Beiträge von Synonym

    Was ja so nicht ganz stimmen kann, oder die Graphen sind falsch.... Laut denen ist er gefallen, auf den Stand von März. Naja, da war er aber auch schon sehr hoch. Niedrig war er im Februar.

    Tiefster Stand seit Kriegsbegin: JA

    Tiefster Stand seit 4 Monaten? Nein

    Wenn schon seit 3 Monaten.

    Oder die meinen mit 4 Monaten nicht "vor 4 Monaten", sondern "März, April, Mai, Juni", dann stimmt es wieder. Aber März war schon teuer.

    https://www.finanzen.net/rohstoffe/weizenpreis/chart

    Also Arzttermine sind hier echt die Hölle. Nix gegen lange Wartezeiten, doch, schon, aber wenn es schon 8 Tage dauert, bis mal einer ans Telefon geht!?!? Da ist man bei einem, 30 Minuten, soll wo anders hin. Sich dort einen Befunde holen und wieder kommen. Ok, zum Anderen, dauert 10 Tage. Wieder hin wegen Termin. Zack, frühestens in 4 Wochen... Ok, muss ja so sein. Also 4 Wochen später wieder erschienen und Besprechung des Befundes. Der, wie schon erwartet, nix aussagt. Also angeraten bekommen, zu einem weiteren Spezialisten zu gehen samt Liste der möglichen Anlaufstellen, ganze vier Stück. Den einen davon gibt es mittlerweile nicht mehr, machte letztes Jahr zu. Zwei andere auf der Liste sind Kliniken, die nehmen keinen einfach so per Anruf auf. Bzw. aufnehmen schon, aber keine normale Untersuchung, nur stationär. Also der verbliebene auf der Liste, der auch die Empfehlung war. Die Arzthelferin sagte gleich "kann etwas dauern".... Ja super. Nach nun 8 Tagen endlich mal einen am Telefon, sonst immer belegt oder es wird nach 3 Minuten Dauerklingeln "aufgelegt". Termin? Neupatient? Ja, möglich. Die nächsten freien Termine sind im Mai 2023 =O So, nun also rumtelefonieren mit einem, der nicht auf der Liste steht, wollte ich gar nicht, zu weit weg. Ist irgendwo in Bamberg. Und das ganze wegen einer "Diagnose" bzw. "Unterstützung", weil absolut noch nix klar ist. Ich glaube ich buche mir gleich ein Ticket und fliege zu Dr. House 8o

    dass Odessa der einzige Hafen in der Ukraine ist, in dem schwere Militärtechnik in Größenordnungen

    Oh ja. Das könnte der Port Odessa oder der benachbarte (15 km Luftlinie) "Observation platform of the harbor and Port" sein. Bei allen anderen muss man entweder erst durch eine Flussmündung oder sie sind zu weit weg / falsche Seite, wie Mariupol. Zumal man da auch noch durch die Enge "Taman Bay" muss.

    Deine Fragen verstehe ich beide nicht so richtig, glaube ich, oder doch?

    Der mögliche Angriff über das Meer ist real. Das sagte doch der russische Militärsprecher selbst schon oft genug, dass sie die komplette Süd-Ukraine wollen, also eine Verbindung bis zu den Gebieten in Moldau. Schon damals, beim Thema Mariupol. Die wollen die Ukraine vom Weltmeer absperren, denn das ist ja quasi deren 95% Export. Ohne Meereszugang ist die Ukraine quasi nix mehr, denn wie man sieht, über den Landweg geht das alles nicht wirklich.

    Die Kriegsschiffe liegen ja schon da. Keine Ahnung wie das nun genau ist, nichts mehr von gelesen, aber die Türkei wollte ja den Bosporus für russische Kriegsschiffe sperren. Ob das geschehen ist, keine Ahnung.

    Wenn man such mal die "Musura Bay" anschaut, dann liegen da weit über hundert Schiffe. Keine Ahnung warum. Warten die da? Machen die was anderes? Auffallend ist nur, das ist genau die Grenze zwischen Rumänien und Ukraine. Die liegen alle auf dem rumänischen Gebiet.

    Die Schiffe, fast alles Tanker und Containerschiffe, die in Odessa, Burlatscha (gehört auch zu Odessa), Mariupol und Kherson rumstehen, die haben sich allesamt seit Ende Feb / Anfang März nicht mehr bewegt. Das gesamte Schwarze Meer auf ukrainischem Gebiet ist leer (Militär sieht man auf der Karte nicht). Da stehen nur zwei russische Ölplattformen.

    Direkt um die Krim ist Bewegung. Nur russische Schiffe. Frachter, Personenschiffe, Privatbote. Und östlich der Krim in der Taman Bay. Da ist recht viel los, keine Ahnung, wo die alle genau hin wollen. Sind fast nur Russen, aber auch Schiffe von "weltweit". Teilweise von Iran, wollen nach Russland oder kommen von Russland und wollen nach Ägypten etc.

    Und was heisst "Vom Hunger bedroht" konkret

    Huhu, gugg mal da. Steht da recht gut erklärt.....

    https://www.aktiongegendenhunger.de/hunger/ipc-ab-…-zur-hungersnot

    "Von Hungersnot bedroht" durch Corona ist / war IPC-3, eben bedroht und noch nicht "tatsächlich".

    Man muss da also sehr genau aufpassen, was da einer so sagt. Da kommt es auf ein einziges Wort an und auf was sich das bezieht. Wobei sicherlich der eine oder andere auch gar nicht so genau weiß, was er da eigentlich sagt. Ein falscher Ausdruck, ein falscher Satzbau, ein anderes Wort, schon ergibt sich ein anderer Bezug oder eine andere IPC-Stufe und somit ändern sich auch die Zahlen von 100 Mio in 400 Mio in vielleicht 2 Milliarden.

