Verschiendene Stromtarife >

  • Gibt ja in D auch, verschiedene Tarife zu verschiedenen Zeiten.


    Habense jetzt hier auch, weil der Strom in den letzten Monaten richtig teuer geworden ist. Es gibt einen Billigtarif in der Nacht, einen mittelteuren am Tag und einen Tagesteil mit richtig teurem Tarif.


    Alles spricht drüber, aber keiner kann mir die Frage beantworten wie das mit einem Zähler funktionieren soll. Nach meinem Verständnis misst so ein Zähler den Durchlauf, nur eine 100 Wattlampe hat zu jeder Tages- und Nachtzeit denselben Durchlauf.


    Wie soll der Zähler also wissen, wenn ich diese 100 Wattlampe angeschaltet habe? Er ist ja mit nichts verbunden und zeigt lediglich den Gesamtverbrauch an. Auf den Rechnungen soll dann in Zukunft aufgeführt sein, wieviel Strom zu welchem Tarif wann verbraucht wurde.


    Und ich stelle mir jetzt die Frage, wie das funktioniert oder funktionieren soll.


    Hat da jemand Wissen?

    Die zehn Gebote sind deswegen so kurz und logisch, weil sie ohne Mitwirkung von Juristen zustande gekommen sind. > Charles de Gaulle

  • Naja, entweder Du wirst verarscht oder es zählt für Dich nicht. Das wird mir speziellen Zählern abgewickelt, also damals analog, als auch heute modern mit digital.


    Analog sind das Mehrtarifzähler. Die haben eine "innere Uhr". Digital ist das einfacher, da wird dann alles aufgezeichnet. Die Zähler registrieren weiterhin den normalen Verbrauch, aber eben auch die Uhrzeit.


    In fast allen Haushalten, ohne Mehrtarifzähler, denn die muss man ja extra bezahlen, oder eben ohne neue digitale Zähler, ist eine Unterscheidung zwischen Tag und Nacht, oder was auch immer, gar nicht möglich.


    Ich weiß aber nicht, was Du da für einen Zähler hast. Ein Mehrtarifzähler, der z.B. Tag und Nacht unterscheidet, etwa wegen auch Nachspeicheröfen, der hat zwei rotierende Scheiben, nicht nur eine wie üblich. Die digitalen haben gar keine Scheiben, aber auch die können das nicht alle. Gut, können schon, aber das muss der Stromanbieter freigeben.


    Will da nun nicht zu weit ausholen, aber als Hintergrund.


    Die Mehrtarifzähler (analog) sind die HT/NT-Zähler. Also Haupttarif und Nebentarif. Da gibt es nur zwei Phasen. Der Versorger gibt vor, was ab wann zählt. Dann gibt es schon lange die extra Zähler für Wärmepumpen, denn die werden auch anders berechnet. Neuerdings auch noch mal extra welche für Ladestationen für E-Autos. Analog sind das alles extra Zähler, bis auf den HT/NT. Digital kann das einer sein, wenn die angeschlossene Hardware es denn unterstützt. Sprich, die Wall-Box in der Garage sagt: "ich bin es, der da nun Strom für das Auto zieht und nicht die Waschmaschine".

  • Wenn ich verarscht werde, wird hier wahrscheinlich gerade ein ganzes Volk verarscht.


    Die Zähler hier haben eine rotierende Scheibe, die Anzeigen sind digital.


    Die Stromableser kommen hier alle zwei Monate, schreiben den aktuellen Stand, die Gesamtzahl ab und das war es. Die machen den Zählerkasten nicht mal auf, sondern lesen schlicht durch eine im Kasten eingelassene Plastikscheibe ab.


    Die neuen Tarif werden hier seit Tagen diskutiert, aber jeden, den ich danach gefragt habe wie das unterschieden werden soll hat nur mit den Schultern gezuckt. Auch im Fernsehen und der Presse, kein Wort dazu.


    Aber es ist ja zumindest mal interessant zu wissen, was auf keinen Fall geht.

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  • So einer da, ein analoger, der kann nicht unterschieden, ob Tag oder Nacht, Mittag oder Vormittag. Der registriert die verwendete Leistung rein über physische Gesetze. Er kennt keine Uhrzeit. So wie Du schreibst. !00 Watt Glühbirne, egal wann sie an ist. So ein digitaler könnte das, aber er macht es nur, wenn mit dem Versorger auch entsprechende Verträge abgeschlossen sind. Also zumindest hier in DE.

  • Wenn Du einen Zähler hast, der sowohl eine Scheibe hat und zugleich auch digital ist, dann kannst Du davon ausgehen, dass der von der Messung her digital ist. Also er erfasst auch die Zeiten. Die Scheibe ist dann wohl nur ein Gimmick im Sinne von "Kannst Dir bewegt ansehen".


