Niemand würde es mir glauben, -

  • _ wenn ich es erzählen würde.

    Heute passiert: Ich fahre gemütlich auf einer Landstrasse, komme aus einer Rechtskurve raus und denke: Was ist das? Und muss direkt mal hart in die Eisen gehen.


    Ne Leitplanke quer über die Strasse. Völlig ohne erkennbaren Sinn, vorher keinerlei Warnung. Das Ding ist neu und für die Ewigkeit gemacht, ich habs mir angesehen.


    Wenn da einer mit richtig Stoff ankommt und das vielleicht noch nachts ist das eine Todesfalle.


    Man sollte es nicht für möglich halten, aber das ist Spanien.


    Die zehn Gebote sind deswegen so kurz und logisch, weil sie ohne Mitwirkung von Juristen zustande gekommen sind. > Charles de Gaulle

  • Das hatte ich schon am Bodensee in Friedrichshafen. Kannte mich nicht aus und fuhr das erste mal mit Navi. War damals in einem Smart. Fuhr da hin, wo das Navi sagte und zack, plötzlich genau das. Mitten in der Straße eine Leitplanke. Später dann noch mal in Markdorf erlebt und seit dem wusste ich auch, was das sollte. In beiden Fällen waren das dahinter einstige offizielle Straßen, die aber von den ansässigen Firmen aufgekauft und somit Privatgrund wurden. Kann es sein, dass das da auch so ist?

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    "Sogar ein Mann mit reinstem Gemüt, der Gebete sagt jede Nacht, kann zum Wolf werden, wenn die Wolfsblume blüht unter des Mondes goldener Pracht"

  • Keine Ahnung Syno, hab sowas noch nie gehabt, egal wo.


    Die Strasse verbindet zwei Orte.


    Was ich mir in Deutschland nicht vorstellen kann ist, dass sowas nicht als Sackgasse gekennzeichnet ist, dass nicht darauf hingewiesen werden muss, dass die Durchfahrt in einer Entfernung X endet.


    Hier kommste aus der Kurve und musst erst mal realisieren wasde gerade vor der Nase hast. Und wie man auf dem Foto sieht, hat es dort keinerlei Beleuchtung, lediglich drei lächerliche rote "Katzenaugen".


    Aber keinerlei Beleutung: Hier in der Nähe gibt es eine Autobahnausfahrt, stark abschüssig. Als ich die das erste Mal, nachts, genommen hab ist mir auch fast das Herz stehengeblieben. Die Abfahrt endet in einem Kreisverkehr, vollkommen unbeleuchtet. Ich hab das erst gar nicht reallisiert und als ich es begriffen hatte blieb nur noch ne Vollbremsung geradeaus. Dadurch, dass die Abfahrt abschüssig ist sieht man den Kreisel zunächst nicht. Zum Stehen gekommen bin ich dann, quer zur Fahrtrichtung, mitten im Kreisel, einen halben Meter vor den riesigen Felsbrocken, die den Mittelpunkt des Kreisels bilden.

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  • Nee, da war nix gekennzeichnet. Gut, auf dem Boden der Abfahrt war eine gelbe Linie geklebt, aber wer achtet da schon drauf, wenn er da vorher jahrelang immer rein gefahren ist und vor allen die Leitplanke dann erst 50 Meter weiter drinnen kommt ;)


    Und in Friedrichshafen war es eine Ausfahrt aus einem Kreisverkehr. Da war gar nix. Raus, weiter fahren Richtung Händler und dann plötzlich: Leitplanke. Und auf der anderen Seite auch, waren so an die 70 Meter, die da abgetrennt wurde und zu einer Maler-Firma gehörten.

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  • Und, weil es mir gerade so einfällt. Hier in WÜ gibt es einen Straße, die ist eigentlich eine Durchgangsstraße mit einer Schule mitten drin. Seit einigen Jahren stehen aber bei Hausnummer 27 so rot-weise Pfosten mitten in der Straße. Also nix mehr mit durchfahren. Nur die Müllabfuhr kann das, die haben einen Schlüssel. Navis kennen das nicht. Willste also zu einer bestimmten Hausnummer und kommst von der falschen Seite, Pech gehabt. Kannst dann mal spontan 1 km aussen rum fahren und von der anderen Seite rein fahren. Warum? Keine Ahnung. Genauso wenig, warum wir eine Fußgängerzone in WÜ haben, die ganze 80 Meter lang ist oder einen Radweg, der 12 Meter beträgt.