    "bedroht, Hungersnot zu leiden". IPC-3 -> IPC-5 Die sind also erst "bedroht" (aktuell Stufe 3), noch nicht "Not" (5) und nicht "akut" (4). Das sind also Leute, die in 3 sind, 5 werden könnten.

    "akut bedroht, Hungersnot zu leiden" IPC-4 -> IPC-5

    "sind von Hunger bedroht" sind Leute auf IPC-3

    "Könnten von Hunger bedroht sein" Sind welche in IPC-2, die vielleicht IPC-3 erreichen (könnten Hunger bedroht). Das sind also in der Summe sehr viel mehr, denn da geht es nicht darum, wer in Hungersnot ist oder sein könnte, sondern bereits um die, die irgendwie Knappheit haben, also IPC-3 erreichen.

    Oder auch hier:

    https://www.malteser-international.org/de/themen/hung…ernaehrung.html

    Von Hunger bedroht ist also alles was Stufe 3 (IPC-3) hat. Sprich, Menschen, die nicht wissen, ob sie morgen was zu essen bekommen oder nicht.

    Oder auch da wegen Corona.... Da waren 45 Mio auf Stufe 4, also akut bedroht (Notsituation) und kurz vor der Hungersnot, Stufe 5.

    https://www.sueddeutsche.de/leben/armut-pa…20216-99-145783

    Die Zahlen sind auch absurd. Das ist aber genau das, was eine Schlagzeile wie "aberwitzige tausende Tonnen Tierfutter, warum kein Brotweizen?", so "interessant" macht und zu Klicks treibt und natürlich dann kostenpflichtig. Oder eben triggert im Sinne von, ja warum eigentlich nicht? Was soll der Scheiß?

    Weil das absurde Zahlen sind, die sich einer so direkt nicht vorstellen kann. Das Problem bei den Zahlen ist schon der Begriff "Tonnen", denn bei dem können sich die meisten was vorstellen, was wie "das ist verdammt viel". Ja, aber nicht in der Landwirtschaft, das mag viel sein, wenn man sich Feuerholz für den heimischen Kamin kauft.

    Der Spiegel könnte auch direkt schreiben, dass die Bahnlinien für einen maximalen Transport von ca. 1,500.000 Tonnen ausgelegt sind. Dann muss aber alles passen, Züge da sein, Fahrer, Diesel, die Abwicklung an der Grenze, die Bahnhöfe funktionieren, LKW da sein etc. Polen hat ja schlicht auch schon das Problem, dass die gar nicht für das Umladen von Getreide und Co, also Schüttgut, ausgerüstet sind. Denen fehlt schon die Technik dazu. Und diese 1.500.000 möglichen Tonnen wären das Doppelte von dem, was im Mai transportiert wurde. Also stimmt die Aussage "man hätte doppelte Kapazitäten" schon irgendwie. Aber halt nur, wenn alles andere auch passt.

    Oder eben so was wie die Spurbreiten der Bahnstrecken. Die können ja nicht einfach durchfahren bis zum nächsten Bahnhof, wo vielleicht noch Platz ist oder Kapazität, was zu entladen. Nee, geht ja nicht. Habe da neulich erst eine Doku zu gesehen, da ging es aber um Russland und Finnland und den Güterverkehr dort. Die haben ja das gleiche Problem, müssen auch umladen, Loks wechseln etc. Aber die haben die Anlagen dafür, das zu machen. Witzig, hatte ich vorher so auch noch nicht gesehen. Da werden ganze Waggons umgedreht, auf den Kopf, so ausgeleert. Dann kommt der andere Waggon und die "Wanne" dreht sich wieder. Zack, also gefühlt eine Stunde später, ist es dann im anderen Waggon.

    An die Daten da oben kommt man ganz leicht. Ich hatte im Grunde auch nur Deinen Spiegel-Artikel. Hätte den schon fast bezahlt, weil ich wollte wissen, was da wohl stehen würde. Sucht man aber mal nach dem Titel, also inhaltlich "Tierfutter, Export, Ukranine", dann findet man eben auch schon Artikel von der Tagesschau, die kostenlos sind und 6 Wochen alt. Und wenn man sich dann noch etwas dafür interessiert, was ein LKW so lädt, was ein Zug, wie die normalen Abläufe sind, dann landet man zwangsläufig bei den zuständigen Behörden, Vereinen, Handelsblatt, Stern und Co. Witzig, da war kein kostenloser Artikel vom Spiegel dabei.

    Diese Aussage z.B. von Erhöhung auf 370 Waggons und 10.000 wartenden, die kommt nicht von einem Reporter oder so, sondern vom Zuständigen für Schienenverkehr in Polen. Keine Ahnung, wie das dort heißt, also quasi unser Verkehrsministerium. Die andere mit dem "Transport zur polnischen Küste" von einem dortigen Spediteur. Die Ware ist ja da, aber er bekommt sie nicht weg. Er hat weder genug Fahrer noch LKW noch sonst was. Also das bischen, was geht, was auch mit den fehlenden Maschinen geht, das stockt dann wo anders wieder, weil da was fehlt oder klemmt. Die anderen Aussagen von Leuten, die das Zeug eben von a nach b karren, dann aber irgendwo stehen und es nicht mehr weiter geht.

    Und das andere Zeug. Das ist ja kein Faktencheck, das ist Neugierde. Wenn da im Artikel steht, die Waggons stehen in der Gemeinde Izov, 130 km von der Grenze entfernt, dann kann man sich das ja mal auf den Karten ansehen. Google, Bing, Apple. Haben alle andere zu anderen Zeiten. Es gibt den Ort Izov, der liegt in der gleichnamigen Gemeinde. Daneben sind die 8 Rangiergleise. Die Gemeinde liegt direkt an der polnischen Grenze. Aber nicht am Grenzübergang. Das sind dann die genannten 130 km, denn so weit ist der von den Rangiergleisen ca. weg. Und nachdem da ja auf den Karten teils Züge stehen, kann man ja auch mal die Waggons zählen. Ob das nun 100 oder nur 95 waren, keine Ahnung, da kann auch ein Fehler drinnen gewesen sein oder die waren unterschiedlich groß.