    Solche Kombi-Zähler, also analog und digital, sind in DE verboten. Hier gibt es nur noch die alten rein analogen, mit einer Frist von 7 Jahren ab Einbau des Zählers oder eben rein digitale.

  • War mal eben im Ort unterwegs und hab mal geguckt was die so Zähler haben. Hier sind die Zähler sichtbar in der Aussenwand postiert.


    Die meisten so wie ich, aber auch so einige analoge wie Deiner. Mein Nachbar hat einen, bei dem ich überhaupt nicht durchblicke, dass Display voller Zahlen. Der ist aber brandneu, er wurde, weil der alte es wohl nicht mehr gemacht hat, vor 4, 5 Monaten ausgetauscht.

    Die zehn Gebote sind deswegen so kurz und logisch, weil sie ohne Mitwirkung von Juristen zustande gekommen sind. > Charles de Gaulle

  • Die alten zaehler sind aber auslaufmodelle die in neuen installationen gar nicht mehr zugelassen werden, ggf. wird der alte unvernetzte zaehler irgendwann sowieso ersetzt werden muessen.


    Der trend geht zu verbrauchermanagement, heisst die geraete bekommen mitgeteilt wann viel und wann wenig strom verfuegbar ist, und waschmaschine, spuhlmaschine oder eauto ladegeraet werden erst zugeschalten wenn der tarif guenstig ist, damit das netz nicht zusammenbricht. Hinzu kommt, dass die betreiber die stromzaehler jederzeit uebers internet abfragen koennen und kein personal rausschicken muessen.

  • Er muss auch irgendwann ersetzt werden, spätestens wenn die Eichung abgelaufen ist. Dann kommen automatisch elektronische Zähler. Mein analoger da oben wurde gerade noch so gewechselt, als es keine Pflicht war. Der elektronische auf dem Bild ist 7 Monate alt. Und ja, der kann auch viel mehr. Rechts oben, das was wie ein Schloss ausschaut, ist ein Sensor. Das Ding kannste mit der Taschenlampe entsprechend anblinken, dann kommen viele weitere Daten.

  • Ich danke für die Antworten.


    So wie ich das sehe, kommen dann hier so einige nicht in den "Genuss" der neuen Tarife, auch, wennse jetzt die Waschmachinen nachts laufen lassen. Stellt sich halt die Frage, welchen Tarif sie denen dann zur Anrechnung bringen wollen.


    Die als Grund genannte Einsparung ist sowieso mal wieder nichts, als die Leute für dumm verkauft. Grund dürften wohl sein die dauernden Stromausfälle in den Griff zu kriegen, denn halbwegs störungssicher sind die Netze nur dort, wo Touristen zu finden sind. Man will ja im Ausland nicht den Eindruck erwecken ein Drittweltland wie Tahiti zu sein.


    Hier kann es sein, dassde bei Aldi an der Kasse stehst, der Strom fällt aus, die Notbeleuchtung geht an und dann kannste an der Kasse warten, bis der Strom wiederkommt. Oder einfach den Einkaufswagen stehen lassen und gehen, wie ich das schon ein paarmal gemacht habe.

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  • Naja, ich kenne die Gegebenheiten in Spanien nicht, aber wenn die nur halbwegs so sind wie hier, dann geht das so gut wie gar nicht.


    Es gibt ja diese Tag/Nacht-Tarife, also wie oben erwähnt, wo man dann nachts billiger die Nachtspeicheröfen aufladen kann oder eben Waschmaschine und Co. laufen. Dazu braucht es keinen digitalen Zähler, aber min einen analogen mit zwei Drehscheiben. Eine für Tag, eine für Nacht. Oder eben einen digitalen, der zwei Tarife zählt.


    Bei den digitalen Zählern ist es anders, daher weiß ich nicht, wie das in Spanien genau ist. Digital ist ja nicht digital, da gibt es verschiedene.


    mME = moderne Messeinrichtung

    iME = intelligente Messeinrichtung


    So, dann gibt es noch verschiedene Tarife. Eben die normalen, die Tag/Nacht und "variable". Man kann aber nicht einfach alles zusammenpacken, wie man will, es muss zusammenpassen.


    Die mME kann z.B. alle Daten speichern, also Verbräuche, wann, welche Phase, welche Last etc. ABER: Die kann nicht senden! So ein mME war der auf dem Bild oben. Der Stromanbieter bekommt also auch nur ganz normal die Summe an Verbrauch mit, wie per analog auch. Ganz normal mitgeteilt per Ablesung oder Online, wie analog auch.