    Das da bei Dir ist wohl eher der spanische Versuch, den Corona-Virus einzudämmen oder es ist eben einfach nur eine So-Da-Leitplanke :|

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  • >> Leitplanke. Und auf der anderen Seite auch, waren so an die 70 Meter, die da abgetrennt wurde und zu einer Maler-Firma gehörten.


    Welchen Sinn macht sowas, wenn eine Firma sich so separiert? Wollen die sich Kunden vom Leib halten? Jeder Gewerbetreibende ist doch froh über so viele Zugangswege wie möglich.


    Gemeinden verkaufen öffentliche Strassen an Private? Hör ich ja jetzt auch erstmalig. Und mit einem Teilverkauf eines Strassenstücks wird ja dann die gesamte Strasse unbrauchbar. Zahlen die dann die Kosten, die für die Erstellung der gesamten Strasse angefallen sind?

    Also irgendwie kann ich mir das gar nicht vorstellen, weil das in D kaum mit dem Wegerecht vereinbar wäre.


    ..........


    Auf dem Foto von mir sieht man, dass die Strasse frisch saniert worden sein muss und Verlangsamungspoller eingelassen sind. Irgendwas muss über dem oberen linken Rand, hinter der Rechtskurve auf dem Fotos sein: Eine Ampel oder ein Kreisverkehr, denn diese Verlangsamungen werden gewöhnlich vor diesen eingebaut. Nichts auf diesem Foto ist logisch, denn durch die Leitplanke quer über die Strasse sind diese Verlangsamungen völlig sinnfrei.

    Und auch die nach unten abfallenden Endstücke der Leitplanke sind völlig sinnfrei, das macht man normalerweile wenn die Leitplanken in Fahrtrichtung eingebaut sind, um stumpfes Auffahren zu verhindern.


    Die Dinger heissen in Spanien übrigens "Quita miedo", was übersetzt so viel bedeutet wie "Nimmt die Angst".


    Einen seltsamen Humor haben diese Spanier.

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  • Der Sinn da ist einfach, genauso wie bei dem anderen Fall meines Arbeitgebers in Markdorf. Die Lieferorte oder auch Kundenorte sind auf der anderen Seite der Firma. Hier in Markdorf war an der Straße nur der Mitarbeiterparkplatz und das alte TÜV-Gelände, das aufgekauft wurde. Die Straße nutzten aber auch hunderte andere, die zur Arbeit wollten, daher wohl die Sperrung.


    "Gemeinden verkaufen öffentliche Strassen an Private? Hör ich ja jetzt auch erstmalig. Und mit einem Teilverkauf eines Strassenstücks wird ja dann die gesamte Strasse unbrauchbar. Zahlen die dann die Kosten, die für die Erstellung der gesamten Strasse angefallen sind?"


    Du fragst mich Zeug. Keine Ahnung, ich war IT-Leiter, nicht Geschäftsführung. Kannst Dich dafür in Sachen Markdorf aber gerne an "AW Automotive" wenden, denn die haben die Straße gekauft, samt TÜV und anderen Grundstücken hinter der Firma. Ist der größte Arbeitgeber der Stadt und Region.

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  • >> Du fragst mich Zeug _


    War rein rhetorisch, hab keine Antwort erwartet.



    >> Die Straße nutzten aber auch hunderte andere, die zur Arbeit wollten, daher wohl die Sperrung.


    Das ist ja gemeinhin der Sinn von Strassen und darauf besteht auch ein Recht, weil Strassen im Allgemeinen mit Steuergeldern gebaut werden.



    >> Kannst Dich dafür in Sachen Markdorf aber gerne an "Weber Automotive" wenden _


    Jo, aufne kleine Anfrage an die hätte ich in dem Fall schon Bock, kann mir aber die Antwort vorstellen. Viel interessanter wäre es der verkaufenden Gemeinde die Frage zu stellen, wie sie dazu kommen einen offensichtlich viel genutzten Verkehrsweg der Öffentlichkeit zu entziehen, bzw., es zuzulassen, dass er der Öffentlichkeit entzogen wird.


    Diese Firma Weber Automotive hätte ja statt Leitplanken quer über die Strasse zu bauen auch ne Leitplanke vor die hintere Zufahrt der Firma bauen können.


    Aber, wenn Du sagst "Grösster Arbeitgeber" kann ich mir schon vorstellen was da abgegangen ist.

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  • Ja, größter Arbeitgeber. Auch in Sachen Rettung war die Firma involviert. Neue Fahrzeuge für Feuerwehr oder Rettungsdienst. Die Firma hat gesponsert. um nicht zu sagen, bezahlt. Wie ich aber nun gerade lese, ist sie insolvent seit 9.19. Hee, ich kam in die Firma auch nur rein, weil die über etliche Landkreise bekannt ist und ich eben eine hatte, die zufällig eine hatte, die da schon arbeitete. Die Firma hat erst vor Kurzem in Magdeburg ne neue Niederlassung eröffnet.

