Wenn Wasserstoff/Ethanol/E-Fuel regenerativ erzeugt wird, ist es nahezu egal, wie hoch der Wirkungsgrad ist, es ist dann eine reine wirtschaftliche Frage - die CO2 Bilanz ist ausgeglichen - was wir ja anstreben. Solange die Rohstoffe für die Akkus aus dem Boden gezogen werden und nicht aus dem Meer, ist es immer noch eine Umweltsauerei hoch Zehn.
Da brauch man nicht mit dem erhobenen Zeigefinger "in physik absolut nicht aufgepasst. " auf andere zeigen, sowas pisst mich echt an. Und die Argumentation in seine Richtung zu stärken, indem man abrundet, piept mich genauso an. Sachlichkeit geht anders, besonders wenn man nur oberflächlich Ahnung hat. Genauso wie ein Wasserstoffauto im unwahrscheinlichsten Fall heutzutage ein richtiger Verbrenner ist.
Ganz ehrlich, ganz dünnes Eis.
Letztlich beschäftige ich mich seit 35 Jahren mit Akkumulatoren und nutze sie täglich und das was anderes hermuss als der klassische aus dem Boden gewonnene Treibstoff steht ebenso außer Frage. Nur ist es nicht einzig der gegenwärtige chemische Akku, der nach 200k km Schrott ist.
Akku ist gut für Kurzstrecke, wenig Gewicht, langsames Fahren - für alles Andere ergibt es keinen Sinn. Ist mir klar, das es Kisten (Autos 1-3 t) mit Reichweiten jenseits der 400 km - nur ergibt es energetisch keinen Sinn.
Spassfakt-Gegenargument man baut schon heute 2 Gang Getriebe in Elektroautos ein, um Energie zu sparen - kein Getriebe ist auch keine Lösung - man hat es nur erstmal als Lösung verkauft, weil es billiger war und einfacher. Reines PR-Geblubber, natürlich ist nur ein Elektromotor wartungsärmer, energetisch auf Langstrecke und in schnell - ergibt es keinen Sinn - das es geht, steht außer Frage.
Wie gesagt, man kann sich über ein Thema unterhalten, nur nicht auf dieser Ebene.
Gegenwärtig speichert der aktuellste Akkumulator auf 1 kg Gewicht 0,4 kWh (10 % Systemverluste laden/entladen lassen wir mal außen vor), Treibstoff auf 1 kg 10 kWh bei 36 % Wirkungsgrad 3,6 kWh. Man geht davon aus langfristig den Akkumulator kapazitiv, um das Vierfache zu steigern (in den kommenden 10 Jahren, gegenwärtig sind wir bei 0,4 kWh je Kilo). Wie speichert man aktuell Strom? Wärme - Riesengroßer Betonklotz, dort wird der Strom als Wärme reingedrückt 2 Anteile rein, einen Anteil über einen Monat bis halbes Jahr wieder raus. Funfact, die stillgelegten Kohlekraftwerke sind prädestiniert dafür. Speicherung endlich. Pumpspeicherwerke, Chemische Akkumulatorspeicher, Solespeicher - alles endliche Speicher.
Wo ist das Problem aus der Luft/Wasser das H2 rauszuspalten mithilfe von Solar/Wind/Wasserkraft am Ende zum Tropfhahn zu gehen und dort eine Flasche drunterzuhalten und Treibstoff abzufüllen? Das Prinzip des Autos abfüllen kennt jeder, kein warten nötig. Ja, das Problem ist die zugeführte benötigte Energie, die viermal so hoch ist, als wenn ich direkt elektrisch fahren würde, der Kreislauf ist dennoch CO2-neutral. Du musst keine neuen Kisten bauen, was wieder Energie und Rohstoffe benötigt und kannst die vorhandene Infrastruktur weiterbenutzen - es ist alles da. Gleiche Prinzip wie bei der Bahn und warum es keine Magnetschwebebahn in D gibt, das Schienensystem ist einfach schon da.
Akkumulatoren für die Großstadt perfekt, wobei ich den Individualverkehr da auch eher kritisch sehe, wenn man nur seinen Kadaver und eine Aktentasche von Punkt A nach B schiebt. Nur die eine einzige Lösung für alles, wie man es suggeriert gibt es noch lange nicht, genauso wenig wie es keine Lösung ist so weiterzumachen wie bisher.
Warum also E-Autos. Um den gesättigten Automarkt wieder einen neuen Antrieb zu verpassen, damit du dein Auto nicht mehr 30 Jahre fährst, sondern nach nun 10-12 Jahren abstößt, um zu konsumieren. Das ist der primäre Grund, der Ökogedanke ist eine Begleiterscheinung, die ich z.B. für saubere Luft gern in Kauf nehme.
Letztlich macht Global der Autopart 16% des CO2 aus. Es ist noch viel zu tun.
Ich mag JP nicht, besonders aus dem Grunde weil da wenig Verständnis für Andersdenkende und Anders lebende vorhanden ist. Nur unterhält er sich hier mit ein paar Ingenieuren, die letztlich meine Gedanken zu dem gegenwärtigen Stand der Dinge komprimiert ausgeben und ich das in einen Text so nicht packen könnte. Quintessenz der Mix, macht es. Bei "die Leute einfach machen lassen" und man findet schon den richtigen Weg bin ich anderer Meinung, weil wenn es läuft, dann läuft es und man muss eine Gruppe dann schon in eine Richtung zwingen, damit mal was passiert.