    Und wenn es dann was eindeutiges heißt wie DB Cargo fährt, dann schaut man halt mal da nach. Auf deren Webseite ist ja alles verzeichnet. Jeder Waggon. Gibt nur sehr wenige für Lebensmittel als Schüttgut. Und der mit 80 m³ war der Größte. Doof, m³, es ging aber immer um Tonnen. Also mal bei Google suchen, was ein m³ Weizen wiegt, Stichwort: Hektolitergewicht (hl). Das zeigt Google sogar schon als Featured-Snippet an. Die 700kg/m³ war nur ein Durchschnitt, den ich daraus genommen habe. Die Spanne ist etwas größer, ca. 620 - 870 kg / m³.

    Minen: Die Mienen sind, zumindest in Odessa, kein Problem. Die Kriegsschiffe fahren ja auch rein und raus. Der türkische Frachter konnte es auch. Das Problem ist nur, dass der Schiffsverkehr eingestellt ist, so lange da seitens Russland geschossen wird. Die EU verhandelt doch schon die ganze Zeit, für einen Korridor, wo Schiffe fahren können. Den gibt es bis jetzt noch nicht. Mariupol und die anderen Häfen genauso.

    P.S. was im Spiegel-Artikel auch stehen könnte.... Es ist aber nur ein Gerücht, das nur vorab, es gibt keine Anhaltspunkte. Es wird aber gemunkelt, dass die Polen die Abwicklung von Weizen an der Grenze absichtlich blockieren bzw. hinauszögern. Grund: Dann können sie ihren eigenen, wesentlich teureren Weizen, besser verkaufen und der billige aus der Ukraine flutet nicht den Markt. Aber wie gesagt, das ist bisher nur ein Gerücht.

    Danke CatCat.... Genau das ist ja eines der Probleme an der Sache. Die Transportwege sind nun ganz andere, die dafür gar nicht gedacht waren und die Ziele eben auch die, die nicht geplant sind. Wie Du schreibst, alles was vorher mehr oder weniger durch das schwarze Meer in alle Welt ging, das sind ja 90 bis 98% des kompletten Exports, muss nun mehr oder weniger über Polen / EU als Zwischenstation und dann in die Welt.

    Habe mir gestern auch mal den Rangierbahnhof hier in DE angesehen, soll ja der größte in der EU sein. Naja, die schreiben was von ca. 3500 Waggons am Tag. Die Bahn schreibt ja, dass die Cargos nach Hamburg oder Adria gehen. Ich stelle mir nun mal vor, was Hamburg mit den ganzen Waggons machen soll. Klar, einen Umschlag- / Verladeplatz gibt es da, aber der ist ja schon mit "normalen" Abfertigungen ausgelastet.

    Und natürlich, nein, wir können das nicht lagern. Wir bzw. die EU sind ja nur Transit. Aber eben Transit auf einer Strecke, die dafür nie gedacht war.

    Im Grunde ist das wie auf der Baustelle, wenn es keine Pumpe gibt, die den Beton in den 8ten Stock pumpt und 30 Arbeiter, den dann mit Eimern vom LKW schöpfen müssen, in den Keller tragen, von dort aus durch den Garten des Nachbarn, wieder zurück zur Baustelle, auf das Gerüst in den 3ten Stock, durch eine bereits bewohnte Wohnung, um dann das Treppenhaus bis in den 5ten Stock zu nehmen und ab dann über das Gerüst in den 8ten.

    ^ ^ Der Beton kommt oben an, aber halt sehr sehr viel langsamer über Irrwege.

    Ist echt mühsam.... Immer wieder die gleichen Aussagen.... Die Russen sind es, die die Häfen blockieren. Entweder kontrollieren oder blockieren. Ich sage nur Schwarzmeerflotte. Die Russen sind es, die Bahnhöfe zerstörten. Mit den Russen musste verhandelt werden, damit dieses türkische Schiff nach Odessa durfte, laden und wieder raus, was auch immer das geladen hat.

    Und der Spiegel.... Tausende Tonnen.... Wie viel ist das denn genau? 2.000 Tonnen? 10.000 Tonnen??? Hört sich viel an, ist aber ein Witz! Die EU will über den Landweg, Zug und LKW ca. 20.000.0000 Tonnen rausholen, ca. 7.000.000 im Monat. Was will der Spiegel da mit seiner nichts sagenden "tausenden Tonnen"???

    Und genau diese 20.000.000 Tonnen sind die, die JETZT in den Lagern liegen und weg müssen, Russland die aber nicht raus lässt.

    Und das Zeug wird ja auf LKWs umgeladen und transportiert, teils direkt, teils zum Zug, aber transportiere mal 20.000.000 Tonnen mit LKWs! Wie viele Tonnen passen auf einen LKW? Ich habe keine Ahnung, ich schätze einfach mal: 20 Tonnen? Wie viele LKW braucht man dann für 20.000.000 Tonnen?

    So, das Zeug, das in Polen ankommt oder an der Grenze, das ist auch normaler Weizen. Zitat sinngemäß eines Händlers, der das gerne an die Polnische Küste transportieren würde, um es auf Schiffe zu laden. Es gibt keine Fahrer, keine LKWs.... Die Waggons mit Weizen stehen Wochenlang an der Grenze. LKW warten an der Grenze Tage, bis sie durchkommen, Züge Wochen, bis sie entladen werden können. Und so lange die da stehen kann auch keiner zurück fahren und neue Ladung holen.

    Laut vorliegenden Zahlen wurden im April 640.000 Tonnen Getreide aus der Ukraine per Zug exportiert, im Mai 770.000 Tonnen. 5 Mio im Monat wären nötig, für einen normalen Ablauf. Nochmal, was will der Spiegel da mit seinen "tausenden Tonnen"? Du wertest das noch als "Spiegel wird kritischer"... Ich sage schlicht.... Schöner Click-Bait, mehr nicht.