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  • Es hat mich echt interessiert, deshalb hab ich mir das mal angeschaut.


    Vom Kreisel gehen ja nur zwei Strassen in deren Richtung ab und beides sind Durchfahrtsstrassen. Ich kann mir nur schwer vorstellen, dass die Gemeinde denen einen Teil der Strasse verkauft hat oder die Genehmigung erteilt hat die Strasse durch Leitplanken zu sperren.


    Ich hab mir mal angesehen, was Verwaltungsgerichte zu derartigen Konstellationen sagen. Viel gibts da nicht, was vermutlich daran liegt, dass es so gut wie nie vorkommt. In einem Fall wurde ein Gewerbegebiet insgesamt verkauft, welches aber nur eine Zufahrtsstrasse hatte und keine Durchgangsstrasse. Da hat das Verwaltungsgericht gesagt, dass mit dem Kauf des gesamten Gewerbegebiets die Strassen innerhalb dieses Gewerbegebiet mitverkauft wurden. Die Zufahrtsstrasse jedoch nicht. Offensichtlich war zu den Strassen im Gewerbegebiet nichts vereinbart, der Käufer vertrat aber die Ansicht die Strassen mitgekauft zu haben.


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  • Ähm ja nee, Du bist etwas falsch. Den Kreisel gab es damals schon mal noch nicht, der wurde erst 2008 oder so gebaut. Davor müsste noch einer sein, der kam so gegen 2005. Aber die Straße, die ich da meine, die ist die unten, den Otto-Lilienthal. Das ist keine Durchgangsstraße, sondern nur eine Verbindung der einen zur anderen. Im Grunde ist das eine Verbindung der Firma Weber mit der Firma Waagner, die auf dem Bild nicht zu sehen ist.


    Das was ich mit Kreisel schrieb war irgendwo in Friedrichshafen. Frage mich nicht wo. Musste da hin um den Smart abzugeben, war ja ein Leihwagen.


    Muss mir das aber eben selbst mal ansehen. Das Gebäude da mit den Solarzellen stand nie so nah an der Hauptstraße. Das scheint die Firma aber zu sein. Ich weiß aber auch, sie haben erweitert.

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  • So, mal ein wenig malen nach Farben .....



    Ich kann nur sagen, was damals war, also 2005, da habe ich die Firma und den Bodensee verlassen.


    gelb: altes TÜV-Gelände, Eigentum der AW. Der neue TÜV ist weiter nördlich, am anderen Kreisel rechts ab.

    grün: Parkplatz der AW

    blau: Parkplatz von Wagner

    orange: Firma und Nebengebäude von AW. Einen Holzbauer gab es da damals nicht. Die Gebäude waren Außenlager in denen man sich verlaufen konnte.

    weiß: Der Teil ist neu, ist noch in Bauphase.

    Pfeil: da war mal als Untermieter ein PC-Laden, bei dem wir vieles unserer Dinge kauften, da eben gleich nebenan bzw. InHouse.

    rot: Der Bereich, der gesperrt wurde. Oben zu weit gezeichnet, war etwas kürzer.


    Alles auf dem Bild, außer der blaue Kreis, war damals Eigentum von AW.

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  • Hat nun nix mit der Straße zu tun, aber das ist auch AW..... Weiter nördlich.



    Da gab es keine Kabel-Internet oder sonst was an DSL. Das war Drittland. Da hatten wir von der Hauptfirma eine Richtfunkverbindung da hin. Was für ein Mist und meine Aufgabe.

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  • Und wenn Du nun meinst, da wäre was zwischen den Händen erfolgt. Ja, sicherlich. Da kann man auch den Privatbau nehmen. Eine der besten Gegenden der Stadt. Tourismusmegnet. Sau teuer dort. Da wurde eine neue Villa gebaut. Alle anderen drum rum durften nur ein Stockwerk haben, also OG + Dach. Die Villa durfte 3 OG haben! Die anderen waren angepisst, weil See- und Alpensicht plötzlich weg war. Der Erdaushub und Co wurde auch auf dem Berg abgeladen, spart kosten. Das Grundstück wo das dann lag gehörte denen auch.


    Und bis vor 5 Tagen wusste ich noch nicht mal, dass die Gaststätte da oben auf dem Berg, auch denen gehört und verpachtet ist. War da oft. Hätte ich das gewusst, dann nicht. Die hatten aber so lecker Knoblauch-Baguettes und Wurstsalat :(

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