FB + Bundeskartellamt > Schwachsinnige Argumentation >

  • Sorry, aber ich muss wieder mal "schwachsinnig" benutzen.


    Das Bundeskartellamt geht gegen FB im Zuge des Wettbewerbsrechts gegen FB vor, argumentiert aber damit, dass FB ein Monopolist ist:


    >> Die Behörde geht davon aus, dass Facebook in Deutschland als Monopolist zu betrachten ist und Nutzer vor die Wahl stellt, die Datensammlung auch über externe Quellen zu akzeptieren - oder auf die Nutzung des marktbeherrschenden Dienstes zu verzichten.



    Ja was denn jetzt? Monopole haben so gut wie keine erstzunehmenden Mitbewerber, also besteht faktisch kein Wettbewerb. Die bessere Argumtation wäre wohl gewesen, dass FB marktbeherrschend ist und durch ihre Aktionen einen aufkommenenden Wettbewerb verhindert.


    Eine bessere Argumentation, aber auch nicht wirklich überzeugend.


    Viellicht hätte man besser damit argumentieren sollen, dass FB sich einen Wettbewerbsvorteil erschleicht, weil sie sich nicht an Datenschutzbestimmungen halten, an die sich z. B. regionale Anbieter halten müssen.



    Die Argumente des OLG Düsseldorf sind aber auch nicht gerade überzeugend + durchgedacht.


    https://www.spiegel.de/netzwelt/apps...a-1283736.html

    Die zehn Gebote sind deswegen so kurz und logisch, weil sie ohne Mitwirkung von Juristen zustande gekommen sind. > Charles de Gaulle

  • Das Schlimme ist nur, dass eh nichts bei raus kommt.
    Da werden wieder Gerichte bemüht und FB macht so oder leicht verändert doch weiter.
    Selbst wenn die eine Strafe zahlen müssen, lachen die doch darüber.


    Wenn man sich mit Konzernen hinsetzt und verhandelt, hat man schon verloren.
    Entweder man setzt Recht ( Datenschutz ) um oder macht gar nichts.


    Wie ich schon öfter geschrieben habe.
    Andere Länder sind da konsequenter und lassen sich von solchen Konzernen nicht auf der Nase rumtanzen.

  • >> Ich würde da wohl eher irgendwo beim Kontrahierungszwang den Hebel ansetzen.


    Jo, auch ne Argumentation auf die man aufbauen könnte. Manchmal frage ich mich, wie sich solche Riesenbehörden ihre juristischen Vertreter aussuchen.


    ...


    >> Wenn man sich mit Konzernen hinsetzt und verhandelt, hat man schon verloren.


    Allerdings. Mich ärgert das schon seit Jahren, dass mit denen verhandelt wird. Da wird der Gleichbehandlungsgrundsatz völlig ad absurdum geführt.

    Die zehn Gebote sind deswegen so kurz und logisch, weil sie ohne Mitwirkung von Juristen zustande gekommen sind. > Charles de Gaulle