem???? Wurde nicht von anderen Unternehmen und auch kleinen Selbständigen wie uns gefordert, dass wir mal spontan unsere Buchhaltung umstellen, weil die MwSt gesenkt wurde? Das war dann kein Problem, geht ja ganz einfach, macht einfach mal.... Aber bei der Rente geht das nicht? Wie zahlen die denn eigentlich Rentenerhöhungen aus? Ist das nicht auch einfach "Betrag X mehr", der dann auf das hinterlegte Konto gezahlt wird? Wo genau ist da der Unterschied zu einmalig "300 EUR mehr". Ist quasi wie eine Rentenerhöhung und danach eine Senkung.