>> Das Urteil ist durch Meinungsfreiheit und Unternehmerfreiheit begründet, was wohl überwiegen sollte.
Im Falle eines Bewertungsportals mit Meinungsfreiheit zu argumentieren ist schon sehr "sportlich", denn es ging ja nicht darum, ob auf dem Portal die User ihre Meinung äussern dürfen, sondern darum, wie ein automatischer Algo sortiert. Und vor allem, wie er mit den ganzen Fakes umgeht.
Gleiches gilt für die Unternehmerfreiheit, die da ihre Grenzen hat, wo andere mit dem was unternommen wird unzumutbar geschädigt werden. Es kann sich ja jeder gern auf "Firmengeheimnisse" berufen, dann muss er aber damit rechnen, dass ein Gericht sagt: "Gut, Firmengeheimnis, aber mit dem was Du tust schadest Du anderen, also hörst Du damit auf".
Das kann man langsam auch auf G und Konsorten übertragen: Ein automatisierter Algo kann solange genutzt werden, wie er anderen nicht unnötig schadet. Fängt er an unnachvollziehbar zu schaden, muss entweder geändert oder damit aufgehört werden. Die können mit ihrer Marktmacht nicht Kritierien anlegen, die mit der Qualität eines Angebots absolut nichts zu tun haben. Die sagen es zwar nicht, aber letztendlich ist es so, dass sie meinen, dass, wer ihren ihren Ansprüchen an eine Website nicht genügt, wobei die Kriterien ja auch noch geheim, "Geschäftsgeheimnis" sind, aus dem Markt verschwinden kann.
Wenn Metatags oder Alttexte für Bilder oder Grafiken darüber entscheiden, ob jemand lebt oder stirbt, sein Angebot gefunden wird oder nicht, dann läuft mit der Logig des automatisierten Algos etwas falsch, dann müssense halt menschliche Intelligenz, also Menschen, einsetzen, welche z. B. erkennt, dass ein unsichtbar gemachtes Angebot, von der Qaulität des Angebots her, so gelistet sein muss, dass es gefunden wird.
Die User suchen ja keine Websites, welche den obskuren G-Kriterien entsprechen und dass sie mit Gs Hilfe immer das beste Angebot finden ist bis heute durch nichts bewiesen, was jedoch nachweisbar ist, ist, dass G schon viele kaputtgemacht hat.
Auch wenn G (auch die anderen) für jede Suchanfrage unnötig Milliarden von angeblichen Ergebnissen anzeigt, haben alle das Problem, dass selbst auf der ersten Seite der Ergebnisse ab Position drei so gut wie nichts mehr geht. Das ist ein Problem, welches G mal angehen sollte. Und dafür gäbe es eine Lösung: z. B. Rotation. Das würde aber voraussetzen, dass G ernsthaft an einer Lösung interessiert wäre. Und was für G gilt gilt auch für viele andere, u. a. auch für diese Bewertungsportale. Da ist keiner, aus guten Gründen, an einer transparenten Ausgestaltung interessiert.
Zehn, mehr oder weniger gleichwertige Sites, von denen sieben kein Bein mehr auf den Boden kriegen, weil die ersten drei die grossen Abräumer sind, wobei hinzukommt, dass G bei manchen Ergebnissen auf den ersten drei bis vier ersten Positionen immer Seiten derselben Sites anzeigt, unter ihre Werbung natürlich und da kann auch schonmal nachgefragt werden, ob dies nicht dazu dient die Werbung zu bevorzugen.