wobei die Behörden noch versucht haben quer zu schießen und mit ihren bekloppten Paragraphen und Handlungsspielräumen, die sie nach Tagesform auslegen, beinahe alles zunichte gemacht hätten. Es hat z. B. beim zweiten Mal deutlich mehr Energie gekostet, das Amt bei Laune zu halten, als mich wieder selbstständig zu machen.
Da wird es immer darauf ankommen, an wen man gerät. Wenn auf der anderen Seite des Schreibtisches jemand sitzt, der unheimlich wichtig ist und dessen Empathiepegel im Negativbereich ist, hat man die Arschkarte. Meine Erfahrung ist einmal Gegenteilig, allerdings Arbeitsamt, die Förderung zur Selbstständigkeit war eine große Hilfe, selbst der Nachschlag klappte da recht problemlos. Mit Einführung des Euros hatte ich dann auch eine richtige Krise im Geschäft und wir mussten Wohngeld und teilweise Grundsicherung oder wie das damals hieß beanspruchen, war sehr unangenehm, sollte es aber auch sein, ging aber auch schnell durch und hatte sich nach 3 Monaten erledigt. Im entfernten Bekanntenkreis arbeitet jemand in dieser Behörde, mal abgesehen von den Geschichten erzählte die kürzlich, dass die jetzt in größere Büros umziehen immer 8 oder mehr SB in einen Raum, einmal aus Sicherheitsgründen und zum anderen weil da eine "Selbstüberwachung" stattfindet, die den Missbrauch in beiden Richtungen vorbeugen soll. Datenschutz lässt grüßen.
Aber zum Thema, da würde mich mal eine Zahl interessieren, was das Verwaltungstechnisch alles kostet, Personal, Mieten, Technik, Nebenkosten, Gerichtskosten und was da noch alles dranhängt. Ich glaube kaufmännisch vollkommen unsinnig, schon deshalb ist ein Reform sicher überfällig.