    Polen versucht gerade, die Kapazitäten für die Umladung der Züge auf 370 Waggons pro Tag zu erhöhen. Aktuell sind das viel viel weniger, daher stehen die auch alle Wochenlang rum. Nur das reicht auch hinten und vornen nicht. Rechne mal selbst um, was 370 Waggons wären. Und vor allem auch bedenken, wie das dann weiter transportiert werden soll. Keine Transportroute in der EU ist dafür ausgelegt. Dafür gab es die Schiffe.

    Aktuell stehen in der Ukraine ca. 24.000 voll beladene Waggons mit Gütern (aller Art) rum, die auf den Abtransport warten. Naja, vielleicht kommt ja einer und schiebt die mal??? Davon stehen alleine 10.000 beladene Waggons in Izov, das liegt direkt an der polnischen Grenze. Die werten aber nicht abgefertigt, weil nicht möglich. Wohin damit, wie umladen, wohin umladen, wohin transportieren, mit wem transportieren? Alles per Hand wegtragen?

    Wie oben schon geschrieben, da warten bereits 10.000 Waggons. Polen will auf 370 pro Tag erhöhen. Alleine für die "wartenden" wären das dann schon ein Monat. Und es kommen ja ständig neue.

    Nochmal, was will der Spiegel mit "tausenden Tonnen". Da stehen 10.000 Waggons an der Grenze und können nicht abgefertigt werden. Wie viel hat so ein Waggon wohl geladen?

    700 kg/m³, das Durchschnittsgewicht von Weizen.

    Die Waggons der DB Cargo fassen 80m³ (Quelle: dbcargo.com). Die Großen. Die kleineren nur 65m³. Keine Ahnung, ob es da eine Limitierung gibt, aber wenn nicht, dann passen da also 56 Tonnen rein. So ein Zug hat 20 Waggons, also ca. 1.120 Tonnen pro Zug. Aktuell fährt die Bahn mit 3 Zügen am Tag. Mehr geht nicht, wegen Umladung und Wartezeiten und so.

    Bis nach Izov ist die Bahn einspurig. Dort in der Nähe ist ein Bahnhof mit Abstellgleisen, 8 Stück. Da passen pro Gleis 100 Waggons drauf. Woher ich das weiß? In Google-Maps einfach nachgezählt, da stehen nämlich Züge drinnen. Dann geht es ab dem Bahnhof wieder einspurig weiter bis kurz vor die polnische Grenze. Wird da wieder dreispurig mit Ausweichgleisen. Der GRenzübergang ist einspurig, ebenso der komplette weg bis zum nächsten Bahnhof in Hrubieszów. Dort wäre dann mehr Platz....

    Soso, in Izov ist also Platz, ca. 800 Waggons offiziell zu parken. Da stehen aber 10.000 !!!! Die ganze Strecke ist dicht. Da kommt keiner mehr vor oder zurück.

    Und was bringt die Verdopplung, wenn die Hauptumschlagplätze (zu 90% des Exports bisher - per Schiff) unter russischer Kontrolle stehen? Der Weizen muss ja erst mal von Punkt A nach B und dann in einen Zug. Mach das mal von jetzt auf gleich, wenn es üblich ist, das Zeug per Schiff zu transportieren. Ist halt Mist, wenn die meisten Umschlagplätze in gewissen Hafenstädten sind, bei denen so manche sagten "warum nicht einfach aufgeben?". Naja, nun sind sie aufgegeben. Oder auch Mist, wenn man ernten könnte, aber nicht weiß wohin damit, weil die Lager voll sind.

    Ich empfehle mal den Artikel der Tagesschau. Da steht sinngemäß was von einem Bauern drinnen, der eigentlich ernten könnte, aber nicht kann, da Lager voll. Der Abnehmer das aber nicht leeren kann, weil dessen auch voll ist. Nunja, eigentlich geht das Zeug über Odessa raus und macht Platz, aber da ist dicht. Alternative mit dem LKW zum nächsten Bahnhof. Doof nur, dass es da in der Umgebung keinen mehr gibt, der noch funktioniert. Also mit zu einem anderen, quer durch die Berge, viele viele KM entfernt. Nächste Problem. Es gibt nicht genug LKW und auch nicht genug Diesel. Bahn? Wird auch angesprochen, auch die DB, die ja per Zug Weizen holt. Die Züge stehen teilweise auf den Gleisen rum. Grund? Lokwechsel, weil kein Stromnetz. Langsam fahren um Sprit zu sparen, weil auch nicht genug Diesel. Und das ganze ausbauen und ausweiten? Nicht genug Züge! Und wenn mal was ankommt an der Grenze, dann muss das auch noch umgeladen werden, blockiert die Strecke auch und kostet Zeit. Grund? Andere Spurweiten!

    Laut DB: Zwischen in der Ukraine beladen, losfahren, ab an die Nordsee oder die Adria in den Hafen, entladen, zurück in die Ukraine, damit neu beladen werden kann, dauert es 2-4 Wochen, je nach Zielbahnhöfe.

    Angeblich hat ja ein türkisches Schiff Mariupol mit Weizen verlassen. Komisch bisher nur, dass überall bestätigt wurde, dass ein türkisches Schiff dort ausgelaufen ist, aber keine wirklich sagen kann, dass da auch Weizen geladen ist.

    Und natürlich ist der Artikel von Spiegel bezahlt, logischerweise auch mit so einer reißerischen Überschrift. Hammse gut gemacht und von FAZ abgeschaut, denn die hatten das schon vor 6 Wochen.

