Es wird ja viel über Google berichtet, viele Menschen regen sich über den Monopolisten auf und schauen irgendwie hilflos zu, wie Google ihnen immer mehr die Butter vom Brot nimmt.
Seit längerem verfolge ich aber eher einen anderen Gedanken.
Google wirbt für sich bei Adwords und für die eigenen Dienste in den Serps, versucht immer neue Themenbereiche für sich zu gewinnen.
Jetzt könnte man denken, es geht um Profitmaximierung, aber ich denke eher, es ist der Erwartungsdruck an die Aktionäre und an dieWirtschaft, den sie nicht mehr erfüllen können.
Es kommt mir oft so vor, als wenn sehr kurzfristig gedacht wird, nur um den nächsten Quartalsbericht gut über die Runden bringen zu können.
Bei so einer aggessiven Werbung für sich selbst, wo es einen auch scheinbar egal ist, dass das Image etwas verloren gehen könnte, kommt bei mir der Verdacht auf, Google hat es bitter nötig, mehr Geld verdienen zu müssen.
Was mich auch stutzig macht, sind diese Meldungen in den WMT. Ist das nicht ein Eingeständnis einer absoluten Schwäche, dass man zwar Links, die einen spämmig erscheinen, erkennt, aber nicht in der Lage ist, diese schlechten Links dann mit in den Algo einfließen zu lassen? Sind die Programierer und Entwickler nicht fähig, solche Links automatisch im Algo zu entschärfen?
Muss man da die Webmaster zwingen, sich um ihre eingehenden und ausgegehenden Links selbst zu kümmern?
Früher wurde immer gesagt, Links sollen wachsen, ohne zu tun des Webmastern. Jetzt wird man gezwungen, ins Linkprofil aus beiden Richtungen einzugreifen. Wiederspricht nicht nur der Logik, sondern suggeriert, dass Google nicht mehr Herr der Lage ist.
Es ist ungefähr so, als wenn Autobauer für Tempo 300 werben würde, aber die Käufer zwingen wollte, nicht mehr als 100 zu fahren, weil sie nicht in der Lage sind, gute Bremsen für höhere Geschwindigkeiten zu entwickeln.
So eine Schwäche würde doch keine Firma zugeben. Warum gibt Google diese Schwäche zu, Links nicht automatisch entwerten zu können?