Das geht sicherlich sehr vielen Leuten so. In vielen Fällen ist es aber leider auch kein "nicht können", sondern schlicht ein "nicht wollen". Merkt man spätestens daran, wenn man es für andere macht, und es sie dennoch nicht interessiert.
So eine Liste muss fixiert sein, sonst geht es nicht. Anpassen muss man auch mal, aber dann wirbelt es die Listen durcheinander und eben überall stehen "Warnungen", dass sich die Berechnungsgrundlage geändert hat. Also da muss man dann umrechnen oder umrechnen lassen, ansonsten kann man vergleichen.
Ist doch wie mit meiner Versicherung. Wenn die jedes Jahr einen anderen fiktiven "Renditewert" ansetzt, dann sind die Hochrechnungen alle für die Katz, weil man kein Jahr vergleichen kann. Würde immer der gleiche wert genommen werden, dann könnte man es machen. So rechnet z.B. die Hochrechnung auch noch zusätzlich mit einem "Garantiezins", also nicht nur Rendite von Fonts. Nur, meine Versicherung hat überhaupt keinen Garantiezins, die hat schlicht gar keinen Zins, denn das ist eine reine Fonts-Geschichte. Aber selbst so könnte man den Wert nehmen, würden die nicht jedes Jahr wechseln. Einmal mit 1,5, dann 2,5, dann 2, dann 1,75 etc.
Das mit der Temperatur könnte man so machen und wäre ein Vergleich, wenn, ja wenn.... Wenn sich alle Spanier oder die große Mehrheit auch entsprechend das Jahr über in ganz Spanien aufhält und nicht nur im Norden oder Süden. Wobei das aber dennoch nicht ganz passt, denn Dein Beispiel gibt eine feste Temperatur vor, keine Änderung. Korrekter wäre es, wenn man sagen würde. "Morgen hat es in Spanien 2,5 Grad mehr". Dann wäre es wie Inflationsrechnung, aber eben unter der Voraussetzung, dass jeder dann auch überall ist oder zumindest im Schnitt beteiligt. Ist man das nicht, hält sich also immer nur in einem Ort auf, dann ist man quasi abweichend vom Durchschnitt und somit kommen dann viele Punkte rein (hier z.B. die Temperaturänderung im Norden), die einen gar nicht betreffen.
Die Gewichtung ist ja z.B. nicht nur ein erfundener Wert, da geht es ja auch um Faktoren wie oft man was kauft im Durchschnitt. Eine Winterjacke kauft man z.B. seltener im Jahr als eine Packung Käse. Manche Produkte in der Liste kaufen einige gar nicht, andere täglich. Gibt da sogar Produkte drinnen, bei denen weiß ich noch nicht mal was das ist 
Und ja, das ist alles nur ein grober Wert über alles für alle. Das ist aber der Sinn der Sache. Ein Sortiment, das für alle angewendet werden kann. Um es vorwegzunehmen. Ja, es betrifft eben nicht jeden gleich. So gehe ich z.B. davon aus, dass Du oder auch andere hier wesentlich mehr Hundefutter kaufen als ich, oder Schuhe, oder Ausgaben für Kinder haben. Es gibt in der Liste z.B. auch den Punkt "Schuhreperatur".... Ich war in meinem ganzen Leben noch bei keinem Schuster. Interessiert mich also nicht, ob der teurer wurde oder nicht. Andere, die ohnehin teure Schuhe kaufen, die lassen die vielleicht reparieren, die betrifft es dann.
Aber es muss eben eine vergleichbare Liste sein und bleiben. Fast oder ähnlich dem Mietspiegel, wobei der sehr regional ist. Allerdings gibt es auch Inflationslisten für zumindest Bundesländer. Und gleich bleiben auch, weil es ja andere Dinge gibt, die an die Inflation gekoppelt sind. z.B. Mietvertrag mit Inflationsbindung. Da kannste ja nicht für jeden Mieter individuell dann einen eigenen "Warenkorb" nehmen im Sinne von: Der eine isst nur Schwein, wurde teurer, der andere Rind, noch teurer. Der nächste geht 3x die Woche ins Kino, die anderen nicht. Der Vierte lebt vegan, hat also andere Produkte als die Fleischfresser, andere fahren mit dem Auto zur Arbeit, manche laufen. Nee, das ist die Auswahl von allem für alle.