    Sagt mal, gibt es da eine Universal-Funktion, die einem die möglichen Javascript-Fehler loggt? Also eine, die mit allen Browsern funktioniert? Ich weiß, dass die unterschiedlichen Browser unterschiedliche Daten liefern, das ist kein Problem. Wenn was fehlt oder ungenau ist, kein Problem, ist dann halt so. Gibt z.B. welche, die nur sagen Fehler "SyntaxError xyz", aber dabei nicht erwähnen, wo genau der Fehler war, also noch nicht mal das Script, von der Zeile gar nicht zu sprechen.

    Aber, da gibt es auch welche, die liefern so was als Fehlermeldung.... Und leider, es ist mal wieder mit zu 90% BING !!!

    Code
    Jun 20 2022 15:03:01: 40.77.188.30 Action: I�j�!�<�xJ뢰��z-�杦�)z�ri�D���.+-zw����Xm��?�0}��zy޷<�G^�;?��-z���]6�W(����Sʗ���+    ����i�k����&�tKޞ��קz���e - UA: Mozilla/5.0 (Windows NT 6.1; WOW64) AppleWebKit/534+ (KHTML, like Gecko) BingPreview/1.0b

    Was bitte ist denn das da für ein Format, das Bing da liefert? Alle anderen liefern Strings. Wie gesagt, mal mehr oder weniger aussagekräftig, aber eben Strings. Was soll denn das da aber sein???

    Bisher erfasse ich das nach langen Tests so:

    window.onerror = function (msg, url, lineNo, columnNo, error) { mach_was }

    Die einzelnen Parameter sind da von gar nicht, über doppelt, bis sehr ausführlich gefüllt. Aber BING????

    So was da hilft auch nicht weiter, aber das kann man wenigstens lesen....

    Code
    Action: Script error. URL:  liNo: 0 null - UA: Mozilla/5.0 (Windows NT 10.0; Win64; x64) AppleWebKit/537.36 (KHTML, like Gecko) Chrome/102.0.0.0 Safari/537.36

    Schlampig oder einfach mal wieder nur seltsamer Titel? Wie mit Inflation um dann von Grundnahrungsmitteln zu sprechen.

    Wenn man den Artikel liest, und nicht nur die Überschrift, dann ist mit dem "außen vor" nicht das Wahlergebnis gemeint, sondern die Regierungsbeteiligung. Die PP braucht sie nicht, da absolute Mehrheit. Ohne die, hätte es wohl eine Koalition geben können. Sie zumindest verstehe ich den Artikel.

    Also irgendwie interpretierst Du da in das Bild was rein, was ich so überhaupt nicht sehen kann.

    "entgegenkommen muss". Sicher? Ich würde mal sagen, das ist nur ein Bild. Er steht links, ist Rechtshänder, Scholz ist auch Rechtshänder. Noch näher kann er nicht ran, denn dann verdeckt er Marcon. Es ist nur ein Bild, wer sagt denn, dass die Hand nicht noch weiter ausgestreckt wurde? Die andere Frage, die sich in dem Bild auch stellen würde: Warum steht Scholz so weit weg? Und nochmal, Rechtshänder, beide. Da ergibt sich das zwangsläufig. Die Frage eben nur, warum alle da stehen, wo sie stehen. Selenskyj kann nicht weiter in die Mitte, Macron eben.

    "nicht mehr loslassen".... Möglich. Kann es aber auch möglich sein, dass die Presse noch nicht fertig war und schlicht noch andere Journalisten ein Foto wollten? Ist es nicht überall in der Promiwelt oder auch bei irgendwelchen besonderen Aktionen mit Presse vor Ort so, dass spezielle Handlungen (Händedruck, Umarmung, andere Gesten), übertrieben lang ausgeführt werden, nur damit eben jeder der Journalisten ein "gutes" Foto machen kann?

    Klar, das meine ich ja. Bing ist selten aber wenn mal was kommt, dann eigentlich recht gut. Nicht so ein "guck-und-weg"-Traffik wie bei Google. Und klar, die Apple-Suche dürfte interessant werden.

    Ich selbst lasse grundsätzlich alle Sumas zu, die einen öffentlichen Index haben und nicht durchgängig Mist bauen.

    Ahrefs war gesperrt. Sie selbst sagen, sie hätten den "aktivsten" Bot nach Google, vor Bing und Yandex. Das kann sogar sein, aber 90% der Abrufe damals waren falsch und letztendlich brachte es keinem was, weil es keine Suma war, sondern ein SEO-Tool.

    Was ich hier so vom Apple-Bot sehe, das passt fast alles. Ok, mal was nicht gefunden, ist normal, aber ich finde den schon mal wesentlich besser als Bing. Hatte ja mal einen Post zu geschrieben. Ist noch immer so, ca. 80% aller Botzugriffe von Bing sind Fehler oder 301. Hätte Bing nicht die Anteile, die es auf dem Suchmarkt hat, wären die gesperrt.

    Ich glaube ehrlich gesagt auch nicht, dass da einer Google Konkurrenz machen kann. Da können höchstens welche in den Startlöchern stehen, für den Fall, dass Google plötzlich verschwindet und da sind eigentlich schon welche da, die es eben als echte Suma auch nicht wirklich schafften. Und dazu muss ich auch Bing zählen.

    Die Daten da oben beruhen wohl darauf, dass Ahrefs früher die Seiten gespidert hat, als Tool-Bot für Backlinks. Dann habe ich die mal in der robots.txt vor Jahren gesperrt, nun wieder freigegeben. In der Hilfe schreiben sie dazu, dass sie noch Probleme haben und wissen, dass die Suchergebnisse teils "komisch" sind. Daher verlinken sie auch auf die anderen Sumas (die grauen Buttons im Bild).

    Hier schaut es ähnlich aber anders aus:

    Da meine ".de" auch ohne alles, da bisher gesperrt und nun erst wieder freigegeben. Also genau das Gleiche wie bei der anderen Domain. Andere Ergebnisse hingegen stimmen, die waren immer freigegebe. Man sieht aber durchaus einen gravierenden Unterschied zu Google, Bing und Co.