    Die iME sind im Grunde erweitere mME. Die machen das gleiche, aber die verfügen auch über ein "Smart-Meter-Gateway". Und genau das ist dafür verantwortlich, dass der iME täglich die Daten schickt und das mit einer Auflösung von jeweils 15 Minuten. Also es wird nicht alles aufgezeichnet, aber in 15-Min Intervallen. Und mit den Daten kann man dann "variable Stromtarife" anbieten, die sich nicht auf den Jahresverbrauch berechnen, sondern auf den Verbrauch vom Vortag und wie der auch verteilt war, Lastspitzen etc.


    Nur, diese iME hat fast keiner und brauchen vor allem auch einen Internetanschluss, denn sie müssen ja senden können. Genau der Grund, warum man in DE, wenn digitale Zähler eingebaut werden, auch wenn nur ein mME in Mehrfamilienhäusern gleich noch einen neuen Schrank aufhängen lassen muss, denn in den kommt später mal der Router.

  • Hab aber den Eingangspost noch mal gelesen. Also es geht nicht um "variable Tarife", sondern Tarife mit Zeitfenstern. Das kann ein normaler digitaler Zähler sehr wohl oder sollte es halt können, wenn man den Tarif bucht. Notfalls muss er getauscht werden. Aber der kann intern schon registrieren 6-12 Uhr 12-18 Uhr und dann 18 bis 6 Uhr. Nur weil der am Display nur den Gesamtwert anzeigt, heißt das ja nicht, dass man den nicht umschalten kann. Wie oben geschrieben. Morsezeichen in die Optik.... Der "Ableser" macht das natürlich anders, der kann direkt zugreifen und braucht nicht zu morsen.

  • Die "Bilder oben" sind weg.


    Das Problem: Ich kann nicht beurteilen was mein Zähler kann, zumal der nicht auf mich läuft, sondern auf den Vermieter. Ist hier üblich, die Stromzulieferer machen es einem Mieter fast unmöglich, den Strom auf sich umzumelden.


    Und meinen Vermieter brauch ich erst gar nicht zu fragen. Issen Lieber, aber einer von der Sorte, der sich in einer Telefonzelle verläuft. Hat alles geerbt und hat von nichts eine Ahnung.


    Aber kaum draussen, geht das Ding schon nach hinten los. Überall wo viele Parteien zusammenwohnen gibts Ärger. Die "krachunempfindlichen" Spanier beschweren sich jetzt, dass sie nachts wachwerden und zunächst mal glauben, dass draussen ein Gewitter wütet. Grund: Das nun in der Nacht einsetzende Schleudern von Waschmachinen. :D


    Und jetzt kommen auch die Informationen was nachts an Lärm gestattet ist und die meisten hören jetzt wohl zum ersten Mal davon, dass es dazu ein Gesetz gibt. In der nächtlichen Ruhezeit sind maximal 25 Dezibel erlaubt. Das ist, nach meinem Kenntnisstand, weniger als in Deutschland.


    Wenn ich hier mal wieder einen Stromableser unterwegs sehe, werde ich den mal ansprechen.

    Die zehn Gebote sind deswegen so kurz und logisch, weil sie ohne Mitwirkung von Juristen zustande gekommen sind. > Charles de Gaulle

  • Ja, die Bilder sind weg. War ein Hinweis von Lunte. Standen ja sämtliche Zählernummern drauf.


    Was ein Zähler kann und was nicht, das weiß man bei digitalen in der Regel nie, wenn man nicht gerade Elektriker ist und das Modell kennt. Oder man muss nach dem Modell Googlen. Hier in DE gibt es aktuell glaube ich nur drei zugelassene Modelle. Ich weiß, was der digitale aus dem nicht mehr vorhandenen Bild kann, aber 40 km weiter in Kitzingen, anderer Netzbetreiber, habe ich auch keine Ahnung, kenne ich nicht, die verbauen andere.


    Ich gehe aber mal davon aus, das wird bei euch so laufen wird wie bei uns hier auch oder schlimmer.


    Sanierung einer Wohnung: Wechsel von Wechselstrom- auf Drehstromzähler -> kostenpflichtig, da selbst angeordnet

    Eichung abgelaufen: Wechsel von analog auf digital kostenlos. Zusatzkosten wegen extra Schrank und so -> kostenpflichtig

    Tarifwechsel: Der vielleicht einen anderen Zähler braucht -> kostenpflichtig


    Ganz davon zu schweigen, dass die digitalen Zähler einen höheren Grundpreis haben, also Miete. Die analogen hier liegen bei 80 Eur, die digitalen mME bei 130 und die iME bei 180 Eur. Diese Mehrkosten an Grundgebühr muss man erst mal sparen können damit.


    Hast ja meinen Zählerstand oben vielleicht gesehen. An die 4.800 KWh. Das ist alles der letzten 4 Jahre! Da wäre also gar kein Potential, durch andere Tarife eine Grundgebührerhöhung von 100 Eur zu amortisieren.