Zwischenanmerkung: Mietverträge mit Inflationsbindung sind ein Open-End. Steigt die Inflation, steigt die Kaltmiete. Aber die Kaltmiete ist Bestandteil der Inflation, also steigt die automatisch auch, dann steigt wieder die Miete 
Für mich passt die Inflation so eigentlich auch nicht, ich bin nicht der Durchschnitt. Ich lebe eigentlich mehr oder ausschließlich im Bedarf der Grundversorgung für einen Single, ausgenommen Benzin und Heizöl. Ich könnte also auch sagen, wenn ich auf meinen Einkaufzettel und mein Konto schaue "7,9%??? Niemals, das passt hinten und vorn nicht". Ja, weil ich dann persönlich auf meinen eigenen individuellen Warenkorb betrachten würde und nicht den offiziellen der breiten Masse. Und das würde für einen persönlich dann auch nur gehen, wenn man immer das Gleiche kauft, also nicht "vorher immer" die Markennudeln und weil die dann zu teuer wurden, einen günstigeren anderen Hersteller. Dann würde man ja quasi ständig den Warenkorb ändern und ein Vergleich wäre nicht mehr möglich.
Wobei das bei mir sogar gehen würde, denn ich mache es, wie die offizielle Berechnung. Ich kaufe immer das billigste Produkt. Das wäre dann aber eben die "persönliche Inflation". Was aber viele machen oder denken ist noch nicht mal die, sondern das ist die "gefühlte Inflation". Rein danach gehend könnte ich auch sagen "ist alles doppelt und dreifach teurer als vorher". Klar, weil man eben speziell diese teuren Preise sieht und das "Gefühl" stark darauf aufbaut. Andere Dinge, die man auch braucht, die einem aber nicht direkt vor die Füße fallen oder an die man nicht denkt, die sind im "Gefühl" nicht vorhanden. Das wäre bei mir auch so, wenn ich verstärkt auf Gas und Strom sehen würde. Die neuen Zahlen von gestern sagen voraus, am 1.8.: Gas +100%, Strom +60%. Das ist die dritte Anpassung in 12 Monaten. Wobei das auch nur bei mir so ist. Im Vergleich mit anderen schaut es besser aus. Klar wurde oder wird es extrem teuer, aber andere passten schon viel früher an. Im Schnitt ist selbst mein neuer Tarif dann immer noch einer der 5 günstigsten von seriösen Anbietern.
Eines der Probleme, und das war oben schon angesprochen, ist durchaus auch die Medienwelt. Da passt sehr gut der Artikel vom Spiegel dazu. Das war auch der, der mehrfach durch Facebook ging. Der Titel ist frei gesagt, scheiße. Der drückt einen schon in eine Ecke / Denkweise, die falsch ist. "Inflation 7,9%", um dann immer direkt von "Grundnahrungsmitteln" zu reden. Klar, die sind nicht 7,9% teurer geworden, sondern viel mehr. Das führt zu Spannungen und Irreführung. Oder eben zu den dann üblichen Kommentaren, wenn man es nicht "verstehen will".
So was zu schreiben, also Inflation 7,9% ist quasi COICOP-1, um dann gleichzeitig von Grundnahrungsmitteln zu reden. Das dürfte COICOP-8 oder gar COICOP-10 sein. Die Nummern.... Je höher, desto höher ist die "Auflösung". Also aus Bereichen und Gruppen werden kleinere Bereiche und Gruppen, bis man dann am Ende an einem Produkt ist.
Das wäre wie zu sagen, "Autos kosten 2% mehr", Reifen "100%". Klar, ein Autohändler hat damit wenig zu tun, auch einer, der ein Auto kauft. Einer der nur Reifen kauft aber schon.