    P.S. Daten-Statistik von Ahrefs, die bisher für das Tool da waren und nun für die Suma benutzt werden: https://ahrefs.com/big-data

    Das mit Apple dürfte interessant werden. Sicherlich auch keine wirkliche Konkurrenz, aber wenn das mal vorinstalliert ist, dann dürfte das schon Nutzer finden. Und gerade die Apple-Jünger sind doch die, die dann lieber die Apple-Suche nehmen als eine andere, Hauptsache Apple steht dran. Doof nur, dass kein anderer (ohne Apple), die Suchergebnisse oder gar die Suche selbst sehen kann.

    Nur mal so als Info, falls es noch nicht bekannt sein sollte.

    Apple ging mit seiner eigenen Suche nun offiziell online. Also nicht nur als Suche für Siri, sondern als voreingestellte Suchmaschine auf Apple-Geräten. Der UserAgent vom Bot hat sich geändert. Natürlich beachtet er die robots.txt, also Anweisungen für sich als AppleBot, erstaunlich ist aber, dass er, wenn es keine Anweisungen für den AppleBot gibt, er dann die vom GoogleBot nimmt, falls vorhanden.

    Gleichzeitig ging für alle die Suchmaschine von Ahrefs online: https://yep.com/ Wer das Tool in der robots.txt gesperrt hatte, sollte nun überlegen, ob er es nicht doch freigibt, denn der Such-Bot nutzt den gleichen UA als der Tool-Bot.

    Allerdings scheint es auch so zu sein, dass sehr alte Daten erst mal ausgeliefert werden. Ich hatte das Tools gesperrt, entsprechend keine Ergebnisse in der Suche. Dann freigegeben und 2 Tage später waren welche da. Diese sind aber ALLE ohne SSL, auch alte URL-Struktur. Teilweise auch ohne www. Ich würde mal sagen, das was die da aktuell haben ist so an die 5-8 Jahre alt.

    Ja, so in etwa ist das. Das Problem aktuell ist ja, dass die Haupt-Preistreiber genau die Grundgüter sind. Und ja, da stimme ich Dir völlig zu. Wenn nun z.B. PC-Technik 50% billiger wäre, oder Neuwagen, dann wäre das nur für die interessant, die die verbleibenden "50%" überhaupt noch haben.

    Daher hasse ich auch immer diese Posts ala "so könnt ihr beim Einkaufen oder XY sparen, blabla". Denn auch das können nur die, die vorher nicht schon bei maximaler Einsparung waren. Aber wie Du schon sagst, einkaufen muss jeder. Sparen kann man, wenn man eben günstiger Produkte kauft. Machte man das aber vorher schon, dann hat man diese Option nicht mehr.

    Die Inflation oder eben der Wert ist halt nur ein Wert für den Durchschnitt (Personen und Güter). Der könnte auch 8% sein, aber so gut wie keinen betreffen, geht ja auch. Ist halt nur eine Frage der Güter, die da so viel teurer wurden.

    Die Inflation würde auch steigen, wenn man sagen würde, jedes Haustier, egal ob Hund, Katze oder Vogel kostet 1000,- Steuer im Jahr. Fahrräder wie Autos entsprechend Steuern und Versicherungen. Fahrradhelme werden Pflicht, auf Grund von neuen Sichheitsanforderungen kosten die aber +500%, Lastenanhänger für Räder, weil extrem hohe Nachfrage und Materialknappheit, haben einen Preisaufschlag von +500% etc....

    Das würde also nur eine überschaubare Gruppe an Personen treffen. Am meisten die, die 5 Dackel haben und mit denen im Lastenanhänger mit dem Fahrrad zum Einkaufen fahren.

    Die Inflation kann man eigentlich ganz gut als Indikator nutzen, also bisher. Die Preisunterschiede waren "gering" und großflächig verteilt. Jetzt ist das aber halt nicht so. War das nicht schon mal nach dem Krieg? Jetzt hat man echt das Problem, dass Preissteigerungen eben nicht durch Senkungen ausgeglichen werden im Sinne von "gut, 500 Eur mehr für Lebensunterhalt, dafür kostet Urlaub und Luxus 500 weniger". Jetzt ist man echt an dem Punkt, wo der Lebensunterhalt bei vielen alles andere automatisch "unmöglich" macht.

    Sieht man aber auch immer wieder sehr schön an den Kassen der Supermärkte. Neulich eine ältere Dame, die hatte so einen 6er-Pack "Frühstückseier". Also die gekochten und bunten, die es so gibt. Die werden ja nur im 6er Pack verkauft, sie hatte aber einen mit 4 Eiern drinnen. Passiert hier manchmal, da waren halt welche kaputt und die "halbvollen" sind zum Auffüllen anderer Packungen gedacht. Sie wollte aber den 4er kaufen, weil sie sich den 6er nicht leisten kann. Kasse gegenüber Studenten mit Iso-Trinks von so einem hippen Hersteller, diesen kalten Kaffee-Zeug-Möchtegern-Brühen aus der Kühlung und einen "Trinkbecher" mit diesen kleinen Tomaten.... 3 Artikel, knapp 10 Eur. Kein Problem. Sieht man dann halt. Die einen so, bei den anderen scheitert es an 70 Cent für 2 Eier.

    Das geht sicherlich sehr vielen Leuten so. In vielen Fällen ist es aber leider auch kein "nicht können", sondern schlicht ein "nicht wollen". Merkt man spätestens daran, wenn man es für andere macht, und es sie dennoch nicht interessiert.

    So eine Liste muss fixiert sein, sonst geht es nicht. Anpassen muss man auch mal, aber dann wirbelt es die Listen durcheinander und eben überall stehen "Warnungen", dass sich die Berechnungsgrundlage geändert hat. Also da muss man dann umrechnen oder umrechnen lassen, ansonsten kann man vergleichen.

    Ist doch wie mit meiner Versicherung. Wenn die jedes Jahr einen anderen fiktiven "Renditewert" ansetzt, dann sind die Hochrechnungen alle für die Katz, weil man kein Jahr vergleichen kann. Würde immer der gleiche wert genommen werden, dann könnte man es machen. So rechnet z.B. die Hochrechnung auch noch zusätzlich mit einem "Garantiezins", also nicht nur Rendite von Fonts. Nur, meine Versicherung hat überhaupt keinen Garantiezins, die hat schlicht gar keinen Zins, denn das ist eine reine Fonts-Geschichte. Aber selbst so könnte man den Wert nehmen, würden die nicht jedes Jahr wechseln. Einmal mit 1,5, dann 2,5, dann 2, dann 1,75 etc.

    Das mit der Temperatur könnte man so machen und wäre ein Vergleich, wenn, ja wenn.... Wenn sich alle Spanier oder die große Mehrheit auch entsprechend das Jahr über in ganz Spanien aufhält und nicht nur im Norden oder Süden. Wobei das aber dennoch nicht ganz passt, denn Dein Beispiel gibt eine feste Temperatur vor, keine Änderung. Korrekter wäre es, wenn man sagen würde. "Morgen hat es in Spanien 2,5 Grad mehr". Dann wäre es wie Inflationsrechnung, aber eben unter der Voraussetzung, dass jeder dann auch überall ist oder zumindest im Schnitt beteiligt. Ist man das nicht, hält sich also immer nur in einem Ort auf, dann ist man quasi abweichend vom Durchschnitt und somit kommen dann viele Punkte rein (hier z.B. die Temperaturänderung im Norden), die einen gar nicht betreffen.

    Die Gewichtung ist ja z.B. nicht nur ein erfundener Wert, da geht es ja auch um Faktoren wie oft man was kauft im Durchschnitt. Eine Winterjacke kauft man z.B. seltener im Jahr als eine Packung Käse. Manche Produkte in der Liste kaufen einige gar nicht, andere täglich. Gibt da sogar Produkte drinnen, bei denen weiß ich noch nicht mal was das ist ;)

    Und ja, das ist alles nur ein grober Wert über alles für alle. Das ist aber der Sinn der Sache. Ein Sortiment, das für alle angewendet werden kann. Um es vorwegzunehmen. Ja, es betrifft eben nicht jeden gleich. So gehe ich z.B. davon aus, dass Du oder auch andere hier wesentlich mehr Hundefutter kaufen als ich, oder Schuhe, oder Ausgaben für Kinder haben. Es gibt in der Liste z.B. auch den Punkt "Schuhreperatur".... Ich war in meinem ganzen Leben noch bei keinem Schuster. Interessiert mich also nicht, ob der teurer wurde oder nicht. Andere, die ohnehin teure Schuhe kaufen, die lassen die vielleicht reparieren, die betrifft es dann.

    Aber es muss eben eine vergleichbare Liste sein und bleiben. Fast oder ähnlich dem Mietspiegel, wobei der sehr regional ist. Allerdings gibt es auch Inflationslisten für zumindest Bundesländer. Und gleich bleiben auch, weil es ja andere Dinge gibt, die an die Inflation gekoppelt sind. z.B. Mietvertrag mit Inflationsbindung. Da kannste ja nicht für jeden Mieter individuell dann einen eigenen "Warenkorb" nehmen im Sinne von: Der eine isst nur Schwein, wurde teurer, der andere Rind, noch teurer. Der nächste geht 3x die Woche ins Kino, die anderen nicht. Der Vierte lebt vegan, hat also andere Produkte als die Fleischfresser, andere fahren mit dem Auto zur Arbeit, manche laufen. Nee, das ist die Auswahl von allem für alle.

    Zwischenanmerkung: Mietverträge mit Inflationsbindung sind ein Open-End. Steigt die Inflation, steigt die Kaltmiete. Aber die Kaltmiete ist Bestandteil der Inflation, also steigt die automatisch auch, dann steigt wieder die Miete ;)

    Für mich passt die Inflation so eigentlich auch nicht, ich bin nicht der Durchschnitt. Ich lebe eigentlich mehr oder ausschließlich im Bedarf der Grundversorgung für einen Single, ausgenommen Benzin und Heizöl. Ich könnte also auch sagen, wenn ich auf meinen Einkaufzettel und mein Konto schaue "7,9%??? Niemals, das passt hinten und vorn nicht". Ja, weil ich dann persönlich auf meinen eigenen individuellen Warenkorb betrachten würde und nicht den offiziellen der breiten Masse. Und das würde für einen persönlich dann auch nur gehen, wenn man immer das Gleiche kauft, also nicht "vorher immer" die Markennudeln und weil die dann zu teuer wurden, einen günstigeren anderen Hersteller. Dann würde man ja quasi ständig den Warenkorb ändern und ein Vergleich wäre nicht mehr möglich.

    Wobei das bei mir sogar gehen würde, denn ich mache es, wie die offizielle Berechnung. Ich kaufe immer das billigste Produkt. Das wäre dann aber eben die "persönliche Inflation". Was aber viele machen oder denken ist noch nicht mal die, sondern das ist die "gefühlte Inflation". Rein danach gehend könnte ich auch sagen "ist alles doppelt und dreifach teurer als vorher". Klar, weil man eben speziell diese teuren Preise sieht und das "Gefühl" stark darauf aufbaut. Andere Dinge, die man auch braucht, die einem aber nicht direkt vor die Füße fallen oder an die man nicht denkt, die sind im "Gefühl" nicht vorhanden. Das wäre bei mir auch so, wenn ich verstärkt auf Gas und Strom sehen würde. Die neuen Zahlen von gestern sagen voraus, am 1.8.: Gas +100%, Strom +60%. Das ist die dritte Anpassung in 12 Monaten. Wobei das auch nur bei mir so ist. Im Vergleich mit anderen schaut es besser aus. Klar wurde oder wird es extrem teuer, aber andere passten schon viel früher an. Im Schnitt ist selbst mein neuer Tarif dann immer noch einer der 5 günstigsten von seriösen Anbietern.

    Eines der Probleme, und das war oben schon angesprochen, ist durchaus auch die Medienwelt. Da passt sehr gut der Artikel vom Spiegel dazu. Das war auch der, der mehrfach durch Facebook ging. Der Titel ist frei gesagt, scheiße. Der drückt einen schon in eine Ecke / Denkweise, die falsch ist. "Inflation 7,9%", um dann immer direkt von "Grundnahrungsmitteln" zu reden. Klar, die sind nicht 7,9% teurer geworden, sondern viel mehr. Das führt zu Spannungen und Irreführung. Oder eben zu den dann üblichen Kommentaren, wenn man es nicht "verstehen will".

    So was zu schreiben, also Inflation 7,9% ist quasi COICOP-1, um dann gleichzeitig von Grundnahrungsmitteln zu reden. Das dürfte COICOP-8 oder gar COICOP-10 sein. Die Nummern.... Je höher, desto höher ist die "Auflösung". Also aus Bereichen und Gruppen werden kleinere Bereiche und Gruppen, bis man dann am Ende an einem Produkt ist.

    Das wäre wie zu sagen, "Autos kosten 2% mehr", Reifen "100%". Klar, ein Autohändler hat damit wenig zu tun, auch einer, der ein Auto kauft. Einer der nur Reifen kauft aber schon.

    Na auf Facebook läuft das schon seit Tagen mit immer wieder den gleichen Kommentaren. 100% Übereinstimmung mit Deinem ersten Post.

    Es geht nunmal um die Inflation. Ja, ist hoch, aber nicht für jeden gleich hoch, denn nicht jeder ist davon genauso betroffen. Manche mehr, manche weniger. Nennt sich dann "Persönliche Inflation". Hier geht es aber bei den Zahlen um die "Inflation" und die hat feste Bestandteile, denn nur so kann man sie vergleichen.

    Und doch, man kommt auf die 7.9%, auch bei der von Dir verlinkten Quelle.

    https://service.destatis.de/Voronoi/PreisKaleidoskop.svg

    Nimm einfach den Mittelwert der "Preisänderungen" und fertig, 7,9.

    Und noch mal doch, die Gewichtung ist extrem wichtig!!!! Nimm Energie / Wohnen. Das als ganzer Block hat selbst nur eine Gewichtung von 32,5% und die Einzelwerte unterscheiden sich sehr. Gas, bei mir extrem teuer geworden, heute erst die neuen Gebühren bekommen (Strom auch), geht aber nur mit 2,5% in die Gesamtberechnung ein. Strom, auch sehr teuer in letzter Zeit. 2,6% Gewicht.

    Dagegen z.B. Telekommunikation. Gewicht 2,2%, also vergleichbar, aber eine Preissenkung von 0,9%.

    Alles was Gelb, heller oder blau ist, liegt deutlich unter den 7,9%. Nur orange und rot liegt bei dem Wert oder deutlich höher. Aber rein optisch von der Farbfläche, rot und orange sind nicht am stärksten vertreten.

    Wie oben gesagt, "persönliche Infaltionen". Sieht man gut an "Verkehr". Betrifft hier wohl alle, mich nicht. Aus dem Block habe ich nur ÖPNV und das mit einem Gewicht von 0,1% und auch noch günstiger geworden.

    Dein Angesprochendes 9-Euro-Ticket ist in der Berechnung gar nicht drinnen, aber wenn es drinnen wäre, dann als Schienenverkehr mit einem Gewicht von 0,5%. Das wird aber wohl nie reinkommen, denn das ist kein definiertes Produkt in dem Sinne. Da sind ja auch keine Sonderangebote einzelner Läden drinnen oder "huhu, wir verschenken heute Äpfel".

    Und, die Grafik ist nicht schlecht, aber das ist halt auch nur ein "Sortiment". Es gibt richtige Listen, da sind dann die Produkte aufgeführt. Da stehen glaube ich alleine 10 verschiedene Milchsorten drinnen, was hier alles als "Molkereiprodukte und Eier" kombiniert ist.

    Und ja, wenn man nach dem Einkaufen geht, dann würden sich die Gewichtungen ändern. Es geht aber um eine definierte Anzahl und Produkte, sonst kann man das nicht vergleichen.

    Frisches Geflügelfleisch +27%

    Tiefgefrorenes Geflügelfleisch +23%

    Kaninchenfleisch oder anderes Wildfleisch +1% !!!

    ^ ^man muss also Kaninchen essen !

    Und man kann das eben nicht dynamisch anpassen, weil es eine feste Auswahl sein muss. "meine" Nudeln wurden auch "nur" 30 Cent teurer, andere hingegen 80 oder gar 1,20. "Meine" Milch kostet 8 Cent mehr als vorher, andere hingegen das Doppelte. "Meine" Butter kostet das doppelte als vorher, andere Markenware das 4-Fache. Und genau deswegen sind die Warenkörbe definiert und ändern sich nur alle paar Jahre. Bin mir nicht sicher, glaube alle 5 Jahre oder so. Die letzte Anpassung war je erst.

    Was zum Spielen.... Persönlicher Inflationsrechner: https://service.destatis.de/inflationsrechner/index.html

    Jetzt fängst Du auch noch damit an. Ja, in der Tabelle ist vieles teurer, die Tabelle zeigt aber auch quasi nur das mit der größten Verteuerung an. Schau Dir die Liste mit den Gütern an, allen, die für die Inflation genutzt werden, dann haste auch Deine 7,9 Prozent. Es geht schließlich um "Inflation" und nicht um "Preissteigerungen bei Lebensmitteln und Energie".